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Kann eine Pilzinfektion zur Lebensgefahr werden?
Irgendwann im Leben hat jeder Mensch eine Pilzinfektion. Meist sind die Folgen Jucken, Brennen und Entzündungen.

Eine Pilzinfektion heilt nur sehr selten von allein wieder aus. Deshalb sollte man, wenn man den Verdacht hat eine Pilzinfektion zu haben, sofort mit Gegenmaßnahmen antworten. Denn je länger man den Erregern Zeit lässt, desto hartnäckiger und tiefer nisten sie sich ein.

Zudem sollte man beachten, dass Pilzinfektionen ansteckend sind. Anstecken kann man sich zum Beispiel im Hotelzimmer, im Schwimmbad oder beim Sport. Ist man erst einmal selbst infiziert, wird man selbst schnell zur Infektionsquelle.

Pilze lauern überall auf Lücken in der Abwehr des Körpers. Von einer Infektion mit Pilzen können zum Beispiel die Füße, der Darm oder die Haut betroffenen sein.

Pilze befinden sich auf und in jedem Menschen. Sie sind auf der Haut, auf den Schleimhäuten in den Nasennebenhöhlen, im Mund und Rachen oder im Darm.
Die wohl bekanntesten Pilze, die fast jeder kennt, ist der Fußpilz oder der Scheidenpilz. Pilze können aber an weiteren Erkrankungen beteiligt sein.
Tödlicher Hefepilz
Bild: pixabay website5
Inhalt

Pilze – Beschreibung
Pilzinfektion können lebensbedrohlich sein
Tödlicher Hefepilz – warum Candida auris so gefährlich ist
Resistenz des Hefepilzes
Pilze – Beschreibung

Angenommen wird, dass es ca. eine halbe Millionen Arten von Pilzen gibt. Pilze sind weder Pflanzen noch Tiere. Gemeinsam mit den Pflanzen haben die Pilze ihr Wachstum und mit den Tieren haben sie die Energiegewinnung gemeinsam, denn alle Pilze leben von organischem Material, dass andere Lebewesen aufgebaut haben.

Verschiedene Pilze sind uns sehr nützlich. So helfen sie zum Beispiel bei der Käseherstellung, beim Backen und lassen das Bier und den Wein gären. Auch zur Herstellung von Medikamenten werden sie genutzt.

Pilze werden grob in drei Hauptgruppen eingeteilt.

So gibt es z. B. die

  • Fadenpilze (Dermatophyten)
  • Hefepilze (Sprossenpilze)
  • Schimmelpilze

Pilze (lateinisch fungus) sind eukaryotische Lebewesen, deren Zellen Mitochondrien und ein Zellskelett enthalten. In der biologischen Klassifikation bilden sie neben Tieren und Pflanzen ein eigenständiges Reich, zu dem sowohl Einzeller wie die Backhefe, als auch Vielzeller wie die Schimmelpilze und die Ständerpilze gehören.
Pilzinfektion können lebensbedrohlich sein

Pilzinfektionen verursachen unmerkliche Rötungen bis hin zu schmerzhaften Rissen.

Besonders gefährlich wird es, wenn Pilze in die Blutbahn oder direkt in die Lunge gelangen.

Pilzinfektion werden häufig nicht erkannt. So wurden nur bei jedem sechsten Patienten, der an einer Pilzinfektion starb, zu Lebenszeiten eine Infektion mit Pilzen festgestellt.

Weltweit sterben mehr als 1,5 Millionen Menschen an einer Pilzinfektion. Das entspricht ca. genauso viele Menschen, die an Malaria oder Tuberkulose verstarben. Pro Jahr erkranken rund 250 Millionen Menschen an Malaria. Davon sterben zwischen 800.000 bis 1,2 Millionen Menschen, darunter sind viele Kinder. An Tuberkulose erkranken jährlich ca. zehn Millionen Menschen und 1,5 Millionen verstarben.

Einer der häufigsten Auslöser einer lebensgefährlichen Infektion ist der Hefepilz Candida albicans.

Für die meisten Menschen ist der Hefepilz Candida albicans ein unschädlicher Mitbewohner der Schleimhäute und des Darms. Er gehört somit zum normalen Mikrobiom des Darms.

Kann dieser Pilz jedoch ungehindert im Körper wuchern, kann er zur tödlichen Gefahr für seinen Träger werden.

Das kann dann passieren, wenn zum Beispiel das Immunsystem geschwächt ist oder durch eine Behandlung mit Antibiotika, da durch diese Behandlung sich die normale bakterielle Haut- und Darmflora so verändert, dass sich der Pilz vermehren und wachsen kann. Als Folge treten meist Entzündungen an der Haut oder den Schleimhäuten auf. Häufig betroffen ist dann der Genitalbereich oder der Mund.

Im schlimmsten Fall, wenn z. B. das Immunsystem geschwächt ist, wie nach einer Darmoperation, Chemotherapie oder bei einer Organtransplantation, können die Pilze so tief in den Körper eindringen, dass sie über das Blutgefäßsystem auch innere Organe befallen können. So kann es im schlimmsten Fall zu einer tödlich verlaufenden Sepsis kommen.
Tödlicher Hefepilz – warum Candida auris so gefährlich ist

Gesundheitsexperten erklären, dass der Hefepilz Candida auris inzwischen eine globale Gesundheitsbedrohung darstellt.

Erstmals wurde dieser Pilz 2009 in Japan nachgewiesen. Der Pilz wurde damals bei einer 70-jährigen Patientin als Erreger einer Pilzerkrankung (Otomykose) des äußeren Gehörgangs nachgewiesen.

Candida auris wird im Gegensatz zu allen anderen Candida-Arten regelmäßig im Krankenhaus von Patient zu Patient übertragen und verursacht nosokomiale Ausbrüche. In Deutschland trat diese Art bisher nur in Einzelfällen auf.

Für Krankenhäuser ist dies ein Alptraum. Der Pilz kann so nicht nur von Patient zu Patient übertragen werden, sondern auch durch kontaminierte Räume und Geräte. Immerhin erfolgt die Übertragung nach derzeitigem Kenntnisstand nicht über die Luft wie bei vielen Erkältungsviren, sondern nur als Schmierinfektion.

Der Grund für eine ernsthafte Erkrankung ist auch hier meist ein geschwächtes Immunsystem. Verursacht zum Beispiel durch eine chronische Krankheit oder Krebs.

So ist auch Candida auris für ein gesundes Immunsystem zumeist keine ernsthafte Bedrohung.
Resistenz des Hefepilzes

Bekannt ist zudem, dass der Candida auris gegen viele Anti-Pilz-Mittel resistent ist. Der Pilz kann zu Blutvergiftungen, Harnwegsinfektionen und zu Wundinfektionen führen. Typische Symptome, speziell für diesen Pilz, sind zudem noch nicht erfasst. Für die Diagnostik ist es deswegen besonders wichtig, dass man den Pilz erkennt. Der Erreger ist nur im Labor nachweisbar.

Von 2013 bis 2017 wurden in Europa laut dem Europäischen Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) insgesamt 620 Fälle gemeldet, wobei ein deutlicher Anstieg in den Jahren 2016 und 2017 festgestellt wurde. Die meisten Meldungen gab es in Spanien (388 Fälle) und Großbritannien (221 Fälle). Bei rund drei Vierteln aller gemeldeten Fälle handelte es sich um eine harmlose Besiedlung des Körpers mit dem Pilz, doch bei den restlichen Patienten kam es zu Blutvergiftungen oder anderen Infektionen.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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