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Sauerampfer (Rumex acetosa) - Naturheilkunde

Heilpflanzen
Der Sauerampfer wächst bevorzugt auf feuchten und nährstoffreichen Wiesen. Man findet den Sauerampfer in ganz Europa, bis zu einer Höhenlage von 2.000 Metern.

Wiederentdeckt wurde der Sauerampfer in der Vergangenheit als Würzkraut. Verwendet wird er z. B. zum Verfeinern verschiedenster Gerichte. Mit seinem etwas säuerlichen und frischen Geschmack gibt er Salaten, Suppen und vielen anderen Gerichten den letzten Pfiff.
Naturheilkunde - Sauerampfer
Bild: pixabay website5
Inhalt

Weitere Namen der Pflanze und Pflanzenbeschreibung
Sauerampfer (Rumex acetosa) – Geschichte
Sauerampfer - Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe
Sauerampfer - Heilwirkung und Anwendungsbereiche
Weitere Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde
Sauerampfer – Nebenwirkungen / Kontraindikation
Sauerampfer (Rumex acetosa) – Anwendung
  • Sauerampfer Teerezept
  • Sauerampfer – Tinkturrezept
Sauerampfer – Äußerliche Anwendung
Weitere Namen der Pflanze und Pflanzenbeschreibung

Der Sauerampfer ist auch unter den Namen Sauerknöterich, Sauergras, Großer Ampfer oder Salatampfer bekannt.

Pflanzenbeschreibung

Der Sauerampfer ist an seinen lanzettartigen, aufrecht wachsenden Blättern zu erkennen. Die Wachstumshöhe reicht bis zu einem Meter hoch. Bevorzugt wächst die Pflanze auf nährstoffreichen, schwach sauren Böden.

Ab Mai entwickeln sich die kleinen roten Blüten, die in Rispen angeordnet sind. Als Wildkraut wächst die Pflanze auf sonnigen bis halbschattigen Wiesen in ganz Europa, bis zu einer Höhenlage von 2.000 Meter.
Der Sauerampfer gehört zur Pflanzenfamilie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und der wissenschaftliche Name lautet „Rumex acetosa“.
Sauerampfer (Rumex acetosa) – Geschichte

Seit der Antike sind die Heilkräfte der Pflanze bekannt. Die alten Ägypter, Griechen und Römer verwendeten die Extrakte des Sauerampfers z. B. nach fetten Speisen, um ein Übermaß des Festmahls zu verhindern.

Die Briten des Mittelalters schrieben der Pflanze eine fiebersenkende Wirkung zu und den Seefahrern des Mittelalters war die Pflanze schon als Mittel gegen Skorbut bekannt.
Sauerampfer - Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe

Eine medizinische Verwendung finden die Blätter der Heilpflanze. In der Volksmedizin werden die Blätter, die Stängel und die Wurzeln genutzt.

Achtung: Der Verzehr der rohen Blätter des Sauerampfers ist nicht ganz unbedenklich. Wie auch der Rhabarber, der Sauerklee und der Spinat enthält der Sauerampfer die giftigen Substanzen Oxalsäure und Kaliumhydrogenoxalat.

Auch Vergiftungen beim Weidevieh sind bekannt, normalerweise wird der Sauerampfer aber von den Tieren gemieden.

Inhaltsstoffe

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Sauerampfers sind z. B.:

  • Vitamin C
  • Gerbsäure
  • Hyperosid
  • Eisen
  • Carotinoide
  • Flavonglykoside
  • Gerbstoff
  • Oxalsäure
  • Kaliumbioxalat
  • Kalium
  • Kalzium
  • Magnesium
  • Proteine,
  • Vitamin A
  • Vitamin B
  • Vitamin E (Tocopherol)
Sauerampfer - Heilwirkung und Anwendungsbereiche

Die Extrakte des Sauerampfers haben eine Vielzahl von gesundheitsfördernden Wirkungen:

Sie sind zum Beispiel:


Anwendungsbereiche

Extrakte des Sauerampfers werden in der pharmazeutischen Industrie und in der Tiermedizin verwendet.

Angewendet werden die Extrakte innerlich und äußerlich.

