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Handekzem – Natürlich behandeln

Naturheilung
Diese entzündliche Hauterkrankung an den Händen ist für die Betroffenen mit einem hohen Leidensdruck verbunden. Neben dem starken Juckreiz und den Schmerzen sind die Hände für jeden sichtbar. Je nach Verlauf und Schweregrad der Erkrankung entstehen Rötungen, Bläschen, nässende Hautstellen oder trockene rissige und sogar blutende Hautstellen an den Händen. So individuell wie das Krankheitsbild des jeweiligen Betroffenen ist, so unterschiedlich kann auch die Ursache sein.

Ein Handekzem muss unbedingt behandelt werden, denn durch die offenen Hautstellen können vermehrt Krankheitserreger eindringen und das Immunsystem schädigen. Die gute Nachricht: Ein Handekzem, ist nicht ansteckend.

Handekzeme sind laut Studiendaten häufig verbreitet und betreffen rund 10 % der Bevölkerung. Am häufigsten kommen sie in bestimmten Berufsgruppen vor, wie zum Beispiel bei Friseuren, Bäckern, Reinigungspersonal, Maurern sowie in Pflegeberufen. Frauen sind davon häufiger betroffen als Männer. Bezeichnend für die Entstehung von Handekzemen sind häufiger Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln, die hautreizende Substanzen enthalten. Die Behandlung von Handekzemen ist oft sehr langwierig, was für Betroffene, die unter einem chronischen Handekzem leiden, langfristig das Aus für ihre ausgeübte berufliche Tätigkeit bedeuten kann.

Alternativ zu kortisonhaltigen Hautschutzcremes, die nicht nebenwirkungsfrei sind und daher nur über eine kurze Zeit angewandt werden sollten, gibt es mehrere Möglichkeiten aus der Naturheilkunde oder auch Maßnahmen, wie zum Beispiel die Lichttherapie, die entzündeten Hände zu heilen. Allerdings erfordert es von dem Betroffenen viel Geduld, bis ein chronisches Handekzem verheilt.
Inhalt

Handekzem - Symptome
Handekzem – Ursachen
Handekzem - Diagnose
Handekzem - Behandlung
Chronisches Handekzem - Lichttherapie
Chronisches Handekzem – Innerliche Anwendung
Handekzem – Vorbeugen
Weitere Themen
Naturheilkunde - Handekzem
Bild: pixabay website5
Handekzem - Symptome

Anfangs werden die Hände jucken, so dass der Betroffene anfängt sich an den Hautstellen zu kratzen. Besonders an den dünnen Hautstellen zwischen den Fingern werden sich schnell entzündliche Stellen zeigen, in Form von Bläschenbildung, die dann aufplatzen und nässen. Im weiteren Verlauf kann es an den Händen zu Verschorfungen und blutigen Einrissen kommen, die sehr schmerzhaft sind. Da die Hände ständig in Bewegung sind, erschwert es den Versuch die entzündeten Stellen zu heilen, so dass es immer wieder zu schmerzhaften Hauteinrissen kommt. Sollten diese Symptome aufgrund einer nachvollziehbaren Ursache, zum Beispiel ein einmaliger Kontakt mit einer hautreizenden Substanz, nach einem gewissen Zeitraum nicht verschwinden bzw. sich verbessern, sollte unbedingt ein Dermatologe oder Homöopath zu Rate gezogen werden.
Handekzem – Ursachen

Für die Entstehung eines Handekzems können verschiedene Ursachen in Frage kommen. Meist sind aber mehrere Faktoren dafür verantwortlich, wie zum Beispiel häufiger Kontakt mit Wasser, mit Reizstoffen, aber auch eine genetische Veranlagung kann eine der möglichen Ursachen sein.

Die Entstehung eines chronischen Handekzems - davon spricht man, wenn es trotz einer hautärztlichen Behandlung über einen Zeitraum von drei Monaten anhält und mindestens zweimal im Jahr auftritt – wird in drei Hauptursache-Gruppen eingeteilt:

  • übermäßig Wasser- und Reizstoffkontakte (kumulativ-toxische Belastung)
  • Kontaktallergie
  • genetisch bedingte Reaktion

Bei der kumulativ-toxischen Belastung wirkt sich der häufige Kontakt mit Wasser und/oder mit hautreizenden Substanzen hautbelastend aus. Dies kann auf Dauer zu Entzündungen an den Händen führen. In verschiedenen Berufen lässt sich der Kontakt mit viel Wasser kaum vermeiden, so dass die Haut ständig gereizt wird. Aber auch bei der Hausarbeit kann das Putzen mit aggressiven Putzmitteln die Haut schädigen.

