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Starker Haarwuchs bei Frauen: PCOS (Erkrankung der Eierstöcke)

Krankheiten
Das PCOS-Syndrom (polyzystisches Ovarialsyndrom bzw. Ovarsyndrom) ist eine Erkrankung der Eierstöcke. Sie kann zu verstärktem Haarwuchs bei Frauen führen, kann aber auch zu Haarausfall führen. Fast jede 10. Frau in Deutschland leidet an dieser Erkrankung. Viele der Betroffenen Frauen können zudem nicht schwanger werden. Ärzte können die Krankheit jedoch gut behandeln.
Neben der starken Behaarung bzw. Haarausfall kommt es zu seltenen oder unregelmäßigen Regelblutungen und fettiger Haut, Akne, Vermännlichung, einer tiefer werdenden Stimme, einer vergrößerten Klitoris, unterschiedlich ausgeprägtes starkes Übergewicht, verminderter Fruchtbarkeit bis zur Unfruchtbarkeit.
Inhalt

Erkrankung der Eierstöcke
So zum Beispiel
Wie kommt es zum PCO-Syndrom?
Hirnanhangdrüse (Hypophyse)
Männliche Hormone
luteinisierendes Hormon (LH) oder Lutropin
PCOS - Symptome
Typische Symptome für das PCO-Syndrom
PCO-Syndrom – Diagnose, Behandlung und Therapie
PCO-Syndrom – Vorbeugung
Naturheilkunde - Eierstöcke
Bild: fotolia.de
Erkrankung der Eierstöcke

Frauen, die diese Symptome an sich beobachten, sollten ihren Frauenarzt aufsuchen. Bei dieser Symptomatik liegt häufig eine Erkrankung der Eierstöcke vor, die bei Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter auftritt und gut behandelbar ist.

In einer Ultraschaluntersuchung zeigen sich an den Außenhüllen der Eierstöcke viele kleine Bläschen. Die Bläschen geben der Krankheit auch ihren Namen (Viele = Poly, Bläschen = Zysten/Follikel, Eierstock = Ovar, also polyzystisches Ovarialsyndrom, abgekürzt- PCOS). Zusätzlich sind die Eierstöcke häufig vergrößert und im Blut können hormonelle Veränderung festgestellt werden.

Allerdings kann der typisch erhöhte Wert im Blut an männlichen Hormonen (sog. Hyperandrogenämie) auch andere Ursachen haben.
So zum Beispiel:

Wie kommt es zum PCO-Syndrom?

Das PCO-Syndrom (polyzystisches Ovarialsyndrom bzw. Ovarsyndrom) entsteht durch Hormonstörungen. Die Entstehung des Syndroms ist bis heute nicht genau geklärt, die genauen Ursachen sind weitgehend unbekannt.

Gehäuft tritt das PCO-Syndrom familiär auf. Es wird daher vermutet, dass erbliche Faktoren eine Rolle bei der Entstehung des Syndroms eine Rolle spielen. Einfluss auf die Entstehung des PCO-Syndroms können aber wohl auch die Umwelt und die Lebensumstände haben.
Hirnanhangdrüse (Hypophyse): Beim PCO-Syndrom schüttet die Hirnanhangdrüse vermehrt luteinisierendes Hormon (LH) aus und es wird weniger follikelstimulierendes Hormon (FSH) ausgeschüttet.
Eierstöcke: Dieses Ungleichgewicht regt in den Eierstöcken die Bildung von männlichen Hormonen (Androgene) an. Diese wandeln sich im Fettgewebe zum Teil in weibliches Östrogen um.
Östrogenkonzentration: Diese erhöhte Östrogenkonzentration ist wiederum die Ursache dafür, dass der Körper beim PCO-Syndrom weniger FSH und mehr LH ausschüttet. Das regt die Bildung von männlichen Hormonen in den Eierstöcken an.
Männliche Hormone: Durch den Überschuss an männlichen Hormonen in den Eierstöcken wird der normale Menstruationszyklus gestört oder er bleibt ganz aus.
Durch das PCO-Syndrom kommt es zu einer erhöhten Ausschüttung des Hormons Insulin. Auch diese erhöhte Insulinkonzentration führt dazu, dass Frauen mit PCOS mehr männliche Hormone in den Eierstöcken bilden und vermehrt LH in der Hirnanhangdrüse gebildet wird.
luteinisierendes Hormon (LH) oder Lutropin: zählt zu den Hormonen, die die Fortpflanzung regeln. Bei der Frau fördert es den Eisprung und die Gelbkörperbildung. Beim Mann wird es auch Interstitial cell stimulating hormone (ICSH) genannt. Bei beiden Geschlechtern ist es gemeinsam mit dem follikelstimulierendes Hormon (FSH) für die Produktion von Geschlechtszellen verantwortlich. Bei der Frau für den Eisprung und bei dem Mann zur Spermienreifung.
follikelstimulierendes Hormon (FSH)- dieses Hormon bewirkt im Eierstock (Ovar) die Reifung von Eibläschen (Follikelwachstum) bis hin zum Eisprung und regt beim Mann die Spermienbildung (Spermatogenese) an. Geregelt wird die Ausschüttung des FSH durch das zugehörige Freisetzungshormon Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH).
PCOS - Symptome

Bei vielen betroffenen Frauen sind die männlichen Hormone (Androgene) erhöht. Männliche Hormone besitzt jede Frau, was ganz normal ist. Diese Hormone bewirken z. B. dass sich die Scham- und Achselbehaarung bilden. Sie sind aber auch wichtig, da ohne sie die Fortpflanzungsfunktion der Frau nicht möglich sein würde.

