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Scharlach – Therapie in der Naturheilkunde

Baby/Kinder
Die Naturheilkunde bietet eine Vielzahl von Maßnahmen, die die Symptome bei Scharlach lindern und die Zeit des Abheilens der Infektion verkürzen können, ohne sie dabei zu unterdrücken.

Scharlach zählt zu den Kinderkrankheiten wie Röteln und Windpocken. Die Infektionskrankheit wird durch Streptokokken der Gruppe A hervorgerufen, welche zu den häufigsten Erregern von bakteriellen Infektionen der oberen Luftwege zählen, insbesondere der Gaumenmandeln und der Rachenhinterwand. Scharlach ist hochansteckend und erfolgt durch Schmier- und Tröpfcheninfektion. Meist erkranken Kinder zwischen ihrem 4. und 8. Lebensjahr an dieser Krankheit.

Der Name Scharlach, im englischen Scarlett (scharlachrot) ist vom Lateinischen abgeleitet „scarlatum“ und bedeutet „hochrote Farbe“. Die ansteckende Bakterieninfektion, früher von den Medizinern als Febris scarlatina (rotes Fieber) benannt, galt als sehr gefährliche Erkrankung, da die durch die Bakterien produzierten Gifte (Toxine) bei einem immungeschwächten Körper schwere Schäden anrichten können, wie Gelenksschäden, Herz- und Nierenschädigungen. Tatsächlich starben in früherer Zeit manche Kinder an Scharlach, was aber nach heutigem Wissen u. a. mit Vitamin- und Mineralstoffmangel oder mit Unterernährung zu tun hatte.

In der heutigen Zeit, in der die meisten Kinder gut ernährt werden und ganzjährig genügend frisches Obst und Gemüse bekommen, ist die Kinderkrankheit Scharlach nicht mehr so dramatisch, jedoch neigen die Kinderärzte dazu, allein schon wegen der gefürchteten Toxinwirkung, die Kinder mit Antibiotika zu behandeln. Aber nicht immer ist eine Antibiotikabehandlung sinnvoll und notwendig. Eine Immunität gegen die Erkrankung kann sich nur entwickeln, wenn der Körper den Infekt aus eigener Kraft bekämpft. Ansonsten kann es immer wieder zu einer Scharlacherkrankung kommen - die Häufigkeit der an Scharlach erkrankten Kinder ist gut in den Kindergärten zu verzeichnen. Hat dagegen das Kind die Scharlacherkrankung ohne Antibiotika überwunden, hat es eine Immunität dagegen aufgebaut.
Inhalt

Scharlach - Symptome
Scharlachsymptome vom Arzt abklären lassen
Scharlach – Homöopathische Behandlung
Scharlach – Heilbehandlung mit pflanzlichen Substanzen (Phytotherapie)
Scharlach – Behandlung einiger Symptome mit natürlichen Maßnahmen
Bei Fieber: Wadenwickel
Wadenwickel – Anleitung:
Bei Hals- und Rachenentzündung – Salz und Salbei
Scharlach - Symptome

Zu den typischen Symptomen von Scharlach zählen

  • plötzliches Fieber um 38 °C
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Auffallende Blässe
  • Halsschmerzen
  • Schluckbeschwerden
  • weißbelegte Zunge, später himbeerrot (Himbeerzunge o. Erdbeerzunge)
  • Mundgeruch
  • rote geschwollene Mandeln
  • rot entzündeter Rachen
  • geschwollene, schmerzhafte Lymphknoten
  • rötlicher Ausschlag beginnend in den Leisten und Achseln, dann innerhalb eines Tages am ganzen Körper (eng zusammenstehende kleine Stippen), außer am Mund und Kinnbereich (auffallende Blässe an Mund und Kinn, der sogenannte Milchbart)
  • Schuppung der Haut in der Heilungsphase, besonders an Fingern und Zehen

Säuglinge haben einen Immunschutz bis zu 6 Monate nach der Geburt. Schwangere Frauen, die an Scharlach erkranken, brauchen keine Komplikationen für das ungeborene Kind befürchten, wie das bei einer Rötelinfektion der Fall ist.
Scharlachsymptome vom Arzt abklären lassen

Besteht der Verdacht auf Scharlach bei Ihrem Kind, lassen Sie dies von einem Kinderarzt abklären. Fragen Sie den Arzt, ob auf Antibiotika verzichtet werden kann. Der Arzt wird je nach Schweregrad der Infektion darüber entscheiden. Erfolgt keine Antibiotikabehandlung, muss der Verlauf der Erkrankung genauestens beobachtet werden, um eventuell auftretende Komplikationen rechtzeitig zu behandeln.

In der Regel wird Scharlach jedoch mit Antibiotika behandelt. Bereits nach ca. 24 Stunden nach Beginn der Behandlung mit Antibiotika geht von Ihrem Kind keine Ansteckungsgefahr mehr aus. Wird kein Antibiotikum eingesetzt besteht die Ansteckungsgefahr ca. 3 Wochen, das heißt, erst wenn die Symptome abgeklungen sind.

Ist Ihr Kind an Scharlach erkrankt, darf es nicht in den Kindergarten oder Schule und auch sonst sollte der Kontakt zu anderen Kindern wegen der Ansteckungsgefahr vermieden werden. Ihr Kind braucht während dieser Zeit viel Ruhe, damit die Infektion gut ausheilen kann.

