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Wespengift gegen antibiotikaresistente Keime

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston haben erforscht, dass sich ein Gift von Wespen als neues Antibiotikum eignet.

Das Wissenschaftsteam aus den USA entwickelte aus dem Wespengift einer südamerikanischen Wespenart einen bakterientötenden Wirkstoff.

Sie veränderten das Wespengift so, dass er für Menschen ungiftig ist, jedoch seine antimikrobielle Wirkung weiterhin erhält.

Normalerweise ist das Wespen- und Bienengift für Menschen toxisch und besonders für Allergiker lebensgefährlich.
Wespen- und Bienengift
Bild: pixabay website5
In bisherigen Tests wurde bewiesen, dass dieser neu entwickelte Wirkstoff sogar antibiotikaresistente Keime abtötete.

Das Studienergebnis wurde kürzlich im Fachjournal „Nature Communications Biology“ veröffentlicht.

Der Studie Studienautor, Dr. Cesar de la Fuente-Nunez, führte in einer Pressemitteilung aus, dass er und sein Team ein toxisches Molekül in ein Molekül verwandelt, dass wirksam zur Behandlung von Infektionskrankheiten ist. Erreicht wurde das, in dem man eine systematische Analyse der Struktur und Funktion der Peptide im Wespengift vornahm. Danach änderte man die Eigenschaften so ab, dass das Wespengift für Menschen keine Gefahr mehr darstellte.

Dieser veränderte Wirkstoff wurde von dem Team um Dr. Cesar de la Fuente-Nunez an Mäusen getestet.

Die Mäuse wurden mit dem Bakterium Pseudomonas aeruginosa infiziert. Pseudomonas aeruginosa ist ein Bakterium, dass schwere Infektionskrankheiten auslösen kann und ist ein Bakterium das gegen fast alle Antibiotika resistent ist.

Nach der Infizierung mit dem Bakterium wurde den Mäusen das veränderte Wespen-Gift verabreicht. Das Ergebnis war, dass alle Mäuse wieder vollständig geheilt waren
In einem weiteren Versuch infizierten die Forscher menschliche Zellen mit dem Bakterium Pseudomonas aeruginosa. Schon nach vier Tagen waren diese Zellen durch das veränderte Wespengift geheilt.
Bild: pixabay website5
Ein solch schnelles Ergebnis mit einem experimentellen Antibiotikum habe ich bislang noch in keinem anderen Experiment gesehen, so de la Fuente-Nunez.

So könnte das Prinzip der Peptid-Veränderung auch auf andere Peptid-Sorten aus der Natur angewendet werden und der Medizin weiterhelfen, so Dr. Cesar de la Fuente-Nunez.

Gerade Wespen gehören nicht zu den beliebtesten Tieren in unserer Natur, aber ihr Gift könnte, so verändert, bald das Leben vieler Millionen Menschen retten.
Was sind Peptide?

Peptid bezeichnet ein Molekül, das aus Aminosäuren aufgebaut ist. Verbunden sind sie über Peptidbindungen. Unterteilt werden Peptide nach der Anzahl der Aminosäuren, aus denen sie aufgebaut sind:

bei unter 10 Aminosäuren = Oligopeptid
bei 10 bis 100 Aminosäuren = Polypeptid
bei mehr als 100 Aminosäuren = Protein
Bild: pixabay website5
Viele Organismen nutzen diese als Teil der Immunabwehr, so auch der Mensch um Mikroben im Körper abzutöten. Die Peptide zerstören die bakterielle Zellmembran.

Schon seit längerer Zeit werden die Peptide von Wissenschaftlern als Grundlage für neue Medikamente genutzt.

Das Wissenschaftsteam um Dr. Cesar de la Fuente-Nunez vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston konnten nun ein Peptid aus der Wespen-Art Polybia paulista isolierern, dass klein genug ist, um als Wirkstoff gegen Bakterien eingesetzt zu werden.

Veröffentlicht wurde die Studie im Fachjournal „Nature Communications Biology“.

Dezember 2018
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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