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Gift auf Zitrusschalen durch Insektizid Chlorpyrifos

Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit sind Zitrusfrüchte besonders beliebt. Vor allem Mandarinen, Orangen und Grapefruits gehören zu den beliebtesten Obstsorten in der Vorweihnachtszeit.
Bild: pixabay website5
Doch Vorsicht! Die Zitrusfrüchte könnten Rückstände des Pestizids Chlorpyrifos tragen. Dieses Pestizid ist in Deutschland nicht zugelassen.

Das Pestizids Chlorpyrifos ist bei den Gemüsebauern und Zitrusfarmern ein beliebter Stoff und wird zum Töten von Insekten eingesetzt.
Rückstände des Pestizids Chlorpyrifos werden vor allem in importierten Mandarinen, Orangen oder Grapefruits gefunden und das obwohl der Stoff in Deutschland verboten ist.

Allein im Jahr 2017 fanden Kontrolleure bei Sonderkontrollen in Deutschland in mehr als jeder dritten untersuchten importierten Grapefruit und Orange und jeder vierten Mandarine Rückstände. Und auch bei jeder fünften Pfefferprobe.
Pestizids Chlorpyrifos

Das Pestizids Chlorpyrifos verursacht gesundheitliche Schäden. Chlorpyrifos wurde im Jahr 2006 in der EU zugelassen, um Schädlinge in der Landwirtschaft zu bekämpfen. Das Pestizid steht jedoch schon seit Jahren in Verdacht Erbgut und Nerven bei Embryonen zu schädigen. Deswegen dürfen Chlorpyrifos-Produkte seit 2009 in Deutschland und sieben anderen EU-Staaten nicht mehr verkauft werden.

Wegen der nachgewiesenen Gesundheitsgefährdung will die EU-Kommission vorschlagen, die im Januar auslaufende Zulassung für die Stoffe Chlorpyrifos und Chlorpyrifos-Methyl nicht zu verlängern.

Nach Expertenmeinung hätte dieses Mittel niemals auf den Markt gelangen dürfen.

Sollte das Pestizid in der EU verboten werden, wird es jedoch weiterhin Zitrusfrüchte und Gemüse aus anderen Teilen der Welt geben, die belastet sind. Nur ein totales Importverbot, wie es Dänemark derzeit erwägt, würde die belasteten Früchte aus unserem Handel entfernen.

Deutschland will sich bei der EU-Kommission für ein Verbot des Insektizids einsetzen.

Spanien, Griechenland, Italien und Portugal gelten als Zitrusstaaten und könnten gegen ein Verbot des Pestizids stimmen.
Pestizids Chlorpyrifos – bisherige Erkenntnisse

Bisherige Studienergebnisse sind erschreckend und niemand kann sagen, wie groß der Schaden ist, den das Insektizid schon angerichtet hat.

Studienergebnisse sind jedoch besorgniserregend. So ließ das Pestizid Rattenhirne schrumpfen und es soll den Intelligenzquotienten von Kindern herabsenken. Auch soll es bei Kindern Aufmerksamkeitsstörungen verursachen, so die Wissenschaftler des schwedischen Karolinska Institutet, der Stockholm Universität und der Harvard School of Public Health vor etwa zwei Jahren.
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Spuren des Pestizids konnte zudem im Urin von Landwirten nachgewiesen werden. Schon kleinste Dosen des Giftes könnten sich auf das Gehirn auswirken.

Für die Zulassung des Pestizids Chlorpyrifos in der EU wurde wohl eine fehlerhafte Studie akzeptiert.

Selbst die EFSA schreibt auf Anfrage des BR, dass eine bessere Analyse der Rohdaten hätte stattfinden müssen.

Sie schiebt aber auch jede Verantwortung von sich und weist darauf hin, dass die erste Risikobewertung nicht unter ihrer Verantwortung stand, da die EFSA erst 2002 gegründet wurde. Weiter schreibt sie, dass die neueren Forschungsergebnisse der Wissenschaftler in der aktuellen Neubewertung berücksichtigt werden.

Diese grenzüberschreitende Recherche zu Chlorpyrifos wird unter der Leitung von Investigative Reporting Denmark mit Journalisten von "Knack" in Belgien, "Le Monde" in Frankreich, "VG" in Norwegen, "Newsweek" in Polen und "Ostro" in Slowenien durchgeführt. Weitere Partner sind "El Confidential" in Spanien, die "Süddeutsche Zeitung" und der Bayerische Rundfunk in Deutschland sowie das Midwest Center for Investigative Reporting in den USA. Die Recherche wird von Journalismfund.eu und n-ost unterstützt.

November 2019
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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