Sind diese Hormone jedoch in einer übermäßig hohen Konzentration vorhanden, kann ein PCOS-Syndrom sich dahinter verbergen. Durch die hohe Konzentration der männlichen Hormone kommt es z. B. zu Beeinflussungen des normalen Zyklus der Eierstöcke und Aufhebung des Menstruationszyklus.

  • seltene Regelblutung (Oligomenorrhö) mit einem verlängerten Zyklus (über 35 Tage) oder aber Ausbleiben der Regelblutung
  • unregelmäßige Zwischen- und Zusatzblutungen
  • männliche Behaarung (Hirsutismus)- starke Beharrung im Schambereich bis hin auf die Oberschenkel und bis zum Bauchnabel
Typische Symptome für das PCO-Syndrom

  • Oberlippenbart
  • eventuell Haarausfall
  • fettige Haut und Akne
  • Vermännlichung (z. B. tiefere Stimme, vergrößerte Klitoris)
  • unterschiedlich stark ausgeprägtes Übergewicht
  • verminderte Fruchtbarkeit oder Unfruchtbarkeit
  • Fettstoffwechselstörungen
  • erhöhter oder zu hoher Blutdruck
  • hoher Blutzucker
  • depressive Verstimmungen durch unerfüllten Kinderwunsch

Nicht jede Frau hat alle PCOS Symptome gleichzeitig. Viel häufiger äußert sich das polyzystische Ovarialsyndrom-Syndrom nur durch einen Teil dieser Symptome. Manche PCOS-Symptome sind seltener, andere häufiger zu beobachten.
PCO-Syndrom – Diagnose, Behandlung und Therapie

Nach einem ausführlichen Anamnese Gespräch und einer körperlichen Untersuchung wird der Arzt eine Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke durchführen.

Bei der körperlichen Untersuchung achtet der Arzt auf typische Symptome wie verstärkte Körperbehaarung, Akne, Haarausfall oder Übergewicht. Zudem kann er bei einer gynäkologischen Tastuntersuchung unteranderem die Größe der Eierstöcke bestimmen. Häufig sind die Eierstöcke beim PCO-Syndrom vergrößert.

Der Arzt kann das PCO-Syndrom beim Ultraschall der Eierstöcke häufig anhand vieler kleiner perlschnurartig aufgereihter Eibläschen erkennen. Diese Bläschen befinden sich im Randbereich der Eierstöcke. Auch sind die Eierstöcke häufig vergrößert. Bei der Blutuntersuchung werden meist hormonelle Veränderungen festgestellt.

Da auch andere Krankheiten ähnliche Symptome haben, muss der Arzt diese ausschließen. So z. B. Erkrankungen der Hirnanhangdrüse, der Nebennieren und der Eierstöcke.

Eine Behandlung richtet sich danach, ob die betroffene Frau schwanger werden möchte oder nicht.

Bei Frauen, die einen Kinderwunsch haben, kommen in der Therapie Antiöstrogene oder Kortisonpräparate zum Einsatz.
Bild: fotolia.de
Hat die Frau keinen Kinderwunsch kann sie eine antiandrogene Antibabypille einnehmen, welche die Wirkung der männlichen Hormone hemmt. Ist zu viel milchbildendes Hormon (Prolaktin) vorhanden, kann man auch seine Konzentration durch Medikamente senken.

Frauen mit PCO-Syndrom haben häufig Übergewicht, deswegen gehört zu ihrer Therapie zusätzlich eine Gewichtsreduzierung sowie sich regelmäßiges zu bewegen. Schon diese beiden Maßnahmen führen dazu, dass sich der Zyklus von selbst reguliert und Eisprünge einsetzen.

Der Arzt hat das Ziel, die Therapie so anzusetzen, dass die Symptome gelindert werden und der Stoffwechsel sich normalisiert, so dass keine Spätfolgen eintreten, wie etwa Diabetes mellitus oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wenn betroffene Frauen sich nicht behandeln lassen, schreitet die Krankheit immer weiter vor. Häufig sind dann Schwangerschaften ohne frauenärztliche Hilfe nicht möglich. Zudem sind Fehlgeburten häufiger und die Gefahr an Diabetes, einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall, an Thrombosen oder schweren Schilddrüsenstörungen zu erkranken steigt erheblich.

Wird eine nicht ausreichend behandelte Frau schwanger, besteht die Gefahr, wenn es sich um ein Mädchen handelt, dass das Mädchen später ebenfalls an PCOS erkrankt. Das geschieht durch die erhöhte Anzahl männlicher Hormone, die sich im Blut befinden und so durch den verbundenen Blutkreislauf mit der Mutter zum Fötus kommt.
PCO-Syndrom – Vorbeugung

Speziell vorbeugen kann man ein (PCOS, polyzystisches Ovarialsyndrom) nicht, da die Ursachen der Hormonstörung bisher noch unklar sind.

Bei Übergewicht z. B. kann man sein Gewicht reduzieren und kann durch diese Maßnahmen die Beschwerden erheblich lindern
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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