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Röschenflechte

Bei der sogenannten Rösenflechte, der medizinische Ausdruck hierfür ist Pityriasis rosea, handelt es sich um schuppende rote Flecken überwiegend im Bereich des Oberkörpers. Diese Art der entzündlichen Hauterkrankung tritt plötzlich auf, heilt nach einigen Wochen von selbst wieder ab und ist nicht ansteckend. Betroffen davon sind meist junge Erwachsene bis 35 Jahren bzw. Kinder ab 10 Jahren. Frauen und Mädchen erkranken doppelt so oft an der Röschenflechte wie Männer und Jungen.

Ein weiterer Name der Röschenflechte ist Schuppenröschen und tatsächlich ähneln die runden schuppigen Flecken kleinen Röschen.
Inhalt

Röschenflechte – Ursachen
Röschenflechte – Symptome
Röschenflechte – Diagnose
Röschenflechte – Behandlung
Röschenflechte – Vorsicht bei Schwangeren
Ist die Röschenflechte ansteckend?
Röschenflechte – Vorbeugen
Weitere Themen
Röschenflechte - Ursachen

Die Ursachen, die eine Röschenflechte hervorrufen, werden derzeit noch erforscht. Als wahrscheinlich gilt, dass es sich hierbei um eine Infektion mit humanen Herpesviren (HHV, Typen 6, 7 und 8), die meist zwar unbemerkt bleibt, jedoch bei einigen Menschen im Körper reaktiviert werden und es somit von innen heraus zu einer Röschenflechte (Pityriasis rosea) kommt. Wie es zu diesem Auslöser, also der Reaktivierung der körpereigenen Viren kommt, ist allerdings noch nicht genau erforscht.

Des Weiteren wurde beobachtet, dass die Röschenflechte (Pityriasis rosea) in Zusammenhang mit anderen Hauterkrankungen stehen könnte, so zum Beispiel mit Neurodermitis oder Akne vulgaris oder anderen allergischen Erkrankungen. Aber auch Stress zusammen mit vorhandenen Allergien könnte ein möglich auslösender Faktor sein. Ebenso könnten aber auch genetische Ursachen eine Rolle spielen.
Röschenflechte - Symptome

Die Röschenflechte (Pityriasis rosea) verläuft in zwei Abschnitten. Erstes Anzeichen ist meist eine ovale Rötung in der Größe einer Münze im Bereich des Oberkörpers. Dieser Hautausschlag wird als Primärmedaillon oder auch als Mutterplatte bezeichnet. Da der Ausschlag kaum juckend ist, kann er, je nach Sitz, zunächst vom Betroffenen unbemerkt bleiben. Die Rötung ist scharf begrenzt, leicht schuppig und etwas über das Hautniveau erhaben.

Nach Auftreten des sogenannten Primärmedaillons erscheinen in den ersten zwei Wochen zahlreiche weitere rötlich schuppende Flecken am Oberkörper sowie an den Oberarmen und Oberschenkeln, die allerdings deutlich kleiner als das Primärmedaillon sind.

Der Juckreiz dieser Hautstellen ist eher gering, kann aber durch häufiges Duschen oder starkes Schwitzen verstärkt werden und es kann zu intensiven Rötungen kommen.
Röschenflechte - Diagnose

In den meisten Fällen ist die Diagnose einer Röschenflechte (Pityriasis rosea) eindeutig und wird nach Sicht der betroffenen Körperstellen vom Hautarzt gestellt. Sollten die Hautveränderungen oder der Allgemeinzustand des Patienten nicht typisch für die Röschenflechte sein oder davon abweichen wird der Arzt weitere Untersuchungen veranlassen, wie die Biopsie (Untersuchung einer Hautprobe).
Röschenflechte - Behandlung

Auch wenn die Röschenflechte (Pityriasis rosea) als eine harmlose Hauterkrankung gilt und sich nach einigen Wochen wieder von selbst zurückbildet, sollte unbedingt ein Hautarzt abklären, ob es sich tatsächlich um die Röschenflechte handelt, da auch andere schwerwiegendere Erkrankungen in Frage kommen könnten.

