Erkältungszeit – Wie beuge ich vor? - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Erkältungszeit – Wie beuge ich vor?

Naturheilkunde
Jeder Erwachsene in Deutschland hat ca. drei bis fünf Mal im Jahr eine Erkältung.

Gerade im Anfangsstadium eines grippalen Infekts kann man mit einfachen Hausmitteln und homöopathischen Arzneien den Schnupfen und Husten eindämmen.
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Wenn die Luft kalt und feucht ist, die Heizungsluft zu trocken ist, so dass die Schleimhäute austrocknen, desto anfälliger werden wir für eine Erkältung. Überwiegend geschieht das im Herbst und Winter.

In dieser Jahreszeit lauern die Krankheitserreger überall. Menschen niesen, kontaminieren Türklinken und verteilen so die Bakterien oder Viren.

Schon wenn man eine Türklinke drückt und sich anschließend unbedacht mit der Hand ins Gesicht fasst, kann man die Bakterien oder Viren übertragen (Schmierinfektion) und sich anstecken.

Hat man ein stabiles und abwehrbereites Immunsystem, umso weniger anfällig ist man gegenüber einer Ansteckung. Das gilt generell auch gegenüber anderen Erkrankungen.
Inhalt

Stärkung des Immunsystems
Altbewährte Hausmittel, die vorbeugend und bei einem Infekt helfen können
  • Erkältungsbäder
  • Fußbäder
  • Wasserdämpfe
  • Hühnersuppe
  • Nasenspray
  • Eine Teemischung gegen den Hustenreiz
  • Teemischung mit schleimlösender Wirkung
  • Teemischung mit schweißtreibender Wirkung
Heilpflanzen, die vorbeugen und bei einem Infekt helfen können
  • Holunder
  • Sanddorn
  • Ingwer
  • Thymian
  • Pfefferminze
  • Kamille
  • Sonnenhut
  • Isländisches Moos
  • Lindenblüten
  • Eukalyptus
Das Immunsystem – wie funktioniert es?
Eine Immunreaktion läuft, stark vereinfacht, in etwa folgendermaßen ab
Stärkung des Immunsystems

Das Immunsystem kann man trainieren. So treten z. B. im Kindesalter vermehrt Infekte auf, da dass Immunsystem des Kindes noch nicht ausgereift ist, da es sich noch entwickeln muss.

So lässt sich die Häufigkeit der Erkältungskrankheiten der Kinder einfach erklären.

Wir unterstützen unser Immunsystem schon, wenn wir ausreichend trinken, viel Spazierengehen, viel Obst und Gemüse essen und so wenig Stress wie möglich haben.

Zudem sollte man, um das Immunsystem zu stärken, auf ausreichend Schlaf achten und vorhandenen Stress abbauen, um die Bildung des Stresshormons Cortisol zu unterbinden, da es das Immunsystem unterdrückt.

Auch sollte man auf einen ausgewogenen Vitamin-Spiegel achten. Vitamine, die das Immunsystem unterstützen, wären z. B. Vitamin C, B12 sowie die Spurenelemente Zink und Selen.
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Altbewährte Hausmittel, die vorbeugend und bei einem Infekt helfen können

Erkältungsbäder: Als Zusatz kommen Menthol-, Eukalyptus-, Thymian- oder Fichtennadelöl zum Einsatz. Diese Mittel fördern die Durchblutung, lindern Gliederschmerzen und erhöhen die Körpertemperatur. Die Öle dieser Zusätze lösen das Sekret aus Nase und Bronchien. Das Badewasser sollte eine Temperatur von 38 Grad haben, die Badezeit sollte 10 Minuten nicht überschreiten. Bei Fieber sollte man diese Maßnahme jedoch nicht machen, da das Bad den Kreislauf zusätzlich belastet.

Fußbäder: Fußbäder sind ein weiteres Mittel die Erkältung zu bekämpfen. Für das Fußbad lässt man die Temperatur nach und nach ansteigen, um so die Durchblutung der oberen Atemwege zu verbessern. Man fängt mit 34 Grad warmen Wasser an und gibt in den nächsten 20 Minuten immer wieder heißes Wasser hinzu bis man bei einer Temperatur von ca. 41 Grad angelangt ist. Die Füße, die Knöcheltief in diesem Wasser sind, verbleiben dann noch einige Minuten im heißen Wasser, bevor man sie in warme Strümpfe packt und eine halbe Stunde ruhen lässt.

