Maiglöckchen (Convallaria majalis) – Naturheilkunde - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Maiglöckchen (Convallaria majalis) – Naturheilkunde
Das Maiglöckchen ist eines der bekanntesten Pflanze in unseren Wäldern und Ziergärten. Seit Jahrhunderten ist das Maiglöckchen schon als Heilpflanze bekannt, so zum Beispiel bei Herzerkrankungen.

Als Symbol ist das Maiglöckchen der Frühlingsbote des Monats Mai. Aber Achtung, alle Teile des Maiglöckchens sind giftig. Im Jahr 2014 wurde das Maiglöckchen sogar zur Giftpflanze des Jahres ernannt. Die Wuchshöhe der Pflanze variiert zwischen 10 und 30 cm. Sie wächst vorwiegend im Halbschatten von Laubwäldern, hauptsächlich Buchenwäldern, in Europa und Nordamerika.

Achtung: Maiglöckchen nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden.
Maiglöckchen eine Heilpflanze
Bild: pixabay website5
Inhalt

Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten
Maiglöckchen (Convallaria majalis) – Pflanzenbeschreibung
Maiglöckchen (Convallaria majalis) – Geschichte
Maiglöckchen Verwendete Pflanzenteile und Heilwirkung
Maiglöckchen – Anwendungsbereiche
Weitere Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde
Maiglöckchen – Nebenwirkungen/Kontraindikation
Maiglöckchen Convallaria majalis) – Anwendung
Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten

Das Maiglöckchen hat viele volkstümliche Namen.

So zum Beispiel:

  • Schillerlilie
  • Schneetropfen
  • Herrenblümli
  • Maiblume
  • Augenkraut
  • Chaldron
  • Marienglöckchen
  • Marienriesli
Maiglöckchen (Convallaria majalis) – Pflanzenbeschreibung

Heimisch ist das Maiglöckchen in Europa und Nordamerika. Vorwiegend wächst das Maiglöckchen in Laubwäldern, wie z. B. in Buchenwäldern in größeren Beständen.
Bild: pixabay website5


Das Maiglöckchen hat dünne Wurzeln (Rhizome), die sich kriechend bis zu 50 cm tief im Boden verankern.

Im Frühjahr wachsen aus dem Wurzelstock lange, ovale Blätter mit Spitze aus, die paarweise zusammenwachsen. Zwischen den Blättern wächst der Blütenstängel. An diesem Stängel bilden sich die einseitig hängenden Trauben, die kleine weiße Blüten tragen. Die Blüten sehen aus wie kleine Glöckchen. Sie duften sehr stark und wohlriechend. Die Blütezeit dauert von April bis Juni, ab dem Hochsommer entstehen aus den Blüten rote Beeren.

Das Maiglöckchen gehört zur Pflanzenfamilie der Maiglöckchengewächse (Convallariaceae); der wissenschaftliche Name lautet „Convallaria majalis“.
Maiglöckchen (Convallaria majalis) – Geschichte

Früher galten die Extrakte des Maiglöckchens als Allheilmittel. Bereits seit Jahrhunderten wurden sie bei Herzerkrankungen verwendet.

In alten Kräuterbüchern wird das Maiglöckchen seit dem 15. Jahrhundert erwähnt.

So rät der deutsche Arzt, Prediger und Botaniker Hieronymus Bock die Meyenblumen bei Fallsucht (Epilepsie), Schwindel, Augenleiden und Herzbeschwerden anzuwenden.

Auch der Mediziner und Botaniker Tabernaemontanus empfahl die Extrakte des Maiglöckchens bei Ohnmacht, Gicht, Geschwüren und anderen Krankheiten.
Maiglöckchen Verwendete Pflanzenteile und Heilwirkung

Verwendet werden von der Heilpflanze das Kraut.

Heilwirkung

Werden die Inhaltsstoffe des Maiglöckchens richtig aufbereitet, können sich ihre Wirkstoffe voll entfalten, da die Pflanze ca. 30 verschiedene Glykoside enthält. Dazu zählen z. B. Convallatoxin und Convallatoxol.

