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Neuer Alzheimer-Bluttest erkennt Krankheit sehr früh

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Bevor sich die Alzheimer-Krankheit bemerkbar macht kann sie schon 20 Jahre im Gehirn schlummern.

Bei Betroffenen bilden sich, ohne dass es sich bemerkbar macht, häufig Klumpen aus Eiweißen im Gehirn. Diese Eiweißablagerungen, sogenannte Beta-Amyloide, gelten als Hauptverursacher für Alzheimer. Diese Eiweißablagerungen zerstören Nervenzellen, lösen Entzündungen aus und stören die Signalübertragung im Gehirn.
Früherkennung bei Alzheimer
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In Deutschland leiden ca. 1,7 Millionen Menschen unter Demenz. Wissenschaftler meinen, dass sich diese Zahl bis zum Jahr 2050 verdoppelt.

Bisher gibt es keine Therapie gegen eine Alzheimererkrankung und auch die Früherkennung gestaltet sich noch sehr schwierig.

Jetzt haben Forscher einen Bluttest entwickelt, der eine Früherkennung der neurodegenerativen Krankheit möglich machen soll.

Nun haben Forscher um Suzanne Schindler von der Washington University School of Medicine in St. Louis wohl einen Durchbruch in der Früherkennung der Alzheimer-Krankheit geschafft.

Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachblatt „Neurology“.

Die Wissenschaftler entwickelten einen Bluttest, der die Alzheimerproteine nachweisen kann und damit Rückschlüsse auf das Gehirn zulässt – Jahre bevor tatsächlich die ersten Krankheitssymptome auftreten.
Studie

An der Studie nahmen 158 Personen teil, die über 50 Jahre alt waren, und verglichen die Ergebnisse mit Hirnscans dieser Personen, die bisher als Standardnachweis gelten. Die Resultate stimmten in 88 Prozent der Fälle überein. Das bezeichneten die Forscher als Durchbruch bei der Früherkennung.

Für eine gesicherte Diagnose gilt dieser Wert jedoch nicht, da er für einen breiten Einsatz noch verbessert werden muss.

So kombinierte das Wissenschaftsteam in einem zweiten Schritt den Test mit weiteren Parametern. Basis des Tests ist das Verhältnis der beiden Beta-Amyloidvarianten 42 und 40 zueinander im Blut; sobald dieses bestimmt ist, vergleichen es die Forscher mit dem Alter der Patienten und dem Vorhandensein eines genetischen Einflussfaktors. So verdoppelt sich das Risiko an Alzheimer zu erkranken ab den 65. Lebensjahr alle fünf Jahre. Zudem sorgt die genetische Veränderungen APOE4 dafür, dass Träger dreimal häufiger an Alzheimer erkranken, als Menschen ohne diese Variante.

Unter Einbeziehung dieser beiden Faktoren lag die Treffergenauigkeit des Tests bei rund 94 Prozent.
Die Forscher weisen jedoch daraufhin, dass dieser Wert noch nicht ausreichend sei, um ihn klinisch einzusetzen. Erst müssen noch Untersuchungen in einem weit größeren Kreis an Probanden durchgeführt werden.

„Auch ist es wichtig zu betonen, dass es sich nicht um einen Bluttest für Demenz handelt“, so James Pickett von der britischen Alzheimer's Society gegenüber der BBC und „Er ermittelt nur, dass sich im Gehirn Beta-Amyloide abgelagert haben, die auf Alzheimer hindeuten, die aber ebenso bei gesunden älteren Menschen vorkommen können“.

Die Wissenschaftler weisen zudem daraufhin, dass einige falsch-positive Treffer dabei waren: Die Testpersonen hätten laut Bluttest Beta-Amyloide aufgewiesen, während ihre Hirnscans unauffällig waren. Allerdings zeigten sich bei einigen von ihnen nach vier Jahren erste Auffälligkeiten, so dass der Test vielleicht sogar noch früher Hinweise auf ein Alzheimerrisiko liefern könnte.

Fazit: Bislang befindet sich der Bluttest noch in der Probephase, bis zu seinem Einsatz in Arztpraxen kann es laut den Wissenschaftlern noch einige Jahre dauern.

In Deutschland gelten derzeit 1,7 Millionen Menschen als demenzkrank, Alzheimer ist die häufigste Ursache. Die Erkrankung des Gehirns ist bisher unheilbar. Die derzeit verfügbaren Demenz-Medikamente verlangsamen nur das Fortschreiten der Erkrankung, können sie aber nicht aufhalten.

Ethik: Es stellt sich aber auch die Frage: „Welcher Patient möchte Jahre im Voraus erfahren, dass er an einer bislang unheilbaren Krankheit leidet“? Wohl die wenigsten, glauben auch die Wissenschaftler.

Juli 2019
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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