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Quitte (Cydonia oblonga) – Naturheilkunde

Heilpflanzen
Früher war die Quitte eine begehrte Frucht. Leider gehört sie heute zu den vergessenen Obstsorten. Fragt man jedoch unsere Großmütter, haben die die Quitte sehr geschätzt. Gerade im Winter haben sie aus der Quitte zum Beispiel Quittenmus und Quittenbrot hergestellt. Das Quittenbrot wurde häufig zusammen mit Keksen auf den Weihnachtsteller gelegt. Quittenbrot hat einen süßherben Geschmack und war sehr beliebt. Manche Menschen denken, dass die Quitte eine Mischung aus Apfel und Birne ist. Dem ist aber nicht so, die Bezeichnung bezieht sich nur auf die jeweilige Form der Quitte - Apfelquitten oder Birnenquitten.

Quitten zählen zu den Kernobstsorten und sind mit den Äpfeln und Birnen verwandt. Sie zählen zu der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und der wissenschaftliche Name lautet „Cydonia oblonga oder Pirus cydonia“.

Die Inhaltsstoffe der Quitte wirken zum Beispiel verdauungsstärkend, helfen gegen Erkältungen und lindern Entzündungen der Haut.
Inhalt

Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten
Quitte (Cydonia oblonga) – Pflanzenbeschreibung
Quitte (Cydonia oblonga) – Geschichte
Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe
Quitte (Cydonia oblonga) - Heilwirkung und Anwendungsbereiche
Weitere Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde
Quitte (Cydonia oblonga) – Nebenwirkungen/Kontraindikation
Quitte (Cydonia oblonga) – Anwendung
  • Quitte (Cydonia oblonga) Teerezept
  • Wichtig
  • Quitte bei Darmreinigung
Quitte (Cydonia oblonga) - Äußerliche Anwendung
  • Sitz-Dampfbäder aus Quittenblättern
Quitte (Cydonia oblonga) – In der Küche
  • Quittenmus
  • Quittensaft
  • Quittenhonig
  • Quitte (Cydonia oblonga) – Tinktur
Einige Beispiele, was man aus der Quitte machen kann
Bilder: pixabay website5
Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten

Die Quitte ist in der Volksheilkunde auch unter folgenden Namen bekannt

  • Kittenbaum
  • Kittenäpfel
  • Quittenbaum
  • Kötte
  • Schmeckbirne
Quitte (Cydonia oblonga) – Pflanzenbeschreibung

Heimisch ist der Quittenbaum in Nordpersien (Iran), Asien und dem Mittelmeerraum. Zudem ist er in milden Gegenden des Mittelmeerraumes beheimatet.

Der Baum erreicht eine Höhe zwischen drei und acht Metern. Die Quitte sieht einem Apfel- und Birnenbaum sehr ähnlich.
Bild: pixabay website5


Die ersten Früchte der Quitte wachsen im Alter von vier bis acht Jahren an dem Baum.

Die Blüten der Quitte blühen im Mai bis Juni und sind weiß- oder rosafarben und duften angenehm stark. Auch sind sie etwas größer als die Blüten von Apfel und Birne.

Bis Oktober entwickeln sich aus den Blüten die Quittenfrüchte. Da die Quitten nach der Ernte noch nachreifen müssen, werden sie erst ab dem Winter zum Essen freigegeben.

Aber auch die reifen Früchte wirken noch stark zusammenziehend und herb. Auf Grund dessen werden die Quittenfrüchte fast ausschließlich gekocht genossen.
Quitte (Cydonia oblonga) – Geschichte

Schon in der Antike war die Quitte bekannt. So galt sie als Lieblingsfrucht der Götter und wurde auf ihren Altären geopfert. Im alten Griechenland wurde die Quitte erstmalig um 600 v. Chr. beschrieben, als Symbol für Glück, Liebe und Fruchtbarkeit.

Schon Hippokrates, der berühmteste Arzt des Altertums, hat die Quitte bei Magen-Darm-Problemen und Fieber verschrieben.

Im Mittelalter empfahl Hildegard von Bingen die Quitte für Gesunde und Kranke. Die Äbtissin von Bingen empfiehlt sie bei Gicht, Hautausschlägen, Ekzemen, Geschwüren und Arteriosklerose.
Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe

Medizinisch verwendet werden die Früchte, Blätter und der Samen der Quitte.

Inhaltsstoffe

Die Quitte hat eine Vielzahl gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe.

So zum Beispiel

  • Gerbstoffe
  • organische Säuren
  • Vitamin C
  • Amygdalin
  • Gerbsäure
  • Pektin
  • Zink
  • Kalium
Quitte (Cydonia oblonga) - Heilwirkung und Anwendungsbereiche

Heilwirkung

Die Quitte ist eine Frucht mit großer Heilwirkung.

Die Extrakte der Quitte aus Früchten, Blättern oder Samen wirken zum Beispiel

  • entzündungshemmend
  • harntreibend
  • kühlend
  • erweichend
  • adstringierend
  • blutbildend
  • schleimlösend

Quitte (Cydonia oblonga) - Anwendungsbereiche

Die Extrakte des Quittenbaums werden hauptsächlich zur Förderung der Verdauung, bei Erkältungen und Verletzungen der Haut verwendet.

In der Volksheilkunde werden die Extrakte zum Beispiel auch bei Blutarmut, Schlaflosigkeit, Mundgeruch, Sodbrennen und Magenschleimhautentzündungen verwendet.
Naturheilkunde Quitte
Bild: pixabay website5
Weitere Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde

Die Hauptanwendung der Quittenextrakte liegt bei Durchfall und Husten.