Die Heilwirkung ist z. B.:

  • schlaganfallvorbeugend
  • stark abführend
  • brechreizerzeugend
  • harntreibend
  • herzregulierend
  • krampflösend
Maiglöckchen – Anwendungsbereiche

Die Inhaltsstoffe der Heilpflanze werden auch von der pharmazeutischen Industrie verwendet.

So zum Beispiel bei:

Bilder: pixabay website5
Weitere Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde

Helfen können die Extrakte des Maiglöckchens zum Beispiel bei einer homöopathischen Anwendung ab D1 bei:

Maiglöckchen – Nebenwirkungen/Kontraindikation

Anwendungen mit dem Maiglöckchen dürfen nicht während einer Schwangerschaft oder von stillenden Müttern angewendet werden.

Auf Extrakte des Maiglöckchens muss man auch verzichten, wenn man Medikamente mit Herzglykoside einnimmt. Zudem darf man keine Extrakte einnehmen, wenn Störungen der Herzleistung vorliegen, so z. B. bei Herzinsuffizienz NYHA III und IV.

Zudem darf man die Extrakte nicht anwenden bei einem zu langsamen Herzschlag (Bradykardie) oder ventrikulären Tachykardien oder bei Störungen des Elektrolythaushalts (zu hoher Calciumblutspiegel oder zu niedriger Kaliumblutspiegel).

Vor Beginn einer Selbstbehandlung müssen die Beschwerden immer erst durch einen Arzt abgeklärt werden.

Informieren Sie sich vor Behandlung bei Ihrem Arzt oder Apotheker.
Maiglöckchen Convallaria majalis) - Anwendung

Für die Herstellung der Arzneimittel werden die getrockneten Blätter, Stängel und Blüten verarbeitet, die während der Hauptblütezeit geerntet werden, weil der Wirkstoffgehalt zu dieser Zeit am höchsten ist. Alle Pflanzenteile sind gleichermaßen giftig und enthalten hochgiftige Steroidglykoside wie Convallatoxin und Convallotexol.

So kommt das Maiglöckchen überwiegend als Fertigpräparat zum Einsatz. Die Medikamente sind verschreibungspflichtig und enthalten eine genau abgestimmte Dosis der Inhaltsstoffe.

Das Maiglöckchen wird innerlich angewendet. Die Extrakte sind in verschiedenen Fertigarzneimitteln enthalten.

Die Extrakte gibt es als Tabletten, Dragees oder Tropfen. Eine Einnahme sollte nur unter ärztlicher Überwachung erfolgen, um schwere Nebenwirkungen zu vermeiden.

Achtung: Werden die Präparate des Maiglöckchens in einer verordneten Form verabreicht, müssen bei einer richtigen Dosierung keine Nebenwirkungen befürchtete werden.

Nimmt man jedoch versehentlich oder gewollt selbsthergestellte Extrakte von wildwachsenden Pflanzen ein, kann es zu folgenden Symptomen kommen:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Durchfall
  • raschem Puls
  • Benommenheit
  • Störungen des Farbsehens
  • Blutdrucksteigerung (dann -abfall und Herzrhythmusstörungen)
  • Herzrhythmusstörungen

Kommt es zu diesen Symptomen, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.
Homöopathie

Das Maiglöckchen ist in der Homöopathie von hoher Bedeutung. Sie muss stark verdünnt werden. In vielen homöopathischen Arzneimitteln kommt die Convallaria als D1 vor, das bedeutet, in einem Verhältnis von eins zu zehn.

Frei verkäuflich ist der pflanzliche Wirkstoff allerdings erst als D4, also in einem Verdünnungsverhältnis von eins zu 10.000.
Fazit: Früher galt das Maiglöckchen als Allheilmittel, doch dann wurden seine Giftigkeit festgestellt und seine Anwendung geriet nahezu in Vergessenheit.
Doch das Maiglöckchen ist ein wertvolles Heilmittel, das schwache Herzen stärkt und unregelmäßigen Herzen wieder zu einem Rhythmus verhilft. Es wirkt deutlich milder und ungefährlicher als der viel verwendete Fingerhut.

Die Wirkung der Extrakte des Maiglöckchens ähneln dem des Fingerhuts, der seit langem in der Behandlung von Herzerkrankungen das Mittel der Wahl darstellt, es ist aber weniger giftig als dieser.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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