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Krampfadern, das Blut staut sich in den Venen

Naturheilung
Eine Erweiterung der oberflächlichen Venen, die besonders häufig an den Beinen auftreten, sind Krampfadern (Varikosis, Varizen). Gut zu erkennen sind sie als harmlose, bläuliche Schlängelungen unter der Haut. Besonders leiden Frauen an Krampfadern. In nur wenigen fortgeschrittenen Fällen kommt es bei Krampfadern zu Symptomen wie Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) und Hautgeschwüren (Ulzerationen).
Im frühen Stadium der Erkrankung helfen meist schon Bewegung und Kompression, um ein Fortschreiten der Krankheit zu vermeiden. Unterlässt man jedoch eine Behandlung droht in einem späteren Stadium eine Operation.
Inhalt

Krampfadern – Beschreibung
Beine und Krampfadern
Stammvenen- und Seitenast-Varizen
Perforans-Varizen
Retikuläre-Varizen
Speiseröhre (Ösophagusvarizen)
Krampfadern: Warum staut sich das Blut?
Krampfader – Symptome
Venenentzündung (Phlebitis)
Wer bekommt Krampfadern?
Krampfadern- Untersuchung und Diagnose
Krampfadern – Behandlung
Allgemeine Maßnahmen
Operative Maßnahmen
Krampfadern - Naturheilkunde
Bild: pixabay website5
Krampfadern – Beschreibung

Krampfadern (Varizen, Varikosis, Varikose) erkennt man an den zylindrischen Aussackungen oder Erweiterung der oberflächlichen Venen. Hier bilden die Blutgefäße Knäule und Schlängelungen, die bläulich durch die Haut schimmern. Krampfadern kommen hauptsächlich an den Beinen vor, sie können aber auch z. B. in Bereichen der Speiseröhre auftreten. Symptome können z. B. geschwollene Füße und schmerzende Bein oder Blutungen in der Speiseröhre sein. Frauen leiden bis zu drei Mal häufiger an Krampfadern als Männer. Krampfadern werden meist zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr erstmalig vom Betroffenen bemerkt.

Die meisten Menschen leiden jedoch an den sehr feinen, oberflächlichen Krampfadern, den sogenannten Besenreisern.
Beine und Krampfadern

Krampfadern werden je nach Lage und Form unterschieden.

Stammvenen- und Seitenast-Varizen: Betroffen sind hier die mittelgroßen und großen Venen der Beine. Diese Art kommt am häufigsten vor und tritt meistens an der Innenseite der Ober- und Unterschenkel auf.
Perforans-Varizen: Betroffen sind hier die oberflächlichen Venen, die über Verbindungskreisläufe mit den tieferen Beinvenen verbunden sind. Dehnen sich diese Verbindungswege aus, spricht man von Perforans-Varizen.
Retikuläre-Varizen: So werden die sehr kleinen Krampfadern der Beine bezeichnet. Der Durchmesser dieser kleinen Venen beträgt maximal zwei bis vier Millimeter. Die Retikulären Varizen befinden sich vor allem an der Außenseite der Ober- und Unterschenkel sowie in der Kniekehle.
Speiseröhre (Ösophagusvarizen)

Ösophagusvarizen sind seltener als die Varikosis an den Beinen. Dadurch, dass diese Krampfadern nur durch eine dünne Schleimhautschicht bedeckt sind, können die Ösophagusvarizen leichter bluten und so kann es sehr schnell zu einer lebensbedrohlichen Situation kommen. Verursacht wird die Schädigung der Speiseröhre meist durch eine Schädigung des Leberkreislaufs bei einer Vernarbung der Leber (Leberzirrhose). Bei dieser Erkrankung staut sich das Blut in den großen Kreislauf zurück und die Umgehungskreisläufe an der Speiseröhre, der Bauchdecke oder auch dem Enddarm (Rektum) und werden vermehrt mit Blut gefüllt. So kommt es zu Aussackungen an den Venen und es bilden sich Krampfadern.
Krampfadern: Warum staut sich das Blut?

