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Gelenkerguss
Als Gelenkerguss bezeichnet man eine vermehrte Flüssigkeitsansammlung in einem Gelenkspalt. Zu einem Gelenkerguss kann es in jedem Gelenk des Körpers kommen; überwiegend betroffen davon sind aber das Kniegelenk, das Hüftgelenk und das Schultergelenk. Die Ursachen können dabei ganz unterschiedlich sein. Ein Gelenkerguss ist meist mit einer Schwellung und Schmerzen verbunden. Der medizinische Begriff für den Gelenkerguss heißt Hydrops articularis.
Inhalt

Gelenkerguss – Ursachen
Gelenkerguss – Symptome
Gelenkerguss – Diagnose
Gelenkerguss – Behandlung
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Bilder: pixabay website5
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Gelenkerguss - Ursachen

Einem Gelenkerguss können einige Ursachen zugrunde liegen. Auch die Zusammensetzung der Gelenkflüssigkeit, ob nun mit Blut oder Eiter zersetzt oder von wässrig-trüber Konsistenz, kann Aufschluss auf die Ursache geben.

Zu den Ursachen eines Gelenkergusses zählen:

  • Unfälle, z. B. Sportverletzungen
  • Fehl- und Überlastung des Gelenks
  • rheumatische Erkrankungen
  • Arthrose
  • Gicht
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Bluterkrankheit (Hämophilie)
  • Gelenksinfektion
  • Entzündung der Gelenkinnenhaut
  • Gelenktumor
Gelenkerguss - Symptome

Bei einem Gelenkerguss kommt es in den meisten Fällen zu Schmerzen, Schwellungen und zu einer Bewegungseinschränkung des betroffenen Gelenks; zudem spannt die Haut über dem Gelenk. Ist das Gelenk entzündet, kann es zu einer Überwärmung und Rötung kommen sowie zu einem allgemeinen Krankheitsgefühl, schlimmstenfalls mit Fieber und Schüttelfrost.

Ist das Kniegelenk betroffen, kann es passieren, dass die Kniescheibe auf der Flüssigkeit schwimmt; Ärzte sprechen dann von einer sogenannten „Tanzenden Patella (Kniescheibe)“.
Gelenkerguss - Diagnose

Kommt es zu einem Gelenkerguss und den damit verbundenen Beschwerden, sollte man mit dem Arztbesuch nicht zu lange warten. Anlaufstelle ist zunächst der Hausarzt, anschließend eventuell der Orthopäde oder der Unfallchirurg.

Um die Ursache des Gelenkergusses einzugrenzen, ist vorab das Patienten-Arzt-Gespräch (Anamnese) wichtig, wie etwa: Seit wann sind die Beschwerden? Kam es zu einem Unfall oder einer äußeren Gewalteinwirkung? Seit wann besteht die Schwellung?
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Anschließend erfolgt eine gründliche Untersuchung des betroffenen Gelenks – die Begutachtung der Schwellung, der Rötung oder sonstige Auffälligkeiten sowie die Überprüfung der Beweglichkeit. Eine Blutuntersuchung gibt Aufschluss darüber, ob eine Entzündung vorliegt. Eine Punktion des Gelenkergusses entlastet nicht nur das betroffene Gelenk, vielmehr ergibt die labortechnische Untersuchung u. a. Hinweise auf Bakterien und Zellmaterial. Ist anhand dieser Untersuchungen keine eindeutige Ursache erkennbar, helfen die bildgebenden Verfahren, wie Ultraschall, Computertomografie (CT), Magnetresonanztomografie oder eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung), um der „Sache auf den Grund“ zu gehen.
Gelenkerguss - Behandlung

Die Behandlung eines Gelenkergusses richtet sich nach der Ursache und nach der Dauer der Beschwerden. Bildet sich der Erguss und die Schwellung über einen längeren Zeitraum von allein nicht zurück, ist medizinische Hilfe nötig.

Bei auftretenden Beschwerden eines Gelenks, die auf einen Unfall zurückzuführen sind, wie etwa ein Sturz oder Stoß, reichen manchmal schon erste einfache häusliche Maßnahmen, um weitere Beschwerden zu vermeiden. Dazu gehört die Schonung, die Kühlung des Gelenks sowie das Hochlagern, um eine ungehinderte Durchblutung zu gewährleisten. Diese Maßnahmen können schon ausreichen, um dass die Beschwerden und die Schwellung nach ein paar Tagen wieder abklingen.

