Formen der Virus-Hepatitis (Entzündung der Leber) - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Symptome
Formen der Virus-Hepatitis (Entzündung der Leber)
Eine Entzündung der Leber, medizinisch Hepatitis, ist eine weltweit verbreitete Erkrankung der Leber.

Verursacht wird eine Hepatitis-Virusinfektion durch Viren, Gifte, Medikamenten oder durch eine Autoimmunerkrankung.

Es gibt verschiedene Formen von Hepatitis. Medizinisch werden diese Formen unterschieden nach Ursache, Dauer und feingeweblichen Ursachen.

Unterteilt ist die Hepatitis in Hepatitis A, B, C, D, und E.

  • Hepatitis A Virus (HAV)
  • Hepatitis B Virus (HBV)
  • Hepatitis C Virus (HCV)
  • Hepatitis D Virus (HDV, delta-Virus)
  • Hepatitis E Virus (HEV)

Die Viren gehören unterschiedlichen Virusfamilien an und sind nicht miteinander verwandt. Zudem sind die Erkrankungsformen und die Übertragungswege der verschiedenen Hepatitisviren unterschiedlich.

In nur sehr seltenen Fällen entsteht eine Hepatitis durch Bakterien, Pilze oder Parasiten.

Seltener sind Bakterien wie Leptospira (Leptospirose), Brucellen (Brucellose) oder Salmonellen (Salmonellose) sowie Parasiten (Erreger der Amöbenruhr und der Malaria) die Auslöser einer Hepatitis.

Anhand der Dauer der Hepatitis wird in einer akuten Hepatitis und einer chronischen Hepatitis unterschieden.

So dauert eine akute Hepatitis weniger als ein halbes Jahr, während eine chronische Erkrankung der Leber länger als sechs Monate anhält und sich überwiegend aus den Hepatitisformen B, C und D entwickelt.

Zudem wird die Erkrankung auch nach ihren Ursachen eingeteilt.
Inhalt

Hepatitis A – Beschwerden
Hepatitis B – Beschwerden
Hepatitis C – Beschwerden
Hepatitis D – Beschwerden
Hepatitis E – Beschwerden
Hepatitis – Vorsorge
Weitere Themen
Hepatitis A Virus (HAV)
Bild: pixabay website5
Hepatitis A – Beschwerden

Die Gefahr eine Hepatitis A–Infektion zu bekommen ist nicht nur auf Fernreisen in tropischen Ländern gegeben, sondern auch bei nahen Zielen z. B. in Mittelmeerländern und Osteuropa.

Ca. 40 Prozent der in Deutschland registrierten Hepatitis A-Fälle wurde im Ausland erworben.

Eine Infektion mit dem Hepatitis A Virus (HAV) wird überwiegend fäkal-oral übertragen, z. B. durch Trinkwasser. Ein weiterer Infektionsweg ist die sogenannte Schmierinfektion z. B. an Türklinken, Wasserhähnen oder Handtücher. Seltener ist eine Übertragung der Hepatitis A-Viren über verunreinigte Lebensmittel.

Die Inkubationszeit beträgt zwischen 15 bis 50 Tagen. Zuerst kommt es zu unspezifischen Symptomen wie z. B. Übelkeit, Fieber, Verstopfung, Durchfall, Schmerzen im rechten Oberbauch und Appetitlosigkeit.
Hepatitis (Gelbsucht) Bild: depositphotos pixabay website5
Nach einiger Zeit verfärben sich öfters die Haut und Augäpfel gelb und der Urin wird dunkel und der Stuhl hell. Auch kann es zu einer Vergrößerung der Leber und Milz kommen.

Die Krankheit dauert ca. zwei bis vier Wochen, kann aber auch über mehrere Monate anhalten.

Bei Kindern verläuft eine Infektion häufig ohne besondere Beschwerden ab.

Mit zunehmendem Altem jedoch kann es häufiger zu Beschwerden und schwereren Krankheitsverläufen kommen. Das betrifft jedoch nur bei 0,01 bis 1 Prozent der Krankheitsverläufe.

Ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben Menschen mit chronischen Lebererkrankungen, wie z. B. chronischer Hepatitis B oder C und Menschen mit Leberschädigungen infolge chronischer Erkrankungen.

Hat man die Hepatitis A–Infektion überstanden, ist man lebenslang immun gegen Hepatitis A-Viren.

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt die Anzahl der Hepatitis-A-Erkrankungen auf weltweit 1,4 Mio. pro Jahr.
Hepatitis B – Beschwerden

Eine Hepatitis B-Infektion erfolgt über das Blut und anderer Körperflüssigkeiten (z. B. Tränen, Speichel, Urin, Magensaft und Muttermilch). Durch z. B. kleinste Verletzungen der Haut und Schleimhaut oder bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr (Sperma).

Gefährdet z. B. sind Drogenabhängige durch die gemeinsame Verwendung der Spritzen. Aber auch in Tätowierungsstudios kann es zu einer Infektion kommen. Dazu kommt vor allem medizinisches Personal und Dialysepatienten.

