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Wie breiten sich Keime aus?

Symptome

Infektionen werden von Lebewesen zu Lebewesen weitergegeben. Je effizienter diese Übertragung ist umso schneller breitet sich ein Krankheitserreger aus. Durch unser gesamtes Verkehrswesen in der globalisierten Welt helfen wir den Bakterien und Viren bei ihrer Fortbewegung

Eine Infektion kann jeder auf unterschiedlichster Weise bekommen. Die bekannteste ist wohl die Tröpfcheninfektion - Viren oder Bakterien sitzen in winzigen Wassertröpfchen, die beispielsweise beim Husten oder Niesen von einem Menschen zum anderen übertragen werden können. Schnupfen, Halsschmerzen und auch die Virusgrippe wandern unter anderem auf diesem Weg von Mensch zu Mensch.

Große Bedeutung im Alltag hat auch die so genannte Schmierinfektion: Wer beispielsweise bei einer Grippe in die Hand hustet und danach in der Straßenbahn einen Haltegriff anfasst, hinterlässt dort Krankheitserreger, die auf den nächsten Passanten übertragen werden können. Auch durch Händeschütteln können Viren von einem Menschen zum nächsten wechseln. Eine gewissenhafte Handhygiene wird deswegen bei Grippewellen empfohlen, um sich und andere zu schützen.

Natürlich erreichen Keime den Menschen auch auf anderen Wegen. Beim Geschlechtsverkehr können Herpesviren, die bakteriellen Erreger der Syphilis und der Gonorrhoe („Tripper“), das Hepatitis B-Virus und natürlich HIV übertragen werden. Direkte Blutkontakte sind ein weiterer möglicher Übertragungsweg. Schließlich sind auch heute noch Nahrung und Trinkwasser eine wichtige Quelle für Infektionen, vor allem in wärmeren Ländern. Über kontaminierte Nahrungsmittel erreichen Salmonellen, die Erreger von Reisedurchfällen und das Hepatitis A-Virus den Menschen. Die Cholera ist das wohl bekannteste Beispiel für eine Erkrankung, die sich über das Trinkwasser ausbreitet: Der britische Arzt Dr. John Snow erkannte 1854 anhand eines Stadtplans, dass ein öffentlicher Brunnen die Infektionsquelle bei einem Choleraausbruch in London war.

Zoonosen: Wenn ein Tier dem Menschen die Keime bringt

Einige Infektionserkrankungen, etwa die Masern, werden ausschließlich von Mensch zu Mensch übertragen. Viele andere für den Menschen relevante Infektionen haben ihren Ursprung dagegen im Tierreich. Infektionserkrankungen, die nur oder auch von Tieren auf Menschen übertragen werden können, heißen Zoonosen.

Für den Menschen relevante Zoonosen gehen häufig von Insekten aus. Die Malaria beispielsweise ist eine typische Zoonose: Ihr eigentlicher Wirt ist die Anopheles-Mücke. Das zunehmend häufige Dengue-Fieber, eine lebensgefährliche tropische, virale Fiebererkrankung, wird von Gelbfiebermücken und von der asiatischen Tigermücke übertragen. Auch in unseren Breiten sind Insekten gelegentlich Überträger von Krankheiten. Vor allem die Zecke macht hier im Zusammenhang mit der Frühsommermeningoenzephalitis (FSME), einer zum Teil lebensbedrohlichen Hirnhautentzündung, und der Lyme-Borreliose von sich reden.


Der zweite wichtige Überträger für Zoonosen beim Menschen sind Vögel. Ausbrüche der Vogelgrippe erregen beispielsweise immer wieder Aufmerksamkeit. Dabei werden Viren, die dem menschlichen Grippevirus ähneln, über Exkremente von Vögeln übertragen. Die Psittakose, eine bakterielle Erkrankung, die vor allem die Lunge betrifft, ist ein anderes Beispiel. Sie tritt gelegentlich bei Besitzern von Ziervögeln, speziell Papageien, auf.


Häufig bilden auch andere Säugetiere den Ursprung von Infektionen beim Menschen. Die Schweinegrippepandemie der Jahre 2009 und 2010 ist ein Beispiel für eine ursprünglich von Säugetieren auf den Menschen übertragene Grippe, die dann beim Menschen heimisch wurde und sich mittlerweile im Rahmen der üblichen Grippezyklen von Mensch zu Mensch ausbreitet. Auch die durch Viren verursachte Tollwut und die tropische Japan-Enzephalitis sind (überwiegend) Säugetier-Zoonosen. Das ebenfalls tropische Hanta-Virus schließlich wird von Nagetieren weitergegeben.

Einmal um die ganze Welt
Epidemisch sich ausbreitende Infektionserkrankungen sind so alt wie die Menschheit. Doch die Bedingungen haben sich geändert. Einerseits sind viele Infektionen heute behandelbar und damit leichter kontrollierbar. Andererseits macht die enorme Mobilität moderner Gesellschaften es Erregern leichter, sich auszubreiten. Dauerte es bei historischen Epidemien der Pest oder der Cholera mitunter Jahre, bis sie sich von einem Teil der Erde in den anderen ausbreiteten, kann das heute sehr schnell gehen. Genauso wie ihre Wirtsorganismen sind die Keime heute nicht mehr ausschließlich auf Land unterwegs. Sie nehmen gerne auch das Flugzeug.

Am besten dokumentiert wurde das für die SARS-Infektion, eine durch Coronaviren verursachte, atypische Lungenentzündung. Die SARS-Epidemie forderte in den Jahren 2002/2003 knapp tausend Todesopfer, bevor sie erfolgreich eingedämmt werden konnte. SARS trat erstmals in der chinesischen Provinz Guandong in Erscheinung und wurde ursprünglich entweder von Fledermäusen oder von Schleichkatzen auf den Menschen übertragen. Innerhalb weniger Wochen wurden SARS-Infektionen dann auch in anderen Ländern aktenkundig. Ein Schwerpunkt war die Region Toronto. Rückblickend fanden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler heraus, dass der Ausbruch in Kanada seinen Ursprung in einem Hotel in Guandong genommen hatte, wo sich Touristen infizierten, die das SARS-Virus auf der Rückreise per Flugzeug in ihre Heimat brachten (WHO/Robert Koch Institut).

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