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Tinnitus - Selbsthilfe und Behandlung

Symptome
Der Begriff Tinnitus bezeichnet einen medizinischen Zustand, der durch die Wahrnehmung unangenehmer Ohrgeräusche z. B. hohes oder dumpfes Pfeifen, Rauschen, Zischen oder Summen gekennzeichnet ist. Meist ist der Zustand nur vorübergehend. Die Geräusche im Kopf oder Ohren haben eins gemeinsam: bis auf ganz seltene Ausnahmen (beim sehr seltenen objektiven Tinnitus) hört sie der Betroffene nur selbst.
Inhalt
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Objektiven Tinnitus
Es kann z. B. zu folgenden Symptome kommen
Aufbau der Ohren
Tinnitus – Ursachen
Tinnitus – Diagnose
Zusammenfassung – Untersuchung
Subjektiver Hörtest
Der einfache Stimmgabeltest
Das Ton-Audiogramm
Hirnstamm-Audiometrie (BERA)
Tinnitus – Behandlung
Akuter Tinnitus - Behandlung
Weiteres zu Behandlungsmethoden
Chronischer Tinnitus
Es kann z. B. zu folgenden begleitenden Symptomen kommen
Chronischer Tinnitus – Behandlung
Therapievorschläge
Kompensierter chronischer Tinnitus
Tinnitus-Retraining-Therapie
Einige Tipps zur Selbsthilfe
Tinnitus vorbeugen
Objektiven Tinnitus: Bei diesem Tinnitus kommt es durch Gefäßstörungen, z. B. bei Verengungen, Fehlbildungen oder Gaumensegelmuskelstörungen zu einem nur mit kleinen Mikrophonsonden messbaren Geräuschen.
Der Tinnitus ist keine eigenständige Krankheit. Ohrgeräusche oder Ohrensausen sind ein Symptom, vergleichbar mit Schmerz oder Fieber.

Kommt es zu diesen Symptomen ist das meist ein Warnsignal im körperlichen wie im seelischen Bereich. Somit muss nicht vordringlich das Symptom Tinnitus behandelt werden. Es gilt bei dieser Symptomatik die Ursache zu beheben. Das ist schon deswegen wichtig, da ein Tinnitus zu zahlreichen psychischen und körperlichen Symptomen führen kann.
Es kann z. B. zu folgenden Symptome kommen


Im Laufe ihres Lebens haben mindestens 40 % der deutschen Bevölkerung einmal ein derartiges unangenehmes Ohrgeräusch wahrgenommen. 10 bis 20 % der Bevölkerung hatten schon einen chronischen Tinnitus, also länger als drei Monate. Die Symptome treten vor allem zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr auf.
Aufbau der Ohren

Äußeres Ohr: Hierzu gehören die Ohrmuschel, der Gehörgang und das Trommelfell.

Mittelohr: Dazu gehören die Mittelohrhöhle (Paukenhöhle- Cavum tympanica), das Gehörknöchelchen, luftgefüllte (pneumatischen) Nebenräume (Mastoid) und die Eustachischen Röhre (Ohrtrompete, Tuba auditiva).

Innenohr: Im Innenohr befinden sich zwei vollkommen verschiedene Organe, zum ersten das Hör- und zum zweiten das Gleichgewichtsorgan.
Wie hören wir?

Der Schall (Töne, Geräusche oder Stimmen) gelangt durch den Gehörgang zum Mittelohr. Durch das Trommelfell und Gehörknöchelchen werden die Signale weiter an das Innenohr geleitet. Im Innenohr werden die Schalleindrücke in elektrische Nervensignale umgewandelt und schickt sie über die Nerven zum Gehirn – wir hören.
Tinnitus – Ursachen

Wie es genau zu einem Tinnitus kommt ist bisher noch unklar. Einige Auslöser eines Tinnitus sind bekannt und einige andere werden verdächtigt.

Mögliche Ursachen können sein

  • Entzündungen der Ohren
  • Entzündungen der Atemwege
  • Lärmschäden, wie z. B. Knalltraumen oder dauernde Lärmbelästigungen
  • Tauchunfälle
  • organische Erkrankungen, z. B. Autoimmunkrankheiten
  • Tumore des Hörnervs
  • Borreliose
  • Virusinfekte

Tinnitus ist zudem ein Begleitsymptom bei einem Hörsturz oder bei der Meniére-Krankheit, die mit Drehschwindel verbunden ist.

Weitere Risikofaktoren sind verschiedene Medikamente, Alkohol, Nikotin und Stress.
Innenohr - Naturheilung
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Tinnitus – Diagnose

Tritt ein Tinnitus ein, sollte man frühestmöglich einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) aufsuchen.

