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Naturheilkunde – Tinnitus

Symptome
Die Naturheilkunde und Alternativmedizin bieten bei Ohrgeräuschen, den sogenannten Tinnitus, vieles was hilft. Nur ist es hier genauso wie bei der Schulmedizin, dass auch hier keine zuverlässige Heilung versprochen werden kann.

Allgemein beschreiben die Betroffenen das Geräusch im Ohr als Ohrensausen, Ohrenpfeifen oder Ohrenklingeln.

Ärzte sagen manchmal, dass ein gelegentliches Ohrgeräusch nicht tragisch ist. Betroffene jedoch sagen z. B. „das es die Hölle ist“, weil man nachts nicht schlafen kann.

Allein in Deutschland leiden ca. 10 % der erwachsenen Menschen zeitweilig oder ständig an Ohrgeräuschen.

In der Schulmedizin richtet sich die Therapie meist danach, an welchen HNO-Arzt man gerät. Patienten werden zum Teil mit Infusionen behandelt oder/und mit Kortison. Andere Fachärzte, wie z. B. Neurologen, vermuten bei einem Tinnitus eher eine Weiterleitungsstörung zum Gehirn.
Inhalt

Tinnitus – Homöopathie
Weitere Mittel, die bei Tinnitus helfen können
Schüssler Salz Therapie
Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
Hyperbare Sauerstofftherapie
Weitere Therapiemöglichkeiten
Helfen können auch
Akupunktur - Tinnitus
Bild: pixabay website5
Tinnitus – Homöopathie

Es gibt über 300 klassische Medikamente in der Homöopathie, die für eine Behandlung eines Tinnitus in Frage kommen. Auf Grund dieser Tatsache sollte man von einer Selbstbehandlung Abstand nehmen und sich einen erfahrenen Homöopathen anvertrauen.

Die jetzt genannten Medikamente stellen keinen Hinweis zur Selbstbehandlung dar, denn sie setzen mindestens die Grundkenntnisse der Homöopathie voraus, um sich bei einem Tinnitus selbst zu behandeln.

Weitere Mittel, die bei Tinnitus helfen können

  • Cactus grandiflorus: (Königin der Nacht – gehört zur Pflanzenart der Kakteen). Das Ohrgeräusch verursacht pulsierende, pfeifende, singende oder klingende Geräusche. Der Betroffene leidet viel an Schwindel oder Schwindelgefühlen. Typische Potenzen: D1 bis D12, Urtinktur.

  • Calcium carbonicum: (Austernschale). Für Betroffene geeignet, die Ohrgeräusche beim Kauen oder Schlucken bekommen.

  • China officinalis: (Chinin wird aus der Rinde des Chinarindenbaums gewonnen). Bei klingenden Ohrgeräuschen, die manchmal mit Kopfschmerzen zusammen auftreten.

  • Lycopodium clavatum: (im Volksmund auch Keulen Bärlapp genannt). Ist zu nehmen bei brummenden oder brausenden Ohrgeräuschen. Auch kommt es zu einem Echo, so dass man seine eigene Stimme hört.

  • Graphites: (ist eine homöopathische Arznei aus dem Mineral Graphit). Kann genommen werden, wenn die Ohrgeräusche zischen und nachts kommt es zu brausenden Geräuschen und manchmal kommt es auch zu einem lauten Knall.

  • Petroleum: Hilft bei knackenden, klingenden oder schwirrenden Ohrgeräuschen. Auch kommt es zum Rauschen auf den Ohren, wie, als wenn ein starker Wind bläst. Petroleum ist ein Gemisch aus Kohlenwasserstoff und Harzen. Herkömmlich wird es als Brennstoff verwendet. Das homöopathische Petroleum wird bei einer Siedetemperatur zwischen 180 Grad Celsius und 220 Grad Celsius gewonnen. Es ist frei von Paraffinen, Benzin, Petroläther und Vaselin.
Schüssler Salz Therapie

  • Calcium Fluoratum Salz Nr. 1: Dieses Salz hält die Gefäße elastisch.

