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Mundtrockenheit

Naturheilung
Fast jeder kennt den Ausspruch: „Da bleibt mir doch die Spucke weg“. Und tatsächlich kann es passieren, dass der Mund in bestimmten Situationen ganz trocken wird, wie etwa in Schreckmomenten oder in Stresssituationen, wie zum Beispiel vor einer Prüfung oder einer wichtigen Entscheidung.

Umgekehrt gibt es den Ausspruch: „Da läuft mir das Wasser im Mund zusammen“. Das kann passieren, wenn wir an leckeres Essen denken oder leckeres Essen riechen.

Glücklicherweise stecken hinter den meisten Fällen von Mundtrockenheit harmlose Ursachen, die gut behandelbar sind. Mit einfachen Hausmitteln und Mitteln aus der Naturheilkunde, aber auch mit einer gesunden Lebensweise, kann Mundtrockenheit weitestgehend verhindert werden.
Inhalt

Warum ist die Spucke so wichtig?
Wo entsteht der Speichel?
Mundtrockenheit – Symptome
Mundtrockenheit – Ursachen
Weitere Ursachen
Mundtrockenheit – Behandlung
Behandlung bei ständiger Mundtrockenheit
Warum ist die Spucke so wichtig?

In erster Linie sorgt ausreichender Speichel für unsere Gesundheit. So werden Bakterien im Mund einfach weggespült, wunde Stellen im Mund werden durch das im Speichel enthaltene Protein Histatin geheilt und die Zähne werden mit Mineralien versorgt. Auch andere kleine Verletzungen am Körper, wie etwa eine Schürfwunde, können mit der eigenen Spucke zur schnelleren Heilung beitragen. Viele der im Speichel vorhandenen Bakterien haben also eine schützende und heilende Wirkung, einige allerdings können auch schädigen und das Zahnfleisch und Zahnknochen angreifen.

In der Kriminalistik können anhand von Speichelentnahmen sogenannte DNA-Tests durchgeführt werden und somit Straftäter überführt werden. Drogenmissbrauch kann anhand von Speichelproben nachgewiesen werden. Auch eine Vaterschaft kann über einen Spucketest erfolgen.
Mundtrockenheit - Naturheilung
Bild: clipdealer.de
Wo entsteht der Speichel?

Der größte Teil des Speichels entsteht in den Speicheldrüsen, die außerhalb des Mundes liegen und über die Ausführgänge das Sekret in die Mundhöhle leiten. Der Rest wird über winzig kleine Speicheldrüsen, die über die Mundschleimhaut verteilt sind, produziert.
Mundtrockenheit - Symptome

Aufgrund zu geringer Speichelproduktion kommt es zu der subjektiv empfundenen Trockenheit im Mund. Macht sich diese Mundtrockenheit nicht nur in bestimmten Situationen bemerkbar, wie etwa bei Stress, sondern ist über einen längeren Zeitraum vorhanden, kann es sich um eine krankhafte Mundtrockenheit (Xerostomie) handeln. Auswirkungen einer ständigen Mundtrockenheit können sein: Mundgeruch, Entzündungen in der Mundhöhle, Zahnprobleme, Störung des Geschmackssinnes, Probleme beim Schlucken.
Mundtrockenheit - Ursachen

Es gibt mehrere Ursachen, die situationsbedingt für einen kurzen Zeitraum oder aber länger andauernd zur Mundtrockenheit führen können:
Stress: Stress, soviel ist inzwischen medizinisch sicher, hat Auswirkungen auf den Körper. Es kann die Angst vor einer bevorstehenden Prüfung oder aber Aufregung vor einer wichtigen Entscheidung sein, die unsere Mundhöhle austrocknen lässt. Das kann so weit gehen, dass wir kein Wort mehr heraus bekommen oder die Stimme nur noch heiser klingt. Der Körper ist bei Stress in Alarmbereitschaft und konzentriert sich auf die lebenswichtigen Körperfunktionen. Andere Körperfunktionen hingegen werden vernachlässigt, wie auch die ausreichende Sekretproduktion der Speicheldrüsen, die hierbei nur eine untergeordnete Stelle einnimmt.
Mundatmung: Wer häufig oder überwiegend durch den Mund atmet, wird sich wahrscheinlich auch über Mundtrockenheit beklagen. Besonders wer nachts mit offenem Mund schläft, wird morgens mit einer trockenen und/oder einem schleimig klebrigen Gefühl im Mund aufwachen, zudem unangenehmer Mundgeruch dazu kommt.
Erkrankungen: Bei Erkältung, wenn die Nase verstopft ist, bleibt uns gar nichts anderes übrig als durch den Mund zu atmen, was dann noch zusätzlich die Kehle austrocknet und zu Kratzen im Hals führt. Bei einer Erkältung, Grippe, Fieber, Magen-Darm-Infekt wird den Speicheldrüsen die nötige Flüssigkeit entzogen, so dass die Speichelproduktion gehemmt ist. Auch eine Entzündung der Speicheldrüsen kann der Grund für nicht ausreichenden Speichel sein. Weitere Erkrankungen, die einen trockenen Mund verursachen sind Mangelzustände oder Essstörungen, die den Stoffwechsel verändern, was sich auf die Speicheldrüsen und die Schleimhäute auswirkt. Weitere Ursachen sind Zahnerkrankungen, Mundschleimhautentzündung, Tumore oder Verletzungen, die den Speichelfluss behindern.
Diabetes mellitus kann ebenfalls zu einer Xerostomie (Mundtrockenheit) führen. Eine eher seltene Krankheit ist das Sjögren-Syndrom, eine Autoimmunerkrankung, bei der die Speichel- und Tränendrüsen angegriffen werden.
Medikamente: Folgende Medikamente beeinflussen über die Nerven und Hormone bestimmte Drüsenfunktionen, u. a. auch die Mundspeicheldrüsen, und können somit als Nebenwirkung eine Mundtrockenheit verursachen:
  • Medikamente gegen Bluthochdruck
  • Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen
  • Medikamente gegen Blasenschwäche
  • Schlafmittel
  • Antidepressiva
  • Chemotherapien
Weitere Ursachen: Flüssigkeitsmangel – dies betrifft vor allem ältere Menschen, die häufig zu wenig trinken. Starkes Schwitzen entzieht dem Körper Feuchtigkeit, davon ist auch die Mundschleimhaut betroffen. Rauchen schadet u. a. der Mundschleimhaut. Mangelnde Mundhygiene wirkt sich ebenfalls auf die Mundschleimhaut aus.
Mundtrockenheit - Behandlung

