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Scheidenkrampf

Krankheiten
Ein Scheidenkrampf, der medizinische Fachbegriff hierfür heißt Vaginismus, ist eine plötzlich auftretende schmerzhafte Verkrampfung der Scheide und der Beckenbodenmuskulatur. Die äußerst schmerzhafte Verspannung und die damit verbundene Verengung der Scheide machen den Geschlechtsverkehr oder eine gynäkologische Untersuchung fast unmöglich, und wenn nur unter Schmerzen. Selbst das Einführen eines Tampons kann da zur Qual werden.

Medizinisch wird der Vaginismus in zwei Formen unterschieden, den primären und den sekundären. Der primäre Vaginismus tritt isoliert auf, ohne weitere körperliche Beschwerden. Bei dieser Form ist es fast unmöglich bzw. nur unter Schmerzen, Dinge in die Scheide einzuführen. Bei der sekundären Form handelt es sich um die Folge anderer körperlicher Erkrankungen, wie zum Beispiel einer Unterleibsinfektion.
Körperliche Ursachen - Scheidenkrampf
Bild: fotolia.de
Inhalt

Scheidenkrampf – Ursachen
Körperliche Ursachen
Psychische Ursachen
Scheidenkrampf – Symptome
Scheidenkrampf – Diagnose
Scheidenkrampf – Behandlung
Scheidenkrampf - Vorbeugen
Scheidenkrampf - Ursachen

Der Vaginismus (Scheidenkrampf) zählt zu den schmerzhaften sexuellen Funktionsstörungen. Die Ursachen hierfür sind sowohl im körperlichen als auch im psychischen Bereich zu finden.
Körperliche Ursachen: Als Ursache für einen Scheidenkramp können Infektionen infrage kommen, wie z. B. eine Harnwegsinfektion oder eine Gebärmutterinfektion. Zu den weiteren Ursachen zählen eine Gebärmuttersenkung, eine Blasensenkung, bestimmte Medikamente, die Muskelkrämpfe auslösen können, Unterleibsoperationen oder die Auswirkungen einer schweren Geburt sowie Tumore an den Genitalien.
Auch hormonelle Ursachen oder eine Funktionsstörung der Beckenbodenmuskulatur können Auslöser eines Scheidenkrampfs sein. Es kommt auch vor, dass sich das Jungfernhäutchen schwer durchtrennen lässt, was auch zu einem Scheidenkrampf führen kann.
Psychische Ursachen: Die Bandbreite der psychischen Ursachen, die einen Scheidenkrampf hervorrufen ist viel komplexer und sollte immer mit in Betracht gezogen werden. Das reicht von negativen Erfahrungen beim Geschlechtsverkehr, Tabuisierung des Themas Sexualität, zu früher sexuellen Aktivität bis hin zum sexuellen Missbrauch.
Eine sehr schwere Geburt kann später auch Auslöser eines Scheidenkrampfs sein. Weitere Gründe könnten eine negative Einstellung zur Sexualität und zu seinem eigenen Körper sein. Auch bei panischer Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft kann es zu einem Scheidenkrampf kommen.
Scheidenkrampf - Symptome

Die Schmerzen bei einem Scheidenkrampf können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Bei manchen Frauen verkrampft sich plötzlich und nicht kontrollierbar die Scheide und es kommt zu einer extremen Verengung im vorderen Bereich der Scheide. Die Verkrampfung kann aber auch die gesamte Beckenbodenmuskulatur betreffen. Dabei kommt es zu

  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, das Eindringen des Penis ist kaum und wenn nur unter Schmerzen möglich.
  • Stechende, pochende und brennende Schmerzen.
  • Langanhaltende Schmerzen beim Sex nach einer Geburt.
  • Anhaltende Schmerzen beim Sex nach einer Unterleibsinfektion, nach einer Operation und während der Wechseljahre.
  • Schmerzen bei der gynäkologischen Untersuchung.
  • Schwierigkeiten beim Einführen eines Tampons.
Scheidenkrampf - Diagnose
Bild: pixabay website5
Scheidenkrampf - Diagnose

