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Allergien – Vorbeugung bei Kindern

Baby/Kinder
Kann man durch einfache Maßnahmen das Allergierisiko bei seinen Kindern verringern? Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten.

Gerade in den vergangenen Jahrzehnten haben Allergien zugenommen. Warum die Allergien immer häufiger auftreten, ist noch nicht geklärt.

So hat auch das Robert-Koch-Institut in einer großen Studie festgestellt, die über 12 Monate lief, dass fast jedes 10. Kind zwischen drei und zehn Jahren unter Heuschnupfen litt.
Allergien- Bild: pixabay website5


Man kann, auch bei einer familiären Vorbelastung, einiges für seine Kinder tun, um das Allergierisiko vorbeugend zu verringern.

Eine erste wichtige Maßnahme wäre zum Beispiel Babys in den ersten sechs Monaten ausschließlich zu stillen. Während dieser Stillzeit sollte man sich ausgewogen und nährstoffdeckend ernähren.

Verschiedene Studien haben inzwischen nachgewiesen, dass Muttermilch wohl einen schützenden Effekt vor Allergien hat.

Zudem sollte die Mutter während der Schwangerschaft und Stillzeit keine Diät durchführen.

Eine Mindeststillzeit von 4 bis 6 Monaten einhalten.

Zusätzliche Beikost erst ab dem 5. Bis 7. Lebensmonat.
Inhalt

Allergieprophylaxe
Allgemeines zu Allergien
Weitere Themen
Allergieprophylaxe

Eine große Rolle spielt das Erbgut: Haben beide Elternteile die gleiche Allergie, haben Kinder das höchste Risiko eine Allergie zu entwickeln. Das Risiko hier liegt bei ca. 60 bis 80 Prozent. Sind beide Elternteile allergiefrei, liegt die Gefahr an einer Allergie zu erkranken bei Kindern bei ca. 15 Prozent.

  • Ist kein Elternteil allergisch, liegt die Gefahr einer allergischen Erkrankung bei 0 bis 15 Prozent.
  • Ist ein Elternteil allergisch, liegt die Gefahr einer allergischen Erkrankung bei 20 bis 24 Prozent.
  • Sind beide Elternteile allergisch, liegt die Gefahr einer allergischen Erkrankung bei 60 bis 80 Prozent.

Quelle: Daten des Deutschen Allergie- und Asthmabunds (DAAB)

Zu den häufigsten Allergien bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland zählen zum Beispiel Heuschnupfen, Neurodermitis oder Asthma. Zu beachten ist, dass Allergien nicht heilbar sind, aber man kann einer Erkrankung vorbeugen.
Allergieprophylaxe während der Schwangerschaft: Überholt sind frühere Empfehlungen, dass Schwangere auf allergene Nahrungsmittel wie z. B. Nüsse oder Fisch verzichten sollten. Nach neueren Studien gibt es sogar Hinweise, dass Fisch in der Ernährung der Mutter das Allergierisiko des Kindes senkt. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Frauen sich vielfältig und ausgewogen ernähren.
Wenn das Kind nicht gestillt werden kann oder wenn zugefüttert werden muss, dann sollten allergiegefährdete Kinder mindestens vier Monate lang hydrolysierte Säuglingsnahrung statt oder zusätzlich zu Muttermilch erhalten.

Auch sollte man auf das Rauchen verzichten und unbedingt das Passivrauchen meiden. Gerade Tabakrauch erhöht das Risiko, dass das Kind an Asthma erkrankt.
Beikost: Frühsten ab den vollendeten 4. Lebensmonat, am besten erst nach dem 6. Lebensmonat, kann Beikost hinzukommen. Zu beachten ist hier, dass nicht zu viele neue Lebensmittel auf einmal eingeführt werden. So kann sich der kleine Körper besser an die neue Nahrung gewöhnen. So können auch eventuelle Unverträglichkeiten besser beobachtet werden.
Kaiserschnitt: Jedes dritte Kind kommt in Deutschland durch einen Kaiserschnitt zur Welt. Studien weisen darauf hin, dass das Risiko für spätere Allergien dadurch erhöht ist.
Verantwortlich dafür ist wohl das Immunsystem. Kommt der Säugling auf normalen Weg zur Welt hat er bereits im Vaginalkanal Kontakt zu Bakterien und muss sich damit auseinandersetzen. Bei einem Kaiserschnitt entfällt dieser Kontakt.
Übergewicht: Ob Übergewicht die Gefahr einer Allergie erhöht, ist noch nicht abschließend geklärt. Da Kinder mit Übergewicht aber häufiger z. B. an Asthma erkranken, sollte man das Gewicht des Kindes im Auge behalten.
Tabak: Kinder schadet der Tabakrauch immens, nicht nur während der Schwangerschaft und Stillzeit, sondern auch wenn das Kind passiv mitrauchen kann.
Schimmel in Wohnräumen: Innenräume sollten nicht zu warm und feucht sein. Genau diese Umgebung mögen Schimmelpilze. Jeder Raum sollte immer gut durchlüftet sein.
Seife, Cremes und Shampoos: Setzen Sie bei Ihrem Kind Seife, Cremes und Shampoos sparsam ein. Außerhalb sollten die Produkte möglichst keine Duft- und Farbstoffe enthalten.
Allergieauslöser- Bild: pixabay website5
Allgemeines zu Allergien