Wasserdämpfe: Heiße Wasserdämpfe mit Zusätzen, um die Nasenschleimhäute feucht zu halten, tun ein Weiteres. Man benötigt hierzu ca. zwei Liter heißes Wasser und als Zusatz z. B. drei Esslöffel Salz oder eine Handvoll Kamillenblüten. Alles in einen großen Topf geben und den Kopf darüber halten, den Kopf mit einem großen Handtuch abdecken. Man atmet jetzt 10 Minuten durch die Nase tief ein und aus. Salz selbst wirkt desinfizierend und schleimlösend. Kamille hemmt Entzündungen und desinfiziert. Allergiker gegen Korbblütler dürfen Kamille selbstverständlich nicht anwenden.

Hühnersuppe: Die heiße Hühnersuppe darf bei diesen Tipps natürlich nicht fehlen. US-Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Inhaltsstoffe der Hühnersuppe antibakteriell wirken und Infekte der oberen Atemwege hemmen. Zudem erhöht die Suppe die Körpertemperatur und lindert Gliederschmerzen. Es hilft natürlich nur die selbst gekochte Suppe. Fertiggerichte haben einen wesentlich schwächeren Effekt. Ein Rezept für eine schmackhafte Hühnersuppe wird wohl jeder zur Hand haben. Man sollte mindestens zwei Teller am Tag davon essen.
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Nasenspray: Zudem gibt es in der Apotheke Nasensprays oder Tropfen, die die Schleimhäute befeuchten und abschwellen lassen.

Eine eigene zubereitete Salzwasserlösung erzielt den gleichen Zweck. Die Kochsalzlösung wird aus einer Messerspitze Salz und 0,2 Liter warmes Wasser hergestellt. Danach nimmt man ein wenig von dieser Lösung in die hohle Hand und zieht die Flüssigkeit in das rechte Nasenloch ein. Den Kopf sollte man jetzt auf die rechte Seite neigen, sodass die Flüssigkeit auch in die Nebenhöhlen laufen kann. Die linke Seite wird dann genauso behandelt. Diese Maßnahme sollte man mehrmals täglich wiederholen.

Eine Teemischung gegen den Hustenreiz: Man nimmt 25 Gramm Eibischwurzel, 10 Gramm Fenchelfrüchte, 10 Gramm Isländisches Moos, 15 Gramm Spitzwegerichkraut, 10 Gramm Süßholzwurzel und 30 Gramm Thymiankraut. Von dieser Mischung nimmt man ein Esslöffel voll auf 150 ml kochendes Wasser. Den Tee lässt man zehn Minuten ziehen und trinkt ihn dann.
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Teemischung mit schleimlösender Wirkung: Man man nimmt 25 Gramm Wollblume, 25 Gramm Huflattichblätter, 25 Gramm Eibischwurzel, 25 Gramm Anisfrüchte, 25 Gramm Eibischblätter, 25 Gramm Süßholzwurzel und 5 Gramm Malvenblüten. Von dieser Mischung nimmt man ein Esslöffel voll auf 150 ml kochendes Wasser. Den Tee lässt man zehn Minuten ziehen und trinkt ihn dann.

Teemischung mit schweißtreibender Wirkung: Schweißtreibenden Tee stellt man aus einer Mischung von Lindenblüten, Birkenblättern und Holunderblüten zusammen. Alles zu gleichen Teilen.
Heilpflanzen, die vorbeugen und bei einem Infekt helfen können

Erkältung durch warme Kleidung und Tees heraus schwitzen - bei fieberhafter Erkältung aber keinen Saunabesuch unternehmen.

Holunder: Die Blüten des Holunderstrauchs, als Tee zubereitet, wirken schweißtreibend. Zudem wirkt der Tee wärmend und stärkt die Immunabwehr.

Sanddorn: Um einer Erkältung vorzubeugen und das Immunsystem zu stärken, helfen die Beeren des Sanddorn-Strauchs. Sie enthalten viel Vitamin C und Vitamin B12. Da die Zubereitung des Saftes eher schwierig ist, empfiehlt es sich, einen fertigen Saft zu kaufen.

Ingwer: Ingwer wurde schon als Heilpflanze in altertümlichen chinesischen Schriften erwähnt. Zudem wird sie in mittelalterlichen Kräuterbüchern gegen verschiedene Erkrankungen empfohlen.

Ingwer heizt aufgrund seiner Scharfstoffe von innen und stärkt die Immunabwehr. Zudem wirkt er antibakteriell und entzündungshemmend.

Teezubereitung: Man überbrüht drei bis vier Scheiben geschälten Ingwer mit kochendem Wasser. Der Tee sollte zehn Minuten ziehen. Süßen kann man den Tee mit Honig oder mit Zitronensaft verfeinern.

