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Naturheilkundliche Behandlung Schulterschmerzen

Naturheilung
Über Schulter- oder Rückenschmerzen klagen immer mehr Menschen. Das betrifft nicht nur alte Menschen, sondern immer häufiger auch junge Menschen. Dass die jüngeren betroffen sind, liegt häufig an einem zu schwachen Muskelaufbau. Diese muskulären Defizite nennt man Dysbalancen, die zu Schulterschmerzen und Schultersteife führt (Frozen Shoulder).

Durch eine kräftige Rückenmuskulatur und einem rückenfreundlichen Verhalten werden die Belastungen der Bandscheibe und der Gelenke herabgesetzt und dadurch Schulter- und Rückenschmerzen vermieden.

In unserer heutigen Zivilisationsgesellschaft sind Schulterschmerzen weit verbreitet. Anatomisch gesehen ist die Schulter eine recht empfindliche Region mit kleinen Gelenkflächen und einem ausgeprägten Muskel- und Sehnenkomplex. Einerseits haben die Arme dadurch eine hohe Bewegungsfreiheit, aber es ergibt sich dadurch auch eine hohe Anfälligkeit für die verschiedensten Störungen und Funktionseinschränkungen.
Inhalt

Diagnose Schulterschmerzen
Behandlung Schulterschmerzen mit Hilfe der Naturheilkunde
Einfache Selbsthilfe bei Schulterschmerzen
Schulterschmerzen- schnelle Hilfe
Anwendung Kirschkern-Kissen
Homöopathische Hilfe
Arnica (auch Bergwohlverlei genannt)
Rhus toxicodendron (der Giftsumach oder Giftefeu)
Ranunculus bulbosus (der Knollenhahnenfuß)
Naturheilkundliche Therapien
Homöopathische Komplexmittel
Massagen, Chirotherapie, Rolfing oder die Osteopathie
Extrakorporale Stoßwellentherapie
Wärme- und Kälte- Therapie
Diagnose Schulterschmerzen:

Bei Schulterschmerzen wird der Arzt zunächst eine gründliche Befragung zu den Beschwerden und der Krankengeschichte durchführen. Danach folgt eine körperliche Untersuchung. Es wird festgestellt, bei welcher Bewegung und in welcher Position die Schmerzen aufkommen und inwieweit eine Bewegungseinschränkung vorliegt. Auch prüft der Arzt ob eine Verringerung der Muskelkraft vorliegt. Hier kommen dann spezielle Funktionstests zum Einsatz. Z. B. bei einem vermuteten Impingement-Syndrom der sogenannte Nackengriff. Bei diesem Test legt der Patient beide Hände mit dem Daumen nach unten in den Nacken.

Bestehen dann noch immer Diagnose-Unklarheiten tastet der Arzt die Sehnenansätze, Gelenke und Triggerpunkte ab, welche bei Druck einen Schmerz auslösen.

Zudem kommen bildgebende Verfahren wie z. B. Ultraschall (Sonographie), Magnetresonanztomographie (MRT) oder eine Röntgenuntersuchung zum Einsatz. Hier kann dann festgestellt werden, ob eine Arthrose (Gelenkverschleiß) vorliegt.
Beim MRT kann beispielsweise eine Rotatorenmanschettenruptur direkt festgestellt werden.

Sollte dann immer noch Unklarheit über die Diagnose bestehen, kommt unter Umständen eine Arthroskopie (Gelenkspieglung) in Frage. Dies ist ein minimal-invasiver Eingriff. Bei diesem Eingriff führt der Arzt eine Minikamera direkt ein und kann so Veränderungen oder Schäden direkt an den Gelenkstrukturen erkennen. Bei dieser Untersuchung kann der Arzt zugleich therapieren. So z. B. beim Impingement Syndrom. Er trägt hierbei entzündetes Gewebe ab oder näht einen Sehnenriss.
Schulter- oder Rückenschmerzen
Bild: website5
Behandlung Schulterschmerzen mit Hilfe der Naturheilkunde:

