Naturheilkunde bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Naturheilkunde bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung

Naturheilung

Nur als begleitende Maßnahme ist die Naturheilkunde bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung möglich.

Bei leichten Bauchspeicheldrüsenbeschwerden helfen Verdauungsenzyme aus der Naturheilkunde als begleitende Maßnahme.

Heilpflanzen und Enzyme, die helfen können


Künstlich, bis zu einem gewissen Grad kann der Enzymmangel ausgeglichen werden. Hierzu eignen sich pflanzliche Eiweißzersetzer wie z. B. Bromelain aus Ananas und Verdauungsenzyme aus tierischem Bauchspeicheldrüsengewebe. Angeboten werden diese Enzyme meist in magensaftresistenten Kapseln. Im Darm angekommen, verdauen sie die Nahrung wie auch die eigenen Enzyme.

Das einzige bekannte Medikament, das direkt zur Anregung der Verdauungssaft-Ausscheidung der Bauchspeicheldrüse führt, ist die Rinde des Drachenblutbaums (Haronga). Es wird in konzentrierten Extrakten angeboten.

Erkrankung der Bauchspeicheldrüse: Organ mit zentraler Rolle - die Bauchspeicheldrüse
Erkrankung der Bauchspeicheldrüse: Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung- Pankreatitis

Inhalt

Bild: Clip-Dealer

Naturheilkunde Harongabaum (Drachenblutbaum)
Weitere indirekte und lindernde Möglichkeiten
Naturheilkunde Artischockenblätter
Naturheilkunde Löwenzahnwurzel
Naturheilkunde Scharfgabe
Naturheilkunde Tausendgüldenkraut

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Harongabaum (Drachenblutbaum) Pflanzenbeschreibung

Der Harongabaum wächst bis zu 10 Metern hoch und ist in Afrika beheimatet. Die Rinde und die Blätter dieses Baumes enthalten Stoffe, die für Medikamente gegen Verdauungsbeschwerden verwendet werden. Dieser Baum wird zu den Heilpflanzen gezählt, ist jedoch nicht sehr bekannt. Der Harongabaum stammt aus der Familie der Johanniskrautgewächse.

Hauptanwendung in der Naturheilkunde

In der Naturheilkunde werden die Rinde und die Blätter des Harongabaums verwendet, in denen sich ein ätherisches Öl befindet. Dieses wird überwiegend bei Verdauungsbeschwerden, Völlegefühl und Magenbeschwerden in Form von Trockenextrakten angewendet. Es fördert auch die Bildung des Bauchspeicheldrüsen-, Magen- und Gallensekretes. Durch die Einnahme dieses Extraktes wird die menschliche Haut oftmals lichtempfindlicher, weshalb intensive Sonnenstrahlung dann vermieden werden sollte.

Harongabaum Anwendung

Meist werden die Wirkstoffe des Baumes innerlich angewendet und ist in vielen Fertigarzneimitteln in Form von Tabletten, Kapseln oder Tropfen erhältlich. Nicht üblich ist die Anwendung als Tee.

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Weitere indirekte und lindernde Möglichkeiten

Weitere Möglichkeiten der Linderung sind Pflanzen mit natürlichen Bitterstoffen, die die Funktion der Leber, der Gallenwege und die Bewegung des Darms anregen und so die Fettverdauung fördern und gegen Völle- und Spannungsgefühle im Oberbauch wirken. Dazu gehören z. B. Artischockenblätter, Löwenzahnwurzel, Scharfgabe, Tausendgüldenkraut, Wermut und Hopfen. Die Bitterstoffe der Pflanzen können indirekt die Ausscheidung der Bauchspeicheldrüse fördern. Als Tee zubereitet sollte man in der Regel ca. eine halbe Stunde vor dem Essen eine Tasse voll trinken. Bei Bitterstoffen ist der Kontakt mit der Zunge besonders wichtig, da dadurch sekretorische Reflexe ausgelöst werden.