Eine plötzlich auftretende Schwellung des Gelenks, verbunden mit Schmerzen und einer Bewegungseinschränkung, muss von einem Arzt untersucht und behandelt werden. Eine Punktion kann zunächst Erleichterung verschaffen und das Druckgefühl nehmen. Anhand der labortechnischen Untersuchung der Gelenkflüssigkeit können weitere Aufschlüsse bezüglich der Ursache aufgezeigt werden. So wird unterschieden zwischen

  • blutigen Gelenkergüssen (Hämarthros)
  • eitrigen Gelenkergüssen (Pyarthros)
  • mit Blutserum gefüllte Gelenkergüsse (seriöse Gelenkergüsse)
  • Gelenkergüsse mit Fibrinbildung (einem Eiweißstoff der Blutgerinnung)

Je nach Zusammensetzung der Gelenkflüssigkeit unterscheidet man zwischen dem traumatischen Gelenkerguss, dem chronischen Gelenkerguss und dem septischen Gelenkerguss.

Die häufigste Form des Gelenkergusses ist die chronische. Hierbei bildet der Körper zu viel Gelenkflüssigkeit, die sich dann im Gelenk ansammelt. Hier werden ursächlich rheumatische Erkrankungen, wie Rheuma, Arthrose, Arthritis, aber auch eine Blutgerinnungsstörung oder Stoffwechselerkrankungen oder auch ein Tumor in Betracht gezogen. Je nach Diagnose muss dann entweder operiert werden (Tumor) oder aber die ursächliche Erkrankung behandelt werden. In den zuvor genannten möglichen Ursachen muss die Grunderkrankung behandelt werden, der Gelenkerguss ist in diesen Fällen eine Begleiterscheinung. Entsprechende Medikamente helfen die Schmerzen zu lindern.

Bei Unfällen, wie Sportverletzungen oder bei äußerer Gewalteinwirkung kommt es häufig zu einer Gelenkeinblutung. Hier sollte zeitnah behandelt werden, da ansonsten die Gefahr besteht, dass es zu entzündlichen Reaktionen im Gelenk kommt, was zu Folgeschäden wie Arthrose oder Knorpelschäden führen kann. In leichten Fällen kann aber auch hier eine konservative Behandlung ausreichen und es muss nicht zwangsläufig operiert werden. Das heißt, das betroffene Gelenk schonen, hochlagern und kühlen; Quarkwickel haben sich bewährt, sie kühlen und lindern die Schmerzen. Nach Abklingen der Beschwerden ist eine Physiotherapie sinnvoll, um die Beweglichkeit wiederherzustellen und die Muskulatur zu stärken. Sollte dennoch keine Besserung auftreten, ist eventuell eine Gelenkpunktion nötig, um das Blut abzusaugen. Sehr selten ist eine Operation notwendig, bei der der Bluterguss im Gelenk beseitigt wird.

Zu einem septischen Gelenkerguss kommt es eher selten, kann aber als Komplikation nach einer Operation auftreten. Die Gelenkkapsel hat sich aufgrund von Krankheitserregern entzündet. Ein septischer Gelenkerguss stellt ein Notfall dar und muss umgehend behandelt werden. Die Krankheitserreger müssen schnellstmöglich entfernt werden, da ansonsten Gewebe und Organe angegriffen und geschädigt werden.
Fazit: Ein Gelenkerguss ist nicht immer gleich eine schwerwiegende Erkrankung und heilt nicht selten auch von allein wieder aus. Sollten aber Schwellungen, Rötungen und Schmerzen nach ein paar Tagen nicht abklingen, muss der Gelenkerguss auf jeden Fall ärztlich abgeklärt werden und entsprechend der Ursache behandelt werden, um spätere Komplikation zu vermeiden.
Allerdings können begleitend zur Therapie oder auch als Erstmaßnahme vorweg einige Mittel und Maßnahmen helfen, um die Beschwerden erträglicher zu machen. Dazu gehört die Schonung und Kühlung des Gelenks – ein Quarkwickel hat sich hierbei bewährt, genauso wie Heilschlamm und Arnika-Salbe.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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