Bei der Röschenflechte reichen meist ein paar einfache Behandlungsmaßnahmen und Verhaltensregeln, um die lästigen und unschönen Flecken wieder loszuwerden. Dazu gehört eine spezielle Pflegecreme mit dem Wirkstoff Polidocanol, falls die Rötungen jucken. Bei stärkerem Juckreiz, was eher selten der Fall ist, können schwach wirksame Kortisonpräparate oder eventuell eine Lichttherapie helfen, die Beschwerden zu lindern. Des Weiteren wird empfohlen, auf häufiges Duschen oder heiße Bäder in dieser Zeit zu verzichten, um ein zusätzliches Austrocknen der Haut zu vermeiden. Das Gleiche gilt für übermäßiges Schwitzen, also keine Saunagänge oder schweißtreibende Tätigkeiten. Auf enganliegende Kleidung sollte verzichtet werden, um die Rötungen nicht noch zusätzlich zu reizen.

Einige Mittel aus der Homöopathie können die Abheilung begünstigen und stärkeren Juckreiz lindern, wie Arsenicum jodatum C9 in Kombination mit Sepia C5 sowie Arsenicum album C5 und Graphites C15. Sollten sich die Rötungen derart verändern, dass es zur Bildung herpesähnlicher Bläschen auf der Oberfläche der Flecken kommt, sollten zusätzlich Globuli mit Vulgaris C5 eingenommen werden. Eine homöopathische Behandlung sollte immer solange und konsequent erfolgen, bis der Hautausschlag vollständig abgeklungen ist.

In der Regel klingen die Rötungen nach ein paar Wochen wieder ab, nur selten hält der Ausschlag mehrere Monate an.
Röschenflechte – Vorsicht bei Schwangeren

Auch wenn die Röschenflechte (Pityriasis rosea) eine harmlose Hauterkrankung ist, gelten für Schwangere andere Regeln, wie das auch für einige „harmlose Krankheiten“ der Fall ist. Vor allem, bei einer Röschenflechte, die bei der Schwangeren vor der 15. Schwangerschaftswoche auftritt – dies kann zu einer Fehlgeburt führen. Nach der 15. Schwangerschaftswoche kommt es zwar seltener zu Komplikationen, jedoch sollte umgehend der Arzt bzw. Gynäkologe aufgesucht werden, sobald Veränderungen der Haut bemerkt werden. Zur Beruhigung aber: Weder bei Babys, die zu früh zur Welt kamen, noch bei termingerecht geborenen Babys wurden bleibende Schäden festgestellt, aufgrund einer vorangegangen Röschenflechte der Mutter.
Ist die Röschenflechte ansteckend?

Da bisher keine nachweislichen Aussagen vorliegen, die eine direkte Übertragung der Hauterkrankung bestätigen, wird davon ausgegangen, dass die Röschenflechte (Pityriasis rosea) nicht ansteckend ist. Wahrscheinlich ist aber, dass eine virale Erkrankung der Auslöser ist, somit wäre sehr wohl eine Ansteckung der Viren, die zu der Gruppe der Herpesviren zählen, möglich. Was aber nicht heißt, dass es zu einem Ausbruch der Hauterkrankung kommt. Bei den meisten Menschen, die die Viren im Körper haben kommt es nicht dazu.

Die Röschenflechte kann überall auf der Welt vorkommen und es wurde verzeichnet, dass besonders viele Menschen im Frühjahr oder im Herbst daran erkranken. Betroffene, die einmal an der Rösenflechte erkrankt sind, entwickeln offensichtlich einen Immunschutz, sodass die Krankheit kein zweites Mal auftritt, so die Aufzeichnungen.
Röschenflechte - Vorbeugen

Da die genauen Ursachen bisher noch weitestgehend ungeklärt sind, kann einer Röschenflechte (Pityriasis rosea) nicht vorgebeugt werden.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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