Viele Frauen scheuen sich davor, mit ihrem Frauenarzt über ihre Beschwerden zu sprechen. Tritt der Scheidenkrampf „nur“ beim Geschlechtsverkehr auf, meiden die Frauen lieber den sexuellen Kontakt. Viele können sich selbst ihrem Partner nicht anvertrauen, so dass sich nicht selten ein enormer Leidensdruck aufbaut. Will die Frau sich nicht gänzlich dem Geschlechtsverkehr entziehen, allein schon um Konflikte zu vermeiden, wird sie versuchen zu „funktionieren“. Die Angst vor einem erneuten schmerzhaften Scheidenkrampf wird die Situation nicht verbessern, so dass es wieder dazu kommt.

Vaginismus bessert sich aber in der Regel nicht von alleine. Wenn die Frau gewissenhaft mit ihrem Körper umgeht, weiß sie das auch und sollte daher nach den ersten Vorfällen dieser Art einen Gynäkologen dazu befragen. Dabei ist es wichtig, die Beschwerden detailliert dem Arzt zu schildern. Bei jungen Mädchen und Frauen, die diese Beschwerden haben, ist das sicherlich ein schwerer Gang, da ihnen aufgrund mangelnder sexueller Erfahrung häufig der Mut fehlt, so ein Thema anzusprechen.

Der Arzt wird aber sicherlich mit diesem Thema behutsam umgehen und neben der körperlichen Untersuchung, soweit dies möglich ist, auch eventuelle psychische Ursachen erörtern. Ist die Frau bereit dazu, sich helfen zu lassen, eine dauerhafte sexuelle Störung zu beheben, wird der Arzt und/oder Psychologe eine Therapie einleiten entsprechend der Ursachen.
Scheidenkrampf - Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach den Ursachen, die zu den Scheidenkrämpfen führen. Sind körperliche Ursachen der Grund, wie zum Beispiel ein zu festsitzendes Jungfernhäutchen, wird dieses mit einem kleinen operativen Eingriff entfernt. Sind bestimmte Medikamente Auslöser der Krämpfe, sollten diese, wenn möglich, durch Medikamente ersetzt werden, die diese Nebenwirkungen nicht haben. Um die Verkrampfung und damit verbundene Verengung der Scheide zu lösen, hat man mit sogenannten Vaginaldilatatoren gute Erfolge erzielt. Das sind glatte kegelförmig verlaufende Stäbe verschiedener Größe, die die Frau in ihre Scheide einführt und nach und nach dieses weitet und die Verspannung lösen kann.

Des Weiteren gibt es Entspannungstechniken, mit denen man durch fachmännische Anleitung, den Beckenboden trainieren kann. Ziel ist es durch die An- und Entspannung der betreffenden Muskulatur, die Kontrolle über diesen Bereich des Körpers bewusst zu erlangen.

Sind psychische Auslöser der Grund der Beschwerden, sollte begleitend eine Psychotherapie stattfinden mit Schwerpunkt Sexualpsychologie.

Die Behandlung von Vaginismus kann je nach Ursache und Schweregrad lange dauern und erfordert viel Geduld, auch vom Partner. Die Folgen einer Nichtbehandlung sind jedoch viel schwerwiegender. Die psychische Belastung der Frau und ihre eingeschränkte Sexualität beeinträchtigten ihre Lebensqualität, so kann es zur Vereinsamung und Depressionen kommen.
Scheidenkrampf - Vorbeugen

Regelmäßige Untersuchungen beim Gynäkologen, und das vom jugendlichen Alter an, schließen schon mal einige körperliche Auslöser für einen Scheidenkrampf aus, indem sie zeitnah behandelt werden können.

Infektionen können weitestgehend vermieden werden, indem auf eine gute körperliche Hygiene geachtet wird.

Sollte es dennoch zu einem Scheidenkrampf kommen, sollte man den Mut haben sich jemandem anzuvertrauen. Vielleicht zunächst der Freundin, meist hilft so ein Gespräch schon, danach den Weg zum Arzt zu finden.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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