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Artischockenblätter Pflanzenbeschreibung


Ursprungsland der Artischocke ist das Mittelmeergebiet, Nordafrika und dem Nahen und Mittleren Osten. Botanisch gehört die Pflanze zu den Disteln und wird bis zu zwei Metern groß. Ihre violetten Blüten sind ca. 10 cm groß.

Artischocke- Anwendung in der Naturheilkunde

Artischocken sind auch Heilpflanzen bekannt, denn sie fördern die Arbeit von Leber und Galle, senken den Cholesterinspiegel und helfen beim Abnehmen. Auch bei Diabetes können sie unterstützend helfen. Das Hauptanwendungsgebiet liegt bei Gallenproblemen. In der Naturheilkunde werden die Hüllen der Blütenköpfe, frische oder getrocknete Blätter, Pflanzensaft und Wurzel verwendet. Folgende Inhaltsstoffe hat die Pflanze- Bitterstoff, Caffeoylchinasäuren, Cynarin, Cynaropikrin, Cynarosid, Enzyme, Flavonoide, Gerbsäure, Inulin und Scolymosid.

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Weitere Anwendungsgebiete: Appetitlosigkeit, Leberzellen wachsen besser, Bauchschmerzen, Bauchspeicheldrüsenschwäche, Leberschwäche, Blähungen, Gallensteine, Cholesterinablagerungen, Gallenschwäche, Fettverdauung.

Weitere Heilwirkung der Artischocke: antiphlogistisch (entzündungshemmend), antioxidativ (zu den bekanntesten antioxidativen Inhaltsstoffen gehören Vitamin C und die Carotinoide, ein sekundärer Pflanzenstoff), appetitanregend, blutzuckersenkend, leberregenerierend, krampflösend, verdauungsfördernd, gallenfördernd und leberstärkend.

Homöopathie: in der Homöopathie wird die Artischocke meist als Urtinktur eingesetzt, Cynara Scolymus D2, D4, D6 Globuli. In dieser niedrigen Potenzierung ist die Wirkung die gleiche wie bei der Heilpflanze.

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Rezepte Artischocke: bereitet man sich einen Artischocken-Tee zu nimmt man einen Teelöffel getrockneter Artischocken-Blätter und übergießt sie mit 150 ml kochendem Wasser. Der Tee muss 10 Minuten abgedeckt ziehen, anschließend durch ein Sieb gießen und bei Bedarf mit Honig süßen. Zur Steigerung des Appetits sollte man eine halbe Stunde vor dem Essen eine Tasse trinken. Für eine verbesserte Verdauung wird direkt nach dem Essen eine Tasse Tee getrunken.

Saft aus Artischocke: Für einen Artischocken-Saft presst man aus frischen Blättern den Saft heraus. Von dem Saft trinkt man etwa 25 ml. Dadurch steigert man sein Wohlbefinden. Hilft aber auch gut bei Bauchschmerzen und Verdauungsstörungen. Den Artischocken-Saft gibt es auch als Frischpflanzensaft zu kaufen.

Artischocken-Gemüse: die üblichen Rezepte kochen die fleischigen Teile der Artischockenblüte in heißem Salzwasser mit etwas Zitrone für etwa 30-40 Minuten. Bei dieser Zubereitung gehen fast alle wertvollen Inhaltsstoffe verloren und die Wirkung ist weniger der einer Heilpflanze, dafür eine Gaumenfreude.

Bei bekannter Allergie gegen Artischocken oder einer Allergie gegen Korbblütler sowie bei einem drohenden Verschluss der Gallenwege sollte man von der Artischocke die Finger lassen.

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Löwenzahnwurzel Pflanzenbeschreibung

Der Löwenzahn wächst fast überall. Seine Blätter sind gezackt und länglich. Die Blätter wachsen in Form einer Rosette aus dem Erdreich. In deren Mitte wächst ein runder hoher Stengel, der bis zu 30 cm hoch wird. Der Stängel enthält einen weißen Saft.

Auf dem Stängel entwickeln sich schon sehr früh im Frühjahr gelb leuchtende Korbblüten. Nach kurzer Zeit entwickeln sich diese Blüten zu den bekannten Pusteblumen.

