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Zahngesundheit - Karies Vorsorge am besten vor der Geburt

Kleine Kinder können auch schon Karies bekommen. Der Schutz gegen Karies sollte schon vor der Geburt beginnen, deswegen sollte die Mutter auch während der Schwangerschaft gesunde Zähne haben.
Man beobachtet oft, dass der Schnuller aus dem Kinderwagen fällt und die Mutter ihn aufhebt, in den Mund steckt um ihn zu säubern und gibt ihn anschließend dem Kind wieder. Manche glauben in solch einer Situation jedoch an Gefahr, denn es werden hier Bakterien übertragen. Diese Bedenken sind nicht völlig von der Hand zu weisen, sind aber auch nicht ganz richtig.
Natürlich können Mütter, genauso wie Väter durch ihren Speichel Bakterien übertragen. Nur allein hiervon bekommt das Kind keine Karies, dazu gehört eine Kombination aus schädlichen Bakterien, Zucker und Zeit. Natürlich gilt, und da sind sich die Forscher einig, je eher die Kinder mit dem Erreger der Karies (das Bakterium Streptococcus mutans) in Berührung kommen und die Mundhöhle eines Babys besiedeln, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit schon wenige Jahre später an Karies zu erkranken.
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Bild: pixabay website5
Kinder, die in ihren ersten beiden Lebensjahren von einer Besiedlung mit dem auslösenden Bakterium verschont bleiben, entwickeln weniger Karies und das selbst bei einer zuckerlastiger Ernährung, sagt Ulrich Schlagenhauf, Parodontologe am Uni-Klinikum Würzburg. Weiter führt er aus: Starten Kinder vor allem ohne Streptococcus mutans ins Leben, kann sich in ihrem Mund eine starke, gesunde Mikroflora etablieren. Diese könne später ein Überwachsen der karies-auslösenden Keime hemmen, so der Experte.
Eltern sollten aber trotzdem die Zähne ihrer Kinder vor Zucker schützen. Verzichtet werden sollte auf Fruchtsäfte oder süße Tees aus der Nuckelflasche, lautet ein Appel der Zahnärzte.
Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde, Christian Splieth, sagte, dass eine intensive zahnmedizinische Betreuung der Mutter entscheidende Vorteile für die Mundgesundheit des Kindes bringt.
Gerade werdende Mütter sollten stärker für ihre Zahngesundheit aufgeklärt werden. Dies fordern Forscher aufgrund von internationalen Studien. Denn es gilt, hat die Mutter weniger kariesauslösende Bakterien im Mund, bedeutet das auch, weniger Bakterienübertragung auf das Kind. Somit hat das Kind eine geringere Bakterienansiedlung im Mund und somit eine geringere Karieshäufigkeit.
Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover veröffentlichten schon 2007 ein Konzept für Zahnärztliche Gesundheitsfrühforderung in der Schwangerschaft. Der Autor Hüsamettin Günay schrieb, das schwangere Frauen nicht nur zum Gynäkologen gehen sollten, sondern auch zum Zahnarzt. Dadurch würden eventuelle Entzündungen behandelt und dadurch krankheitsauslösende Keime reduziert werden. Zusätzlich empfiehlt er eine professionelle Zahnreinigung. Krankenkasse übernehmen zwischenzeitlich anteilig die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung.
Der erste Besuch eines Kindes beim Zahnarzt ist zurzeit bei einem Alter von ca. zweieinhalb Jahren vorgesehen. Häufig ist dieser Zeitpunkt zu spät, denn Karies kann bereits nach dem ersten Zahndurchbruch mit sechs bis acht Monaten auftreten. Die Zahnärzte fordern deswegen schon lange drei zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen für Kleinkinder zwischen dem 6. Und 30. Lebensmonat einzuführen.
Ziel des vorliegenden Konzeptes ist es, ein optimales Gesundheitsverhalten und die bestmöglichen Voraussetzungen für eine dauerhafte Zahn- und Mundgesundheit des Kindes zu etablieren, um Karies, Zahnfleischentzündungen, Zahnverlust und daraus resultierende Folgeerkrankungen zu vermeiden. Denn gerade die ersten Lebensjahre sind für die weitere Mundgesundheit außerordentlich prägend und bedürfen einer besonderen Aufmerksamkeit.
Immer öfter weisen Kinder, wenn sie die Gruppen- und Individualprophylaxe erreichen, bereits kariöse Zähne auf und annähernd die Hälfte aller kariösen Defekte, die bei der Einschulung festgestellt werden, sind bereits in den ersten drei Lebensjahren entstanden.
Die Zahnärzteschaft hat auf der Grundlage der Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Weltzahnärzteverbandes (FDI) für Deutschland unter anderem das Ziel formuliert, dass im Jahr 2020 80 Prozent der 6- bis 7-Jährigen kariesfrei sein sollen. Wir wollen dieses Ziel erreichen, indem wir die Entstehung von Karies bereits zum frühestmöglichen Zeitpunkt bekämpfen. Das bedeutet, dass schon die werdenden Eltern unter Einbeziehung von Gynäkologen und Hebammen im Rahmen der Schwangerschaftsberatung über Mundgesundheitsfragen aufgeklärt werden müssen. Gerade bei Kleinkindern kommt der elterlichen Betreuung eine ganz besondere Bedeutung zu.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
Professionelle Zahnreinigung
Bild: pixabay website5
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