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Erkältung: Heilpflanzen, die besonders hilfreich sind

Salbei: Die Heilwirkung von Salbei ist zum Beispiel antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend und tonisierend.

Der Salbei war schon zweimal Heilpflanze des Jahres.
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Seit dem Mittelalter wird die Heilpflanze auch bei uns sehr geschätzt. Schon Hildegard von Bingen empfahl den Salbei z. B. gegen Koliken und Hieronymus Bock beschreibt den Salbei in seinem Kräuterbuch als blutreinigend, nervenstärkend und als wirksames Mittel gegen Erkältungen und Nachtschweiß.

Teezubereitung: Gut 2 Gramm Salbeiblätter mit ca. 200 ml kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Danach abseihen.

Gurgeln mit frischem Salbeitee bringt eine schnelle Linderung bei Halsschmerzen.

Auch hilft der Tee bei Magen-Darm-Beschwerden. Man sollte eine halbe Stunde vor jeder Mahlzeit eine Tasse Tee trinken. Bei übermäßigem Schwitzen in der Nacht trinkt man eine Tasse kalten Tee vor dem Schlafengehen.
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Erkältungsbeschwerden lindern durch Heilpflanzen
Jetzt zu einigen Heilpflanzen, die besonders hilfreich sind
Holunder: Die Blüten des Holunderstrauchs, als Tee zubereitet, wirken schweißtreibend. Zudem wirkt der Tee wärmend und stärkt die Immunabwehr.
Sanddorn: Um einer Erkältung vorzubeugen und das Immunsystem zu stärken, helfen die Beeren des Sanddorn-Strauchs. Sie enthalten viel Vitamin C und Vitamin B12. Da die Zubereitung des Saftes eher schwierig ist, empfiehlt es sich, einen fertigen Saft zu kaufen.
Ingwer: Ingwer wurde schon als Heilpflanze in altertümlichen chinesischen Schriften erwähnt. Zudem wird sie in mittelalterlichen Kräuterbüchern gegen verschiedene Erkrankungen empfohlen.
Ingwer heizt aufgrund seiner Scharfstoffe von innen und stärkt die Immunabwehr. Zudem wirkt er antibakteriell und entzündungshemmend.

Teezubereitung: Man überbrüht drei bis vier Scheiben geschälten Ingwer mit kochendem Wasser. Der Tee sollte zehn Minuten ziehen. Süßen kann man den Tee mit Honig oder mit Zitronensaft verfeinern.

Der Tee hilft z. B. bei Übelkeit und Erbrechen. Auch gegen Krankheiten der Atmungsorgane hilft der Ingwer und außerdem gegen Menstruationsbeschwerden und Krämpfe, die auf Kälte zurückzuführen sind.
Thymian: Der Thymian ist nicht nur eine Gewürzpflanze, er ist auch schon seit der Antike als Heilpflanze bekannt.
In der Medizin kommt das ganze Kraut zum Einsatz, außer der Wurzel. Im Kraut ist ca. 1 bis 2,5 % ätherisches Öl enthalten. Überwiegend kommen die Substanzen Thymol und Carvacrol vor. Enthalten sind aber auch Lamiaceengerbstoffe und Flavonoide.

Durch das ätherische Öl der Heilpflanze wird festsitzender Schleim aus den Atemwegen gelöst und fördert so den Abtransport des Sekrets. Zudem wird der Husten lockerer.

Thymian ist eine vielseitige Heilpflanze, die fast gegen alle üblichen Beschwerden eingesetzt werden kann. Auch wurde sie schon zur Heilpflanze des Jahres gewählt.

Wobei das wichtigste Einsatzgebiet Erkrankungen der Atemwege ist. Besonders durch seine krampflösende Wirkung hilft Thymian gut gegen Keuchhusten, Reizhusten und Asthma. Thymian löst zudem festsitzenden Schleim, der dann besser abgehustet werden kann. Bei Halsschmerzen und Heiserkeit wird er ebenfalls empfohlen.