  • Calcium Phosphoricum Salz Nr. 2: Hilft gegen Ohrgeräusche, die meist wechselnd sind und wenn sie durch Muskelverspannungen im Nackenbereich ausgelöst werden.

  • Ferrum Phosphoricum Salz Nr. 3: Zu empfehlen bei einem akuten Hörsturz. Das Salz verbessert die Sauerstoffversorgung im Ohr. Wirkt aber nur bei hoher Dosierung.

  • Kalium Chloratum Salz Nr. 4: Oft ist das Blut zu dickflüssig, wodurch die Sauerstoffabgabe der roten Blutkörperchen erschwert ist. Das Salz sorgt für eine Verdünnung des Blutes und es kommt somit zu einer verbesserten Sauerstoffversorgung nicht nur im Ohr.

  • Natrium Phosphoricum Salz Nr. 9: Dieses Salz hilft, wenn der Körper eine zu hohe Säurebelastung hat, welches sich schlecht auf die Blutgefäße auswirkt. Das Salz reguliert den Säurehaushalt.

  • Natrium Sulfuricum Salz Nr. 10: Dieses Salz hilft bei Störungen des Gleichgewichts genauso wie bei Störungen im Organismus als auch bei Blockaden und Überlastungen der Psyche.

  • Silicea Salz Nr. 11: Das Salz sorgt für eine bessere Durchblutung des Ohres und wirkt auch einer Verhärtung der Blutgefäße entgegen.
Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Akupunktur: In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gehören Störungen im Bereich Niere und Blase zu den häufigsten Ursachen für einen Tinnitus. Ein gut ausgebildeter Arzt wird vor der Anwendung von Akupunktur bei Tinnitus eine besondere Art der Diagnose stellen.

Dazu gehört, dass der Mensch als ganzheitlich betrachtet wird. Nach der Befragung (Anamnese) stellt der Arzt seine Diagnose.

Nach der TCM kommt es so zur Diagnose des Tinnitustyps:

  • Wasser / Niere
  • Holz / Leber
  • Feuer / Herz
  • Erde / Milz
  • Metall / Lunge

Bei dieser Methode gibt es zwar Parallelen zur Schulmedizin, die den subjektiven vom objektiven, den Mittelohr-Tinnitus vom Innenohr-Tinnitus und vom zentralen Tinnitus unterscheidet. Das ist jedoch nicht dasselbe, da der Ansatz der TCM viel individueller ist. Deshalb wird bei jedem Betroffenen in individuelle Akupunkturpunkte eingestochen.

Auch bietet die TCM ergänzend zum ganzheitlichen System Ernährungsberatung, chinesische Kräutermedizin, Bewegungstherapie und Entspannung. Da die Ohrgeräusche häufig stressbedingt sind, können auch Tuina (eine besondere Form der Massage), Tai Chi oder Qi-Gong helfen.

Das ganze System der TCM sollte jedoch immer in das moderne Behandlungskonzept bei Tinnitus integriert werden.
Hyperbare Sauerstofftherapie

Die Hyperbare Sauerstofftherapie (hyperbare Oxygenierung, HBO) erfolgt in einer Druckkammer, in der der Patient reinen Sauerstoff einatmet. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt (10 bis 15 Behandlungen). Der Vorgang soll sich günstig auf das Hörorgan auswirken.

Ziel ist es, die Sauerstoffkonzentration im Blut zu erhöhen. Bei der Sauerstoff-Ionentherapie wird mithilfe eines Ionisators die Atemluft mit negativen Ionen angereichert. Die über eine Atemmaske inhalierte Luft lässt den Sauerstoffanteil im Blut um mehr als 30 Prozent ansteigen, was helfen soll die Ohrgeräusche zu vermindern.

