Wundinfektion - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Wundinfektion

Naturheilung
Pflanzliche Mittel und homöopathische Arzneimittel können einer Wundinfektion (früher auch als Wundbrand bekannt) entgegenwirken. Die Einhaltung hygienischer Maßnahmen bei einer Hautverletzung sollte Grundvoraussetzung sein.

Kommt es zu einer Verletzung der Haut, zum Beispiel durch einen Sturz (Schürfwunde), eine Schnittwunde, eine Platzwunde, einen Biss oder einen chirurgischen Eingriff, kann es passieren, dass sich die Wunde mit Bakterien infiziert. Es entsteht eine Wundinfektion, die sich durch Rötung und Erwärmung sowie durch Schwellung und Schmerzen an der betroffenen Hautstelle bemerkbar macht.
Verletzung der Haut
Bild: pixabay website5
Inhalt

Wundinfektion – Ursachen
Wundinfektion – Symptome
Wundinfektion – Diagnose
Wundinfektion – Behandlung
Wundinfektion - Vorbeugen
Wundinfektion - Ursachen

Die Hauptursache einer Wundinfektion sind Bakterien (Streptokokken und Staphylokokken), die die Wunde besiedeln, eher selten sind es Pilze oder Viren. Ob es zu einer Wundinfektion kommt und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen können, ist ganz unterschiedlich. Das kann die Größe und Art der Wunde sein. Je größer die Wunde und der Hautverlust ist, wie das zum Beispiel bei größer flächigen Verbrennungen oder Abschürfungen der Fall sein kann, desto größer auch die Gefahr, dass sich Bakterien dort ansiedeln können. Wenn sich noch Fremdkörper in der Wunde befinden oder Verunreinigungen und/oder die Wunde nur langsam heilt, kann das der Grund für den Bakterienbefall sein, die dann die Entzündung hervorrufen. Aber auch feuchtwarmes Klima oder großer Hitze, wobei man stark schwitzt, ist für eine Wundheilung nicht förderlich. Dazu kommt noch wie hoch die Anzahl der Bakterien ist und wie aggressiv sie sind. Eine weitere Ursache ist das Alter und der Gesundheitszustand des Betroffenen. Bei älteren Menschen sind die Abwehrkräfte wahrscheinlich nicht mehr so stark, so dass eine Wunde längere Zeit braucht, um zu heilen oder eine Grunderkrankung wie beispielsweise Diabetes vorliegt. Bei gesunden Menschen mit einem intakten Immunsystem ist mit einer Wundinfektion weniger zu rechnen, vorausgesetzt die erforderliche Hygiene wird eingehalten, als bei Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist.
Wundinfektion - Symptome

Folgende Symptome deuten bei einer Wunde auf eine Wundinfektion hin:

  • Rötung
  • Überhitzung
  • Schwellung
  • Vermehrter Flüssigkeitsaustritt aus der Wunde
  • Schmerzen
Bild: pixabay website5
Ist die Wunde bakteriell befallen, kommt es je nach Art der Bakterien zu Eiterbildung oder einem fauligen Geruch, was auf fäulniserregende Bakterien zurückzuführen ist. Bevor es aber dazu kommt, sollte man zeitig den Arzt aufsuchen, um ernsthafte Komplikationen zu vermeiden. Denn im weiteren Verlauf kann sich die Entzündung im gesamten Körper ausbreiten und es kann zu einer Blutvergiftung kommen, wobei es zu weiteren Symptomen, wie Fieber, Schüttelfrost und Herzrasen kommen kann.
Wundinfektion - Diagnose

Dauert der Heilungsprozess extrem langsam, besteht die Gefahr, dass es zu einer Wundinfektion kommt. Zeigen sich Rötungen an den Wundrändern und sind diese leicht angeschwollen, sind das erste Hinweise und es ist ratsam, bereits dann damit zum Arzt zu gehen.

Der Arzt wird nach Sicht der Wunde und bei Verdacht auf eine angehende Wundinfektion einen Abstrich aus dem Bereich der Wunde entnehmen, der dann labortechnisch auf eine Wundinfektion untersucht wird. Bei der mikrobiologischen Laboruntersuchung wird, sofern vorhanden, die Art der Bakterien untersucht, so dass ein entsprechendes Antibiotikum eingesetzt werden kann, dass wirksam die Bakterien bekämpft. Gegebenenfalls wird auch Blut abgenommen und untersucht. Das Ergebnis der Untersuchung kann bis zu einer Woche dauern. Daher ist es wichtig frühzeitig zum Arzt zu gehen, um ein weiteres Fortschreiten der Entzündung zeitig einzudämmen und eventuell eine Antibiotika-Behandlung nicht erforderlich zu machen.
Wundinfektion - Behandlung

Hat sich die Infektion der Wunde noch nicht zu weit ausgebreitet bzw. ist noch nicht tiefer in die Wunde gelangt, reicht häufig schon eine gründliche Reinigung und Desinfektion mit keimtötenden Mitteln aus.

Sollte an den Wundrändern abgestorbenes Gewebe sein, muss das entfernt werden. Bei nicht abfließender Eiterbildung, muss die Wunde erneut geöffnet werden, um dass der Eiter abfließen kann. Gegebenenfalls muss eine Wunddrainage gelegt werden, um dass Eiter und Gewebsflüssigkeiten nach außen geleitet werden können.

Hat sich die Entzündung jedoch bereits im gesamten Körper ausgebreitet, was meist mit Fieber und Schüttelfrost einhergeht, liegt wahrscheinlich eine Blutvergiftung (Sepsis) vor. Hier gilt es so schnell wie möglich ein geeignetes Antibiotikum zu finden, was die Bakterien bekämpft.

In jedem Fall sollten strengste Hygienevorschriften eingehalten werden, wozu der tägliche Verbandswechsel mit sterilem und antiseptischem Verbandsmaterial gehört.
Wundinfektion - Vorbeugen

Um es erst gar nicht zu einer Wundinfektion kommen zu lassen, sollte man einige Maßnahmen beachten. Als erstes sollte nach einer Hautverletzung die Wunde gründlich gesäubert und versorgt werden. Dabei sollte man auch darauf achten, dass keine Fremdkörper in der Wunde verbleiben.

Für die Wundpflege sind einige Mittel aus der Naturheilkunde bzw. Homöopathie sehr zu empfehlen, wie zum Beispiel Calendula (Ringelblume) als Salbe, Gel oder als Umschläge mit verdünnter Urtinktur (in der Apotheke oder Drogerie erhältlich). Calendula wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Zudem wird die Wundheilung beschleunigt. Doch Vorsicht: bei tieferen Wunden sollte man von einer äußeren Anwendung mit Calendula absehen, da die obere Hautschicht zwar schnell abheilt, sich im tieferen Bereich der Wunde aber noch Entzündungsherde befinden können. Das kann dann zur Eiterbildung und sogar zu Abszessen führen.

Die Homöopathie hält einige Mittel parat, die bewirken, dass Wunden schneller verheilen. Für die innere Anwendung ist die Einnahme von Calendula D6 als Globuli sehr zu empfehlen, davon 10 x täglich je drei Globuli. Für die äußere Anwendung wird auch Arnica empfohlen, als Umschläge oder Salbe, wobei Salben nicht auf offene Wunden aufgetragen werden dürfen.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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