Schulmedizin: Auch in der Schulmedizin wird zunächst überwiegend zu einer konservativen, nicht operativen Therapie, in Form von Schonung der Schulter geraten. Es kommt hier jedoch zusätzlich zu einer medikamentösen Basistherapie. Dem Betroffenen werden sogenannte Nicht Steroidale Antirheumatika (NSAR) gegen Schmerzen und Entzündungen verschrieben. Zudem kommt es in den meisten Fällen zu physikalischen Therapiemaßnahmen, wie z. B. Kälte- oder Wärmetherapie, Elektrotherapie sowie Krankengymnastik. Durch diese Maßnahmen lassen sich die Schmerzen meist deutlich lindern und die Beweglichkeit wird erhalten und gefördert.

Bei fortschreitender Erkrankung können unter Umständen Spritzen notwendig werden. Bei z. B. stärkeren Entzündungen kommt es zu einer Infiltration, bei der der Arzt Kortison direkt in den Entzündungsort spritzt. Diese Maßnahme zeigt in den meisten Fällen ein nur vorübergehenden Erfolg, weswegen die Maßnahme, auch auf Grund möglicher Nebenwirkungen, nur sehr sparsam angewendet wird.

Bei einer Arthrose kommt z. B. eine Injektion mit einer Hyaluronsäure in Betracht. Diese Injektion wirkt schmerzstillend und die Schmierung des Gelenks wird verbessert, wodurch die Beweglichkeit und Belastbarkeit des betroffenen Gelenks sich bessert.

Sollte es trotz dieser Maßnahmen zu keiner Verbesserung der Beschwerden kommen, kommt eine operative Methode in Betracht. So kommt es z. B. bei einem Impingement-Syndrom, Rotatorenmanschettenruptur, oder bei einer leichten Arthrose zu einer Gelenkspieglung (Arthroskopie). Auch ist eine offene minimal invasive Operation möglich. Bei dieser Operation reicht ein kleiner Schnitt aus. Jedoch in schweren Fällen, so bei einer fortgeschrittenen Arthrose, kommt es zu einem größeren operativen Eingriff, bei dem der Einbau eines künstlichen Schultergelenks nötig ist.
Naturheilkundliche Behandlung: Bei Schulterschmerzen müssen natürlich nicht alle Mittel und Wege zur Anwendung kommen. Es gibt eine Vielzahl an Therapiemöglichkeiten. Man sollte immer daran denken, nicht nur einfach die Schulter zu behandeln, sondern den ganzen Menschen anzuschauen. So z. B. seine Ernährung oder Verdauung, das Alter, Lebensumstände oder den Aktivitätsgrad des Betroffenen. Es ist nun mal für einige Sportarten und Berufe eine volle Funktionsfähigkeit des Schultergelenks unerlässlich.

Die naturheilkundliche Behandlung kann alternativ oder ergänzend zur schulmedizinischen Therapie eingesetzt werden.

Aus der ganzheitlichen Sicht des naturheilkundlich tätigen Arztes gibt es eine noch vielfältigere übergeordneten Ursachen von Schulterschmerzen. So kann die Ursache der Schmerzen z. B. an den Zähnen liegen oder aber es besteht eine innere Erkrankung, die unmerklich die Ursache für die Schmerzen in der Schulter sein kann. Das kann vor allem dann der Fall sein, wenn Schmerzen trotz intensiver Behandlung nicht beeinflussbar sind oder immer wieder aufflammen. Die Aufgabe des Arztes ist es, diese versteckten Ursachen zu finden und durch Behandlung auch eine Besserung der Schultersymptomatik zu ermöglichen.
Einfache Selbsthilfe bei Schulterschmerzen:

Schon eine korrekte Haltung kann in großem Maße die Belastung der Wirbelsäule herabsetzen, dadurch werden die Bänder und Muskeln entlastet.
Auch sollte man in jedem Fall Sport machen. Bei Rücken- und Schulterschmerzen sind besonders Sportarten wie Schwimmen (Rückenschwimmen), Gymnastik, Radfahren, Skilanglauf und Nordic-Walking besonders gut. Besonders empfehlenswert ist z. B. das Aqua-Jogging.

