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Schambeinentzündung
Zu einer Schambeinentzündung (Ostitis pubis) kann es kommen durch eine Überlastung des vorderen Beckenrings und der dazugehörigen Muskelgruppen, wie den Adduktoren (Muskeln an der Oberschenkelinnenseite), dem Schambeinknochen, den Leistenbändern oder Faszien und der Bauchmuskulatur. Die Entzündung selbst geht von der Schambeinfuge aus, verursacht durch eine immer wiederkehrende Überlastung bzw. Fehlbelastung. Dadurch können im Laufe der Zeit Mikrotraumata (kleinste Verletzungen) entstehen, die zu der Entzündung führen.

Besonders häufig betroffen von einer Schambeinentzündung sind Sportler. Vor allem bei den Sportarten wie Fußball, Tennis, Handball, Badminton, Squash oder Basketball, hierbei besonders die Hallensportarten auf hartem Untergrund. Durch den ständigen Wechsel von Lauf, Stand und Drehung bei diesen Sportarten wird die Muskulatur in diesem Bereich übermäßig und ungleichmäßig beansprucht. Doch es trifft nicht nur Sportler, auch bei ständiger Fehlhaltung, wie zum Beispiel bei langem häufigem Sitzen, ob im Büro oder im Auto, kann es zu einer Schambeinentzündung kommen.

Eine Schambeinentzündung kann äußerst schmerzhaft sein und bestimmte Bewegungsabläufe behindern. Da die genaue Schmerzstelle aufgrund der diffusen Schmerzverteilung nicht genau bestimmt werden kann, ist die Diagnosestellung für Ärzte nicht so ganz einfach.

Wichtig zu wissen: Die Schambeinentzündung wird nicht durch Bakterien oder Viren verursacht.
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Inhalt

Schambeinentzündung - Ursachen

Als Hauptursache der Schambeinentzündung zählen eine übermäßige und ungleichmäßige Belastung bzw. Beanspruchung der Schambeinfuge (Symphyse). Dadurch kann es im weiteren Verlauf zu kleinsten Verletzungen, wie Haar-Rissen oder auch Zysten in den naheliegenden Bereichen kommen. Sportarten, die häufigen Richtungswechsel mit Laufen und plötzlichen Stopps erfordern, wie zum Beispiel beim Handball, Fußball oder Tennis, wird das Risiko einer Entzündung des Schambeins begünstigt.

Aber auch während einer Schwangerschaft oder nach einer Geburt kann es zu einer Schambeinentzündung kommen, bedingt durch die extreme Belastung des Schambeins.

Ebenso kann eine Schambeinentzündung als Folge einer Operation im Beckenbereich auftreten, zum Beispiel nach einer Prostataoperation.
Schambeinentzündung - Symptome

Bewegungseinschränkungen mit Schmerzen verbunden können Anzeichen einer Schambeinentzündung sein. Das macht sich zum Beispiel beim schnelleren Laufen, beim Treppensteigen oder beim Sport bemerkbar.

Die Schmerzen können an verschiedenen Stellen im Beckenbereich auftreten – man kann versuchen die Schmerzstelle zu ertasten. Häufig tritt bei der Schambeinentzündung eine druckempfindliche Schwellung im Bereich der Schambeinfuge auf, also rechts und links an der Vorderseite des Beckens. Die Schmerzen können aber auch im Bereich der unteren Bauchmuskulatur auftreten sowie in der Leistengegend oder der Hüfte.

Besonders nach längerem Sitzen oder morgens beim Aufstehen treten heftige Schmerzen auf, der sogenannte „Anlaufschmerz“, der allerdings bei gleichmäßiger Bewegung wieder nachlässt.

Die genannten Symptome könnten Hinweise für eine Schambeinentzündung sein, jedoch könnten auch andere Erkrankungen dahinterstecken. Bei Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, die über einen längeren Zeitraum hinausgehen, sollte man deshalb einen Arzt aufsuchen, um das Krankheitsbild abklären zu lassen.
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Schambeinentzündung - Diagnose

Da die Symptome einer Schambeinentzündung sehr vielseitig sein können, ist ein ausführliches Gespräch mit dem Arzt erforderlich. So zum Beispiel seit wann die Schmerzen auftreten und bei welchen Tätigkeiten. Oder ob und welche Sportart man betreibt. Auch nach Vorerkrankungen wird gefragt. Da das Beschwerdebild den gesamten Beckenbereich betreffen kann, können auch andere Erkrankungen, die die Schmerzen verursachen, in Frage kommen, wie zum Beispiel ein Leistenbruch oder Leistenzerrung, eine Knochenmarksentzündung, rheumatische Erkrankungen sowie Harnwegserkrankungen.

Deuten die Hinweise auf eine Schambeinentzündung hin, können Röntgenbilder und die Magnetresonanztomographie (MRT) aufschlussreich sein. Bei einer Blutuntersuchung sind die Entzündungsparameter, sollte es sich um eine Schambeinentzündung handeln, nicht erhöht – das unterscheidet sie von anderen entzündlichen Erkrankungen.
Schambeinentzündung - Behandlung

Eine Schambeinentzündung heilt meist von selbst wieder aus und je eher man sich körperlich schont desto besser. Für Sportler heißt das eine Trainingspause einzulegen. Zu vermeiden sind alle Bewegungen, die Schmerzen verursachen. Bewegung ist dennoch wichtig! Spezielle Übungen, die bei einer Physiotherapie durchgeführt und gezeigt werden, stärken und dehnen die Muskeln. Weitere Maßnahmen, die die Schmerzen lindern, die Durchblutung fördern und somit die Muskeln entspannen, sind Massagen und Wärmeanwendungen sowie Elektrotherapie und Ultraschallbehandlungen.

Des Weiteren werden in der Regel entzündungshemmende Medikamente verschrieben, wie Diclofenac oder Ibuprofen. Alternativ gibt es aber auch pflanzliche Heilmittel und homöopathische Heilmittel, die für die Behandlung eingesetzt werden können, wie zum Beispiel Injektionen mit homöopathischen Mitteln oder die Eigenbluttherapie.
Schambeinentzündung - Vorbeugen

Einige Grundregeln sollten gerade Sportler beachten, um eine Überlastung der Muskulatur zu vermeiden. Dazu gehören das Aufwärmen und die Dehnübungen. Das gilt nicht nur für Profisportler, sondern grundsätzlich für alle Sportarten und Hobbysportler, so auch vorm Joggen oder Walken. Neben dem Sport könnte auch eine Fußfehlbildung ursächlich sein; hier können passende Einlagen helfen einer Fehlbelastung der Muskulatur vorzubeugen.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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