Die beste Wirkung erzielt man bei diesen Erkrankungen, wenn man den Thymian als Tee oder Tinktur einnimmt.

Teerezept: Ein Teelöffel voll Thymiankraut wird mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergossen. Der Sud muss für fünf Minuten ziehen und wird danach abgeseiht. Bei Bedarf kann man den Tee mit Honig süßen. Der Tee wird in kleinen Schlucken getrunken. Auch den Dampf des Tees kann man auf sich wirken lassen.
Pfefferminze: Die Pfefferminze ist fast jedem Menschen als Kräutertee oder Lutschbonbons bekannt. Das ätherische Öl der Pfefferminze wirkt antibakteriell, tonisierend, gallentreibend, krampflösend, schmerzstillend, keimtötend, entzündungshemmend und beruhigend.
Mögliche Darreichungsformen der Pfefferminze sind, als Tee, bei Husten auch als Inhalationsbad, bei Kopfschmerzen als Öl (direkt auf Stirn und Schläfen aufgetragen).

Teerezept: 2 Teelöffel getrocknete Minzblätter mit einer Tasse mit heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und dann abseihen.
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Thymian-ätherisches Öl
Kamille: Die Kamille hat eine der längsten Anwendungstradition in der Natürlichen Heilkunde. Bis heute sind jedoch nicht alle Möglichkeiten der Kamille in der Naturheilkunde auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Auch haben klinische Studien bis heute nicht eindeutig geklärt, welche eindeutigen Heilungen auf die Kamille zurückzuführen sind.
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Kamille ist in der Naturheilkunde ein Alleskönner. Egal ob als Bäder oder Spülungen wirkt ein Kamille-Aufguss bei entzündlichen Hauterkrankungen, insbesondere im Mund-Rachenbereich sowie bei Erkrankungen der oberen Atemwege.

Ein Kamillentee hat eine krampflösende und antibakterielle Wirkung.

Teezubereitung: Es werden 2 Teelöffel Kamille mit einer Tasse heißen Wassers übergossen. Der Tee muss 10 Minuten ziehen. Es werden täglich 2 bis 5 Tassen Tee getrunken.

Wer stark verschnupft ist, sollte mit Kamillentee inhalieren. Das macht die Nase frei und pflegt gleichzeitig die gereizten Schleimhäute.
Isländisches Moos: Fälschlicherweise wird die Pflanze als Moos bezeichnet. Das Isländische Moos ist jedoch eine Flechte. Die niedrig wachsende Pflanze verzweigt sich geweihartig, was ihr auch den Namen Hirschhornflechte eingebracht hat.
Auch wächst die Pflanze nicht nur auf Island, sondern überall im hohen Norden.

Die Inhaltsstoffe des Isländischen Mooses wirken reizlindernd und haben einen schleimlösenden Effekt. Die Schleimstoffe legen sich schutzfilmartig auf die gereizten Schleimhäute, wodurch bei der Ein- und Ausatmung die Luft und Fremdkörper, wie z. B. Staubpartikel, an den gereizten Stellen vorbeigleiten.

Die Heilwirkung der Inhaltsstoffe der Pflanze ist antibakteriell, blutbildend, blutstillend, schleimlösend und tonisierend.

Isländisch Moos ist in Form von Lutschpastillen erhältlich, aber auch als getrocknetes Kraut, aus dem sich Tee zubereiten lässt.

Teerezept: Ein Teelöffel voll mit getrockneter, zerkleinerter Flechte wird mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen. Der Sud muss für 10 bis 15 Minuten ziehen und wird dann abgeseiht. Den fertigen Tee kann man je nach Geschmack mit Honig süßen.

Der Tee hilft zum Beispiel bei Schleimhautentzündungen im Mund-Rachenraum, Husten und Halsschmerzen.