Der Tee hilft z. B. bei Übelkeit und Erbrechen. Auch gegen Krankheiten der Atmungsorgane hilft der Ingwer und außerdem gegen Menstruationsbeschwerden und Krämpfe, die auf Kälte zurückzuführen sind.

Thymian: Der Thymian ist nicht nur eine Gewürzpflanze, er ist auch schon seit der Antike als Heilpflanze bekannt.

Durch das ätherische Öl der Heilpflanze wird festsitzender Schleim aus den Atemwegen gelöst und fördert so den Abtransport des Sekrets. Zudem wird der Husten lockerer. Die beste Wirkung erzielt man bei diesen Erkrankungen, wenn man den Thymian als Tee oder Tinktur einnimmt.

Teerezept: Ein Teelöffel voll Thymiankraut wird mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergossen. Der Sud muss für fünf Minuten ziehen und wird danach abgeseiht. Bei Bedarf kann man den Tee mit Honig süßen. Der Tee wird in kleinen Schlucken getrunken. Auch den Dampf des Tees kann man auf sich wirken lassen.

Pfefferminze: Die Pfefferminze ist fast jedem Menschen als Kräutertee oder Lutschbonbons bekannt. Das ätherische Öl der Pfefferminze wirkt antibakteriell, tonisierend, gallentreibend, krampflösend, schmerzstillend, keimtötend, entzündungshemmend und beruhigend.

Teerezept: 2 Teelöffel getrocknete Minzblätter mit einer Tasse mit heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und dann abseihen.

Kamille: Die Kamille hat eine der längsten Anwendungstradition in der Natürlichen Heilkunde. Bis heute sind jedoch nicht alle Möglichkeiten der Kamille in der Naturheilkunde auf ihre Wirksamkeit hin überprüft.

Kamille ist in der Naturheilkunde ein Alleskönner. Egal ob als Bäder oder Spülungen wirkt ein Kamille-Aufguss bei entzündlichen Hauterkrankungen, insbesondere im Mund-Rachenbereich sowie bei Erkrankungen der oberen Atemwege.

Teezubereitung: Es werden 2 Teelöffel Kamille mit einer Tasse heißen Wassers übergossen. Der Tee muss 10 Minuten ziehen. Es werden täglich 2 bis 5 Tassen Tee getrunken.

Sonnenhut: Der Sonnenhut ist eine Heilpflanze, die gegen Infektionen eingesetzt werden kann. So hat der Sonnenhut die Fähigkeit das körpereigene Immunsystem zu stärken und kann so z. B. einer Erkältung vorbeugen. Sie hilft sogar bei schlecht heilenden Wunden und kann äußerlich sowie innerlich angewendet werden.

Sonnenhut (Echinacea) ist in vielen Erkältungsmedikamenten enthalten. Er soll das Immunsystem stimulieren und stärken.

Die gesundheitliche Wirkung der Heilpflanze ist in vielen Studien untersucht worden, in denen die vorbeugende Wirkung gegen Erkältungen nachgewiesen werden konnte.

Der Sonnenhut hat folgende wichtige medizinische Eigenschaften. Er ist entzündungshemmend, antibakteriell, immunstimulierend und schmerzlindernd.

Durch die Wirkung des Sonnenhutes ist man besser gegen Infektionskrankheiten geschützt, da die weißen Blutkörperchen vermehrt werden und dadurch das Immunsystem gestärkt wird.

Meist erwirbt man den Sonnenhut als Fertigpräparat in der Apotheke. Wählen kann man dann zwischen Tinkturen und Tabletten.

Teerezept: Ein halber Teelöffel voll vom geschnittenen Kraut wird mit kochendem Wasser in einer Tasse übergossen. Der Sud muss ca. 10 Minuten ziehen und wird dann abgeseiht.

Von diesem Tee sollte man mehrmals täglich eine Tasse voll zwischen den Mahlzeiten trinken. Gerade in der Erkältungssaison zur Vorsorge.

Isländisches Moos: Die Inhaltsstoffe des Isländischen Mooses wirken reizlindernd und haben einen schleimlösenden Effekt. Die Schleimstoffe legen sich schutzfilmartig auf die gereizten Schleimhäute, wodurch bei der Ein- und Ausatmung die Luft und Fremdkörper, wie z. B. Staubpartikel, an den gereizten Stellen vorbeigleiten.

Isländisch Moos ist in Form von Lutschpastillen erhältlich, aber auch als getrocknetes Kraut, aus dem sich Tee zubereiten lässt.

