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Wegwarte – Naturheilkunde

Heilpflanzen
Bevorzugt wächst die Wegwarte an Wegrändern. Als Heilpflanze wurde sie schon in ägyptischen Papyrustexten erwähnt.

Als Heilpflanze kennt man die Wegwarte vor allem zur Stärkung der Verdauung. Auch als Kaffeeersatz ist sie bekannt und unter dem Namen Chicory ist sie eine der Bachblüten.
Inhalt

Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten
Wegwarte – Pflanzenbeschreibung
Wegwarte – Geschichte
Wegwarte - Verwendete Pflanzenteile
Wegwarte – Inhaltsstoffe
Wegwarte – Heilwirkung
Wegwarte – Anwendungsbereiche
Wegwarte – Nebenwirkungen/Kontraindikation
Wegwarte – Anwendung
Wegwarte – Teerezept
Äußerliche Anwendung
Wegwarte – Zichorienkaffee-Rezept
Wegwarte – Tinkturrezept
Wegwarte – Naturheilkunde
Bild: pixabay website5
Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten

Die Wegwarte ist unter vielen weiteren volkstümlichen Namen bekannt.

So zum Beispiel unter

  • Hasenmilch
  • Kaffeekraut
  • Blattzichorie
  • Katalonien-Blattzichorie
  • Rattenwurz
  • Sonnendraht
  • Wasserwart
  • Blaue Distel
  • Hartmann
  • Arme-Sünder-Blume
  • Wegleuchte
  • Zigeunerblume
Wegwarte – Pflanzenbeschreibung

Die Pflanze wird bis zu einem Meter hoch. Sie gehört zur Pflanzenfamilie der Korbblütengewächse (Asteraceae). Die Pfahlwurzel der Heilpflanze dringt tief in das Erdreich ein. Da sie sehr milchsafthaltig ist, ist sie von innen weiß und hat eine gelbliche Außenfarbe. Aus der Wurzel wächst ein harter, kantiger, kaum verzweigter Stängel. Der Stängel ist leicht behaart und trägt vereinzelt kleine Blätter. Die Blätter bilden eine bodenständige Rosette, die ähnlich dem Löwenzahn – nur gröber – fiederspaltig und gelappt sind. Die großen Blüten der Pflanze sind beige bis himmelblau gefärbt und bestehen nur aus Zungenblüten.
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Die Wegwarte ist fast über die ganze Welt verbreitet. Die nördlichen, gemäßigten Zonen Europas bieten die günstigsten Wachstumsverhältnisse, weshalb sie bei uns durch ihr zahlreiches Auftreten allzu schnell als Unkraut betrachtet und abgewertet wird. Sie findet sich außerdem in Nordafrika, Vorderasien, in Sibirien, Ostasien, Amerika, Südafrika und Neuseeland.

Die Wegwarte wächst bevorzugt an Wegrändern aber auch an Ackerrändern und Bahndämmen.
Wegwarte – Geschichte

Die Wegwarte trägt ihren Namen vermutlich dadurch, dass sie überwiegend an Wegrändern zu finden ist.

Erstmalig Erwähnung fand die Wegwarte bereits in ägyptischen Papyrustexten aus dem 4. Jahrtausend vor Christus. Auch wurden Reste der Wegwarte im Grab von Tutanchamuns gefunden.
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Große Ärzte und Gelehrte wie Dioskurides und später Paracelsus erwähnten sie in ihren Schriften.

Bekannt als Arzneipflanze ist die Wegwarte bei uns spätestens seit dem Mittelalter. So beschreibt Paracelsus die schweißtreibende Wirkung oder Sebastian Kneipp setzte die Wegwarte bei Magen- und Lebererkrankungen ein.

Heute werden Extrakte der Wegwarte zur Behandlung von Leber sowie von Milz und Galle genutzt. Zudem wird sie bei Hautkrankheiten eingesetzt.

Die Wegwarte war im Jahr 2009 durch die Stiftung Natur und Pflanzen zur Blume des Jahres gewählt worden.
Wegwarte - Verwendete Pflanzenteile

Medizinisch verwendet werden von der Heilpflanze die Wurzel, Blätter und Blüten. Die Wurzel wird im März und April gesammelt, das Kraut von Juni bis September und die Blüten von Juli bis September.
Wegwarte - Inhaltsstoffe

Das Kraut und die Wurzel der Heilpflanze sind reich an Bitterstoffen, Kaffeesäurederivaten und Flavonoiden sowie Inulin und andere Zuckerbestandteilen.