Glücklicherweise sind die meisten Ursachen, die zu einer Mundtrockenheit führen, harmlos und es muss kein Grund zur Beunruhigung bestehen. Gerade morgens nach dem Aufwachen haben viele einen trockenen Mund, weil man mit offenem Mund geschlafen hat. Das reguliert sich dann aber meist schon nach dem Zähneputzen und dem ersten Trinken.

Im Winter, wenn die Räume beheizt werden, ist die Raumluft meist zu trocken, was sich auf die Schleimhäute auswirkt. Ein Luftbefeuchter und regelmäßiges Lüften sorgen für Abhilfe.

Wer einen Abend mit übermäßig Alkohol und Zigarettenrauch verbracht hat, wird morgens wahrscheinlich nicht nur mit Kopfschmerzen, sondern auch mit einem klebrig pappigen Geschmack im Mund aufwachen. Solange das nicht andauernd vorkommt, wird dies auch keine weiteren Auswirkungen haben.

Schnarcher haben sicherlich ein dauerhaftes Problem mit Mundtrockenheit. Hier sollte man das Schnarchproblem behandeln.

Wer scharf gewürzte Speisen mag, sollte wissen, dass diese die Mundschleimhäute reizen.

Auf jeden Fall sollte man bei Mundtrockenheit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Doch Vorsicht: Nicht jedes Getränk eignet sich gegen Mundtrockenheit. Auf Kaffee und Alkohol sollte man weitestgehend verzichten, da diese Wirkstoffe die Speichelproduktion beeinträchtigen und den Mund nur noch mehr austrocknen. Genauso sollte man säure- und zuckerhaltige Getränke vermeiden, da diese das Milieu in der Mundhöhle verändern können. Schwarzer Tee dagegen ist sehr empfehlenswert, weil er die Mundschleimhaut effektiv befeuchtet. Auch Salbei, als Tee oder nur als Mundspülung, hat eine lindernde Wirkung gegen das trockene Gefühl im Mund.

Es gibt Nahrungsmittel, die die Speichelproduktion anregen, dazu gehören u. a. Äpfel, Zitronen, Kohlrabi und Radieschen. Das Gurgeln mit Olivenöl schützt die Mundschleimhaut. Und Kaugummikauen oder saure Bonbons lutschen, erhöhen die Speichelproduktion.

Ganz wichtig ist eine regelmäßige und gründliche Mundhygiene. Dabei sollte man eine Zahnpasta ohne künstliche Zusatzstoffe benutzen, da diese die Mundtrockenheit begünstigen. Besonders empfehlenswert dagegen sind Zahnpasten mit den Inhaltsstoffen Salbei oder Kamille.
Behandlung bei ständiger Mundtrockenheit

Wenn die Mundtrockenheit immer wieder auftritt oder der Mund dauerhaft trocken ist, spricht man von einer Xerostomie. Anzeichen, die dafürsprechen, sind außerdem Schmerzen im Mund, Unwohlsein, Erschöpfung und/oder Verdauungsstörungen. Hier sollte man einen Arzt zu Rate ziehen, denn es könnten ernstere Ursachen dahinterstecken.
Bild: pixabay website5
Überlegen Sie vor dem Arztbesuch zunächst selbst, welche Ursachen zu der Mundtrockenheit geführt haben könnten. Gehen Sie dabei nach dem Ausschlussverfahren, wie zum Beispiel Medikamenteneinnahme, Erkältung usw. Das vereinfacht das Gespräch mit dem Arzt, zuständig ist der Hausarzt. Wenn die möglichen „üblichen“ Ursachen weitestgehend ausgeschlossen werden können, wird der Arzt Sie wahrscheinlich zu einem Facharzt überweisen. Das können der Hals-Nasen-Ohren-Arzt, der Zahnarzt oder auch der Facharzt für Innere Erkrankungen (Internist) sein.

Der Zahnarzt kann anhand eines Speicheltests feststellen, ob zu viele oder zu wenig Bakterien im Speichel sind und ob gefährliche Bakterien im Mund sind. Der Speicheltest zeigt auch an, ob ausreichend Speichel produziert wird und ob der Speichel Säuren neutralisiert.

In einigen Fällen müssen sogar Spezialisten, wie Rheumatologe, Endokrinologe (Facharzt für Hormonstörungen) oder der Neurologe zu Rate gezogen werden. Für psychische Störungen, die hinter dem Problem der Mundtrockenheit stecken könnten, ist der Psychiater oder der Psychotherapeut zuständig.
Fazit: Mundtrockenheit ist zwar sehr unangenehm, doch in den meisten Fällen harmlos und mit einfachen Mitteln oder ein wenig veränderten Lebensgewohnheiten zu beheben. Nur bei länger anhaltender Mundtrockenheit (über eine Woche) und immer wieder auftretender Mundtrockenheit sollte man vorsichtshalber zum Arzt.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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