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Körpergeräusche und ihre Bedeutung

Naturheilkunde
Wenn sich der Körper ungewollt „zu Wort“ meldet, kann das für den Betroffenen sehr peinlich sein. Besonders wenn uns ein Pups oder Rülpser unkontrolliert und für andere hörbar entweicht. Auch ein Schluckauf, Magenknurren oder Niesattacken können für den Betroffenen sehr unangenehm sein, wenn sie beispielsweise im Beisein von anderen Personen auftreten und sich nicht stoppen lassen. Viele dieser Körpergeräusche lassen sich kontrollieren oder vermeiden – die meisten sind zudem harmlos, hinter einigen kann jedoch eine Erkrankung der Grund dafür sein.
Naturheilung- Schluckauf
Bild: fotolia.de
Aufstoßen (Rülpsen)

Das Aufstoßen oder auch Rülpsen genannt, ist an sich ein normaler Vorgang und passiert hin und wieder mal, wenn zu viel Luft in den Magen gelangt ist. Zum Beispiel bei zu hastig eingenommenen Mahlzeiten oder bei kohlesäurehaltigen Getränken oder wenn man gleichzeitig kaut und redet. Die überschüssige Luft, die so in den Magen gelangt, entweicht dann wieder durch die Speiseröhre, indem sich der Schließmuskel des Magens öffnet. Liegen die zuvor genannten Gründe vor, kommt es zu dem Rülpser.
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Sorgen sollte man sich machen, wenn das Aufstoßen häufig, über das normale Maß hinaus vorkommt und sogar Magensäure in die Speiseröhre gelangt. Hierbei kann der Grund dafür sein, dass der Schließmechanismus des Magens nicht richtig funktioniert (Refluxkrankheit). Meist verspürt der Betroffene dabei auch einen Magendruck. Es ist ratsam, dies von einem Arzt abklären zu lassen.
Schluckauf (Singultus)

Ein Schluckauf, der medizinische Ausdruck hierfür ist Singultus, tritt plötzlich auf und macht sich mit einem „Hicks-Laut“ bemerkbar. Für den Betroffenen ist dieses „Hicksen“ meist peinlich und weder zu kontrollieren noch zu stoppen. Ein lästiger, aber meist ungefährlicher Vorgang.

Der Schluckauf entsteht, wenn sich das Zwerchfell verkrampft. Das Zwerchfell ist eine aus Muskeln bestehende Trennwand zwischen Brust- und Bauchhöhle und kontrolliert die Lufteinströmung. Bei einem angespannten Zwerchfell entsteht ein Unterdruck, der beim Atmen Luft in die Lunge einströmen lässt. Eine Verkrampfung oder Reizung des Zwerchfells kann durch verschiedene Ursachen entstehen, wie zum Beispiel durch Kälte, falsches Atmen, hastiges Trinken oder auch durch psychische Erregung. Meist verschwindet ein Schluckauf nach einigen Minuten wieder.

Um den Schluckauf schnell wieder loszuwerden, gilt es die Verkrampfung zu lösen. Dies kann schon durch eine Ablenkung geschehen, der Volksmund rät dazu, den Betroffenen zu erschrecken oder die Nase zuhalten und bis zehn zählen. Sinnvoll ist es aber auch, ganz bewusst entspannt ein- und auszuatmen bis tief in den Bauch hinein, so kann sich das Zwerchfell wieder entkrampfen.

Normalerweise hält ein Schluckauf nur wenige Minuten an. Sollte der Schluckauf aber über einen längeren Zeitraum auftreten und gehäuft mit nur kurzen Unterbrechungen, könnte eine ernsthafte Erkrankung dahinter stecken. In diesem Fall muss die mögliche Ursache von einem Arzt abgeklärt werden.
Magenknurren

Der Magen meldet sich, wenn er leer ist, durch Knurren. Dieses Geräusch ist für andere Personen hörbar und von dem Betroffenen nicht zu kontrollieren, aber vermeidbar. Das laut vernehmliche Magenknurren entsteht dadurch, dass sich die Magenwände zusammenziehen und ein Luft-Magensaftgemisch im Magen umher strudelt. Hat der Magen was zu tun, das heißt, ist er mit Nahrung gefüllt, kommt es in der Regel nicht zum Magenknurren. Meist verschwindet das Knurren schon, wenn wir eine Kleinigkeit essen. Eine Erkrankung liegt hierbei nicht vor.
Blähungen:

