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Scheidenwandsenkung – Behandlung und Vorbeugen
Scheidenwandsenkung – Behandlung

Je nach Ausprägung der Senkung und den vorliegenden Beschwerden des Betroffenen werden verschiedene Behandlungsmethoden eingesetzt. Das geht von gezielten Übungen zur Stärkung des Beckenbodens, bei leichten oder keinen Beschwerden, bis hin zur Operation bei Harn- und/oder Darmentleerungsstörungen. Ist es zu einem Scheidenwandvorfall gekommen, ist in jedem Fall ein operativer Eingriff nötig.

Ein regelmäßiges Beckenbodentraining ist sinnvoll, und das nicht nur nach einer Entbindung (Rückbildungsgymnastik). Es stärkt zudem die Bauch- und Rückenmuskulatur. Es gibt Kurse, in denen die Übungen von geschultem Personal, einem Physiotherapeuten oder einer Hebamme, gezeigt und angeleitet werden. Diese Beckenbodentrainingskurse werden von der Krankenkasse bezuschusst. Regelmäßige gezielte Übungen können eine Senkung verhindern und eine bereits vorhandene Scheidensenkung stabilisieren.
Es gibt einige Hilfsmittel, um eine leichte oder mittlere Scheidensenkung wieder in ihre ursprüngliche Position zu bringen und diese zu stabilisieren. Das Einsetzen eines Pessars (kein Verhütungspessar) in Form eines Ringes, eines Würfels oder einer kleinen Schale kann die Organe abstützen. Die Würfelpessare können selbst eingesetzt, wieder entfernt und gereinigt werden. Andere Pessarformen werden vom Arzt eingesetzt und sollten alle 6 bis 8 Wochen wieder entfernt und ein neues Pessar eingesetzt werden. Durch das Tragen eines Pessars wird die Senkung zwar nicht behoben, dennoch hilft das Stützen der Organe die Beschwerden zu lindern. Somit kann eine Operation vermieden oder zumindest hinausgezögert werden.

Ist eine Scheidensenkung bereits sehr stark ausgeprägt und sind die im kleinen Becken liegenden Organe in der Folge mit abgesenkt, ist eine Operation erforderlich. Durch eine Operation wird die ursprüngliche Lage der Organe wiederhergestellt. Es werden je nach Lage und Intensität der Senkung folgende OP-Verfahren eingesetzt:
Senkung der vorderen Scheidenwand - OP: Vordere Scheidenwandraffung (anteriore Kolporrhaphie, sog. vordere Scheidenplastik), um den Blasenboden zu straffen und anzuheben und somit die ursprüngliche Form der Harnblase wiederherzustellen.

Senkung der hinteren Scheidenwand – OP: Die hintere Scheidenwandraffung (posteriore Kolporrhaphie, sog. hintere Scheidenplastik), beseitigt die Lageveränderung und nimmt den Druck, der dadurch auf dem Darm lastete und zu den Stuhlgangsproblemen führte.
Bild: pixabay website5
Bei einer sehr stark ausgeprägten Senkung der Scheide und einem sehr schwachen Bindegewebe wird ein Kunststoffnetz zur Verstärkung und zur besseren Stabilität eingesetzt.

Der operative Eingriff erfolgt am häufigsten über die Scheide oder durch die Bauchdecke, was allerdings nur selten der Fall ist.

Nach einer Operation einer Scheidensenkung ist zunächst Schonung angesagt. Ferner sollte man zukünftig darauf achten, körperliche Belastungen, die speziell Druck auf den Beckenboden ausüben, zu vermeiden. Des Weiteren sollte man auf sein Gewicht achten sowie auf seine Ess- und Trinkgewohnheiten.

Durch eine Operation sind zwar die Organe wieder in ihrer ursprünglichen Position, die Muskulatur kann dadurch jedoch nicht gestärkt werden. Deshalb sollte man regelmäßig den Beckenboden trainieren, um eine erneute Senkung möglichst zu vermeiden.
Scheidenwandsenkung - Vorbeugen

Einer Scheidensenkung kann man nicht grundsätzlich vorbeugen, da einige Faktoren eine Rolle spielen, die nicht zu beeinflussen sind, wie zum Beispiel eine starke Bindegewebsschwäche, Schwangerschaften oder altersbedingte Gewebsschwäche.

Einiges kann man jedoch tun, um die Beckenbodenmuskulatur zu stärken, denn wie auch Training an Arm- und Beinmuskulatur kann man die innere Muskulatur durch gezieltes Beckenbodentraining fit halten. Bei körperlicher Arbeit sollte man schweres Heben vermeiden bzw. mit der richtigen Technik arbeiten als mit Kraftaufwand. Das schont den Druck auf den Beckenboden.

Des Weiteren sollte man auf eine gesunde Ernährung achten und übermäßiges Körpergewicht vermeiden.
Bild: fotolia.de
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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