Die Hauptanwendung liegt zum Beispiel bei Akne, Abszesse, Insektenstiche und Verstopfung.
Weitere Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde

In der Volksheilkunde werden die Extrakte des Sauerampfers bei vielen Erkrankungen empfohlen.

So zum Beispiel bei:

Sauerampfer – Nebenwirkungen / Kontraindikation

Achtung: Zu beachten ist jedoch, dass man nicht zu viel Sauerampfer verwendet, da er leicht giftig ist. Die enthaltende vorhandene Oxalsäure und die im Sauerampfer vorhandenen Alkalisalze wirken in großen Dosen giftig.

Der Verzehr in geringen Mengen in Gemüse oder Suppen ist für Erwachsene jedoch harmlos.

Man sollte aber darauf achten, nur die jungen und frischen Blätter vom Sauerampfer zu verwenden.

Bei Kindern kann der Verzehr größerer Mengen Sauerampfer-Blätter zu Vergiftungen mit schweren Schädigungen am Organismus führen.

Extrakte des Sauerampfers sollte man nicht verwenden, wenn man zum Beispiel an Erkrankungen wie Arthritis, Gicht oder Rheuma leidet. Wer an einer Nierenerkrankung leidet, sollte ganz auf den Sauerampfer verzichten genauso wie Menschen, die einen Eisenmangel haben, da der in der Heilpflanze vorhandene Inhaltsstoff „Oxalsäure“ die Eisenaufnahme hemmt.

In der Schwangerschaft sollte man Extrakte des Sauerampfers nur nach Rücksprache mit seinem Arzt einnehmen.
Sauerampfer (Rumex acetosa) – Anwendung

Neben der vielseitigen Verwendung als Würzkraut ist Sauerampfer auch ein gutes Heilkraut.

Extrakte des Sauerampfers kann man innerlich und äußerlich anwenden.

Sauerampfer Teerezept: Für einen Tee benötigt man ein Esslöffel frischer Blätter vom Sauerampfer.

Die Blätter werden mit 250 ml 60 bis 80 Grad heißem Wasser übergossen. Der Sud muss für fünf Minuten ziehen und wird dann abgeseiht.

Täglich sollte man dreimal ein Tasse Sauerampfer-Tee trinken.

Der Tee kann getrunken und auch äußerlich zur Behandlung von Hautkrankheiten genutzt werden.

Ein Tee hat z. B. eine antioxidative Wirkung und kann als Frühjahrskur getrunken werden.

Eine Frühjahrskur mit Sauerampfer-Tee sollte maximal nur eine Woche lang durchgeführt werden.

Sauerampfer – Tinkturrezept: Um eine Tinktur herzustellen, füllt man ein Schraubdeckelglas zur Hälfte mit kleingeschnittenen Sauerampferblättern. Dann wird das Glas mit einem mindestens 40-prozentigem Alkohol aufgegossen. Das verschlossene Glas wird für drei Wochen an einem kühlen Ort verwahrt.

Danach wird abgeseiht und in eine dunkle Flasche abgefüllt.

Für maximal drei Wochen kann man dreimal täglich 30 Tropfen einnehmen.

Die Tinktur hilft z. B. bei Erkältungskrankheiten, sie wirkt schleimfördernd, entwässernd und leicht abführend.
Sauerampfer – Äußerliche Anwendung

Äußerlich angewendet können zerriebene Blätter oder der Pflanzensaft auf Wunden und Insektenstiche aufgelegt werden.

Äußerlich angewendet wird zudem der Tee als z. B. Umschlag bei Hautkrankheiten.
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Fazit: Der Sauerampfer darf nicht in zu hohen Dosen verwendet werden, da er eine nicht geringe Menge an giftiger Oxalsäure enthält. Sonst kann es besonders bei Kindern zu Erbrechen, Durchfall und Kreislaufschwäche kommen. Bei Pferden, Kühen, Schafen und Rindern wirkt Sauerampfer sogar giftig.
Der Sauerampfer wird neben seinen heilsamen Eigenschaften vor allem als essbare Wildpflanze geschätzt.

In der Küche verleiht Sauerampfer zum Beispiel dem Salat die besondere Würze. In Frankreich und Belgien ist Sauerampfersuppe sehr beliebt und die Pflanze wird dort auch kommerziell angebaut.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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