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Naturheilkunde - Was hilft gegen Zähneknirschen?

Naturheilung
Das Zähneknirschen (med. Bruxismus) passiert meist während des Schlafens und bleibt vom Betroffenen oft lange Zeit unbemerkt. Dauerhaftes Zähneknirschen kann nicht nur Schäden an den Zähnen anrichten, wie abgeschliffene Kauflächen, Risse im Zahnschmelz, Zahnschmerzen, sondern auch Nackenschmerzen, Knacken in den Ohren oder sogar Gesichtsschmerzen. Es kann außerdem zu Entzündungen und irreparablen Schäden am Kiefergelenk kommen sowie zur Zahnlockerung oder sogar zum Zahnverlust.
Bild:pixabay website5
Der Zahnarzt verschreibt bei Annahme, dass der Patient mit den Zähnen knirscht, häufig eine sogenannte Aufbiss- oder Knirscherschiene, die das nächtliche Knirschen verhindert. Da aber sehr oft psychischer Stress der Grund für das Zusammenpressen der Zähne ist, sind Entspannungsübungen, Massagen und Wärmebehandlungen auf Dauer hilfreicher und sinnvoller.
Inhalt

Ursachen von Zähneknirschen
Diagnose und Symptome von Zähneknirschen
Behandlung von Zähneknirschen
Autogenes Training und progressive Muskelentspannung
Ursachen von Zähneknirschen

Meist gilt psychischer Stress als Ursache des nächtlichen Zähneknirschens. Probleme, die sich auch im Schlaf nicht abschalten lassen, führen zu innerer Anspannung. Der Körper versucht unbewusst den Frust und Ärger durch das Aufeinanderpressen der Zähne abzubauen.

Andere Ursachen können aber auch schlecht sitzende Prothesen oder zu hohe Füllungen sein. Aber auch eine funktionelle Störung des Kiefergelenks kann der Grund für das Zähneknirschen sein.
Diagnose und Symptome von Zähneknirschen

Meist wird die Diagnose von Zähneknirschen vom Zahnarzt bei der Routinekontrolle festgestellt. Die Zähne haben einen sehr hohen Abrieb an der Oberfläche, Zahnschmelzrisse sind sichtbar oder Zahnbettentzündungen. Es kommt aber auch vor, dass der Patient von seinem Partner über das Geräusch des Knirschens aufmerksam gemacht wurde und dies dem Zahnarzt mitteilt.

Bei anderen Beschwerden, die durch das Zähneknirschen auftreten können, wie zum Beispiel Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen oder Kiefergelenkschmerzen wird meist erst mal der Hausarzt aufgesucht. Es kann dann länger dauern, bis die richtige Diagnose, nämlich das Zähneknirschen, gestellt wird.
Behandlung von Zähneknirschen

Ist die Diagnose erst einmal gestellt, so sollte man als erstes nachts eine Abbissschiene tragen, die vom Zahnarzt verschrieben wird, um weitere Schäden im und um den Zahnbereich zu vermeiden. Trotzdem gilt es hierbei nicht nur die möglich auftretenden Schäden und Beschwerden, die durch das Zähneknirschen entstehen können, zu stoppen, sondern durch weitere Maßnahmen, wie z. B. Entspannungsübungen das Zähneknirschen zu verhindern.
Autogenes Training und progressive Muskelentspannung

Wichtig hierbei ist es, dass der Patient selbst erst einmal merkt, wann seine Kiefermuskulatur angespannt ist, das gilt übrigens auch für den gesamten Körper. Das heißt, dass man sich auch über den Tag immer mal wieder genauer beobachtet, um zu merken, wann die Anspannung auftritt. Erst dann kann man auch bewusst die Muskulatur entspannen und somit sich das Knirschen nach und nach abgewöhnen. Besonders gut für die Entspannung haben sich hierbei das Autogene Training sowie die Progressive Muskelentspannung als Entspannungstechniken bewährt. Auch Yoga ist empfehlenswert sowie Massagen und Wärmeanwendungen.

Da man in den meisten Fällen von psychischem Stress ausgeht, der das Zähneknirschen verursacht, sind die Entspannungsübungen ganzheitlich betrachtet durchaus sinnvoll. Sollten diese Maßnahmen überhaupt nichts nützen und liegen die Probleme eventuell viel tiefer, so sollte man sich Gedanken über einen Besuch beim Psychotherapeuten machen.
Akupunktur

Akupunktur kann bei Zähneknirschen helfen. Hierbei wurden bereits gute Ergebnisse erzielt, sowohl was das Knirschen angeht als auch der gesamten Entspannung. Werden beim Patienten hierbei die sogenannten Triggerpunkte gefunden, könnte durch die Akupunktur und auch eine Neuraltherapie sehr gut helfen.
Biofeedback

Eine andere Methode dem lästigen Zähneknirschen entgegenzuwirken lässt sich durch das sogenannte Biofeedback erzielen. Diese neuere Art der Behandlung soll bewirken, dass sich unbewusste Abläufe im Körper bewusst gemacht werden und somit kontrollierbarer werden. Beim Zähneknirschen wird hierbei eine Sonde am Kaumuskel befestigt, die bei Muskelanspannung ein akustisches Signal abgibt. Ziel dieser Behandlung ist es, dass die knirschende Kaubewegung am Ende der Behandlung auch ohne das akustische Signal aufhört.
Homöopathie

Gute Erfolge, die das Zähneknirschen stoppen können, sind auch durch eine homöopathische Behandlung erzielt worden. Gerade dann, wenn das Knirschen erst ab einer bestimmten Lebenssituation aufgetreten ist, z. B. familiärer Stress oder beruflicher Stress, aber auch Verlust eines Angehörigen usw. Hier ist es wichtig, das geeignete homöopathische Mittel zu finden. Empfehlenswert sind hierbei u. a. Belladonna, Tuberculinum oder Cina. Diese Mittel eignen sich in ihrer Wirkung gut gegen das Zähneknirschen.
Prognose

Um das meist nächtliche Zähneknirschen loszuwerden, bedarf es unter Umständen viel Geduld. Jeder muss für sich herausfinden, welche Methode für ihn die beste ist. In der Medizin ist der Bruxismus immer noch ein recht unerforschtes Gebiet. Ein Patentrezept gibt es leider nicht.
Bild: pixabay website5
Das Zähneknirschen ist weit verbreitet und fast 90 % der Menschen in Deutschland haben schon einmal mit den Zähnen geknirscht. Bei den meisten Menschen bleibt es sogar unbemerkt, da das Knirschen überwiegend nachts auftritt. Frauen knirschen dabei häufiger als Männer.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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