Weitere Anwendungsgebiete sind zum Beispiel

  • Darmentzündung
  • Bluthochdruck
  • Gebärmuttervorfall
  • Brandwunden
  • Bronchitis
  • Anämie
  • Magenschleimhautentzündung
  • Schlaflosigkeit
  • Rachenentzündung
  • Dekubitus
  • Gicht
  • Halsschmerzen
  • Hämorrhoiden
  • Durchfall
  • Erkältung
  • Verstopfung
  • Blutende Wunden
  • Mundgeruch
  • Nervosität
  • Rissige Haut
  • Sodbrennen
Quitte (Cydonia oblonga) – Nebenwirkungen/Kontraindikation

Die Samen der Quitte sollten nur nach Absprache mit dem Arzt angewandt werden, da diese giftige Blausäure enthalten. Eine zu hohe Dosis kann zu Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Bewusstlosigkeit und Atemnot führen.

Die Frucht kann dagegen ohne Bedenken verzehrt oder verarbeitet werden. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie allerdings auf Quittenzubereitungen verzichten, da es hierzu keine gesicherten Kenntnisse gib.
Quitte (Cydonia oblonga) - Anwendung

Medizinisch verwendet von der Quitte werden die Früchte, die Samen und die Blätter.

Die Blätter und der Samen kann man als Tee anwenden und die Frucht zu Mus, Saft und Honig verarbeiten.

Quitte (Cydonia oblonga) Teerezept: Für einen Tee nimmt man ein bis zwei Teelöffel Quittensamen (unzerkleinert) und übergießt ihn mit einer Tasse kochendem Wasser. Der Sud sollte für fünf Minuten ziehen und wird dann abgeseiht.

Der Tee wird in kleinen Schlucken getrunken.

Wichtig: Die Samen müssen unbedingt unzerkleinert verwendet werden, da sie im Inneren giftige Blausäure enthalten.

Der Tee hilft innerlich zum Beispiel gegen Schlaflosigkeit, Unruhe und Verdauungsbeschwerden.

Quitte bei Darmreinigung: So wird dem hohen Pektingehalt der Quitte eine darmreinigende Wirkung nachgesagt. Es werden schädliche Stoffe wie Bakteriengifte, Cholesterin, Gallensäure und Schwermetalle gebunden und in der Folge auf natürliche Weise ausgeschieden.

Pektine sorgen im Magen-Darm-Bereich dafür, dass ein Teil der mit der Nahrung eintreffenden Fette sowie Gallensäuren und Cholesterin gebunden werden und dann ausgeschieden werden. So wird auch Zucker durch Pektine wesentlich langsamer resorbiert, so dass sie den Blutzuckerspiegel im Lot halten.
Quitte (Cydonia oblonga) - Äußerliche Anwendung

Kocht man die Quittenkerne, so dass ein Schleim entsteht, kann man diesen bei Hautentzündungen und schlecht heilende Wunden auftragen. Zudem wirkt der Schleim gegen Wundliegen und Risse in der Haut.

Sitz-Dampfbäder aus Quittenblättern: Als Sitz- oder Dampfbad werden die Quittenblättern gegen Gebärmuttervorfall und Mastdarmvorfall angewendet.
Quitte (Cydonia oblonga) – In der Küche

Quittenmus: Quittenmus wird ähnlich dem Apfelmus hergestellt. Das Mus hilft bei Verdauungsschwäche, Erkältungen und Gicht.

Quittensaft: Die Heilwirkung des Quittensaftes ist dem des Quittenmuses ähnlich. Der Saft kann auch als Grundlage für ein Quittengelee verwendet werden.

Der Saft der ganzen Früchte soll durch seinen Schleim und Gerbstoffe bei leichten Entzündungen im Mund- und Rachenraum sowie bei Verdauungsstörungen und Blähungen helfen. Angewendet wird der Saft auch bei Frauenleiden, Schlafstörungen, Rheuma, Magenbeschwerden und Haarausfall.

Quittenhonig: Zur Herstellung von Quittenhonig wird eine geschälte Quitte in längliche Streifen (Stifte) geschnitten und mit Honig verrührt. Der Honig sollte dann einige Tage ziehen - danach kann man den Quittenhonig verwenden, z. B. zum Süßen von Tees.

Quitte (Cydonia oblonga) - Tinktur: Helfen soll eine Quittentinktur, die man auch selbst herstellen kann, gegen Blutarmut (Anämie), da sie blutbildend sein soll.
Einige Beispiele, was man aus der Quitte machen kann

Quittenmarmelade, Quittenbrot, Quittensaft, Quittenkompott, Quittenkuchen, Quittenmus, Dörrobst, Quittengelee
Bilder: pixabay website5
Fazit: Die Quitte ist eine große Heilpflanze, die etwas in Vergessenheit geraten ist. Quittenextrakte stärken die Verdauung und helfen gegen vielerlei körperlichen Beschwerden.
Einfach roh essen kann man die Frucht jedoch nicht. Die Quitte muss man so verarbeiten wie ihre Artverwandten Apfel und Birne. Aus der Quitte lassen sich so verschiedene, leckere Speisen zubereiten, die dann auch eine Heilwirkung aufweisen.

Die Quitte ist nicht nur in der Küche zu verwenden. Sie ist auch in der Naturheilkunde eine bekannte Heilpflanze.

Die Quitte kann in erster Linie vorbeugend helfen, aber auch bei zahlreichen Krankheiten in die Ernährung integriert werden und auf diese Weise den Körper positiv beeinflussen.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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