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Krankheiten erkennen durch Veränderungen im Urin

Unser Urin ist nicht immer gelb. Eine farbliche Veränderung im Urin kann ein Hinweis auf eine Krankheit oder auf eine Infektion sein. Meist ist eine farbliche Veränderung harmlos.

Im Normalfall ist der Urin hellgelb und geruchslos. Verändert sich die Farbe und/oder riecht der Urin muss das nicht immer auf eine Krankheit hindeuten.

An manchen Tagen erschreckt man sich förmlich, nach einem Blick auf den eigenen Urin. Er ist plötzlich verfärbt und riecht stark.

Jeder weiß aber auch, dass sich der Urin nach einem ausgiebigen Spargelessen verändert. Das ist normal und deutet auf keine Krankheit hin.
Farbliche Veränderung des Urins
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Inhalt

Was ist Urin?
Farbliche Veränderung des Urins (Harn)
Unterschiedlicher Geruch von Urin
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Was ist Urin?
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Was ist Urin?

Der Urin (lateinisch urina), auch Harn genannt, ist ein flüssiges Ausscheidungsprodukt unseres Körpers. Harn wird in den Nieren gebildet und wird über die ableitenden Harnwege abgeleitet.

Zu den ableitenden Harnwegen gehören: das paarige Nierenbecken (Pelvis renalis), der paarige Harnleiter (Ureter) und die Harnblase (Vesica urinaria).

Der obere Harntrack beinhaltet das Nierenbecken. Von den Nierenbecken kommt der Urin in die Harnleiter.

Zu dem unteren Harntrakt gehört die Harnblase sowie die Harnröhre bis hin zur Eichel.
Kurzfassung: Der Urin wird in flüssiger Form aus dem Körper ausgeschieden. Der Urin (Harn) entsteht in den Nieren und gelangt über die ableitenden Harnwege nach außen. Der Harn, der ausgeschieden wird, enthält verschiedene Substanzen und Giftstoffe, die bei einem längeren Aufenthalt im Körper den Organismus schädigen würden.
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Zudem regelt dieser Vorgang den eigenen Wasser- und Elektrolyt-Haushalt. So ist auch, je nach Bedarf, eine vermehrte oder verminderte Urinausscheidung möglich. Der erwachsene Mensch scheidet täglich ca. zwei Liter Urin aus. Enthalten sind im Urin durchschnittlich 30 Gramm Harnstoff. Harnstoff ist das Endprodukt des Abbaus von Stickstoffverbindungen, wie zum Beispiel Aminosäuren. Die Harnstoffwerte im Urin zeigen an, wie gut die Nieren funktionieren.
Farbliche Veränderung des Urins (Harn)

Bei einem gesunden Menschen besteht der Urin zu 95 Prozent aus Wasser. Die restlichen 5 Prozent sind Abbauprodukte des Körpers, etwa Harnstoff, Säuren und Salze.

Die Farbe des Urins ist hier hell- bis dunkelgelb. Je weniger der Mensch trinkt, desto tiefgelber ist der Urin.

Ist der Urin jedoch über einen längeren Zeitraum dunkelgelb, kann das auf eine Leber- oder Gallenerkrankung hindeuten.

Eine orange Farbe kann der Urin annehmen, wenn man bestimmte Medikamente einnimmt.

Ist der Urin trübe, kann das auf einen Harnwegsinfekt hindeuten.

Verfärbt sich der Urin grünlich, was eher selten ist, kann eine bakterielle Infektion vorliegen.

Zu beachten ist, dass einige Antidepressiva diese Verfärbung ebenfalls verursachen.

Ist der Urin schaumig, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass mit den Nieren etwas nicht stimmt.

Zu beachten ist auch, dass Lebensmittel die Farbe des Urins verändern können. So färben Blaubeeren den Urin pink oder Rote Beete und Himbeeren färben den Urin rötlich.

