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Fingerknacken – Forscher lösen Rätsel

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Forscher stritten bislang über die Antwort, warum Finger knacken. In den vergangenen 50 Jahren gab es viele Theorien, die aber alle wieder schnell verworfen wurden.

Es gab immer zwei Lager, die Fingerknacker und die Nichtknacker. Die einen empfanden das Fingerknacken als Entspannung und bei den anderen ist beim Hören des Geräuschs eine Gänsehaut entstanden.

Gelenke sind dafür da, dass man sich bewegen kann, z.B. dass wir das Knie abwinkeln können oder dass wir unsere Hüften kreisen lassen können.

Die Verbindungen der Knochen sind die Gelenke, die sogenannten Gelenkflächen, einer Kapsel die sie umgibt und die Knochen zusammenhält und einer zähen Flüssigkeit, die sich im Spalt zwischen den Knochen befindet und alles schmiert.

Bisher waren sich alle einig, dass die Gelenke knacken, wenn man sie auseinanderzieht. Dabei vergrößert sich der Spalt zwischen den Knochen um das Dreifache seiner ursprünglichen Größe. Was jetzt aber das Geräusch selbst verursacht, ob durch die Kapsel, durch die Flüssigkeit oder aber durch den Knochen selbst, ist immer umstritten gewesen.

Schon im Jahre 1947 arbeiteten zwei britische Forscher an einer ersten Theorie, was das Fingerknacken verursacht. Sie röntgten vor dem Fingerknacken und nach dem Fingerknacken die Finger und stellten fest, dass sich nach dem Knacken eine Gasblase zwischen den Gelenken gebildet hatte, die vorher nicht dagewesen war. Die Forscher vermuteten, dass das Geräusch entstehe, wenn sich diese Blase beim Auseinanderziehen der Finger aufbläßt.

25 Jahre später wurde von einer anderen Forschergruppe behauptet, dass das Geräusch des Fingerknackens nicht bei der Blasenbildung entsteht, sondern wenn sie platzen.

Neue Studie mit Live-MRT

Da 1947 noch nicht die technischen Möglichkeiten für genauere Untersuchungen vorhanden waren, entschloss sich jetzt ein Team der University of Alberta in Kanada um Gregory Kawchuk einen neuen Test zu unternehmen. Sie wollten genau wissen, was beim Fingerknacken im Gelenk passiert.

Sie nutzten dafür eine bestimmte Knackvorrichtung und ein MRT. Die Versuchsperson legte sich bäuchlings mit vorgestreckter Hand, die in eine bestimmte Vorrichtung angeschlossenen wurde, die das Knacken verursachen sollte. So wurde sie durch die Röhre des MRT gefahren. Das Knacken der Finger wurde durch die angebaute Vorrichtung während der Durchfahrt ausgelöst. Die Finger wurden an einen Art Gummischlauch befestigt, an deren Ende dann gezogen wurde und so das Knacken ausgelöst wurde.

Das ganze geschah während der Durchfahrt durch das MRT. Gemacht wurden 3,6 Aufnahmen pro Sekunde. Dadurch wurde genau gesichert, was im Gelenk geschah.

Die Forscher stellten bei ihrer Auswertung fest, dass bei leichtem Ziehen die Gelenkschmiere hielt, jedoch bei kräftigem Ziehen schnellte das Gelenk auseinander, der Spalt vergrößerte sich in kurzer Zeit von 2,3 auf 4,5 Millimeter und es entstand eine Blase und es knackte. Nachdem das Gelenk losgelassen wurde, bildete sich die Blase unbemerkt und ohne Geräusche zurück. Dieses Ergebnis zeigt, dass die britischen Forscher 1947 mit ihrer These richtig lagen. Veröffentlicht ist die Forschung im Fachjournal Plos One.

Es ist wohl so, dass sich ein Vakuum bildet sagt Kawchuk in seiner Erklärung. Bei dem Auseinanderziehen der Gelenke ist plötzlich keine Flüssigkeit mehr da, um das größer werdende Vakuum zu füllen. Es kommt zu einem Hohlraum und dieses Ergebnis ist mit dem Knacken verbunden. Weitere Untersuchungen sind jedoch notwendig, um das Ergebnis auf alle Fingerknacker zu übertragen.

Ein weiteres Rätsel des Fingerknackens ist, dass Berechnungen bewiesen haben, dass Fingerknacker genauso gesunde Hände haben wie Nichtknacker. Gerade weil das Knacken den Gelenken eigentlich schaden müsste.

Die Studien über das Fingerknacken gehen also weiter.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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