Der Arzt wird ein ausführliches Anamnesegespräch mit den Betroffenen führen. Danach wird der Arzt den Gehörgang und das Trommelfell des Patienten mittels eines Otoskops (Ohrenspiegel mit Lupe und Licht) untersuchen, um mögliche Schäden im Ohr zu erkennen. Auch schaut er sich den Nasen- und Rachenraum genau an. Sind diese Untersuchungen abgeschlossen, folgt ein Hörtest.
Zusammenfassung – Untersuchung

  • Untersuchung von Hals, Nase und Ohren
  • Subjektiver Hörtest
  • Analyse des Ohrgeräusches
  • Prüfung Geräuschabgabe (otoakustische Emissionen)
  • Test auf Gleichgewichtsstörungen
  • Objektiver Hörtest (Hirnstammaudiometrie)

Zudem kann es zu folgenden Untersuchungen kommen

  • Blutuntersuchung
  • MRT des Schädels
  • CT des Schädels
  • Untersuchung der Halswirbelsäule und des Kiefers

Danach folgen Tests, um die Hörfähigkeit des Betroffenen festzustellen. Dazu gehören folgende Test
Tinnitus - Tipps zur Selbsthilfe
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  • Subjektiver Hörtest: Beim subjektiven Hörtest wird die Schallwahrnehmung der Ohren des Betroffenen überprüft. Der Betroffene sitzt in einem schallgedämpften Raum und hat einen Kopfhörer auf. Dem Patienten werden dann Töne aus verschiedenen Frequenzbereichen auf die Ohren gelegt. Hört der Patient einen Ton, drückt er einen Knopf. Der Arzt erkennt so, ob der Betroffene einen Hörverlust hat und kann so auch Rückschlüsse auf den Tinnitus ziehen.
  • Der einfache Stimmgabeltest: Dieser Test liefert Hinweise, wo die Störung ihren Ursprung hat. Der Arzt schlägt eine normale Stimmgabel an, dann setzt er sie an bestimmte Punkte am Kopf des Betroffenen an, auch hält er sie vor dem Ohr an. Der Patient muss dem Arzt dann sagen, wie lange er den Ton hört, oder in welchem Ohr er den Ton lauter hörte. Dieser Test liefert Rückschlüsse über die Art der Schwerhörigkeit. Auch ermittelt der Arzt durch den Test, ob eine Schallempfindungsstörung vorliegt, die dann auf ein Problem im Innenohr hindeutet, bei den Nerven oder im Gehirn. Diese Diagnostik passt unter anderem auch zum Hörsturz.
  • Das Ton-Audiogramm: Hier überprüft der Arzt, ab welcher Tonhöhe der Betroffene nicht mehr ausreichend hören kann. Der Patient setzt sich auf seinem Hinterhaupt Kopfhörer auf. Es werden dann nacheinander bestimmte Töne mit anschwellender Lautstärke eingespielt. Sobald der Patient einen Ton wahrnimmt, sagt er Bescheid. Der Arzt kann durch diese Technik die Formen des Hörsturzes abgrenzen, je nachdem welche Tonhöhen der Patient schlechter hört als zu erwarten war.
  • Die Tympanometrie: In den Gehörgang wird eine Sonde platziert, die den Gang nach außen abdichtet. Unter verschiedenen Druckverhältnisse werden Töne auf das Trommelfell geschickt. Der Schall, der vom Trommelfell reflektiert wird, wird dann gemessen. Bestimmte Messwerte deuten auf eine Erkrankung des Mittelohrs hin.
  • Hirnstamm-Audiometrie (BERA): Überprüfung der Funktion der Gehörnerven und der Hirnregion, die am Hörvorgang beteiligt sind.
Tinnitus – Behandlung

Die Behandlung eines Tinnitus richtet sich nach der Ursache, Schweregrad und eventuellen sekundären Symptomen.

Entscheidend ist auch, ob es sich um einen akuten oder einen chronischen Tinnitus handelt.
Akuter Tinnitus - Behandlung

Lässt sich bei einem akuten Tinnitus die Ursache feststellen, wie z. B. einen Ohrenschmalzpfropf, wird versucht diesen sofort zu entfernen.

Handelt es sich jedoch um die idiopathische Form, also ohne nachweisbare Ursache, wird der Tinnitus genauso behandelt wie ein Hörsturz.

So kommen auch hier sogenannte Rheologika-Lösungen zur Anwendung, die über Infusionen verabreicht werden, um die Fließeigenschaften des Blutes zu verbessern. Dadurch wird auch die Sauerstoffversorgung des Innenohrs verbessert. Meist geschieht das gemeinsam mit Glukokortikoiden (Kortison).

Diese Therapien sollten möglichst innerhalb der ersten 24 Stunden bis eine Woche nach dem Auftreten des Ohrgeräusches beginnen.

