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Online-Spielsucht als Krankheit eingestuft

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Online-Spielsucht als Krankheit eingestuft.
 
 
Menschen, die exzessives Computer- oder Videospiele spielen, gelten nach dem neuen Verzeichnis der WHO bald als krank.
 
 
Die Online-Spielsucht oder Gaming Disorder wird im neuen Katalog der Krankheiten (ICD-11) aufgenommen.
 
 
Dieser neue Katalog erscheint am 18.06.2018. Dieser Katalog dient zum Beispiel Ärzten als Hilfe bei einer Diagnose. Auch nutzten die Krankenkassen diesen Katalog als Grundlage für eine Kostenübernahme.
 
 
Unter Wissenschaftlern ist die Aufnahme der Spielsucht in den Katalog umstritten. Die Kritiker meinen, dass Spieler dadurch grundlos als therapiebedürftig eingestuft werden. Das zumindest sagen die Kritiker.
Krankheit - Spielsucht
Bild: pixabay website5
Vladimir Poznyak vom WHO-Programm Suchtmittelmissbrauch widerspricht jedoch dieser Aussage. Er führt aus „Die Abgrenzung zwischen Spielspaß und Sucht sei klar definiert“, sagte er. „Die Aufnahme in den Katalog dürfte weitere Forschung auf dem Gebiet stimulieren“.

Der ICD-11 nennt drei Kriterien, die das normale Spielen von einer Sucht unterscheiden:

  • entgleitende Kontrolle etwa bei Häufigkeit und Dauer des Spielens
  • wachsende Priorität des Spielens vor anderen Aktivitäten und
  • Weitermachen auch bei negativen Konsequenzen.

Wer also sein Alltag vernachlässigt, um Computer zu spielen, der seine Freunde und Familie vernachlässigt, der keinen normalen Schlafrhythmus hat, sich wegen des ständigen Spielens schlecht ernährt oder sportliche Aktivitäten sausen lässt und es dem Spieler selbst das Spielen keinen Spaß mehr macht, aber er davon nicht loskommt, der ist spielsüchtig. Diesen Teufelskreis kann der Spielsüchtige nicht mehr selbst ohne Hilfe durchbrechen.
Vor allem junge Menschen sind von solch einer Spielsucht betroffen.
Bild: pixabay website5
Andy Przybylski von der Universität Oxford und 30 weitere Kollegen haben in einem Brief an die WHO davor gewarnt, die Spielsucht in den neuen Katalog aufzunehmen. Sie meinen, dass das Risiko besteht, dass solche Diagnosen missbraucht werden können und führen weiter aus, dass erst geprüft werden müsste, ob bei exzessiv spielenden Patienten nicht eher zugrunde liegende Probleme, wie Depressionen oder soziale Angststörungen behandelt werden müssten.

Juni 2018
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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