Bei überwiegend sitzenden Tätigkeiten sollte man darauf achten, dass man nicht längere Zeit ununterbrochen in der gleichen Haltung verbleibt. Man sollte zwischendurch aufstehen und seine Lehne so einstellen, dass der Rücken ca. 15 bis 20 cm über der Sitzfläche gestützt wird.

Sind Tätigkeiten überwiegend stehend, sollte man die Höhe seiner Arbeitsfläche so wählen, dass man bequem aufrecht stehen und wenn möglich abwechselnd ein Bein hochstellen kann.

Die meisten Menschen fassen Dinge zum Heben und Tragen falsch an. So sollte man besser 2 kleine Taschen, je Hand eine tragen, als eine große schwere mit einer Hand zu tragen. Beim Aufheben von schweren Lasten werden die meisten Fehler gemacht. Aufheben von der Erde sollte man Dinge immer mit rundem Rücken beugen und gestreckten Beinen nach unten bewegen. Dann in die Knie gehen und den Gegenstand anheben und mit geradem Rücken hochgehen.

Bei der Hausarbeit sollte man z. B. beim Bügeln, Staubsaugen, Kehren oder anderen Tätigkeiten darauf achten, dass man bei den Tätigkeiten aufrecht steht.

Bei Schuhen, weiche Sohlen bevorzugen und auf hohe Absätze verzichten. Dadurch werden Wirbelsäule und Gelenke entlastet. Auch regelmäßiges Barfußlaufen tut nicht nur den Füßen gut, sondern auch der Schulter und der gesamte Rücken werden dadurch entlastet.

Eine falsche Matratze kann zu Schulterschmerzen führen, gerade wenn die Matratze schon älter ist und durchgelegen ist. Empfehlenswert sind eine feste Unterlage und darauf eine weiche Matratze, so dass der Körper überall gleichmäßig aufliegt.

Übergewicht belastet Bandscheiben, Gelenke und Wirbelsäule.
Schulterschmerzen- schnelle Hilfe:

Ein uraltes Hausmittel ist das Kirschkernkissen bei Schulterschmerzen. Der Kirschkern hat den Vorteil, dass er Wärme oder Kälte speichern und langsam wieder abgeben kann.
Anwendung Kirschkern-Kissen: Vor dem Erwärmen sollte man das Kirschkernkissen befeuchten. Auch sollte man es nicht mehrmals hintereinander aufwärmen, sondern erst nach völliger Abkühlung. Man legt das Kissen einfach auf die Heizung oder in den Backofen bei 130 Grad für 5 bis 10 Minuten und bei der Mikrowelle bei maximal 600 Watt für 1 bis 2 Minuten.

Nach der Erwärmung legt man das Kirschkernkissen so lange auf den Nacken- bzw. Schulterbereich, bis eine vollständige Erwärmung des Gewebes erfolgt ist. Es entsteht meist ein Wohlgefühl und es stellt sich eine Schmerzlinderung ein.

Weiterhin kann auch eine Bestrahlung mit Rotlicht helfen. Die dabei entstehende Wärme kann in regelmäßiger Anwendung gegen Schulterschmerzen helfen.
Homöopathische Hilfe:

Arnica (auch Bergwohlverlei genannt): Bei Schulterschmerzen durch Überbeanspruchung und schmerzhafter Berührungsempfindlichkeit. Besserung bei Ruhe und Verschlechterung bei Bewegung. Arnica ist auch äußerlich anwendbar.
Rhus toxicodendron (der Giftsumach oder Giftefeu): Schmerzen entstehen durch Überbeanspruchung und fortgesetzter Bewegung. Schmerz bessert sich bei Wärme und Streckung. Das Krankheitsbild verschlechtert sich bei Kälte, Nässe und Ruhe.
Ranunculus bulbosus (der Knollenhahnenfuß): Bei einem Ziehen von der Schulter bis in den Unterarm. Das Ziehen ist wetterempfindlich, berührungsempfindlich und verstärkt sich bei Bewegung.
Rhododendron: Hilft bei wetterfühligen Schmerzen sowie, wenn bei Ruhe sich die Beschwerden verschlechtern.

