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Migräne bei Kindern und Jugendlichen: Ursachen und Therapien

Baby/Kinder

Zurzeit leidet jedes zehnte Kind in Deutschland zwischen sieben und vierzehn Jahren an Migräne. Die Zahl der Kopfschmerzpatienten steigt immer weiter an. Es klagen über Kopfschmerzen heute dreimal mehr Kinder als noch vor 30 Jahren.

Betroffen sind meiste Erwachsene, aber Migräne kann bereits im Kindesalter vorkommen. Bei Kindern zeigt sich die Erkrankung ebenfalls in erster Linie durch Kopfschmerzen. Es kommen aber auch Symptome wie Teilnahmslosigkeit, Müdigkeit, Blässe, Übelkeit und Erbrechen vor. Bei Kindern ist der Kopfschmerz meist im gesamten Kopf, im Gegensatz zum Erwachsenen, wo der Schmerz meist nur in einer Kopfhälfte ist. Gerade bei Kindern kommen zudem noch andere Risikofaktoren zum Tragen.

Inhalt

Häufigkeit
Symptome
Erkennen der Migräne bei Kindern
Ursachen der Migräne bei Kindern
Typische Triggerfaktoren bei Kindern
Körperlicher Stress
Schlechte Schlafgewohnheiten
Psychische Belastung
Wettereinfluss
Physikalische Reize
Reizstoffe
Migräne bei Kindern durch Nahrungsmittel
Folgende Lebensmittel werden als mögliche Ursachen für Migräne bei Kindern vermutet

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Häufigkeit

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) sagt, dass Kopfschmerzen in den letzten Jahrzehnten bei Kindern in Deutschland extrem zugenommen haben. Weiter führen sie aus, das 20 % aller Grundschulkinder schon gelegentlich über Kopfschmerzen klagen. Nach der Grundschulzeit erhöht sich diese Zahl bereits auf 50 % aller Kinder, die gelegentlich an Kopfschmerzen leiden.

Experten vermuten, dass dieser Anstieg auf die neuen Lebensgewohnheiten zurückzuführen ist. Kinder und Jugendliche verbringen heute täglich oft viele Stunden vor elektronischen Geräten und haben dadurch einen Bewegungsmangel. Die Experten vermuten in diesem Freizeitverhalten einen wichtigen Auslöser für Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen.

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Ursachen der Migräne bei Kindern
Bild: clip-dealer.de

Symptome

Bei Kindern wird die Migräne häufig übersehen. Zum einen liegt das daran, dass die Jüngsten ihre Beschwerden noch nicht so äußern können und zum anderen sind die Symptome häufig untypisch für einen Migräneanfall. Das resultiert häufig daher, dass das Kind keinen ausgeprägten Kopfschmerz hat oder dieser gänzlich fehlt. Stattdessen leidet das Kind bei Migräne vermehrt unter Begleitbeschwerden wie z. B. Bauchschmerzen, Herzrasen, Hautrötungen, erhöhter Körpertemperatur, Schwindel, Harndrang, Übelkeit und Erbrechen.

Nach der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft dauert eine Migräne bei Kindern zwischen einer und 72 Stunden und beim Erwachsenen vier bis 72 Stunden. Der typische Kopfschmerz der Migräne betrifft bei Kindern nur selten eine Kopfhälfte. Je jünger das Kind ist, desto häufiger sind die Schmerzen im gesamten Kopf spürbar. Der Schmerz wird am häufigsten in der Stirn, Schläfen und Augenbereich lokalisiert. Schmerzen im Hinterhauptsbereich sind dagegen für eine Migräne bei Kindern sehr untypisch und sollten besonders dringend diagnostisch abgeklärt werden.

Genauso wie bei den Erwachsenen können bei Kindern auch neurologische Auffälligkeiten (Aura) neben den Kopfschmerzen und den anderen Begleiterscheinungen auftreten. Bei Kindern sind typische Aura-Phänomene optische Halluzinationen wie z. B. bunte Farben und Formen, aber auch Sehstörungen wie Lichtblitze und Flimmern vor den Augen kommen vor. Mediziner sprechen von einem Alice-im-Wunderland-Syndrom. Weitere Symptome sind Missempfindungen wie z. B. Taubheitsgefühle, Kribbeln in Armen oder Beinen, Lähmungen oder Sprachstörungen.

Die Aura Symptome der Migräne bei Kindern sind nur vorübergehend und treten meist auf, bevor die eigentliche Migräne mit dem Kopfschmerz beginnt. In der Regel halten die Aura-Phänomene eine halbe bis zu einer Stunde lang an. Beginnt der Kopfschmerz lassen sie nach und auch nach der Migräne-Attacke bleiben keine neurologischen Schäden bestehen.