Teerezept: Ein Teelöffel voll mit getrockneter, zerkleinerter Flechte wird mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen. Der Sud muss für 10 bis 15 Minuten ziehen und wird dann abgeseiht. Den fertigen Tee kann man je nach Geschmack mit Honig süßen.

Lindenblüten: Lindenblütentee hilft gut bei Erkältungen durch seine schweißtreibende, schleimlösende und reizlindernde Wirkung. Auch helfen Lindenblüten bei leichtem Stress und bei Schlafproblemen.

Teerezept: Für eine Tasse Tee nimmt man 1 Teelöffel (2 g) Lindenblüten und 150 ml kaltes Wasser und bringt dieses zum Kochen. Den Tee lässt man 10 Minuten ziehen. Danach wird er abgeseiht und in kleinen Schlucken getrunken. Man sollte bis zu drei Tassen täglich trinken.

Eukalyptus: Die ätherischen Öle des Eukalyptus lösen den zähen Schleim aus den Bronchien und helfen gegen Husten sowie gegen Schnupfen.

Besonders die Substanz Cineol, die im Eukalyptusöl enthalten ist, löst festsitzenden Schleim aus den Bronchien und den Nasennebenhöhlen. Es fördert zugleich den Abtransport des Sekrets, wodurch der Schleim besser abgehustet werden kann. Auch wirkt das Öl leicht krampflösend und hemmt das Wachstum von Bakterien. Zudem hat es auf der Haut und den Schleimhäuten einen kühlenden Effekt.

Die Hauptanwendungen des Eukalyptus liegen bei den Bronchien, bei Erkältungen und Husten. Aber Achtung, dass ätherische Öl sollte nicht überdosiert werden und bei Kindern nicht im Gesicht angewendet werden.

Teerezept: Es wird ein Teelöffel voll der Eukalyptus-Blätter auf eine Tasse aufgebrüht. Der Tee muss 10 bis 15 Minuten ziehen. Danach wird abgeseiht. Der Tee wird in kleinen Schlucken getrunken. Ist die Erkrankung akut, kann man pro Tag 3 bis 5 Tassen trinken, sofern man den Tee verträgt.
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Das Immunsystem – wie funktioniert es?

Das körpereigene Immunsystem hat spezifische und unspezifische Abwehrmechanismen, um Infektionen (Krankheiten zu bekämpfen. Unspezifische Abwehrmechanismen sind zum Beispiel Haut und Schleimhautbarrieren, Komplementsystem und die Phagozytose.

Komplementsystem: Dieses System besteht aus einer Reihe kleiner Proteine im Blut, die dem Abwehrsystem des Körpers zugehören. Sie schützen den Körper und helfen Infektionen abzuwehren.

Phagozytose: Man versteht darunter die aktive Aufnahme von festen Stoffen in die Zellen hinein, mit der, in der Regel, anschließenden Verdauung des Fremdkörpers. So hat die Phagozytose eine zentrale Bedeutung bei der Abwehr von Krankheitserregern durch Zellen des Immunsystems.
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Die im Knochenmark gebildeten weißen Blutzellen (Leukozyten) gehören zu den Zellen des Immunsystems. Ihre, nennen wir es ihre Ausbildung erhalten sie im lymphatischen Gewebe. Zu dem lymphatischen Gewebe gehören die Lymphknoten, Milz, Thymus und Mandeln. Die weißen Blutkörperchen zirkulieren im Blut oder wandern ins Gewebe. Es gibt verschiedene Arten von Leukozyten.

Die häufigste Art sind die Granulozyten; diese bilden die erste Abwehrwelle, wenn Bakterien in unseren Körper gelangen. Sie sind nicht nur im Blut enthalten, sie können auch in das Gewebe einwandern, wo sie sich an Entzündungsreaktionen beteiligen und Parasiten und andere Krankheitserreger unschädlich machen.

Bei der spezifischen und erworbenen Abwehr spielen die Lymphozyten eine große Rolle. Man unterscheidet diese in zwei Gruppen, den T- und B-Lymphozyten.

Überwiegend in der Milz und den Lymphknoten befinden sich die B-Lymphozyten (B-Zellen). Diese Zellen bilden unter anderem eine Rolle bei der Ausbildung von Allergien. B- Lymphozyten bilden spezifische Antikörper, mit denen Eindringlinge erkannt werden.

Die eigentliche Abwehr wird von den T-Lymphozyten (T-Zellen) organisiert. Diese übermitteln durch Botenstoffe Nachrichten an die Fresszellen, B-Lymphozyten und weitere an der Immunabwehr beteiligten Zellen, so dass diese aktiv werden.

