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Erstmals Fleckfieberinfektion durch Riesenzecke in Deutschland

Nach neusten Erkenntnissen soll jede zweite Hyalomma-Zecke (Riesenzecke) den Erreger des sogenannten Fleckfiebers in sich tragen.

Erstmals wurde in Deutschland ein Mensch, durch den Stich der Riesenzecke mit Fleckfieber infiziert. Die Universität Hohenheim in Stuttgart teilte am Mittwoch (14.08.2019) mit, dass der Erreger des Fleckfiebers auch in der Zecke festgestellt wurde.
Bild: pixabay website5
Ende Juli wurde der Pferdehalter aus dem Raum Siegen (Nordrhein-Westfalen) durch eine Hyalomma-Zecke mit der Krankheit angesteckt. Der Erreger des Fleckfiebers wurde sowohl bei dem Pferdehalter als auch bei der Zecke festgestellt. Der Pferdehalter konnte erfolgreich mit Antibiotika behandelt werden.

Behandelt wurde der Mann als Verdachtsfall, da es nicht möglich war, den Erreger direkt am Patienten nachzuweisen. Denn bei dem Mann stand die Behandlung an erster Stelle. Doch der unmittelbar vorausgegangene Zeckenstich, die typischen Symptome und vor allem der Nachweis des Erregers in der Zecke lassen keinen anderen Schluss zu, als dass es sich bei dem Fall um Zecken-Fleckfieber handelte.
Ursache für das Zecken-Fleckfieber ist das Bakterium Rickettsia aeschlimannii. Rickettsien sind ein weltweit vorkommendes Bakterium, das sich in vielen Zecken, Flöhen, Milben und Läusen finden lässt, dass nur in den Zellen eines anderen Organismus leben kann. Beim Menschen sind die Rickettsien für eine ganze Reihe von Krankheiten mit unterschiedlichen Krankheitsbildern verantwortlich, die medizinisch betrachtet zur Gruppe der Rickettsiosen zusammengefasst werden.
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Einige dieser Bakterien und der Krankheiten, die sie verursachen, treten weltweit auf. Andere dagegen kommen nur in bestimmten geographischen Regionen vor.

Diese Bakterien unterscheiden sich von den meisten anderen Bakterien dadurch, dass sie nur innerhalb der Zellen eines anderen Organismus (Wirt) leben und sich vermehren und nicht alleine in der Umwelt überleben können.

Die Anzeichen einer Infektion sind Fieber, starke Kopfschmerzen, gewöhnlich ein Ausschlag und ein allgemeines Krankheitsgefühl.
Die Hyalomma-Zecke stammt ursprünglich aus den Trocken- und Halbtrockengebieten Afrikas und Asiens. Sie ist aber über die Zeit auch in Südeuropa heimisch geworden und hat sich von Spanien über Italien bis zur Türkei ausgebreitet.

In Deutschland hat sich die Zahl der gefundenen Hyalomma-Zecken, in den vergangenen Monaten im Vergleich zum Vorjahr deutlich vermehrt. So wurden in Deutschland im Jahr 2019 bisher 50 Exemplare gefunden. Im ganzen Jahr 2018 waren es nur 35. Von den 2019 gefundenen Exemplaren trägt fast jede zweite Riesenzecke den Erreger des Fleckfiebers in sich. Nach Einschätzung von Experten konnte die Hyalomma-Zecke in diesem Jahr auch überwintern.
Die Hauptsymptome des Fleckfiebers sind:

  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Hautauschlag

Weitere Symptome bei Fleckfieber, die bekannt sind:

  • Unruhe
  • Zittern der Hände (Tremor)
  • Sprachstörungen
  • Bewusstseinsstörungen

Zudem begünstigt eine Infektion mit dem Bakterium Rickettsia aeschlimannii weitere Infektionen durch andere Bakterien, sogenannte Sekundärinfektionen.

Dazu gehören zum Beispiel Hirnhautentzündungen (Meningitis), Lungenentzündungen (Pneumonie) oder eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis).

Die Inkubationszeit, dass heißt, die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit, beträgt ca. 10 bis 14 Tage. Die oben genannten Symptome treten plötzlich auf. Es zeigen sich grippeähnliche Symptome, also starke Kopfschmerzen, Muskel- und Gliederschmerzen und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl oder Lethargie.

August 2019
Hauptsymptome des Fleckfiebers
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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