Das Tragen von Gummihandschuhen zum Schutz der Haut ist keine Lösung, da der natürliche Schutz der Haut durch das feuchte Milieu, das durch das Tragen der Handschuhe entsteht, gestört wird und somit allergieauslösende Substanzen leichter in die Haut eindringen können. Das hat zur Folge, dass es zu einer Kontaktallergie kommen kann, was dann wiederum zum Handekzem führen kann.

Vorbelastet sind Menschen mit allergischem Asthma, Heuschnupfen oder Neurodermitis. Hier wird häufiger auch das Auftreten von Handekzemen beobachtet. Genetisch bedingt kann die Hautschutzbarriere gestört sein, was das Eindringen von hautreizenden Substanzen und Allergiestoffen begünstigt und zu Entzündungen führen kann.
Handekzem - Diagnose

Handekzeme haben unterschiedliche Erscheinungsbilder:

  • Das dyshidrosiforme Handekzem: Bläschenbildung, stark juckend.
  • Das hyperkeratotisch-rhagadiforme Handekzem: Risse und Verhornungen.

Die entzündeten Hautstellen können sich auf der gesamten Hand ausbreiten oder auch nur an bestimmten Stellen, wie zwischen den Fingern oder aber vermehrt an den Fingerkuppen (Fingerkuppenekzem).
Handekzem - Behandlung

Um eine gezielte und effektive Behandlung bei einem Handekzem einsetzen zu können, ist es für den Arzt unbedingt wichtig die Vorgeschichte des Patienten zu kennen. Hierzu gehören mögliche Allergien und Hautkrankheiten, wie zum Beispiel Neurodermitis oder Schuppenflechte, aber auch häufiger oder auch einmaliger Kontakt mit reizhaltigen Substanzen.

Genauso ist der Schweregrad des Ekzems entscheidend für die Behandlung. Ein leichtes Handekzem heilt mit den entsprechenden Medikamenten recht schnell wieder ab. Entsprechend dem Krankheitsbild, nässende juckende Bläschen oder trockene rissige Hautstellen, wird behandelt. Selbstverständlich müssen mögliche Auslöser des Handekzems gemieden werden.

Bei einem bläschenbildenden und/oder nässenden Krankheitsbild müssen austrocknende Maßnahmen zum Einsatz kommen. Hierfür gibt es spezielle Handbäder mit synthetischen Gerbstoffen. Um den Juckreiz zu lindern, helfen fettfeuchte Umschläge.

Ist die Haut trocken und rissig wird mit einer harnstoff- oder salicylsäurehaltigen Salbe behandelt, um die Haut weichzumachen. Häufig kommen auch kortisonhaltige Salben und Cremes zum Einsatz, die meist schnell und gut wirken. Jedoch ist eine Kortisonbehandlung keine dauerhafte Lösung, da Kortison nicht ohne Nebenwirkungen ist.

Alternativ wird eine Behandlung mit Kaiser Natron empfohlen (in Drogeriemärkten erhältlich). Hierfür löst man 3 Teelöffel Natron in handwarmes Wasser im Waschbecken oder in einer Schale auf. Dann badet man die Hände ca. 5 Minuten in dem Wasser. Danach die Hände an der Luft trocknen lassen. Anschließend die Hände mit einer Fettcreme einreiben. Diese Prozedur täglich wiederholen und schauen, ob eine heilende Wirkung einsetzt – ein Versuch ist es wert.

Eine weitere Möglichkeit ein Handekzem zu heilen, kommt aus der Naturheilkunde. Das Stiefmütterchenkraut gilt als bewährte Maßnahme. Hierfür wird das Stiefmütterchenkraut abgekocht, etwa eine Handvoll des Krauts auf 1 Liter Wasser geben und 10 Minuten leicht köcheln lassen. Anschließend den Sud durch ein Sieb gießen und abkühlen lassen. Eine Schale oder das Waschbecken mit kühlem Wasser füllen und 1 halben Liter von dem Sud hinzufügen. Die Hände etwa 5 bis 10 Minuten darin baden. Den Vorgang morgens und abends wiederholen, bis eine Besserung eintritt.

