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Schmerzen unter den Füßen – Morbus Ledderhose

Naturheilung
Wenn die Fußsohlen beim Auftreten schmerzen, könnte es sich um Morbus Ledderhose (med. Plantarfibromatose oder Fibromatosis) handeln – eine Erkrankung des Bindegewebes. Hierbei bilden sich Verhärtungen und Knoten unter den Fußsohlen im Bereich des Fußgewölbes. Bei fortschreitender Erkrankung kann das zu einer erheblichen Einschränkung der Gehfähigkeit führen. Zu 25 % entwickelt sich die Erkrankung an beiden Füßen. Männer sind häufiger davon betroffen.
Morbus Ledderhose- Schmerzen unter den Füßen
Bild: clipdealer.de
Inhalt

Morbus Ledderhose – Beschreibung
Morbus Ledderhose – Ursachen
Morbus Ledderhose – Symptome
Morbus Ledderhose – Diagnose
Morbus Ledderhose – Behandlung
Morbus Ledderhose – Vorbeugen
Weitere Themen
Morbus Ledderhose - Beschreibung

Bei Morbus Ledderhose handelt es sich um eine gutartige Wucherung des Bindegewebes – eine Fibromatose. Dabei bilden sich Knötchen und Verhärtungen an der Fußsohlensehne im Bereich des Fußgewölbes, manchmal auch verhärtete Stränge, wie es bei Morbus Dupuytren vorkommt – eine Erkrankung der Handinnenflächen.

Der Krankheitsverlauf kann sich schubweise über mehrere Jahre hinziehen und aufgrund der Lage der Verhärtungen immer schmerzhafter werden, insbesondere beim Auftreten und überhaupt beim Tragen von Schuhen, was ja meist unvermeidbar ist.

Der deutsche Chirurg Prof. Georg Ledderhose hatte im Jahr 1894 die Erkrankung beschrieben, daher der Name.
Morbus Ledderhose – Ursachen

Die Ursachen, die für die Entstehung dieser Erkrankung verantwortlich sind, konnten bis heute nicht geklärt werden. Vermutet wird eine genetische Veranlagung, da die Krankheit häufig bei weiteren Familienmitgliedern auftaucht.

Ein weiterer Zusammenhang wird bei Patienten mit Diabetes mellitus und bei Schilddrüsen- oder Lebererkrankungen gesehen. Des Weiteren könnten übermäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum und auch ein fortgeschrittenes Alter eine Rolle spielen. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente, wie zum Beispiel Primidon, Phenobarbital, etc. könnten das Risiko für die Entstehung der Erkrankung erhöhen.
Morbus Ledderhose - Symptome

Die Entstehung von Morbus Ledderhose ist meist schleichend, so dass der Betroffene zunächst einmal nichts davon bemerkt. Erst mit zunehmender Größe der Knötchen oder Verhärtungen werden Schmerzen auftreten und auch zu ertasten sein. Es kommt dann zu einem Druckschmerz beim Auftreten und Gehen. Da diese gutartigen Geschwulste so derart ungünstig unter dem Fuß wuchern, kann das zu einer Fehlhaltung des Fußes führen, um Schmerzen zu vermeiden.
Morbus Ledderhose - Diagnose

Um die Diagnose Morbus Ledderhose (med. Plantarfibromatose oder Fibromatosis) zu stellen, reicht meist schon das Gespräch mit dem Arzt aus und der anschließende Tastbefund. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall-Untersuchung oder MRT (Magnetresonanztomographie) sind meist nicht notwendig.
Morbus Ledderhose - Behandlung

Solange die Verhärtungen und Knötchen keine Schmerzen bereiten, ist auch keine Behandlung notwendig. Jedoch ist gutes und bequemes Schuhwerk empfehlenswert. Es gibt weichbettende Schuheinlagen, die die betroffenen Stellen entlasten. Eine Beratung im Fachhandel ist sinnvoll.

