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Medikamenten-Einnahmefehler mit gravierenden Folgen

Rund 60.000 Medikamente gibt es in Deutschland, oftmals mit fast gleichlautenden Bezeichnungen, die für den Laien zu Verwechslungen führen können mit fatalen Folgen von Neben- bzw. Wechselwirkungen. „Ein beträchtliches Problem“, so das Arzneimittel-Bundesinstitut. Hier müssen Ärzte und Kliniken vorbeugen und Patienten wachsamer sein.
Bild: website5
Ca. zwei Millionen Patienten müssen jährlich aufgrund von Nebenwirkungen von Medikamenten in die Notaufnahme, dabei wären die Hälfte davon vermeidbar gewesen, glauben die Experten. Die meisten Fehler geschehen sogar in den Kliniken selbst. Patienten, die regelmäßig Medikamente nehmen oder bestimmte Medikamente nicht nehmen dürfen, sollten dies in einem Medikamentenausweis dokumentiert haben.

Eine falsche Dosis oder falsche Kombination eines Medikaments kann bereits zu erheblichen Komplikationen führen. Dies passiert auch in Krankenhäusern. Das Frankfurter Universitätsklinikum berichtet beispielsweise von einem Fall, einer Patientin, die nach einer Gelenk-Operation ihr Arthritis-Medikament einmal täglich statt einmal wöchentlich erhielt. Das war zwar nicht tödlich, führte aber zu Komplikationen.

Eine Verwechslung aber zweier z. B. gleich aussehender Ampullen mit einem Medikament könnte lebensbedrohlich enden. So geschehen, da die Klinik-Apotheke auf das Produkt eines anderen Herstellers umgestellt hatte und die zwei unterschiedlichen Medikamente plötzlich kaum noch zu unterscheiden waren.

"Arzneimitteltherapie ist der fehleranfälligste Teil der medizinischen Versorgung", sagt der Ärztliche Direktor der Frankfurter Uniklinik, Jürgen Schölmerich. Fehler werden bei der Verschreibung und vor allem bei der Anwendung zu Hause gemacht.
"Wenn wir 20 Millionen Notaufnahmen im Jahr haben und zwei Millionen davon auf Arzneimittel-Nebenwirkungen entfallen, dann ist das ein beträchtliches Problem", sagt die Vizepräsidentin des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn, Julia Stingl. Zahlen aus anderen Ländern legen nahe, "dass unter Umständen bis zu 40 Prozent davon vermeidbar wären."

Wie kann man Fehler bei der Einnahme bzw. Abgabe von Medikamenten vermeiden bzw. verhindern – hierüber gibt es kaum Daten. Das BfArM hat jetzt ein Forschungsprojekt gestartet: In Bonn, Fürth und Ulm werden ein Jahr lang Notfälle daraufhin untersucht, ob diese in einem Zusammenhang mit Verschreibungsfehler oder Anwendungsfehler von Medikamenten stehen.

Hierbei werden auch Möglichkeiten in Betracht gezogen wie z. B. ein verwirrter Patient, der seine Pillen verwechselt hat oder der überlastete Arzt, der eine falsche Dosis verordnet hat oder zwei ähnlich aussehende Packungen verwechselt hat. Auch besteht die Möglichkeit, dass zwei Ärzte unabhängig voneinander Medikamente verschreiben, die sich nicht miteinander vertragen. Es gibt genügend Fehlerquellen sowohl zuhause als auch im Krankenhaus.


Die meisten Fehler bei der Medikamentengabe, nämlich rund 80 % passieren laut internationalen Studien in den Krankenhäusern, sagt Prof. Schölmerich. Je nach Schätzung kommt es bei zwei bis zehn Prozent aller Medikamentengaben im Krankenhaus zu Fehlern. Das reicht von der Einnahme des Medikaments zur falschen Uhrzeit bis hin zur Verwechslung des Patienten selbst.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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