Bei einem schweren Verlauf eines Handekzems oder einem chronischen Handekzem ist die Behandlung sehr langwierig. Alternativ zu kortisonhaltigen Cremes oder Salben sollten kortisonfreie und antientzündliche Mittel zum Einsatz kommen. Diese Cremes enthalten sogenannte Calcineurinhemmer mit den Wirkstoffen Tacrolimus oder Pimecrolimus, die gezielt auf das Immunsystem der Haut wirken.
Chronisches Handekzem - Lichttherapie

Die Behandlung eines chronischen Handekzems kann sehr aufwendig und langwierig sein, was von dem Betroffenen viel Geduld und Mitarbeit erfordert. Eine Möglichkeit der Behandlung ist die Lichttherapie, die sehr wirksam sein kann. Hier kommt am häufigsten die sogenannte PUVA-Therapie zum Einsatz. Die Hände werden mit einer speziellen Creme vorbehandelt, die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht und anschließend wird mit ultraviolettem Licht (UV-A) bestrahlt. Die Behandlung erfolgt über einem Zeitraum von ca. 6 Wochen, bei drei bis vier Bestrahlungssitzungen wöchentlich. Aber auch diese Behandlung ist für eine Langzeitbehandlung nicht geeignet, da vorzeitige Hautalterung oder chronische Lichtschädigung der Haut auftreten können.

Eine neue Methode der Lichttherapie ist die Behandlung mit gepulstem blauem Licht. Auch hierbei steht die antientzündliche Wirkung im Vordergrund, unterscheidet sich aber von anderen UV-Therapien, da das Immunsystem der Haut nicht unterdrückt wird.
Chronisches Handekzem – Innerliche Anwendung

Wenn bei einem chronischen Handekzem weder äußerliche Anwendungen wie Kortisonsalben noch Lichttherapie wirken, kann ein innerliches Medikament helfen. Seit November 2008 ist ein Medikament zugelassen speziell für die Behandlung von chronischen Handekzemen. Das Medikament heißt Alitretinoin und ist ein Abkömmling von Vitamin A, was auch im menschlichen Körper vorkommt. Die Behandlung mit dem Mittel Alitretinoin dauert zwischen drei und sechs Monaten. Das Medikament soll wirksam und verträglich sein. Als Nebenwirkungen wurden Kopfschmerzen während der ersten Behandlungstage sowie ein eventueller Anstieg der Blutfett- und Kolesterinwerte angezeigt.
Handekzem – Vorbeugen

Stellt man Hautirritationen an den Händen fest, sollte man vorbeugen, damit sich erst gar nicht ein Handekzem entwickelt. Bei Feuchtarbeiten sind Plastik- oder PVC-Handschuhe besser als Gummihandschuhe, da Gummi Allergien auslösen kann. Werden die Hände beruflich bedingt verschmutzt, gibt es zum Säubern Spezialreiniger. Ungeeignet ist das Reinigen mit Alkohol, Benzin, Terpentin oder Desinfektionsmittel. Genauso sollte das Waschen mit sandhaltigen Waschpasten vermieden werden, da die empfindliche Haut zu sehr gereizt wird.

Im häuslichen Bereich gilt genauso, den Kontakt zu hautreizenden Stoffen zu vermeiden. Hierzu zählen nicht nur Reinigungsmittel, Shampoos und Waschpulver, sondern auch Nahrungsmittel-Kontakt, wie zum Beispiel das Schälen von Kartoffeln oder Zitrusfrüchten. Mit Schutzhandschuhen kann man hier vorbeugen.

Desweiteren reizen Schmuck, besonders Ringe aus Modeschmuck, die Haut. Es sollten daher, wenn überhaupt, nur Ringe aus hochwertigem Gold getragen werden. Besser, man verzichtet ganz auf Schmuck, bis die Haut sich vollständig erholt hat.

Händewaschen ist wichtig, allerdings ist bei empfindlicher Haut folgendes zu beachten: Die Hände nur mit lauwarmen Wasser waschen und wenig Seife benutzen. Die Seife oder Waschlotion darf keine Parfümzusätze haben, daher eignet sich Babyseife sehr gut. Die Hände brauchen eine besondere Pflege, so ist es wichtig, sie nach jedem Waschen gut abzutrocknen, vor allem zwischen den Fingern, und anschließend mit einer pflegenden Salbe einzureiben.

Häufig kommt es bei einem Handekzem zu schuppiger Haut. Auf gar keinen Fall darf man diese Schuppen abzupfen, um der Haut Zeit zu lassen, gesund nachzuwachsen. Um das gewohnheitsmäßige Herumspielen an den Händen zu unterbinden, hilft manchmal nur das Tragen von Baumwollhandschuhen (spezielle dünne Handschuhe gibt es in der Apotheke).

Im Freien bei kalten Temperaturen sollte man immer Handschuhe tragen, um die Hände vor der Kälte zu schützen.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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