  • Inulin
  • Gerbsäure
  • ätherisches Öl
  • Mannan
  • Bitterstoffe
  • Intybin
  • Zucker
  • Harz
  • Petein
  • Lacoulin
  • Kalisalze
  • Cichoriin
Wegwarte – Heilwirkung
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Extrakte der Wegwarte wirken sich in erster Linie positiv auf die Verdauung aus, da sie die Produktion von Gallensaft erhöhen und so Verdauungsbeschwerden lindern.

Extrakte aus der Wegwarte wirken zum Beispiel

  • anregend
  • beruhigend
  • blutreinigend
  • entzündungshemmend
  • adstringierend

Außerdem fördert es die Produktion von Magensaft und stärkt das Immunsystem.
Wegwarte - Anwendungsbereiche

Die Hauptanwendung der Heilpflanze ist die Leberschwäche. Auch hilft die Wegwarte durch seine Bitterstoffe gegen mangelhaften Appetit.

Weitere Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde

Wegwarte – Nebenwirkungen/Kontraindikation

Nebenwirkungen sind nicht bekannt. In nur sehr seltenen Fällen kam es zu allergischen Hautreaktionen. So sollten Allergiker bei einer Überempfindlichkeit auf Korbblütengewächse Extrakte der Wegwarte nicht anwenden.

Haben sich Gallensteine gebildet, sollte man Extrakte der Wegwarte nur mit Rücksprache seines Arztes anwenden.

Auch sollten Schwangere und Stillende, Wegwarte nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen.
Wegwarte - Anwendung

Anwenden kann man die Extrakte der Wegwarte als Tee oder Tinktur, zum Beispiel bei Verdauungsbeschwerden oder zur Stoffwechselregulierung. Zudem helfen die Blätter bei Hautproblemen. Da die Wegwarte einen hohen Anteil an Inulin hat, ist die Wurzel der Wegwarte auch als Nahrungsergänzung für Diabetiker geeignet.
Wegwarte - Teerezept

Für einen Wegwarte-Tee nimmt man zwei Teelöffel Wurzeln auf eine Tasse Wasser. Der Sud muss kurz aufkochen und wird dann abgeseiht.

Täglich sollte man eine Tasse von diesem Tee trinken.
Äußerliche Anwendung

Zudem kann der Tee äußerlich angewendet werden bei Hautunreinheiten durch zum Beispiel Waschungen. Ein Brei aus den Blättern der Wegwarte hilft bei müde und geröteten Augen. Den Brei kann man auch auf entzündete Hautpartien auflegen.
Wegwarte – Zichorienkaffee-Rezept

Der Zichorienkaffee war vor allem in Zeiten mit schlechter Kaffeeversorgung verbreitet. Zichorienkaffee ist nach wie vor beliebt, da er verdauungsfördernd ist.
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Man schneidet die Wurzel der Wegwarte in kleine Stücke und trocknet diese.

Danach werden die Stücke ohne Fettzugabe geröstet und danach gemahlen.

Das gemahlene Zichorienkaffee-Pulver wird dann aufgebrüht wie ganz normaler Bohnenkaffee. Das Getränk erinnert nur ein wenig an normalen Kaffee.

Den Zichorienkaffee kann man auch fertig im Handel kaufen.
Wegwarte – Tinkturrezept

Für eine Tinktur verwendet man klein gehackte Wurzelteile, die in ein Schraubdeckelglas kommen. Die Wurzelteile werden mit 40 % Alkohol, zum Beispiel Vodka, übergossen, bis alles bedeckt ist. Der Ansatz sollte für zwei bis drei Wochen ruhen und wird dann abgeseiht. Danach wird er in eine dunkle Flasche abgefüllt.

Man trinkt davon jeden Morgen ein Likörglas voll davon.
Wegwarte – anerkannte medizinische Anwendung
Das Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (Kommission E) befürwortet die Anwendung von Extrakten der Wegwarte bei Appetitlosigkeit und Magen-Darm-Beschwerden.

Zudem hat das europäische Herbal Medicinal Product Committee, kurz HMPC, die Wegwarte als pflanzliches Arzneimittel eingestuft.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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