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Gefährlicher Grippe-Virus durch Fledermäuse

Der in Fledermäusen entdeckte Influenza-Virus H18N11 hat nach Untersuchungen eine hohe Anpassungsfähigkeit. Eine Übertragung zu anderen Tieren und Menschen ist schwer einzuschätzen.

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Freiburg, des Friedrich-Löffler-Instituts sowie der US-amerikanischen Colorado State University und Kansas State University haben das Infektionspotential des in Fledermäusen entdeckten Influenza-Virus H18N11 untersucht.
Bild: pixabay website5
Die Untersuchung wurde von den Forschern am 16. September 2019 im Fachmagazin Nature Microbiology veröffentlicht.

Der in den Fledermäusen entdeckte Influenza-Virus H18N11 hat eine hohe Anpassungsfähigkeit, so dass eine Übertragung auf weitere Tierarten und Menschen schwer vorhersagbar ist.

Die Grippe-Viren besitzen generell eine hohe Mutationsrate, so Prof. Dr. Martin Schwemmle, Studien- und Forschungsgruppenleiter am Institut für Virologie des Universitätsklinikums Freiburg.
Prof. Dr. Martin Schwemmle erklärte weiter, „dass sein Team dennoch überrascht war, in welch einer kurzen Zeit Viren des Typs H18N11 in Zellkultur genetische Veränderungen entwickeln“.
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Zudem stellten die Wissenschaftler fest, dass es Veränderungen gebe, was die Verbreitung des Virus förderte. Sie fanden Belege dafür, dass es bisher unbekannte Funktion des viralen Neuraminidase-ähnlichen Proteins gebe: Indem es die Konzentration des Immunproteins MHC-II an der Zelloberfläche reguliert, ermöglicht es eine effiziente Freisetzung infektiöser Viren aus infizierten Wirtszellen.

Allerdings sei das mögliche Ansteckungsrisiko des Grippe-Virus vom Typ H18N11 für Menschen vorsichtig optimistisch, so beurteilt das Prof. Dr. Martin Schwemmle.
Prof. Dr. Martin Schwemmle führte weiter aus: “Frettchen haben sich als Tiermodell für die Übertragungswahrscheinlichkeiten anderer Influenza-Viren auf Menschen bewährt. Wenn das auch für unseren Virus-Typ der Fall ist, gibt es unseres Wissens keine Anzeichen für ein relevantes Infektionsrisiko“.

Es sei aber nicht auszuschließen, dass eine natürliche Übertragung auf den Menschen möglich ist, so Prof. Dr. Martin Schwemmle.
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„Schwierig sei zudem eine Risiko-Einschätzung, da es die hohe genetische Anpassungsfähigkeit des Virus gibt“, so Schwemmle weiter.

Zurzeit untersuchen die Wissenschaftler die exakte Funktionsweise des Neuraminidase-ähnlichen Proteins sowie die Anpassungsfähigkeit des Virustyps H18N11 an weitere Rezeptoren, die einen Eintritt in Wirtszellen ermöglichen könnten.

Originaltitel der Publikation: Bat influenza viruses transmit among bats but are poorly adapted to non-bat species.

September 2019
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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