Findet man jedoch keine Erklärung für einen rötlichen Urin und hält die Verfärbung über einen längeren Zeitraum an, muss man einen Arzt aufsuchen. Es könnte sich dann um Blut im Urin handeln, was ein Anzeichen für eine Erkrankung sein kann.

Blut im Urin kann zum Beispiel auf einen Harnwegsinfekt, auf eine Nierenentzündung oder Nierenverletzung sowie auf eine Blasenentzündung oder Blasenverletzung hindeuten. Zudem kann es ein Indiz für einen Tumor oder für Nierensteine sein.
Unterschiedlicher Geruch von Urin

Auch der Geruch des Urins kann, neben der Farbe des Urins, einiges über den Gesundheitszustand des Menschen sagen.

Frischer Urin eines gesunden Menschen ist normalerweise geruchslos. Geruch entsteht erst, wenn Bakterien den Urin zersetzen.

Gerüche können jedoch auch bei gesunden Menschen im Urin vorkommen. Diese Gerüche sind meist ernährungsbedingt, so zum Beispiel nach dem Verzehr von Spargel, Zwiebeln oder Medikamenten.

Bei einer Harnwegsinfektion riecht der Urin zum Beispiel stark nach Ammoniak.

Ist es eher ein süßlicher Geruch des Urins, so kann das auf einen Diabetes hindeuten.

Ist der Geruch eher fischig, häufig bei Frauen vorkommend, kann eine Infektion des Genitalbereichs vorliegen. Meist ist die Ursache eine Harnwegsinfektion oder Blasenentzündung. Es kann sich aber auch um eine Geschlechtskrankheit handeln. Ein Tumor im Harnwegsbereich hat meist ein Geruch von faulen Eiern. Kommt noch Fieber, Schmerzen und Unwohlsein hinzu, sollte man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.
Diagnose

Um eine gesicherte Diagnose zu bekommen wird ein Urintest gemacht.

Beim Arzt wird eine Urinprobe abgegeben, die vom Arzt oder seinen Mitarbeitern analysiert wird. So erhält der Arzt Auskunft über spezielle Krankheiten, deren Verlauf und Stadium.

Die Menge der Urin-Ausscheidung sowie die Farbe und der Geruch geben Hinweise auf diverse Krankheiten. Zusätzlich erkennen Ärzte durch eine mikroskopische Urin-Analyse aus welcher chemischen Zusammensetzung die Urinprobe besteht. Der Mediziner entdeckt unter dem Vergrößerungs-Gerät einzelne winzige Bestandteile, die Rückschlüsse auf den Gesundheits-Zustand des Patienten zulassen.
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Fazit: Über den Urin werden Abfallprodukte des Körpers, die er nicht verwerten kann, ausgeschieden.
So hat der Arzt über den Urin eine starke Diagnosemöglichkeit, genau so wie bei der Blutwertbestimmung. Gerade Nierenerkrankungen, Harnwegsinfektionen, Diabetes und erkrankte innere Organe können an den aus dem Urin erhaltenen Werten abgelesen werden.

So kann ein erhöhter Zuckerwert im Urin auf Diabetes mellitus hinweisen.

Bei gesunden Menschen ist der Eiweißgehalt im Urin sehr gering. Liegt der Eiweißwert jedoch über 150 mg können Nierenerkrankungen oder ein Bluthochdruck vorliegen.
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Ernsthafte Ursachen kann zum Beispiel ein erhöhter Anteil von Blut im Urin sein.

Der pH-Wert im Urin ist ein wichtiger Faktor. Normal liegt dieser Wert zwischen 4,8 und 7,6. Abhängig ist der Wert von der Ernährung. Ist der pH-Wert niedrig (viel Fleisch), spricht man von einem erhöhten Säurehaushalt. Ein niedriger pH-Wert deutet zum Beispiel auf Gicht hin. Liegt der Wert über 7,6 (vegetarische Ernährung), reagiert der Körper basisch. Ursache für einen zu hohen basischen pH-Wert könnt eine Harnwegsinfektion oder ein Kaliummangel sein.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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