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Hagebutte in der Naturheilkunde

Heilpflanzen
Hagebutte haben einen hohen gesundheitlichen Wert und schmecken säuerlich-herb. Fast jeder kennt sie aus seiner Kindheit als Juckepulver.  Die leuchtenden roten Früchte sind in der einheimischen Fauna der Spitzenreiter unter den Vitamin C-Lieferanten. Die Früchte haben einen Vitamin C-Gehalt von 1.250 mg pro 100 Gramm. Zudem haben sie einen hohen Wert an den Vitaminen A, B1 und B2. Die Beeren werden in ihrer Erntezeit im Herbst meist zu Konfitüren, Chutneys oder Tees verarbeitet.
Inhalt

Pflanzenbeschreibung
Hagebutte-Inhaltsstoffe
Auf die Gesundheit wirkt Hagebutte folgendermaßen
Was wird von der Pflanze verwendet?
Verschiedene Zubereitungsarten Hagebutten
Hagebuttenmus Zubereitung
Hagebuttentee Zubereitung
Hagebutte- Naturheilung
Bild: pixabay website5
Pflanzenbeschreibung:

Die Hagebutte wächst in Europa und Asien in Hecken, Gebüsch, Böschungen und wird ca. 2 Meter hoch. Teilweise tritt sie wild auf, wird aber auch angebaut. Genannt wird sie auch Wildrose oder Heckenrose. Die Pflanze entfaltet im Sommer zahlreiche weiße oder zartrosa Blüten, die im Herbst zur leuchtenden roten Hagebutten heranreifen.

Die reife Hagebutte wird geerntet, von den Kernen befreit, kleingeschnitten und getrocknet.
Hagebutte-Inhaltsstoffe

  • Ätherische Öle
  • Pektine
  • Gerbstoffe
  • Kieselsäure
  • Fruchtsäuren
  • Lycopin und Flavonoide (Antioxidantien)
  • Vitamine A, Vitamin B1 und B2, Vitamin C und Vitamin E
  • Mineralstoffe wie Zink, Kupfer, Natrium, Phosphor, Eisen, Kalzium und Magnesium
  • Ungesättigte gesunde Fettsäuren wie Linolsäure, Alpha-Linolensäure, Phospholipiden und Aminosäuren
Auf die Gesundheit wirkt Hagebutte folgendermaßen

  • Stärkt das Immunsystem
  • Hilft bei Frühjahrsmüdigkeit
  • Beugt Erkältungen vor und lindert sie
  • Harnwegserkrankungen
  • Harnsteinen
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Hat eine leicht entwässernde Wirkung
  • Fördert die Verdauung
  • Bildet neue Immunzellen und andere Körperzellen
  • Festigt das Bindegewebe
  • Zahnfleischbluten
  • Vorbeugend gegen Parodontose

Auch kann Hagebutte durch die hohe Konzentration von Lycopin, das als Radikalfänger wirkt, helfen, Tumorzellen zu bekämpfen. Die roten Früchte haben eine beruhigende Wirkung und haben so eine stressreduzierende Wirkung. Sie hemmen durch das Vitamin B1 die Ausschüttung des Stress-Hormons Cortisol, das bei erhöhter körperlicher- oder seelischer Belastung ein Burnout auslösen kann. Zudem wird bei Appetitlosigkeit häufig Hagebuttenmarmelade empfohlen.
Was wird von der Pflanze verwendet?

In der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) werden die Schalen und Samen der Früchte verwendet. Zudem gewinnt man homöopathische Produkte aus frischen Blütenblättern.

So kommt zum Beispiel das Hagebuttenpulver, welches aus den Schalen und Samen hergestellt wird, bei Arthrose und Gelenkschmerzen zur Behandlung in Betracht. Das Hagebuttenpulver wirkt entzündungshemmend und hat eine schmerzhemmende Heilwirkung. Für diese Wirkung ist ein Galaktolipid verantwortlich, welches ein Inhaltsstoff der Pflanze ist. Zudem wirkt sich der hohe Gehalt an Omega-3 Fettsäuren und an Carotinoiden in den Kernen wohltuend auf die Haut aus. Die Stoffe verhindern ein übermäßiges Austrocknen der Haut und fördern die Wundheilung bei Akne.
Verschiedene Zubereitungsarten Hagebutten

Die Früchte lassen sich so nicht einfach roh essen, da sie einen hohen Gehalt an Gerbstoffen haben und auf Grund dessen extrem sauer schmecken. Je später die Hagebutte geerntet wird, desto süßer schmeckt sie. Man sollte sie am besten jedoch immer nur getrocknet oder anderweitig verarbeitet essen.
Hagebuttenmarmelade Zubereitung

Zutaten:

  • 1.000 Gramm Hagebutten
  • 500 ml Orangensaft
  • 2 Gewürznelken
  • 500 g Gelierzucker (2:1)
  • Eventuell etwas Alkohol (80 Vol.-%)

Zubereitung

Die Früchte sollten erst nach dem ersten Frost gepflückt werden, da dann der Vitamin-C-Gehalt am höchsten ist. Zuerst spült man die Hagebutten ab und gibt sie in einen Topf. Dazu kommen der Orangensaft und 400 ml Wasser sowie die Gewürznelken. Das Ganze wird dann zum Kochen gebracht, bis ein Mus entstanden ist. (Dauer ca. 15 Minuten). Dann wird die Masse durch ein feines Haarsieb gedrückt. Dadurch werden alle Kerne und Häutchen entfernt.

Jetzt kommt der Gelierzucker dazu und die Masse wird ein zweites Mal aufgekocht. Die Masse sollte vier Minuten sprudelnd kochen. Man nimmt danach ein Löffel voll auf einen Teller. Wird die Marmelade fest, ist die Marmelade fertig. Sollte die Probe nicht fest werden, kann man sie etwas länger kochen.

Die dann fertige Marmelade kommt sofort in vorbereitete Twist-off Gläser. Es wird etwas Alkohol darüber geträufelt, der angezündet wird und das Glas dann schnell verschlossen. Das Glas mit dem Deckel nach unten lagern und abkühlen lassen – fertig.
Hagebuttenmus Zubereitung

Das Mus wird aus frischen Hagebuttenfrüchten zubereitet. Die Früchte werden gekocht, danach zweimal passiert und mit frischem Zitronensaft versetzt, damit es länger haltbar bleibt. Auch kann man das Mus mit etwas Honig versetzten. Nicht nur, dass das Mus dann besser schmeckt, auch wird es vom Körper besser verwendet. Schon ein Esslöffel voll Mus deckt den Tagesbedarf an Vitamin C.
Hagebuttentee Zubereitung

Man nimmt zwei gehäufte Teelöffel getrocknete Hagenbuttenschalen und übergießt sie mit 250 ml. Wasser und lässt die Mischung fünf bis acht Minuten auf kleiner Flamme kochen. Danach wird der Tee abgeseiht und dann getrunken.
Hagebuttenöl

Ist ein aromatisch duftendes Öl. Hergestellt wird es mithilfe der Kerne und einem Basisöl. Das Öl wirkt allgemein kräftigend, anregend und zugleich entspannend.
Das Öl kann auf die Haut aufgetragen werden und hilft bei trockenen Hautstellen und bei der Behandlung von Hautjucken. Zudem hilft es bei Fältchen oder lässt Pigmentflecken verblassen.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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