Zur Schmerzlinderung hilft auch das Auftragen einer Salbe mit den Inhaltsstoffen Arnica und Rostkastanie.
Naturheilkundliche Therapien:

Akupunktur: Als wirkungsvolle Therapie bei Schulterbeschwerden hat sich die Akupunktur bewährt. Ein erfahrener Therapeut kennt sehr genau die Punkte im Bereich der betroffenen Schulter, aber auch die Fernpunkte an den Händen und Füßen. Die Akupunkturbehandlung trägt sehr zur Schmerzlinderung und zur Behandlung der entzündlichen Reizung bei.

Egal ob man die Akupunktur als chinesische Körperakupunktur nach TCM-Gesichtspunkten, sei es als Ohrakupunktur oder als eine andere Spielart der Akupunktur einsetzt, es ist eine wirkungsvolle Therapie.
Homöopathische Komplexmittel: Es gibt eine Vielzahl von homöopathischen Komplexmitteln, die sich zur Behandlung von Reizungen und Schwellungen sehr gut eignen sowie ergänzend zu einer Akupunkturbehandlung genommen werden können.
Krankengymnastik: Ist sehr wichtig, um den Bewegungsspielraum der Schulter zu trainieren und Muskeln wieder aufzubauen.
Massagen, Chirotherapie, Rolfing oder die Osteopathie: Diese genannten Methoden haben sich zur Schmerzlinderung der Schulter bewährt.

Gerade die Osteopathie hilft bei stechenden Schmerzen in der Schulter, in dem der Osteopath mit Hilfe seiner Hände Strömungen, Bewegungen und Spannungen im Körper ertastet, Blockaden löst und die Selbstheilungskräfte des Körpers mobilisiert.

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Therapie. Die Therapie hat nicht nur das Ziel die Schulter zu behandeln, es geht vielmehr um die Verbesserung der Gesamt-Gesundheit des Menschen.

Die Osteopathie ist eine ursprünglich in den USA entwickelte Alternative Heilmethode. Alles hängt mit allem zusammen ist die wichtigste Aussage dieser Heilmethode. Sie dient vor allem zur Behandlung von Beschwerden des Bewegungsapparates. Das wichtigste Werkzeug des Osteopathen sind seine Hände. Er liest mit seinen Händen den Körper des betroffenen wie eine Landkarte. Ursachen für die gesundheitlichen Probleme findet er oft dort, wo man sie nicht vermuten würde.
Extrakorporale Stoßwellentherapie:

Eine verhältnismäßig neue, gerade bei chronischen Schulterschmerzen wirkungsvolle alternative Behandlungsmethode stellt die Extrakorporale Stoßwellentherapie dar. Bei dieser Methode werden energiereiche Schallwellen in die schmerzenden Bereiche des Körpers geleitet und somit krankhafte Veränderungen an Sehnen, Bändern, Kapseln, Muskeln und Knochen gezielt beseitigt.
Wärme- und Kälte- Therapie:

Die Wärme- und Kältetherapie ist ein Klassiker innerhalb der Naturheilkund. Diese alternative Behandlungsmethode wird gerade bei Gelenkschmerzen häufig angewendet. Starke Wärme verringert das Schmerzempfinden und regt die Selbstheilungskräfte an. Die Kälte wirkt im Rahmen der Kryotherapie auf sehr ähnliche Weise.
Aromatherapie:

In einigen Fällen ist eine Aromatherapie eine wirksame Hilfe. Gerade bei Verspannungen im Schulterbereich durch z. B. einer Wirbelblockierung kann sie zum Einsatz kommen. Bei der Aromatherapie kommen ätherische Öle aus Kampfer, Pfefferminze, Eukalyptus sowie Capsicum zum Einsatz. Diese Öle lockern die verspannte Muskulatur und haben einen vitalisierenden Effekt.
Fazit:

Wenn man all diese Ratschläge für den Alltag anwendet, haben Schulterschmerzen keine Chance mehr.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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