Katzenbart (Orthosiphon aristatus) – Naturheilkunde - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Katzenbart (Orthosiphon aristatus) – Naturheilkunde
Der Katzenbart (Orthosiphon aristatus) wächst in tropischen Gebieten Asiens und in den Buchenwäldern von Ostindien, Indochina und Indonesien.

Erst gegen Ende des 19. Jahrhundert fand die Heilpflanze auch in Europa Beachtung.

Extrakte der Heilpflanze werden zum Beispiel bei Erkrankungen der Harnwege und bei Nierengrieß eingesetzt. Aber auch bei Bluthochdruck, Fettleibigkeit, bei Gicht, Diabetes und akuten und chronischen Harnwegsleiden werden die Extrakte eingesetzt.
Inhalt

Weitere Namen der Pflanzenextrakte
Katzenbart (Orthosiphon aristatus) – Pflanzenbeschreibung
Katzenbart (Orthosiphon aristatus) – Geschichte
Katzenbart (Orthosiphon aristatus) - Verwendete Pflanzenteile
Katzenbart (Orthosiphon aristatus) – Inhaltsstoffe
Katzenbart (Orthosiphon aristatus) – Heilwirkung
Katzenbart (Orthosiphon aristatus) – Anwendungsbereiche
Katzenbart – Anwendung
Katzenbart Teerezept
Katzenbart – Nebenwirkungen/Kontraindikation
Weitere Namen der Pflanzenextrakte: Java Tee, Koemis Koetjing, Kumis, Kutjin oder indischer Nierentee.

Katzenbart (Orthosiphon aristatus) – Pflanzenbeschreibung

Orthosiphon aristatus oder Katzenbart genannt ist eine mehrjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae). Beheimatet ist die Pflanze im tropischen Asien. Der Katzenbart wird in verschiedenen Regionen kultiviert, so zum Beispiel in Java und Sumatra.

Die Pflanze wird bis zu 60 cm hoch und ist durch seine weißen bis blassvioletten Lippenblüten, die zu mehreren in Scheinquirlen angeordnet sind, gut zu erkennen. Dadurch, dass mehrere Scheinquirlen zusammen sind, formen sie die für die Pflanze typischen endständigen und ährenartigen Blütenstände, weswegen die Pflanze den lateinischen Artennamen "aristatus"- mit Ähren versehen, erhielt.

Die krautige Pflanze besitzt einen vierkantigen Stängel und längliche Blätter mit grob gesägtem Rand. Auf der hell-graugrünen Blattunterseite erkennt man die kräftig hervortretende Nervatur und drüsige Punktierung. Charakteristisch sind die auffallend langen Staubblätter. Diese erinnern an einen Katzenbart.
Katzenbart (Orthosiphon aristatus) – Geschichte

In Asien werden Extrakte des Katzenbarts schon seit langer Zeit in der Medizin eingesetzt. In Europa wurde die Pflanze erst gegen Ende des 19. Jahrhundert medizinisch genutzt.
Katzenbart (Orthosiphon aristatus) - Verwendete Pflanzenteile

Von der Pflanze verwendet werden in der Medizin die kurz vor der Blüte gesammelten und getrockneten Blätter und Stängelspitzen. Die getrockneten Blätter der Pflanze enthalten zum Beispiel ätherische Öle. Nachgesagt werden den Inhaltsstoffen der Blätter eine ausschwemmende, entzündungshemmende, schwach krampflösende und keimabtötende Wirkung.

Die Anforderungen der Blätter und deren Qualität sind im Europäischen Arzneibuch festgelegt.
Katzenbart (Orthosiphon aristatus) - Inhaltsstoffe

Die Blätter der Pflanze enthalten:

Katzenbart (Orthosiphon aristatus) – Heilwirkung

  • durchspülend und
  • entwässernd
  • krampflösend sowie
  • antientzündlich
Katzenbart (Orthosiphon aristatus) – Anwendungsbereiche

Hauptsächlich werden die Extrakte der Pflanze zum Beispiel bei Schwellungen der Niere, bei Nierengrieß und Nierensteinen eingesetzt.

In der Regel wird Katzenbart als Tee verwendet, wobei es egal ist, ob es sich um einen Instant Tee oder um einen selber hergestellten Tee aus der losen Arzneidroge handelt. Des Weiteren bietet der Handel einen Trockenextrakt in Tablettenform oder Kapseln an.

Sinnvoll ist eine Anwendung mit anderen Heilpflanzen, die sich jedoch ebenfalls auf die Behandlung von Harnwegsentzündungen und Nierengrieß einen Namen gemacht haben.

So ist es möglich bei Behandlung einer Harnwegsentzündung eine Kombination zu wählen.

Genannt sei hier als Beispiel:


Zudem werden die Extrakte des Katzenbarts angewendet bei zum Beispiel:


Traditionell gilt die Pflanze auch als effektives Mittel gegen Menstruationsbeschwerden, Krämpfe sowie gegen Gallenkoliken.
Heilpflanze - Katzenbart
Bild: pixabay website5
Katzenbart – Anwendung

Zur Anwendung kommen die Blätter der Heilpflanze. Verwendet werden die Extrakte der Pflanze überwiegend als Tee. Zudem nutzt man den Trockenextrakt der Heilpflanze zur Herstellung von Fertigpräparaten wie Tabletten oder Kapseln.

Den Inhaltsstoffen vom Katzenbart werden antimikrobielle Eigenschaft zugeschrieben, was einer Wirkung gegen Mikroorganismen wie zum Beispiel Bakterien gleichkommt.

Bei bakteriell entzündlichen Beschwerden der ableitenden Harnwege wird der Katzenbart als Durchspültherapie eingesetzt.
Katzenbart Teerezept: Für einen Tee nimmt man 2 bis 3 Teelöffel fein geschnittene und getrocknete Blätter der Pflanze. Übergossen werden die Blätter mit 150 ml kochendem Wasser. Der Sud muss 15 Minuten ziehen und wird dann abgeseiht.
Man sollte am Tag mehrmals eine Tasse von diesem Tee trinken. Zu beachten ist jedoch die Tagesdosis von 6 bis 12 Gramm.

Auch ein Kaltansatz des Tees ist möglich.

Der Tee hat eine ausschwemmende, entzündungshemmende, schwach krampflösende und keimabtötende Wirkung, wobei diese bisher nicht einzelnen Pflanzeninhaltsstoffen zugeordnet werden konnten.
Katzenbart – Nebenwirkungen/Kontraindikation

Bei einer Schwangerschaft und der Stillzeit sollte auf Extrakte des Katzenbart verzichtet werden.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten Orthosiphon nicht oder nur in Rücksprache mit einem Arzt zu sich nehmen!

Hält man sich an die empfohlene Dosierung, sind bisher keine Nebenwirkungen bekannt. Achten muss man jedoch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Eine Durchspülungstherapie bei Ödemen infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit darf der Katzenbart nicht verwendet werden.

Bei einer Durchspülungstherapie muss man auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Angebracht sind bis zu zwei Liter Flüssigkeit am Tag, optimal sind bis zu 3 Liter.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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