Eine Impfung gegen Scharlach gibt es nicht.
Scharlach – Homöopathische Behandlung

Die homöopathische Behandlung bei Scharlach darf nur in Absprache mit einem erfahrenen Arzt oder Homöopathen erfolgen. Hier haben sich drei Einzelmittel als sehr wirkungsvoll erwiesen, die je nach Krankheitsbild des Kindes in der Akutphase helfen können, und zwar:

  • Apis mellifica: bei stark geschwollener Rachenschleimhaut
  • Belladonna: bei einem typischen Krankheitsbild mit Ausschlag und Erdbeerzunge
  • Phytolacca americana: bei Gelenkschmerzen und geschwollenen Lymphknoten
Scharlach – Heilbehandlung mit pflanzlichen Substanzen (Phytotherapie)

Eine weitere Alternative zur Antibiotikabehandlung ist die Behandlung mit Kapuzinerkresse (Tropaeolum), eine Heilpflanze, die bei bakteriellen Infektionen gut wirkt. Die Wirksamkeit der Kapuzinerkresse liegt an deren hohen Gehalt an Senfölglykosiden, aus denen durch enzymatische Spaltung Benzylsenföl entsteht. Außerdem ist Kapuzinerkresse reich an Vitamin C und B, Oxalsäure, Flavonoide sowie Magnesium, Kalium, Eisen und Schwefel.

Senföle wirken hemmend auf zahlreiche Bakterien, Benzylsenföle stärken das Immunsystem und regen so die körpereigenen Abwehrkräfte an. Die bakterienhemmenden Senfölglykoside werden im Dünndarm resorbiert und über die Lunge ausgeschieden, so wird die Darmflora im Dickdarm nicht beeinträchtigt.

Kapuzinerkresse ist eine wirksame und wichtige alternative Behandlungsform zu Antibiotika und gilt als wichtiges Präparat bei Antibiotikaresistenz. Als pflanzlich-homöopathische Urtinktur zubereitet wird die stärkste Wirkung erzielt, von der man täglich einige Tropfen einnimmt.
Scharlach – Behandlung einiger Symptome mit natürlichen Maßnahmen

Einige der zuvor genannten Symptome bei Scharlach können mit natürlichen Maßnahmen oder den alt bewährten Hausmitteln gelindert werden.
Bei Fieber: Wadenwickel

Wadenwickel gehören zu den alt bekannten Hausmitteln, die bei hohem Fieber zur Fiebersenkung angewandt werden. Bevor man aber vorschnell zu dieser Maßnahme greift, sollte man folgendes über Fieber wissen: Fieber ist ein wichtiger Prozess, um gegen Bakterien und Gifte anzukämpfen und sie unschädlich zu machen. Wird das Fieber unterdrückt, zum Beispiel durch fiebersenkende Medikamente, wird das Abwehrsystem gehemmt und kann nur vermindert gegen die Erkrankung angehen.

Wenn das Fieber jedoch bei ihrem Kind schnell und hoch ansteigt, helfen Wadenwickel das Fieber zu senken. Aber auch hierbei ist die richtige Anwendung wichtig und es müssen Regeln beachtet werden. So dürfen Wadenwickel nur bei warmen Füßen angelegt werden. Hat das Kind Fieber und kalte Füße sind Wadenwickel nicht wirksam.
Wadenwickel – Anleitung

Ein Baumwolltuch in Eiswasser tauchen und nur soweit auswringen, dass es nicht mehr tropft. Dann das Tuch um die Waden wickeln und mit einem trockenen Handtuch fixieren. Unter die Beine vorher am besten eine Plastikfolie legen, damit die Matratze trocken bleibt. Die kalte Feuchtigkeit im Tuch zieht die Wärme aus dem Körper und nach etwa 20 Minuten ist zwischen Haut und Wickel ein Temperaturaustausch erfolgt. Bei hohem Fieber sollte man den Vorgang drei bis viermal hintereinander wiederholen. Vorübergehend wird so für einige Stunden eine Minderung der Körpertemperatur erreicht und dem fiebernden Kind geht es etwas besser. Im Gegensatz zu fiebersenkenden Mitteln wird bei der Anwendung mit Wadenwickeln das Fieber nicht unterdrückt, sondern verschafft dem Patienten nur eine vorübergehende Linderung. Das Fieber kann somit seine Funktion als Bakterien- und Giftkiller wieder aufnehmen.
Bei Hals- und Rachenentzündung – Salz und Salbei

Gurgeln mit Salzwasser oder Lutschen von Salzpastillen wirken keimtötend bei Hals- und Rachenentzündung. Salbei wirkt beruhigend bei Halsentzündungen, am besten Gurgeln mit einer pflanzlich-homöopathischen Urtinktur von Salvia officinalis (Salbei) auf ½ Glas Wasser. Bei Scharlach kann Salvia-Urtinktur auch innerlich eingenommen werden.

Ganz wichtig bei einem an Scharlach erkrankten Kind ist absolute Ruhe und in der akuten Phase ist Bettruhe besonders wichtig, um dass der Körper ausreichend Kraft hat, den Infekt erfolgreich zu bekämpfen.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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