Leidet man unter Blähungen, ist Pupsen oder auch Furzen genannt, eine große Erleichterung. Allerdings gilt ein nicht überhörbarer Pups, womöglich noch ein stinkender, in Gesellschaft als schlechtes Benehmen und ist für den „Pupser“ meist sehr peinlich. Die meisten Erwachsenen merken aber, wenn sie pupsen müssen und können dies unterdrücken. Allerdings führen Blähungen, die wir nicht entweichen lassen wollen, möglicherweise zu Bauchkrämpfen. Daher sollte man die lästigen Darmgase hinaus lassen – das muss ja nicht in Gesellschaft stattfinden.
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Ursachen für das Pupsen kann zu viel Luft sein, die wir beim Essen einatmen, z. B. wenn wir auch während des Kauens sprechen oder wenn die Mahlzeit hastig hinunter geschlungen wird. Auch blähende Speise, wie Hülsenfrüchte oder fettes Essen führen zu Blähungen. Mahlzeiten, die spät abends eingenommen werden, bleiben über Nacht unverdaut und entwickeln Unmengen von Gasen. Nach jeder Mahlzeit sollte man sich bewegen (Verdauungsspaziergang), das reduziert die Gase im Darm. Überhaupt ist regelmäßige Bewegung wichtig. Langes Sitzen kann zu Blähungen führen. Wer schon mal eine längere Flugreise, bei der man über Stunden sitzen muss, hinter sich hat, weiß wie befreiend das Pupsen danach ist.

Kommt es zu häufigen, nicht kontrollierbaren Pupsen, kann eine gestörte Darmflora oder eine andere Erkrankung dahinter stecken. Scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Arzt darüber zu sprechen.
Gelenke-Knacken

Die häufigsten Gelenkknackgeräusche gehen von den Kniegelenken und von den Fingergelenken aus. Das Knacken kann aber durchaus auch am gesamten Skelett auftreten. Bei den Knien verursacht eine starke Beugung das Knackgeräusch, an den Fingern kann eine starke Überdehnung das Knacken auslösen.
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Warum es knackt, ist nicht grundsätzlich von Medizinern geklärt. Es ist auch nicht unbedingt eine Alterssache, auch bei jungen Menschen knacken die Gelenke. Solange dies nicht schmerzhaft ist, braucht man sich darüber wohl auch keine Sorgen zu machen. Es wird vermutet, dass der Knacklaut dadurch entsteht, dass sich die Gelenkknorpel während der Bewegung verschieben.

Bedenklich ist es allerdings, wenn bei Bewegung nicht nur die Knacklaute, sondern auch Schmerzen hinzukommen. Hier könnte eine Erkrankung dahinter stecken, wie z. B. eine früherer Unfall oder eine fortschreitende Arthrose. In dem Fall sollte man einem Arzt die Beschwerden mitteilen.
Niesen

Es kribbelt in der Nase und unmittelbar danach schießt mit einem lauten „Hatschi“ Luft aus der Nase. Möglicherweise hat ein Fremdkörper, der beim Einatmen durch die Nase in die Nase gelangt ist, den Niesreflex ausgelöst. Die Nerven auf der Schleimhaut in der Nase, spüren den Fremdkörper auf und befördern ihn mit einem „Nieser“ wieder hinaus. Meist niesen wir ein- bis zweimal hintereinander.
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Einen Nieser, auch wenn er mit einem lauten Hatschi einhergeht, sollte man nicht unterdrücken, indem man sich etwa die Nase zuhält. Immerhin entsteht bei einem Nieser eine Windgeschwindigkeit, die einer Orkanstärke gleichen kann. Kann der enorme Druck nicht entweichen, könnte er sich aufs Mittelohr ausdehnen und dort Schäden anrichten. Die Annahme, dass der Druck ins Gehirn entweichen kann und dort zu Schäden führen kann, wird von Medizinern nicht bestätigt, da anatomisch keine Verbindung besteht, über die der Druck von der Nase zum Gehirn führt.

An sich ist das Niesen ein harmloser Vorgang und gesundheitlich nicht gefährlich. Allerdings können häufiges Niesen oder sogenannte Niesattacken (10-mal und mehr hintereinander) ungeheuer erschöpfend sein. Außerdem steigt der Blutdruck beim Niesen kurzfristig an, was für Menschen mit Vorerkrankungen, wie z. B. Herz-Kreislauf-Beschwerden, gesundheitsgefährdend sein kann.
Husten

Beim Husten (lat. Tussis) wird explosionsartig Luft durch die Stimmritzen ausgestoßen, was den typischen Hustenlaut ausmacht. Der Husten selbst stellt keine Krankheit dar, ist jedoch ein Symptom einer Erkrankung, meist einer Erkältung. Durch das Husten wird versucht, die Substanzen, die sich in den Atemwegen festgesetzt haben und diese verengen oder verschleimen, zu reinigen. Ist die Erkältung vorüber, ist es auch mit dem Husten vorbei. Besorgnis erregend ist es, wenn der Husten auf schwerwiegendere Atmungserkrankungen, wie Bronchitis, Lungenentzündung oder andere Krankheiten zurückzuführen ist und über einen längeren Zeitraum anhält.
Fazit: Die meisten Körpergeräusche gehören einfach zum Körper dazu und sind kein Anlass zur Besorgnis. Manche sind peinlich oder lästig, manche sind kontrollierbar oder vermeidbar, andere nicht. Körpergeräusche, die in Maßen auftreten sind also völlig normal.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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