Löwenzahn - Anwendung in der Naturheilkunde

Der Löwenzahn hat eine ausgeprägte blutreinigende Kraft. Er regt sämtliche Verdauungsorgane und Nieren und Blase an, sodass alte Schlacken ausgeschieden werden. Bei Rheumatismus kann er ebenso aus diesen Gründen helfen.
Verwendet in der Naturheilkunde werden die Blätter, Blüten und Wurzeln. Am wirksamsten hilft ein Löwenzahntee oder eine Tinktur, wenn sie aus allen drei Pflanzenteilen besteht.

Löwenzahn Heilwirkung: bei Warzen, Hühnerauge, blutbildend, blutreinigend, harntreibend, Ekzem, Pickel, Menstruations fördernd, Wechseljahrbeschwerden, Wasserssucht, Bronchitis, Husten, Fieber, Appetitlosigkeit, Frühjahrsmüdigkeit, Verstopfung, Arteriosklerose, Allergien, Nierensteine, Gallensteine, Gallenschwäche, Leberschwäche, Gicht, Magenschwäche, Hämorrhoiden, chronische Gelenkerkrankungen, Rheuma.

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Scharfgabe Pflanzenbeschreibung

Die Scharfgabe ist in ganz Europa heimisch. Die Pflanze bevorzugt sonnige, trockene Standorte auf Wiesen, Weiden und Wegrändern.
Die Schafgarbe ist eine mehrjährige, ausdauernde Pflanze, d.h. ein Teil der Blätter bleibt sogar im Winter oberhalb der Erdoberfläche.
Sie gehört zur Familie der Korbblütler (Compositae).
Der Wurzelstock treibt im Frühjahr eine Rosette mit fiederigen Blättern aus. Später wächst dann ein Stängel, auf dem sich die Blüten bilden. Der Stängel selbst ist zäh und innen markhaltig. Die Blüten bilden eine Scheindolde. Sie sind klein, weiß und manchmal sogar leicht rosa.

Scharfgabe Anwendung in der Naturheilkunde

Die Schafgabe hat eine blutreinigende, blutstillende, krampflösende und gefäßtonisierende Wirkung. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig. In der Naturheilkunde werden das ganze blühende Kraut und Blüten verwendet.

Als frischgepresster Saft ist die Scharfgabe besonders wertvoll. Man nimmt täglich 3-mal einen Teelöffel Saft auf ein Glas Wasser zu sich.

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Als äußerliche Anwendung kann man Scharfgabentee einsetzen. Vorzugsweise in Bädern, Waschungen oder Kompressen.

Das ätherische Öl der Scharfgabe ist teuer, aber es hilft verdünnt bei Massagen, Kompressen, Sitzbäder, Fußbäder und in der Duftlampe ungemein.

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Scharfgabe Anwendungsbereiche: Afterjucken, Herzschwäche, Hämorrhoiden, Akne, Angina pectoris, Appetitlosigkeit, Geschwüre, Gastritis, Gallenkoliken, Gicht, aufgesprungene Hände, Augenringe, Blähungen, Bluthochdruck, Diabetes, Gesichtsrose, Erysipel, Erkältung, Ekzeme, Durchfall, Durchblutungsstörungen, Kopfschmerzen, Krampfadern, Wundheilung, Wunde Brustwarzen beim Stillen, Wechseljahresbeschwerden, Verstopfung, Kreislaufschwäche, Menstruationsbeschwerden, Neuralgien, Nierenschwäche, Östrogen-Dominanz, Pfortaderstauungen, Rheuma, Schaufenster-Krankheit, Schnupfen, Schuppenflechte, Sonnenbrand, Verdauungsschwäche.

Besonders hervorzuheben ist auch die Fähigkeit der Schafgarbe bei den Venen den Rückfluss des Blutes zum Herzen zu fördern. Dadurch wird der Kreislauf verbessert und venöse Beschwerden wie Krampfadern, dicke geschwollene Füße, Durchblutungsstörungen des Herzens und die Schaufenster-Krankheit werden positiv beeinflusst.

Scharfgabe Anwendung: Scharfgabe kann man als Tee oder Tinktur innerlich und äußerlich anwenden.