Warum bekommen wir Allergien: Eine moderne übertriebene Reinlichkeit kann durch Verweichlichung des Immunsystems zur Allergie führen. Starker Stress kann allergische Symptome verstärken. Warum wir plötzlich Allergien bekommen wissen auch die Forscher nicht genau, man weiß nur, dass das Immunsystem verrücktspielt und man so einen Heuschnupfen bekommt. Bekannt ist unter anderem, dass Allergien vererbt werden können. Wenn ein Elternteil Allergiker ist, hat das Neugeborene ein Risiko von 20 bis 40 Prozent diese Krankheit zu bekommen.
Was passiert mit dem Körper: Unser Immunsystem reagiert auf eigentlich harmlose Stoffe wie z. B. Blütenpollen oder Tierhaare. In diesen Stoffen befinden sich sogenannte Allergene. Es sind somit körperfremde Eiweiße. Trifft ein Allergen auf unsere Haut oder Schleimhäute reagiert das Immunsystem übertrieben. Typische Symptome sind Juckreiz, Hautentzündungen, allergischer Schnupfen oder Atemnot.
Wie werden Allergien festgestellt: Beim Arzt wird der klassische Haut-Test mit auslösenden Stoffen durchgeführt. Häufig wird ein Pricktest gemacht, dadurch wird festgestellt, welche Art von Allergie (z. B. Kontaktallergie) vorliegt. Mit Mini-Ritzern wird der Stoff unter die Haut gebracht. Eine genaue Diagnose erreicht man aber nur über einen Bluttest - Untersuchung auf Antikörper.
Kreuzallergien: Allergiker, die auf Pollen reagieren, reagieren häufig zusätzlich auf Lebensmittel. Bei jedem zweiten Birkenpollenalergiker kribbelt die Zunge, wenn er einen Apfel isst. Die Allergene in Birkenpollen und Äpfeln ähneln sich, das Immunsystem verwechselt die Stoffe und schlägt Alarm.
Ist Vorbeugung möglich? Zum Beispiel sollten werdende Mütter nicht rauchen (auch nicht passiv). Sonst steigt das Allergie-Risiko für Kinder um ein Vielfaches. Babys mindestens 4 bis 6 Monate stillen. Körperfremdes Eiweiß (Kuhmilch) gilt als wichtiger Allergie-Auslöser.
Modeschmuck meiden, der Nickel enthält. Nickel löst Ekzeme aus.
Vorsicht ab Beginn des Frühjahres: Wenn Minusgrade dafür sorgen, dass noch keine Blüten an den Pflanzen sind, haben Pollenallergiker noch eine Schonzeit, wenn die Natur aber loslegt, bekommen Allergiker schnell juckende Nasen und Augen.
Heuschnupfen: Er ist die häufigste Allergieform. Der Körper bekämpft harmlose Pflanzensamen wie Birken, Haselnuss oder Gräserpollen. Symptome: Juckreiz in Nase, Augen und Mund. Die Augen tränen. Dazu verstopfte Nase, Niesanfälle und Atemnot. Viele Betroffene fühlen sich schlapp.
Kontaktallergie: Die Kontaktallergie ist die zweithäufigste Allergieform. Es leiden viermal mehr Frauen als Männer an dieser Form. Ausgelöst wird sie durch den Kontakt mit einem bestimmten Stoff, wie Kosmetik oder Waschmittel und Latex.
Bild: pixabay website5

Symptome: Die Haut wird rot, schwillt an und juckt. Es bilden sich Bläschen oder Knötchen, in schlimmen Fällen nässende Ekzeme.
Neurodermitis: Es ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben auftritt. Der Auslöser ist eine Allergie auf bestimmte Stoffe, die Psyche und Umwelteinflüsse. Die Tendenz dieser Erkrankung ist steigend.
Symptome: Ein Krankheitsschub beginnt mit geröteten, schuppenden Hautstellen. Es bilden sich Bläschen, die aufplatzen und nässende Stellen hinterlassen. Starker Juckreiz.
Nahrungsmittelallergie: Es werden immer mehr Menschen durch bestimmte Lebensmittel krank. Sie haben eine Allergie oder Unverträglichkeit. Die Auslöser sind vielfältig, z. B. Gluten (Klebereiweiß in Weizen), Nüsse, Milch (Laktose) oder frisches Obst, wie Äpfel oder Erdbeeren. Je nach Ursache sehr verschieden, z. B. Juckreiz, Asthma, Durchfall.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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