Schon eine geringe Virusmenge kann zu einer Erkrankung führen.

Hepatitis B zählt zu den häufigsten Virushepatitiden weltweit.

Nach Aussage der Weltgesundheitsorganisation haben ca. zwei Milliarden Menschen eine Hepatitis B-Infektion durchgemacht. Zudem sind nach WHO-Angaben ca. 350 Millionen Menschen chronisch mit Hepatitis B-Viren infiziert.

Die Inkubationszeit hat einen Zeitraum von zwei bis vier Monaten. Die Dauer hängt vor allem von der Erregerdosis ab.

Zu den Symptomen einer Hepatitis B-Infektion gehören unter anderem:


Bei ca. einem Drittel der Infizierten kommt es zu einer Gelbsucht. Zu erkennen ist das an gelb gefärbten Augen und einer gelb gefärbten Haut. Zudem ist der Urin dunkler und der Kot heller.

Die Hepatitis B-Infektion kann akut verlaufen, aber auch einen chronischen Verlauf haben.

Bei einem vor der Erkrankung gesunden Erwachsenen wird der Körper meist selbst mit der Infektion fertig, so dass die Beschwerden nach einigen Wochen wieder von selbst abklingen.

Rechtzeitig erkannt, kann man die Hepatitis B-Infektion gut mit Medikamenten bekämpfen, die sich in den letzten Jahren enorm verbessert haben. Mittlerweile erreicht man bei fast jedem Patienten eine Viruskontrolle. Vor Hepatitis B kann man sich mit einer Impfung schützen.

Bei ca. 90 Prozent aller Erkrankten heilt eine Hepatitis B-Infektion ohne Folgen ab. Bei den restlichen Erkrankten, ca. 10 Prozent, kommt es jedoch zu einem chronischen Verlauf. Bei ca. 0,5 bis 1 Prozent der Infizierten kann es zu einem akuten Leberversagen kommen. Die Infektion hinterlässt eine lebenslange Immunität.

Die Gefahr einer chronischen Hepatitis B-Infektion ist, dass es zu einer Leberzirrhose oder einem Leberzellkarzinom kommen kann. Hepatitis-B-Infektionen erhöhen das Leberkrebsrisiko gegenüber der Normalbevölkerung um den Faktor 100.
Leber - Hepatitis (Gelbsucht)
Bilder: depositphotos pixabay website5
Hepatitis C - Beschwerden

Erst im Jahre 1988 wurde das Hepatitis C-Virus identifiziert. Die Übertragung des Virus erfolgt fast ausschließlich über kontaminiertes Blut.

Der häufigste Übertragungsweg der Hepatitis C-Viren ist das gemeinsame Benutzen von Spritzbesteck und Zubehör wie z. B. Löffel, Filter und Wasser zum Drogenkonsum.

Ein weiters Infektionsrisiko besteht beim Tätowieren, Piercen oder Ohrlochstechen. Aber nur dann, wenn nicht auf absolute Sauberkeit und Hygiene geachtet wird.

Nur selten wird der Virus beim Sex übertragen. Denn als Schutz reicht schon ein Kondom aus, um sich vor einer Infektion zu schützen.

Das Übertragungsrisiko von Hepatitis C von der Mutter auf das Kind ist deutlich niedriger als bei einer HBV-Infektion (Hepatitis B Virus).

Die Inkubationszeit beträgt ca. drei Wochen bis zu sechs Monaten.

Eine wirksame Schutzimpfung gegen Hepatitis C existiert nicht.

Einige Hepatitis C-Infektionen heilen innerhalb von sechs Monaten aus, doch die meisten Infektionen werden chronisch. Aber auch diese können spontan ausheilen.

Eine Hepatitis C-Infektion kann folgende spezifische Symptome haben:

  • Müdigkeit
  • Oberbauchbeschwerden
  • Leistungsminderung
  • Juckreiz und Gelenkbeschwerden
  • Gelbfärbung der Haut und Schleimhäute

Bei einem Drittel der Infizierten kommt es bei einer chronisch verlaufenden Infektion jedoch zu einem schwerwiegenden Verlauf.

Hier kommt es zu einer Leberentzündung und bindegewebigem Umbau bzw. Vernarbung der Leber (Fibrose). Folgen dieser Erkrankung kann eine Leberzirrhose (Schrumpfleber, in etwa 15–30 % dieser Fälle) sein. Im Endstadium kommt es zum Leberversagen und Tod.

Auch haben solche Betroffene Erkrankungen der Gelenke, Muskeln und der Haut.

Leider gibt es keinen dauerhaften Schutz nach einer ausgeheilten Hepatitis C Erkrankung. Nur durch die Meidung von Übertragungsrisiken ist eine erneute Infektion zu vermeiden.

Weltweit lebt ca. 1 % der Weltbevölkerung mit dem Virus (geschätzt werden von der WHO 71 Millionen Virusträger).