Die Schafgarbe ist eine bewährte Arzneipflanze: Die Kommission E empfiehlt die Anwendung der Schafgarbe bei Appetitlosigkeit, zur Anregung des Gallenflusses (choleretische Wirkung) und bei leichten krampfartigen Beschwerden im Magen-Darmbereich.

Die adstringierende und antibakterielle Wirkung macht die Schafgarbe zu einem guten Heilmittel gegen Entzündungen. So wird Schafgarbe auch für Sitzbäder bei krampfartigen und entzündlichen Zuständen im Unterleib (kleinen Becken) der Frau verwendet.

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Tausendgüldenkraut Pflanzenbeschreibung

Auf Waldwiesen, Lichtungen und Halbtrockenrasen wächst das Tausendgüldenkraut. Das Kraut kommt aber nicht sehr häufig an einer Stelle vor. Tausendgüldenkraut gehört zur Familie der Enziangewächse. Es ist eine ein bis zweijährige Pflanze die 20 bis 40 cm hoch wird. Das Tausendgüldenkraut hat einen vierkantigen Stängel, der sich ab einer bestimmten Höhe sparrig verteilt. Die Blätter sind länglich und eiförmig. Von Juni bis August blühen die rosafarbenden Blüten.

Anwendung in der Naturheilkunde- Tausendgüldenkraut

Das Tausendgüldenkraut kann z. B. bei Abwehrschwäche, Gastritis, Gallensteine, Abszesse, Anämie, Gallenstauung, Förderung des Magensaftes, Appetitlosigkeit, Aufstoßen, Blähungen, Fieber, Erschöpfung, Ekzeme, Blutarmut, chronischen Magenentzündungen, Gebärmutter stärkend, Gelbsucht, Gelenkrheumatismus, Wunden, Verstopfung, Verdauungsstörungen, Übergewicht, Sodbrennen, Schwäche, Gicht, Immunsystem stärkend, Koliken, Kreislaufschwäche, Leberstauung, Magenentzündungen, Milzschwellung, Müdigkeit, Nervenschwäche und Darmkatarrh angewendet werden.

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Verwendet wird das ganze blühende Kraut ohne Wurzel.
Tausendgüldenkraut hat sein Haupteinsatzgebiet bei Verdauungsschwäche, vor allem die des Magens. Durch seine Bitterstoffe stärkt das Tausendgüldenkraut die Verdauung nachhaltig.

Obwohl das Tausendgüldenkraut bei schwächlichen, appetitlosen Menschen den Appetit fördert, hilft es bei übergewichtigen Menschen auch gegen ihr Übergewicht. Das mag in beiden Fällen an der Stärkung der Verdauungsvorgänge liegen.
Zusammen mit Wermut kann Tausendgüldenkraut im Tee die Bauspeicheldrüse stärken, sodass es gegen leichte Formen von Diabetes helfen kann.

Vorsicht: Das Kraut sollte nicht bei Magengeschwüren und Zwölffingerdarmgeschwüren angewendet werden.

Heilwirkung Tausendgüldenkraut: es ist anregend, beruhigend, blutreinigend, entzündungshemmend, stärkend und tonisierend.

Beispiele Rezepte Tausendgüldenkraut

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Tee: Den Tee bereitet man als Kaltauszug, dazu lässt man 1/2 bis 1 TL Tausendgüldenkraut auf 1 Tasse Wasser sechs bis acht Stunden ziehen. Man trinkt täglich vor den Mahlzeiten zwei Tassen in kleinen Schlucken.
Teemischung: als Mischtee kann man das Tausendgüldenkraut auch als normalen Aufguss zubereiten. Dieser Tee ist in seiner Wirkung aber nicht so effektiv.
Mischung bei Verdauungsstörungen: in diesem Tee ist die Bitterkeit des Tausendgüldenkraut weniger intensiv. Man nimmt zu gleichen Teilen (gewichtsmäßig) Tausendgüldenkraut, Kalmuswurzel, Enzianwurzel, Kamille und Fenchel.