Bei den T-Zellen unterscheidet man noch in weitere Untergruppen mit verschiedenen Aufgaben und Funktionen.

Dazu zählen zum Beispiel:

  • T-Helfer
  • T-Killer- (zytotoxische) oder
  • T-Suppressor-Zellen

Neben den oben genannten Lymphozyten und Granulozyten zählen auch die Monozyten zu den weißen Blutzellen.

Monozyten sind sehr große Zellen, die sich zu sogenannten Makrophagen entwickeln, wenn sie die Blutbahn verlassen und in das Gewebe eindringen. Diese Zellen besitzen gemeinsam mit den Granulozyten die Fähigkeit Bakterien und andere Kleinstorganismen, Zellreste und sonstige Partikel aufzunehmen, um diese aufzulösen und/oder zu speichern. Diese Gruppe von Zellen nennt man Fresszellen oder med. Phagozyten.
Eine Immunreaktion läuft, stark vereinfacht, in etwa folgendermaßen ab

Zuerst kommt es zur Erkennungsphase, auch unspezifische Abwehr genannt. Dringen Bakterien oder andere körperfremde Substanzen in unseren Körper ein, so zum Beispiel über Wunden und gelangen in unsere Blutbahn, so werden sie anhand ihrer Antigene auf der Membranoberfläche von den Granulozyten (Fresszellen) erkannt und phagozytiert (vernichtet).

Die Abwehrkraft der Fresszellen lassen schnell nach, so dass an der unspezifischen Abwehr auch Makrophagen (Riesenfresszellen) beteiligt sind. Diese Zellen fangen die Fremdkörper mit ihren Greifarmen ein und phagozytieren (vernichten) sie anschließend.

Makrophagen sind große, bewegliche, einkernige Zellen, die zum zellulären Immunsystem gehören.

Häufig reicht diese unspezifische Abwehr jedoch nicht aus. Es kommt dann zur spezifischen Immunantwort. Diese kann jedoch Stunden bis Tage dauern, um die volle Effektivität zu erreichen. In dieser Phase stehen die Lymphozyten im Zentrum der Abwehr. Die Lymphozyten nutzen im Gegensatz zum unspezifischen Immunsystem spezielle Rezeptoren (B- und T-Zell-Rezeptoren), um spezifische Antigene der Pathogene zu erkennen und gezielt gegen diese vorzugehen. Während der Entwicklung der Lymphozyten bildet jeder Lymphozyt durch eine Art Zufallsprinzip einen Rezeptor aus, der nur ein ganz spezifisches Antigen bindet.

Jetzt folgt die genaue Differenzierung. Nachdem die Lymphozyten an den Makrophagen angedockt haben, vermehren sich die T-Lymphozyten und differenzieren sich zu T-Killerzellen, T-Helferzellen, T-Suppressorzellen und T-Gedächtniszellen. T-Helferzellen bilden Gewebshormone (Interleukin) zur Stimulierung der B-Lymphozyten. Die B-Lymphozyten vermehren sich und differenzieren sich zu Plasmazellen, die nun große Mengen Antikörper produzieren, um die Erreger zu vernichten.

Suppressorzellen sind eine Sonderform der T-Zellen des Immunsystems, die während der Immunantwort die Aktivität anderer T- und B-Lymphozyten hemmen.

T-Killerzellen erkennen und zerstören körpereigene infizierte Zellen und körperfremde Zellen. Zu langlebigen Gedächtniszellen entwickeln sich einige der B- und T- Lymphozyten.
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In der nun folgenden Wirkungsphase verbinden sich Antikörper und Epitope der Antigene zu Antigen-Antikörper-Komplexen. Die Phagozytierende Zellen nehmen diese auf und bauen sie enzymatisch ab.

Epitop, antigene Determinante, der Bereich eines Antigens, der von einem spezifischen Antikörper (Immunglobuline) erkannt wird und mit diesem interagiert. (spezifische Immunantwort).

Nach erfolgreicher Bekämpfung schalten die T-Suppressorzellen die Antikörperbildung wieder ab.

Dringen Antigene in den Körper ein, dauert es ca. zwei Tage, bis im Blut Antikörper nachgewiesen werden können. Kommt es nun zu einer zweiten Infektion treffen die Antigene auf bereits vorhandene Gedächtniszellen. Diese teilen sich nun rasch und bilden vermehrt Antikörper. Die zweite Immunreaktion (Sekundärantwort) verläuft daher viel schneller als die Erste, sodass meist keine Krankheitssymptome auftreten.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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