Unter normalen Umständen fließt das Blut vom Fuß bis zum Herzen über die Venen zurück. In den Venen sitzen Venenklappen, die verhindern, dass das Blut wieder zurückfließt kann. Bei Krampfadern sind diese Klappen kaputt, das macht sich dann bei längerem stehen oder sitzen bemerkbar. Durch die defekten Venenklappen versackt das Blut ins Bein und staut sich in der Vene. Das führt dazu, dass sich die oberflächlichen Beinvenen erweitern.
Krampfader – Symptome

In der Regel machen Krampfadern im Anfangsstadium keine Symptome.
Die Erkrankung wird je nach Ausprägung der Beschwerden in verschiedene Stadien eingeteilt:

Stadium I: Im Anfangsstadium machen Krampfadern meist keine Beschwerden und stellen nur ein ästhetisches Problem dar.
Stadium II: Später kommt es dann zu einem Spannungsgefühl der Beine und dem Gefühl schwere Beine zu haben. Die Beine werden schneller müde und es kommt immer häufiger zu Wadenkrämpfen. Meist bessern sich diese Symptome im Liegen und bei Bewegung, da der Blutfluss der Venen angeregt wird. Es kann auch zu einem ausgeprägten Juckreiz kommen oder aber dass sich die Symptome bei Wärme verstärken, da Wärme dafür sorgt, dass sich die Blutgefäße erweitern, sodass das Blut schlechter abfließen kann. Auch können in diesem Stadium die Krampfadern schmerzen.
Stadium III: Durch länger anhaltende Blutstaus in den Venen werden diese übermäßig strapaziert und die Gefäßwände werden somit durchlässiger. Es kommt dann dazu, dass Flüssigkeit, Eiweiße (Proteine) und Blutabbauprodukte (Hämosiderin) aus den Krampfadern in das umliegende Gewebe gedrückt wird. Zunächst leiden die Betroffenen nur abends an den Wasseransammlungen (Ödeme) in den Füßen und Beinen. Zudem verursacht die chronische Stauung des Blutes rötlich, juckende Hautveränderungen (Stauungsdermatitis, Stauungsekzem). Das macht sich besonders bei älteren Betroffenen bemerkbar. Bei älteren Menschen dünnt die Haut aus (Pergamenthaut) und es können so leichte Verletzungen entstehen.
Stadium IV: Durch einen länger anhaltenden Blutstau kommt es zu Schäden im umliegendem Gewebe, da es nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Auch kleinere Verletzungen können nicht mehr richtig abheilen. Jetzt kommt es zu Geschwüren (Ulzera) auf der Haut sowie zum Absterben von Gewebe, was zu offenen Beinen (Ulcus cruris) führt. Da die Durchblutung stark behindert ist, dauert eine Wundheilung sehr lange.
Venenentzündung (Phlebitis)

Krampfadern (Varikosis, Varizen) führen häufig zu zusätzlichen Entzündungen der oberflächlichen Venen (Phlebitis), da durch den chronischen Blutstau die Gefäßwände vermehrt strapaziert werden. An der strapazierten Gefäßwand kann sich so leichter ein Blutgerinnsel bilden, welches ein Blutgefäß verstopfen kann, es entsteht eine Thrombose. Die Gefahr besteht darin, dass sich das Blutgerinnsel lösen kann und so über den großen Blutkreislauf in den Lungenkreislauf geschwemmt wird. Hier wiederrum kann das Blutgerinnsel ein Lungengefäß verstopfen und es kommt zur Lungenembolie. Die Lungenembolie ist ein Notfall, der sofort medizinisch versorgt werden muss, um eine lebensbedrohliche Komplikation zu verhindern.
Wer bekommt Krampfadern?

Die Krampfadern entstehen ohne bekannte Ursache. In vielen Fällen scheint die Venenschwäche vererbt zu sein, da Krampfadern häufig familiär auftreten. Da überwiegend Frauen von der Krankheit betroffen sind, wird unter anderem angenommen, dass das mit dem Hormonhaushalt und Schwangerschaft zusammenhängen könnte.

Auch wird angenommen, dass gerade Sitz- und Stehberufe mit Bewegungsmangel sowie Übergewicht die Neigung zu Krampfadern verstärken. Ausgeprägte Krampfaderleiden finden sich in der Regel bei Menschen ab 50 Jahren.
Krampfadern- Untersuchung und Diagnose

Bei Verdacht auf Krampfadern ist ein Facharzt für Gefäßchirurgie oder Phlebologie aufzusuchen.