Eine Tinktur aus Tausendgüldenkraut herstellen

Wendet man das Tausendgüldenkraut als Tinktur an, so nimmt man 10 bis 20 Tropfen vor den Mahlzeiten ein.

Herstellung: man füllt ein sauberes Schraubdeckelglas mit frischen oder getrockneten Kräuterstücken. Darüber gießt man Doppelkorn oder 70 % Alkohol aus der Apotheke bis alle Kräuterteile bedeckt sind. Den Ansatz lässt man zwei bis sechs Stunden ziehen und füllt die Flüssigkeit dann in eine dunkle Flasche um. Kühl aufbewahrt hält sich die Tinktur ca. ein Jahr.

Äußerliche Anwendung: das Tausendgüldenkraut wird kaum äußerlich angewendet. Man kann den Tee verdünnt als Waschung, als Bad oder für Umschläge nutzen, vor allem bei eiternde Wunden, Ekzeme und Flechten.

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Naturheilkunde Wermut Pflanzenbeschreibung:

Heimisch ist der Wermut in Südeuropa. Er wächst bevorzugt auf kargen Böden. Bis zu einem Meter wird die Pflanze mehrjährige hoch. Die Blätter sind dreifach fiederspaltig, wobei sie im unteren Bereich groß sind und nach oben hin kleiner werden. Die Blüten erscheinen zwischen Juli und September. Der Wermut hat einen herbwürzigen Duft, so dass man gleich an Mittelmeerländer erinnert wird. mit seinem bitteren Aroma gehört der Wermut zu den wichtigsten Bitterkräutern, die zur Stärkung der Verdauung verwendet werden. Bei Wermut muss man beachten, dass seine ätherischen Öle bei Langzeitgebrauch in hoher Dosierung sinnverwirrend wirken. Genannt sei hier z. B. das Absinth-Getränk. Es werden das Kraut und die Blätter der Pflanze naturheilkundlich verwendet.

Heilwirkung Wermut: Wermut ist blutbildend und blutreinigend. Das Hauptanwendungsgebiet ist die Verdauungsschwäche.

Wermut wird angewendet bei: z. B. allgemeiner Schwäche, Quetschungen, Blähungen, Verstauchungen, offene Wunden, Magenschwäche, Mundgeruch, Würmer, Ohrenschmerzen, Wehen fördernd, Gallenbeschwerden, Gelbsucht, Nierenschwäche, Kreislauf stärkend und Menstruations fördernd.

Anwendung von Wermut: Wermutkraut wird als Tee oder Tinktur verwendet. Die häufigste Art der Anwendung ist jedoch die Teezubereitung.

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Gegen Verdauungsschwäche hilft Wermut innerlich als Tee oder Tinktur. Zudem hilft Wermut bei einer Schwäche der Gallenblase, Menstruationsbeschwerden und wirkt Wehen fördernd -  hier sollte die Einnahme aber immer mit dem Arzt abgesprochen werden.
Tee oder Tinktur sollten aber nicht bei Magen- und Darmgeschwüren angewendet werden sowie während der Schwangerschaft.

Wermut als Tee: man übergießt ein bis zwei Teelöffel Wermutkraut oder Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser und lässt den Tee 10 Minuten ziehen. Anschließend wird der Tee abgeseiht und in kleinen Schlucken getrunken. Der Tee sollte nicht gesüßt werden, da die Süße die erwünschte Wirkung des Tees abschwächt.

Wie bei allen stark wirksamen Heilkräutern sollte man nach sechs Wochen Daueranwendung eine Pause einlegen und vorübergehend einen anderen Tee mit ähnlicher Wirkung trinken. Anschließend kann man wieder sechs Wochen lang Wermut-Tee trinken. Durch die Pause werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen verhindert und die erwünschte Wermut-Wirksamkeit bleibt erhalten und lässt nicht durch Gewöhnung nach.

Wermut als Tinktur: um eine Tinktur herzustellen übergießt man Wermut in einem Schraubdeckel-Glas mit Weingeist oder Doppelkorn bis alles bedeckt ist. Die Mischung lässt man 2 bis 6 Wochen ziehen. Danach wird die Flüssigkeit in eine dunkle Flasche abgefüllt.