Bei Morbus Ledderhose (med. Plantarfibromatose oder Fibromatosis) handelt es sich um eine chronische Erkrankung, deren Krankheitsverlauf sich über Jahre hinziehen kann. Es gibt einige Behandlungsmaßnahmen, vor allem im frühen Stadium und bei Schmerzen, die die Krankheit erträglicher machen. Hierzu zählen die Stoßwellentherapie, die Behandlung mit Röntgenstrahlen oder Injektionen von Kollgenase. All diese Therapieformen mit ihren unterschiedlichen Wirkungsweisen werden mit dem Ziel eingesetzt, die Verhärtungen zu lösen und somit die Schmerzen zu lindern. Eine vollständige Beseitigung der Knötchen wird man mit diesen Methoden jedoch nicht bewirken – die Wucherungen werden sich in der Regel nach einiger Zeit wieder nachbilden.

Nimmt die Krankheit einen schweren Verlauf, bei dem die Knötchen sich stark ausbilden und die Verhärtungen sich großflächig unter der Fußsohle verbreiten, sollte man sich über eine Operation informieren. Eine Fibromatosis-Operation ist problematisch und sollte immer die letzte Möglichkeit sein und erst dann durchgeführt werden, wenn das Auftreten und Laufen für den Patienten sehr schmerzhaft ist.

So wird der Arzt den Fuß gründlich untersuchen, um die Ausprägung der Wucherungen festzustellen. Wird dabei eine Operation für notwendig erachtet, wird die Ausprägung zunächst in vier Schweregrade eingeteilt.

  • Grad 1 bezeichnet die sogenannte Fokale Erkrankung, das heißt, der Knoten ist isoliert auf einer Stelle und nimmt nicht viel Platz ein. Zudem ist der Knoten nicht mit der Haut oder den Muskeln verbunden.
  • Grad 2, die Multifokale Erkrankung, ist ähnlich wie Grad 1, nur dass sich hierbei mehrere Knoten und/oder verhärte Stränge auf einem Areal ausgebreitet haben.
  • Grad 3 ist die Multifokale Erkrankung mit Verhaftung. Das heißt, dass die Knoten mit der Haut oder den Fußmuskeln verwachsen sind.
  • Grad 4, ebenfalls als Multifokale Erkrankung mit Verhaftung bezeichnet, ist der schwerste Grad, bei dem die Knoten und Stränge sowohl mit der Haut als auch mit den Muskeln verwachsen sind.

Es gibt zwei Möglichkeiten der Operation. Es können allein die Knoten entfernt werden oder aber die Knoten bei gleichzeitiger Entfernung der Plantarfaszie. Diese Faszie ist die Sehnenplatte, die an der Fußsohle angeordnet ist und den Ursprung bei der Entstehung von den Knoten ist.

Die Morbus Ledderhose OP ist ein kurzer Eingriff, bei dem der Patient in der Regel eine Vollnarkose bekommt. Die Dauer der Heilung beträgt 2 bis 3 Wochen. In dieser Zeit ist absolute Schonung angesagt. Ob danach ein beschwerdefreies Gehen möglich ist, ist nicht gewährleistet, besonders wenn die Plantarfaszie mit entfernt wurde. Und auch die Wahrscheinlichkeit der Rezidive, also einer erneuten Entstehung von Knötchen und Verhärtungen, ist ziemlich groß. Bei der „nur Knötchen-Entfernung“ liegt sie bei 85 % und bei der gleichzeitigen Entfernung der Plantarfaszie bei 25 %. Hinzu kommt, dass eine erneute OP sich als sehr kompliziert darstellen könnte, bedingt durch das entstandene Narbengewebe.

Die Nachbehandlung einer Morbus Ledderhose ist äußerst wichtig und wird nach Anleitung vom Patienten selbst ausgeführt. Regelmäßiges Eincremen und Massieren des Fußes ist dabei sehr wichtig, um Verhärtungen der Narbe entgegenzuwirken. Auch Übungen der Fußsohle mit Bällen oder Rollen sind gut für die Beweglichkeit.
Bilder: pixabay website5
Morbus Ledderhose – Vorbeugen

Da die Ursachen, die zur Entstehung von Morbus Ledderhose führen, noch unklar sind, ist das Vorbeugen dieser Erkrankung schwierig. Die Füße werden jedoch täglich einer hohen Belastung ausgesetzt, daher sollte ihnen durch entsprechende Pflege etwas mehr Beachtung geschenkt werden. Dazu gehört auch das Tragen bequemer Schuhe oder das Barfußlaufen.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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