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Rezeptpflicht: Wie gefährlich ist Paracetamol?

Das Schmerzmittel ist ohne Rezept frei verkäuflich und preisgünstig. Mit etwa 50 Millionen Packungen pro Jahr ist es eines der beliebtesten Schmerzmittel, das sogar während der Schwangerschaft genommen werden kann. Bekannt ist, dass eine zu hohe Dosierung zu Leberversagen führen kann und auch das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt sowie Magengeschwür erhöht ist. Aus diesen Gründen wurde die Packungsgröße vor fünf Jahren verkleinert.

Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass bei der Einnahme von Paracetamol seltene, schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten können.

Forscher warnen deshalb erneut im "European Journal of Pain" vor einem zu sorglosen Umgang mit rezeptfreien Schmerzmitteln. Der Studienautor Kay Brune, Pharmakologe an der Universität Erlangen-Nürnberg, setzt sich seit Jahren für eine Rezeptpflicht bei Paracetamol ein.
Das Schmerzmittel ist ohne Rezept frei verkäuflich und preisgünstig. Mit etwa 50 Millionen Packungen pro Jahr ist es eines der beliebtesten Schmerzmittel, das sogar während der Schwangerschaft genommen werden kann. Bekannt ist, dass eine zu hohe Dosierung zu Leberversagen führen kann und auch das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt sowie Magengeschwür erhöht ist. Aus diesen Gründen wurde die Packungsgröße vor fünf Jahren verkleinert.

Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass bei der Einnahme von Paracetamol seltene, schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten können.

Forscher warnen deshalb erneut im "European Journal of Pain" vor einem zu sorglosen Umgang mit rezeptfreien Schmerzmitteln. Der Studienautor Kay Brune, Pharmakologe an der Universität Erlangen-Nürnberg, setzt sich seit Jahren für eine Rezeptpflicht bei Paracetamol ein.
Nebenwirkungen von Paracetamol - Neue Erkenntnisse

Untersucht wurde von Brune und Kollegen, welche Nebenwirkungen Paracetamol auf die empfohlene Tagesdosis (4 g) hat, insbesondere vor dem Hintergrund, dass das Schmerzmittel auch in der Schwangerschaft und bei Babys und Kleinkindern zugelassen ist. Brune und seine Kollegen von der Uni-Klinik Hamburg Eppendorf (UKE) haben für ihre Analyse die neuere Forschung über Paracetamol zusammengetragen.

Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft Paracetamol regelmäßig eingenommen haben, zeigten häufiger Verhaltensauffälligkeiten oder leiden an ADHS. Dies zeigt eine diesjährige statistische Erhebung aus Dänemark mit 64.322 dänischen Müttern und ihren zwischen 1996 und 2002 geborenen Kindern. Etwa die Hälfte der Mütter nahm während der Schwangerschaft das Schmerzmittel. Ihre Kinder hatten ein rund 37 Prozent höheres ADS oder ADHS-Risiko, als Mütter, die kein Paracetamol eingenommen hatten. Allerdings kann die Studie nicht belegen, dass das Medikament für das erhöhte Risiko verantwortlich ist.

Eine norwegische Studie kam zu ähnlichen Ergebnissen. Auch hier zeigten sich bei Kindern, deren Mütter Paracetamol eingenommen hatten, Verhaltensauffälligkeiten wie Hyperaktivität, ein gestörtes Kommunikationsverhalten sowie eine schlechtere motorische Entwicklung.

Paracetamol während der Schwangerschaft

Es wird untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen der Einnahme von Paracetamol währen der Schwangerschaft zum Hodenhochstand beim Neugeborenen führen kann (Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit) sowie zu einem erhöhten Hodenkrebs-Risiko.
Und auch, ob Ungeborene, die verstärkt Paracetamol ausgesetzt waren, ein erhöhtes Asthma-Risiko haben. Jedoch gibt es auch hierfür keine Belege, so das Bundesinstitut für Arzneimitte und Medizinprodukte (BfArM).

Trotzdem wird angeraten das Schmerzmittel Paracetamol nicht regelmäßig einzunehmen. Ibuprofen hat diese Nebenwirkungen nicht und sei laut Studien wirksamer. Jedoch sollten Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel auch auf Ibuprofen verzichten. Überhaupt sollten Schwangere nur im äußersten Notfall zu einem Schmerzmittel greifen und dieses nicht ohne Rücksprache mit ihrem Arzt.

Grundsätzlich wird vor einer Überdosierung gewarnt und seit Februar dieses Jahres wird zusätzlich darauf hingewiesen, dass Paracetamol zu schweren Hautreaktionen führen kann. Bei Rückenschmerzen oder Arthrose hilft Paracetamol ohnehin nur wenig bis überhaupt nicht.

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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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