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Von dieser Tinktur nimmt man ein bis dreimal täglich 10 bis 50 Tropfen ein. Sollte einen die Mischung zu konzentriert sein, kann man die Tropfen mit Wasser verdünnen.

Äußerliche Anwendung Wermut: den Tee oder die Tinktur kann man als Zusatz bei Umschlägen, Bädern oder Waschungen anwenden. Mit Wermutumschlägen kann man z. B. Magenkrämpfe oder Kopfschmerzen lindern. Auch äußerlich gegen stumpfe Verletzungen des Bewegungsapparates sowie der Wundheilung kann es angewandt werden.

Achtung Wermut Öl ist leicht giftig: man sollte Wermut nicht in großen Mengen oder über einen längeren Zeitraum einnehmen. Zu warnen ist hier vor allem die Einnahme als Genussmittel z. B. der häufige Genuss von Absinth führt zu Wahnvorstellungen, Schwindelanfällen und Delirien. Deswegen war Absinth auch verboten. Dieses Verbot ist aber teilweise wieder aufgehoben worden.

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Naturheilkunde Hopfen Pflanzenbeschreibung

Als Wildpflanze wächst der Hopfen an stickstoffreichen Standorten mit ausreichend Feuchtigkeit bevorzugt an Waldrändern, Lichtungen und Gebüschen.
Hopfen ist zweihäusig, das heißt, es gibt unterschiedliche weibliche und männliche Pflanzen. Zum Bierbrauen und als Heilpflanze werden nur die unbefruchteten Ähren, auch Dolden oder Zapfen genannt, der weiblichen Pflanzen verwendet.

Bei dieser Pflanze überwintern nur die Wurzeln, das Blattwerk und die Stängel wachsen jedes Jahr neu. Der Hopfen kann im Laufe des Sommers bis zu 7 Meter hoch an Pflanzen oder Gestellen (in Anbaugebieten) wachsen. Die Blätter des Hopfens erinnern an Weinblätter, die Ränder sind aber zackiger und etwa handgroß. Zwischen Juli und August blüht der Hopfen. Die männlichen Blüten sind klein, zahlreich und hängen in Trauben. Die weiblichen Blüten sind größer und entwickeln sich zu Ähren, die von den Hopfenbauern Dolden genannt werden. Verwendet werden Fruchtzapfen (Ähren).

Heilwirkung Hopfen: Hopfen ist antibakteriell, beruhigend, blutreinigend, schmerzstillend, entzündungshemmend und tonisierend.

Hopfen wird angewendet bei: z. B. Fieber, nervösen Magenbeschwerden, Wechseljahresbeschwerden, Angstzustände, Migräne, Schlafstörungen, Magenkrämpfe, Darmkrämpfe, Verstopfung, Blasenentzündung, Blasensteine, nervöse Herzbeschwerden, Muttermilch fördernd, Menstruationsstörungen, Haarausfall, Wunden, Furunkel, Herzklopfen und nervöse Unruhe.

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Anwendung von Hopfen: zur Anwendung von Hopfen werden nur die Ähren der weiblichen Pflanze verwendet. Sie sind beruhigend und durch ihre Bitterstoffe bakterientötend. Hopfen kann man als Tee oder Tinktur einnehmen. Im Handel werden auch Dragees angeboten.

Teezubereitung Hopfen: man übergießt mit kochendem Wasser einen Teelöffel Hopfen und lässt den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen. Dann wird er abgeseiht und in kleinen Schlucken getrunken. Der Tee hat eine beruhigende Wirkung und ist deshalb auch Bestandteil vieler Beruhigungstees. Der Geschmack des Tees ist etwas bitter hilft aber z. B. beim Einschlafen.

Aufgrund seiner entspannenden Eigenschaften und der Bitterstoffe ist der Hopfen geeignet, nervöse Verdauungsbeschwerden zu lindern und die Verdauung wird angeregt.

Äußerliche Anwendung Hopfen: Für die äußere Anwendung von Hopfenzapfen sind Salben, Bäder und Auflagen im Handel erhältlich.

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