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Erkennen der Migräne bei Kindern

Um eine Migräne bei Kindern zu erkennen, muss man bei noch kleinen Kindern vor allem auf Verhaltensveränderungen achten, da sich die Kleinen noch nicht richtig ausdrücken können was sie spüren. Dazu gehören z. B. blasse oder rote Gesichter, das Kind hört auf zu spielen oder möchte sich hinlegen und schlafen. Andere Kinder wiederum werden unruhig und reizbar oder klagen über Bauchschmerzen und Schulkinder können sich nicht mehr konzentrieren und haben Probleme ihre Aufgaben zu erledigen.

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Ursachen der Migräne bei Kindern

Die Ursache warum Kinder Migräne bekommen, ist wie bei den erwachsenen Betroffenen noch nicht vollständig geklärt. Mediziner vermuten auch bei Kindern eine erbliche Veranlagung sowie Trigger-Faktoren wie Stress oder Umwelteinflüsse.

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Typische Triggerfaktoren bei Kindern

Körperlicher Stress- körperliche Anstrengungen führen bei Kindern häufig zu Kopfschmerzen. Das liegt unter anderem an einer unzureichenden Flüssigkeitsaufnahme während der Anstrengung. Ausschlaggebend kann aber auch ein zu niedriger Blutzuckerspiegel sein.

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Schlechte Schlafgewohnheiten- schläft das Kind zu wenig oder zu viel kann das zu Migräneanfällen führen. Das Schlafbedürfnis der Kinder ist altersabhängig. Ein Säugling schläft 13 bis 18 Stunden und für Kinder von einem Jahr bis zu vier Jahren werden täglich 12 Stunden empfohlen. Ältere Kinder und Jugendliche sollten neun bis zwölf Stunden schlafen.

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Psychische Belastung- seit Jahren nehmen die psychischen Beschwerden bei Kindern und Jugendlichen zu. Ein Indiz dafür ist die stetig wachsende Zahl von Kindern und Jugendlichen mit einem Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätssyndrom (ADHS). Ärzte und Psychologen warnen davor, dass gesellschaftliche und psychosoziale Entwicklungen dabei eine entscheidende Rolle spielen. Beispielsweise bedeuten Reizüberflutung durch den Gebrauch elektronischer Geräte, mangelnde körperliche Bewegung und familiäre Konflikte psychischen Stress für die betroffenen Kinder. Auch zunehmende Leistungsansprüche in der Schule haben hierbei sicherlich einen Anteil.

Dies ist ein Einflussfaktor bei der Entstehung von Migräne bei Kindern. Eltern sollten darauf achten, den täglichen Medienkonsum auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren.

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Wettereinfluss- auch ein Wetterwechsel kann als Auslöser für einen Migräneanfall verantwortlich sein. Hier besteht die Möglichkeit sein Verhalten an kritischen Tagen anzupassen. Kinder, die für einen Migräneanfall bei einem Wetterwechsel anfällig sind, sollten dann grundsätzlich mehr Pausen zur Erholung einplanen.

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Physikalische Reize- hierzu gehören Lärm und Veränderungen des Lichts. Manche Erwachsene, so auch Kinder reagieren auf Lärm mit einer Stressreaktion, die einen Anfall auslösen kann. Kinder reagieren auf Lichtveränderungen äußerst sensibel.

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Reizstoffe- wie z. B. Abgase von Autos, Farb- und Klebstoffe, Parfüm, Deodorants, Holzschutzmittel, Lösungsstoffe usw. sind Auslöser von Kopfschmerzen.

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Migräne bei Kindern durch Nahrungsmittel

Kinder reagieren sensibler auf verschiedene Lebensmittel. Warum Lebensmittel Migräneanfälle bei Kindern auslösen können, ist nicht sicher geklärt. Vermutet wird, dass bestimmte Substanzen in manchen Lebensmitteln die Ursache sind, z. B. durch die biogenen Aminen Tyramin und Histamin.

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Folgende Lebensmittel werden als mögliche Ursachen für Migräne bei Kindern vermutet

  • Kuhmilch, Eier, Käse

  • Schokolade, kakaohaltige Produkte

  • Glutenhaltige Getreidesorten

  • Tomaten

  • Zitrusfrüchte

  • Fettige Speisen (Würste, Schinken, Salami, Schweinefleisch)

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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.

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