Immer mehr Kreidezähne bei Kindern - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

Naturheilkunde und Naturheilung
Heilmed-Krankheit.de
Natürliche Heilung mit Hilfe der Naturheilkunde
Direkt zum Seiteninhalt

Immer mehr Kreidezähne bei Kindern

Baby/Kinder
Kreidezähne bei Kindern ist eine neue Zahnschmelzerkrankung. Mit dem sonst bekannten Problem „Karies“ hat diese Erkrankung nichts zu tun.

Das optische Bild der sogenannten Kreidezähne sieht dem von Karies sehr ähnlich. Die Zähne sehen gelb-braun, manchmal fast schwarz aus. Der Zahnschmelz ist zudem weich und den Kindern tut es beim Kauen weh. Das Schlimme ist, dass öfters sogar ganze Stücke vom Zahn abbrechen. Was aber noch viel schlimmer ist, dass Zähneputzen die Kreidezähne nicht verhindern kann. Häufig kommen die Zähne schon kaputt aus dem Kiefer.
Bild: pixabay website5
Laut aktuellen Untersuchungen entwickeln etwa zehn bis 15 Prozent aller Kinder in Deutschland die Krankheit.

Jeder dritte Zwölfjährige leidet inzwischen an der Krankheit. Medizinisch nennte sich die Erkrankung Molarer-Inzisiver-Hypomineralisation (MIH).

„Bezogen auf die Mundgesundheit und die Lebensqualität der Kinder ist MIH mittlerweile ein größeres Problem als Karies in dieser Altersgruppe", sagt Norbert Krämer von der Universität Gießen.
Hauptsächlich betroffen von der Molarer-Inzisiver-Hypomineralisation sind eine oder mehrere Backenzähne. Seltener tritt die Erkrankung bei Schneide- oder Milchzähnen auf. Um eine Diagnose zu stellen, reicht dem Zahnarzt meist schon ein geschulter Blick in den Mund. Die erkrankten Zähne haben einige weißlich-cremefarbige bis gelblich-braune Flecken und je dunkler die Farbe ist, desto poröser ist der Schmelz.
Bild: pixabay website5
Zahnärzte stufen die Molarer-Inzisiver-Hypomineralisation" (MIH) inzwischen als Volkskrankheit ein. Insgesamt soll inzwischen jedes zehnte Kind betroffen sein - die Tendenz ist steigend. Das sind Aussagen von Vertretern der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnmedizin und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Die Ergebnisse wurden vor kurzem in Berlin vorgestellt.

In aufwendigen Tierversuchen an Ratten hat Professor Norbert Krämer, von der Uniklinik Gießen, nachgewiesen, dass Weichmacher, die in vielen Produkten enthalten sind, eine der Ursache sind, dass es zu Kreidezähnen kommt. Aber, führt er aus: „Wir wissen insgesamt viel zu wenig über die Ursachen“ und dass auch in vielen eingeschweißten Lebensmittel jede Menge Weichmacher vorhanden sind.
So vermuten gerade die Zahnmediziner, dass, wer als Säugling oder Kind viel mit Weichmachern zu tun hatte, ein höheres Risiko hat, an Kreidezähne zu erkranken. Da gerade die Studie mit den Ratten ergeben hat, dass Weichmacher den Zahnschmelz schädigen. Das aber, so Krämer, ist nur die Spitze des Eisberges. Denn es können viele Dinge die Schmelzbildung stören.

Fazit: Die ersten Hinweise auf Kreidezähne gab es schon Mitte der 80iger Jahre. Auch zeigten erste Studien zu dieser Erkrankung, dass Kreidezähne nicht vererbt werden, sondern durch Umwelteinflüsse entstehen. in dieser Zeit wurden Atemwegserkrankungen und die Gabe von Antibiotika als Auslöser diskutiert. Jetzt haben aber die neueren Forschungen den Verdacht erhärtet, dass Weichmacher, die in Plastik vorkommen, die Ursache für Kreidezähne sein könnten.
Bild: pixabay website5
Weichmacher kommen zum Beispiel in Kunststoffen, Lacken, Gummiartikeln sowie Klebstoffen vor. Sie sind aber auch in Textilien, Plastikverpackungen und in Nahrungsmitteln vorhanden. Weichmacher wurden gerade in den letzten 20 bis 30 Jahren in allen Industriestaaten vermehrt eingesetzt.

Die Weichmacher können aus diesen Materialien austreten und in die Umwelt gelangen. Ebenso können sie aus verschiedenen Produkten in die Nahrung gelangen und so mit der Nahrung aufgenommen werden.

Heilen kann man die Erkrankung nicht, aber einiges tun für die Verbesserung der Zahngesundheit kann man schon.

Entgegengewirken kann den Kreidezähnen mit einer regelmäßigen zahnärztlichen Kontrolle und einer regelmäßigen Zahnreinigung. Auch kann eine regelmäßige Fluoridierung und Fissurenversiegelung der Erkrankung vorbeugend wirken. Sind schon Schäden an den Zähnen vorhanden, können diese mit Füllungen wiederaufgebaut werden. Zudem sind Kinderkronen als Schutzkappen für den Zahnschmelz möglich.

September 2018
Vorheriger Beitrag: Zahngesundheit - Karies Vorsorge am besten vor der Geburt

Nächster Beitrag: Sehschwäche bei Kindern


Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
Zurück zum Seiteninhalt