Auch kommt eine hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) in Betracht. Bei dieser Therapie atmen die Betroffenen in einer Druckkammer, in der erhöhter Luftdruck herrscht, 100-prozentigen Sauerstoff über eine Maske ein.
Hörtest - Naturheilung
Bild: pixabay website5
Weiteres zu Behandlungsmethoden

  • Intratympanale Therapie
  • Rheologische Therapie
  • Ionotrope Therapie
  • Hyperbare Sauerstofftherapie
  • Kortisonpräparate
  • Infusionsmaßnahmen
Chronischer Tinnitus

Hält der Tinnitus länger als drei Monate an, spricht man von einem chronischen Tinnitus. Meist können die Betroffenen weiter ein unbeschwertes und erfülltes Leben führen. Der chronische Tinnitus besagt lediglich, dass andauernde oder ständig wiederkehrende Ohrgeräusche vorhanden sind.

Der Tinnitus kann jedoch den Charakter einer Krankheit annehmen, gerade dann, wenn er zu einer schweren Belastung im täglichen Leben wird.
Es kann z. B. zu folgenden begleitenden Symptomen kommen

  • Einschlafstörungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Einschränkung der sozialen Kontakte
  • Depressive Phasen
  • Überempfindlichkeit bei lauten Geräuschen
  • Zeitweiser Verlust des Selbstvertrauens
Chronischer Tinnitus – Behandlung

Für Betroffene gilt, Resignation und Angst meist auf Grund von mangelnden oder falschen Informationen entgegenzutreten und zu lernen mit den Tinnitus zu leben. Hierfür gibt es spezielle Selbsthilfegruppen.

Viele Betroffene, die das Ohrgeräusch akzeptierten, schafften es, es zu ignorieren, indem sie ihre Aufmerksamkeit ganz bewusst auf andere wichtige Dinge oder Geräusche lenkten. Man spricht dann von einem kompensierten Tinnitus.

Einige der Patienten benötigen einen längeren Lernprozess, manchmal benötigen sie auch therapeutische Hilfe, um zu einer erträglichen Tinnitus Zeit zu kommen. Viele Betroffene meistern es, mit ihrem Tinnitus zu leben.
Therapievorschläge

Kompensierter chronischer Tinnitus: Das sogenannte Counsellig als alleinige Therapiemaßnahme reicht hier meist aus. Bei dieser Form der Therapie wird psychotherapeutisch und psychosomatisch gearbeitet. Ziel dieser Therapie ist es, den Patienten an den dekompensierten chronischen Tinnitus zu gewöhnen und ihn dazu zu befähigen mit dem Problem umzugehen.
Tinnitushabituation: Diese Therapie ist eine kognitive Verhaltenstherapie. Ziel ist somit die Gewöhnung an den Tinnitus (Habituation) und seine Beherrschung im Alltag. Glücklicherweise funktioniert diese Verdrängung aus dem Bewusstsein unabhängig von der möglichen Ursache.
Tinnitus-Retraining-Therapie: Auch diese Therapie verspricht keine Heilung. Die Retraining-Therapie kann jedoch dazu beitragen, die Lebensqualität der Betroffenen entscheidend zu verbessern. Die Patienten lernen hier, dass sie nicht länger passiv Leidende sind, sondern aktiv zur eigenen Gesundung oder Gesundheitsverbesserung beitragen müssen.
Klingt sehr einfach, erfordert aber viel Einsicht und Geduld. Eine Tinnitus-Retraining-Therapie dauert zwölf bis vierundzwanzig Monate. Auch erfordert diese Therapie eine Teamleistung von Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten, Orthopäden, Neurologen und Hörgeräteakustiker.
Einige Tipps zur Selbsthilfe

  • Vermeidung von Stress
  • Reduzieren Sie den Nikotin-, Kaffee- und Alkohlverbrauch
  • Positives Denken
  • Körperliche Bewegungen
  • Entspannungsübungen
  • Verzichte Sie auf laute Musik, auch über Kopfhörer
  • Wenn notwendig, tragen Sie Gehörschutz auf der Arbeit
  • Gehen Sie offen mit ihrer Krankheit um
  • Scheuen Sie sich nicht auch psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen
  • Überprüfen Sie ihre Medikamente, ob sie ohrschädigend sind
  • Machen Sie den Tinnitus nicht zu ihren Lebensmittelpunkt. Erhalten Sie ihre sozialen Kontakte
Tinnitus vorbeugen

Direkt vorbeugen kann man einem Tinnitus nicht. Wichtig ist es Dauerstress zu vermeiden, sich immer wieder Momente der Entspannung zu gönnen und sich aus dem Alltagslärm zurückzuziehen. Entspannung kann man z. B. sehr gut durch Autogenes Training, Progressive Entspannung nach Jacobsen oder Yoga erreichen.
Zudem sollten sich Menschen mit chronischen Erkrankungen, wie z. B. Diabetes oder Bluthochdruck, regelmäßig ärztlich untersuchen lassen.

Raucher sollten ihren Nikotinkonsum überdenken, da Rauchen neben vielen anderen Erkrankungen auch einen Tinnitus fördern kann.

Allgemein auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achten.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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