Der Arzt wird nach aktuellen Beschwerden und Vorerkrankungen fragen, um eine Anamnese zu erstellen.

Danach folgt eine körperliche Untersuchung. Er wird auf der Suche nach Krampfadern sich beide Beine und Füße im Seitenvergleich ansehen, um eventuelle Schwellungen, Hautverfärbungen oder Geschwüre zu erkennen. Anschließend kann es zu einer Ultraschall-Untersuchung (Duplex- oder Doppler Sonografie) oder einer Röntgen Untersuchung der Gefäße, einer Angiografie, kommen, um den Blutfluss in den Venen zu bestimmen.

Die Ultraschalluntersuchung (Duplex- oder Doppler Sonografie) ist ein einfaches und kostengünstiges Untersuchungsverfahren, das als Untersuchungsmethode der Wahl bei Krampfadern ist, um eine gesicherte Diagnose zu bekommen.

Sollte diese Untersuchung jedoch nicht ausreichen, kommt es zu einem bildgebenden Verfahren, der Phlebografie. Der Arzt punktiert dazu eine Vene in der Leiste oder am Fuß und führt Kontrastmittel ein. Das Kontrastmittel bewirkt, dass die Venen in der Röntgenaufnahme sichtbar werden. Ein Abbruch des Kontrastmittels in der Vene deutet auf dem Röntgenbild darauf hin, dass ein Gefäßverschluss vorliegt.
Untersuchung - Krampfadern
Bild: pixabay website5
Krampfadern – Behandlung

Jede Behandlung zielt darauf ab, den Blutfluss der Venen zu verbessern und so einen Blutstau zu verhindern. Auch soll das umliegende Gewebe gestützt werden, um Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) zu verhindern. Durch eine bessere Durchblutung wird das Risiko für Geschwüre und offene Beine verringert.
Die Behandlung der Krampfadern ist vielfältig. Sie gehen von umfassenden allgemeinen Maßnahmen aus, so z. B. vom Tragen von Stützstrümpfen sowie Operationen und Gefäßverödung bis zum Entfernen der Krampfadern.
Allgemeine Maßnahmen

  • Ausreichende körperliche Aktivität
  • Längeres Stehen und Sitzen vermeiden
  • Leichtes Hochlagern der Beine, vor allem Nachts
  • Vermeidung von Hitze
  • Wechselduschen im 30-Sekunden-Takt kalt und heiß, die Beine abwechselnd abbrausen
Kompressionsstrümpfe

Kompressionsstrümpfe, auch genannt Stützstrümpfe, sind sehr eng anliegende Strümpfe, die das Wadengewebe komprimieren. Meist sind sie das erste Mittel bei Krampfadern. Durch die Kompressionsstrümpfe wird der Druck auf die Beine gestärkt und die Muskelpumpe der Venen verstärkt, so dass sich die Venenklappen besser schließen und ein eventueller Flüssigkeitsausstritt aus den Venen in das umliegende Gewebe verhindert wird.
Venenklappen - Krampfadern
Bild: clipdealer.de
Medikamente

Es gibt bis heute keine speziellen Medikamente gegen Krampfadern. Einige Präparate stehen zur Linderung der Krampfadern zur Verfügung.

Zudem gibt es einige Salben, die auf pflanzlicher Basis hergestellt werden oder mit dem Gerinnungshemmer Heparin versetzt sind. Umstritten ist hier jedoch, ob die Salben wirklich die Haut durchdringen.
Operative Maßnahmen

Eine einheitliche operative Therapieempfehlung gibt es laut Experten nicht.

Das operative Entfernen der Vene - Stripping genannt - gilt als Standardverfahren. Doch bei einigen Ärzten ist eine neuere Methode beliebt, weil sie weniger zeitaufwendig ist und mit lokaler Betäubung auskommt: die sogenannte Endovenöse Lasertherapie (EVLT). Um herauszufinden, welche Methode Betroffenen besser hilft, haben deutsche Forscher beide Therapien überprüft, wie sie im aktuellen Fachjournal "Archives of Dermatology" berichten. Die gute Nachricht: Beide zeigten Erfolge. Die schlechte: Die moderne Laser-Therapie führte zu einer höheren Rückfallquote.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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