An den Spätfolgen einer Infektion mit dem HC-Virus sterben nach Schätzungen der WHO weltweit jährlich über 300.000 Menschen.
Hepatitis D - Beschwerden

Nur mit Hilfe der Hepatitis B-Viren kann es zu einer Infektion mit Hepatitis D-Viren kommen, da sie sich die Hepatitis D-Viren nur mit Hilfe der Hepatitis B-Viren vermehren können und so eine Infektion auslösen können.

Das heißt, dass eine Hepatitis D-Infektion nur möglich ist, wenn Menschen sich entweder gleichzeitig mit einer Hepatitis B infizieren oder aber bereits eine chronische Hepatitis B-Infektion haben.

Beide zusammen führen oft zu einem schweren Verlauf der Erkrankung. Es kommt zu einem schweren Verlauf einer chronischen Leberentzündung.

Bei einer chronischen Infektion haben die meisten Betroffenen keine Symptome, bis sie Zirrhose oder Leberkrebs entwickeln. Das häufigste Symptom einer chronischen Hepatitis-B- und -D-Infektion ist Müdigkeit.

Ob eine chronische Hepatitis-B/D-Infektion allein das Risiko schwerer Covid-19-Verläufe beeinflusst, ist noch offen.

Die gleichzeitige Infektion mit Hepatitis B und D ist in Deutschland relativ selten.

Auch die Hepatitis D wird über das Blut übertragen. Der häufigste Übertragungsweg der Hepatitis D-Viren ist das gemeinsame Benutzen von Spritzbesteck und Zubehör wie z. B. Löffel, Filter und Wasser zum Drogenkonsum.

Ein weiters Infektionsrisiko besteht beim Tätowieren, Piercen oder Ohrlochstechen. Aber nur dann, wenn nicht auf absolute Sauberkeit und Hygiene geachtet wird.

Beim Sex wird Hepatitis D nur sehr selten übertragen, wenn er geschützt stattfindet.

Die Symptome der Hepatitis D sind ähnlich wie bei Hepatitis B. Bei einer frischen Infektion gibt es oft keine Symptome. Es können leichte, grippeähnliche Symptome auftreten, heller Stuhl, dunkler Urin, Fieber oder eine Gelbfärbung der Haut und/oder der Augen.

Wie kann man sich schützen?

Wer gegen Hepatitis B geimpft ist, kann auch nicht an Hepatitis D erkranken

Weitere Möglichkeiten des Eigenschutzes: Safer Sex, Schutzhandschuhe bei Kontakt mit fremdem Blut. Vergossenes Blut mit Desinfektionsmittel (z.B. Sterillium) entfernen. Keine scharfkantigen Hygienegegenstände benutzen, wie Zahnbürsten, Nadeln oder Rasierklingen.
Hepatitis E - Beschwerden

Vor allem in Asien und Afrika kommt es zu Infektionen mit dem Hepatitis E-Virus. Übertragen wird das Virus hauptsächlich über die Nahrung und das Trinkwasser. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist eher selten.

Eine Infektion mit dem Hepatitis E-Virus verläuft akut und oft mit nur leichten Beschwerden.

Die Inkubationszeit ist ähnlich wie bei einer Hepatitis A-Infektion. Zu den ersten Symptomen der Erkrankung kommt es zwei bis acht Wochen nach der Ansteckung und klingen nach ca. sechs Wochen wieder ab.

Die meisten Hepatitis E - Erkrankungen sind nicht besonders gefährlich. In seltenen Fällen kann es bei Schwangeren zu einem schwer verlaufenden Krankheitsverlauf kommen.
Leber
Bilder: pixabay website5
Hepatitis – Vorsorge

Impfung Hepatitis A: Eine einzelne Impfdosis genügt, um einen Schutz zu haben.

Nach 6 Monaten erfolgt die zweite Impfung, damit ein Langzeitschutz erreicht wird.

Impfung Hepatitis B: Bei der Hepatitis B sind zwei Impfungen im Abstand von einem Monat notwendig. Zudem muss eine weitere Impfung nach sechs bis zwölf Monaten erfolgen, um einen Langzeitschutz zu erhalten.

Impfung Hepatitis C: Eine Impfung gegen Hepatitis C gibt es nicht. An einer Impfung gegen Hepatitis C wird schon seit vielen Jahren gearbeitet. Leider ist bis jetzt aber noch kein Impfstoff verfügbar.

Impfung Hepatitis D: Einen aktiven Schutz gegen die Hepatitis D bietet die Impfung gegen Hepatitis B, da es Hepatitis D ohne B nicht gibt. Ein Kombinationsimpfstoff gegen Hepatitis A (HAV) und Hepatitis B (HBV) gewährleistet somit einen langfristigen Schutz vor allen drei Lebererkrankungen.

Impfung Hepatitis E: Eine Impfung gibt es in Deutschland bislang noch nicht. In China ist zwar ein Impfstoff verfügbar. Dieser ist aber in Europa nicht zugelassen.
Weitere Themen

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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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