Frey-Syndrom – Übermäßiges Schwitzen im Gesicht - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Frey-Syndrom – Übermäßiges Schwitzen im Gesicht

Symptome
Übermäßig unnatürliches Schwitzen im Gesicht- und Halsbereich, ausgelöst während des Verzehrs von Speisen bzw. während des Kauvorgangs, bezeichnet man in der Fachsprache als Frey-Syndrom, benannt nach der polnischen Neurologin Lucja Frey-Gottesman (1889-1942), die das Syndrom im Jahr 1923 beschrieb. Das Frey-Syndrom wird auch als Gustatorisches Schwitzen oder Gustatorische Hyperhidrose sowie als Aurikulotemporales Syndrom bezeichnet.
Inhalt

Frey-Syndrom - Ursachen
Frey-Syndrom - Symptome
Frey-Syndrom - Diagnose
Frey-Syndrom - Behandlung
Medikamentöse Behandlung
Operative Behandlung
Äußerliche Behandlung
Natürliche Behandlung mit Salbei
Weitere Themen
Übermäßiges Schwitzen im Gesicht
Bild: website5
Frey-Syndrom - Ursachen

Die Ursachen für das Frey-Syndrom können vielfältig sein. Das Schwitzen entsteht durch fehlgeleitete Nervenfasern. So gehen die Impulse beim Kauen nicht an die Speicheldrüse sondern an die Schweißdrüse. Anstelle des Speichelflusses beim Kauen treten Schweißausbrüche im Gesichtsbereich auf.

Dazu kann es beispielsweise nach einer Entzündung oder Verletzung der Ohrspeicheldrüse bzw. der Unterkieferdrüse kommen. Aber auch ein Trauma, eine periphere Fazialispares (Gesichtslähmung) oder das Entfernen von Halslymphknoten können eine mögliche Ursache sein. Weitere Auslöser des Frey-Syndroms können zentralnervöse Erkrankungen, wie Enzephalitis (Entzündung des Gehirns) oder Hirnatrophie (Gehirnschwund) sein.
Frey-Syndrom - Symptome

Das stark ausgeprägte Schwitzen tritt hauptsächlich im Gesichts- und Halsbereich auf, und zwar unmittelbar während des Verzehrs von Speisen, indem der Geschmackssinn aktiviert ist. Zu dem Schwitzen können auch Rötungen und Schwellungen der Haut auftreten verbunden mit Kribbeln oder Brennen an den betroffenen Stellen.
Frey-Syndrom - Diagnose

Ob es sich tatsächlich um das Frey-Syndrom handelt, kann nur der Arzt feststellen. Mit einem sogenannten Jod-Stärke-Test nach Minor, bei dem eine alkoholische Lösung, die 1,5 % Jod und 10 % Rizinusöl enthält, wird die Haut um den Bereich der Ohrspeicheldrüse bestrichen und mit Stärkepulver bestäubt. Dann wird der Geschmackssinn ausgelöst. Kommt es dabei zu dem Schweißausbruch zeigen die betroffenen Stellen eine blaue Verfärbung.
Frey-Syndrom - Behandlung

Es gibt mehrere Möglichkeiten der Behandlung des Frey-Syndroms sowohl medikamentös, operativ sowie mit äußerlichen Maßnahmen.
Medikamentöse Behandlung: Hierbei wird Botulinum-Toxin (besser bekannt als Botox) unter die betroffenen Hautstellen injiziert, die sich beim Jod-Stärke-Test blau verfärbt haben. Botox legt die Erregungsübertragung von den Nervenzellen auf die Muskeln still. Die Wirkung dieser Injektion hält zwischen einem halben Jahr bis zu einem Jahr an. Die Symptome treten in dieser Zeit nur abgeschwächt oder bestenfalls gar nicht mehr auf.
Operative Behandlung: Hierbei werden die Nervenfasern durchtrennt, um zu verhindern, dass deren Absonderung in die Schweißdrüsen der Haut gelangen. Eine andere Möglichkeit ist, alloplastisches Material zur Trennung von Nervenfasern zu den Schweißdrüsen einzulagern.
Äußerliche Behandlung: Hierbei wird zum Beispiel Scopolamin verschrieben, eine Lösung zum Auftragen auf die betroffenen Hautstellen. Leider hält die Wirkung nicht lange an. Das gleiche gilt für die Mittel Anticholinergika oder Antyhyperhidrotica.
Natürliche Behandlung mit Salbei

Bei einer leichten Form des Frey-Syndroms kann Salbei (als Tabletten, Tropfen oder als Tee) eine schweißreduzierende Wirkung haben. Salbei kann auch begleitend zu anderen Therapien eingesetzt werden, die wissenschaftliche Wirkung von Salbei ist allerdings nicht nachgewiesen.
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