Die Therapie wird in speziell dafür hergestellten Druckkammern ausgeführt und ist sehr teuer. In neueren Leitlinien wird die Therapie nicht mehr empfohlen, wird in Ausnahmefällen aber weiterhin angewandt. Vor allem, wenn alle anderen Therapieversuche fehlgeschlagen sind. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese Therapie nicht.

Ohne Aufenthalt in der Druckkammer hat eine Sauerstofftherapie keinen Sinn.
Weitere Therapiemöglichkeiten

Eine Akupunkt-Massage nach Prenzel ist geeignet um Energien wieder zum Fließen zu bringen. Diese Lehre beruht auf Akupunktur, wird aber ohne Nadeln durchgeführt.
Auch ist es einen Versuch wert, eine Blutegeltherapie im Bereich des Ohres durchzuführen - aber nicht im Ohr.

Ein weiteres Verfahren ist der Aderlass. Der Körper beginnt sofort neues Blut zu bilden und in gleicher Menge wie der entnommen Blutmenge wird Kochsalzlösung in dem Körper zurückgeführt. Das Blut wird dünner und kann das Ohr besser mit Sauerstoff versorgen.

Zudem sollten alle möglichen Allergien ausgeschlossen werden, wie z. B. Nahrungsmittel- oder Medikamentenunverträglichkeiten.

Versuchen kann man den Tinnitus mit Heilpflanzen zu behandeln. Es gibt verschiedene Tee-Rezepte gegen Tinnitus. Die meisten Teemischungen versuchen die Durchblutung zu verbessern. Es helfen aber auch Teemischungen, die zur Beruhigung und Entspannung eingesetzt werden.

Das sogenannte Habituationstraining zur Gewöhnung an den Tinnitus hat sich ebenfalls bewährt. Diese Therapie beseitigt zwar nicht den Tinnitus, ist aber für den Betroffenen eine große Hilfe.

Immer den Säure-Basen-Haushalt des Körpers beobachten, da eine Übersäuerung bei vielen akuten und chronischen Beschwerden eine große Rolle spielt.

Da Stress die Symptome bei einem Tinnitus stark verschlechtert, ist es sinnvoll wirksame Entspannungsverfahren zu erlernen. So hilft z. B. das Autogene Training, Entspannungsübungen nach Jacobsen oder Pilates.

Zu empfehlen ist bei einem Tinnitus eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine vitamin- und kaliumreiche Kost.
Helfen können auch

  • Körperliche und geistige Entspannung.
  • Körperliche und geistige Anregung durch nährende, freudebereitende und stressabbauende Aktivitäten.
  • Ausreichend angemessene Bewegung im Tageslicht und an der frischen Luft.
  • Ausreichend naturnahe Ernährung mit einem hohen Vitalstoffanteil.
  • Reduzierung bzw. Meidung von Reizstoffen, wie z. B. Koffein, Alkohol oder Nikotin.
  • Bach-Blüten-Therapie - vom Engländer Dr. Edward Bach wurde die Bachblüten-Therapie entwickelt und basiert auf der Idee, dass die gebundene Energie von Blüten eine regulierende Wirkung auf psychische Zustände des Menschen hat. Durch diese psychische Wirkung können häufig auch körperliche Symptome gebessert werden,
  • Osteopathie- Osteopathen behandeln mit den Händen. Sie versuchen, Funktionsstörungen im Körper zu erkennen und zu therapieren. Der Grundgedanke ist, dass Bewegungsapparat, Schädel und Rückenmark sowie die inneren Organe als Systeme zusammenhängen.
  • Chiropraktik – Störungen an der Wirbelsäule können bei einem Tinnitus eine Rolle spielen. Der gut ausgebildete Chiropraktiker kann dann sehr hilfreich sein.

Leider kann auch die Naturheilkunde keine zuverlässige Heilung versprechen. Auch sollte sie nur als zusätzliche Maßnahme zur Schulmedizin eingesetzt werden.
Der Tinnitus sollte eindeutig diagnostiziert sein, so dass alle anderen ernsten Erkrankungen ausgeschlossen sind.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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