Pro Tag sollte eine Dosierung von 4 bis 6 Gramm Isländischen Moos nicht überschritten werden.
Von einem zubereiteten Tee können täglich 4 Tassen getrunken werden.
Sonnenhut: Der Sonnenhut ist eine Heilpflanze, die gegen Infektionen eingesetzt werden kann. So hat der Sonnenhut die Fähigkeit das körpereigene Immunsystem zu stärken und kann so z. B. einer Erkältung vorbeugen. Sie hilft sogar bei schlecht heilenden Wunden und kann äußerlich sowie innerlich angewendet werden.
Sonnenhut (Echinacea) ist in vielen Erkältungsmedikamenten enthalten. Er soll das Immunsystem stimulieren und stärken.

Die gesundheitliche Wirkung der Heilpflanze ist in vielen Studien untersucht worden, in denen die vorbeugende Wirkung gegen Erkältungen nachgewiesen werden konnte.

Der Sonnenhut hat folgende wichtige medizinische Eigenschaften. Er ist entzündungshemmend, antibakteriell, immunstimulierend und schmerzlindernd.

Durch die Wirkung des Sonnenhutes ist man besser gegen Infektionskrankheiten geschützt, da die weißen Blutkörperchen vermehrt werden und dadurch das Immunsystem gestärkt wird.

Meist erwirbt man den Sonnenhut als Fertigpräparat in der Apotheke. Wählen kann man dann zwischen Tinkturen und Tabletten.

Teerezept: Ein halber Teelöffel voll vom geschnittenen Kraut wird mit kochendem Wasser in einer Tasse übergossen. Der Sud muss ca. 10 Minuten ziehen und wird dann abgeseiht.

Von diesem Tee sollte man mehrmals täglich eine Tasse voll zwischen den Mahlzeiten trinken. Gerade in der Erkältungssaison zur Vorsorge.
Eukalyptus: Die ätherischen Öle des Eukalyptus lösen den zähen Schleim aus den Bronchien und helfen gegen Husten sowie gegen Schnupfen.
Besonders die Substanz Cineol, die im Eukalyptusöl enthalten ist, löst festsitzenden Schleim aus den Bronchien und den Nasennebenhöhlen. Es fördert zugleich den Abtransport des Sekrets, wodurch der Schleim besser abgehustet werden kann. Auch wirkt das Öl leicht krampflösend und hemmt das Wachstum von Bakterien. Zudem hat es auf der Haut und den Schleimhäuten einen kühlenden Effekt.

Die Hauptanwendungen des Eukalyptus liegen bei den Bronchien, bei Erkältungen und Husten. Aber Achtung, dass ätherische Öl sollte nicht überdosiert werden und bei Kindern nicht im Gesicht angewendet werden.

Teerezept: Es wird ein Teelöffel voll der Eukalyptus-Blätter auf eine Tasse aufgebrüht. Der Tee muss 10 bis 15 Minuten ziehen. Danach wird abgeseiht. Der Tee wird in kleinen Schlucken getrunken. Ist die Erkrankung akut, kann man pro Tag 3 bis 5 Tassen trinken, sofern man den Tee verträgt.

Der Tee hilft z. B. bei: Erkältung, Husten, Halsschmerzen, Nebennasenhöhlenentzündung, bei Halsschmerzen (gurgeln), bei Mandelentzündung (gurgeln) und Seitenstrangangina (gurgeln).
Lindenblüten: Lindenblütentee hilft gut bei Erkältungen durch seine schweißtreibende, schleimlösende und reizlindernde Wirkung. Auch helfen Lindenblüten bei leichtem Stress und bei Schlafproblemen.
Teerezept: Für eine Tasse Tee nimmt man 1 Teelöffel (2 g) Lindenblüten und 150 ml kaltes Wasser und bringt dieses zum Kochen. Den Tee lässt man 10 Minuten ziehen. Danach wird er abgesiebt und in kleinen Schlucken getrunken. Man sollte bis zu drei Tassen täglich trinken.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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