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Altershaut richtig pflegen
Die Haut altert mit uns. Sie wird nicht nur faltiger, auch ihre Funktion lässt nach.

Die Veränderung des Hautbildes ist ganz natürlich und kann auch nicht aufgehalten werden.

Die Veränderungen der Haut zeigen sich zum Beispiel durch Falten oder Altersflecken. Bei dieser sogenannten Altershaut handelt es sich um einen ganz normalen Alterungsprozess. Die Haut wird mit zunehmendem Alter trockener und empfindlicher, sie benötigt dann eine spezielle Pflege. Zudem benötigt sie die richtige Ernährung, denn auch die Ernährung spielt bei der Altershaut eine wichtige Rolle bei der Hautpflege.

Die Altershaut, auch reife Haut genannt, betrifft Frauen und Männer gleichermaßen.

Man versucht heutzutage diesen Prozess der unaufhaltbaren Alterserscheinungen zu kaschieren und hinauszuzögern. Aber Falten und Altersflecken gehören zum Altern dazu und zeugen eigentlich von einer bestimmten Lebenserfahrung und Weisheit.
Altershaut - Das sollte man wissen
Bild: clipdealer.de
Inhalt

Das sollte man wissen
Altershaut – Faktoren, die man nicht beeinflussen kann
Dazu gehören
Äußerliche Einflüsse
Äußere Faktoren sind zum Beispiel
Altershaut – Symptome
Altershaut – Therapie und Pflege
Hautschonende natürliche Wirkstoffe für die Haut
Kosmetische Hilfen bei Altershaut
Altershaut – Schulmedizinische Behandlung
Weitere Themen
Das sollte man wissen

Der eigentliche Alterungsprozess der Haut beginnt schon ab dem 20. Lebensjahr, da sich ab diesem Alter die Hautzellen langsamer regenerieren. Ca. ab dem 30. Lebensjahr nimmt auch die Aktivität der Schweiß- und Talkdrüsen ab. Dadurch wird die Haut trockener und die ersten Falten werden sichtbar. Zu den ersten Alters- und Pigmentflecken kommt es ca. ab dem 50. Lebensjahr.

Jetzt wird die Haut immer faltiger und dünner, auch wird das Venengeflecht sichtbar. Die Haut wird immer empfindlicher, da die Elastizität des Bindegewebes nachlässt.

Zudem ist die Haut wesentlich empfindlicher und es kommt häufiger zu Entzündungen, Juckreiz und Rötungen der Haut.

Vorwiegend mit der Altershaut beschäftigt sich die Gerontodermatologie. Sie behandelt die Folgen der Hautalterung und beschäftigt sich mit der Prophylaxe und Pflege der Altershaut. Ziel dieser Fachrichtung ist es, das Auftreten oder den Prozess bestehender Hautschäden zu verhindern bzw. zu verlangsamen.

Die geriatrische Medizin ist nicht spezifisch altersdefiniert, behandelt allerdings überwiegend die älteren Patienten, die meist über 65 Lebensjahre alt sind. Hauptziel der Altersmedizin ist, die Funktionalität einer älteren Person zu erhalten, zu optimieren sowie Lebensqualität und Selbstversorgung zu verbessern.
Altershaut – Faktoren, die man nicht beeinflussen kann

Das Altern der Haut ist von vielen Faktoren abhängig. Unterschieden wird dabei von den sogenannten intrinsischen (im Inneren (z.B. einer Zelle) gelegen) Faktoren und von den extrinsischen (von außen) Faktoren.

Die innerlichen Faktoren (intrinsischen) sind nicht beeinflussbar.
Dazu gehören:

  • Abnahme der proliferativen Aktivität der Keratinozyten (Keratinozyten sind spezialisierte Zellen der menschlichen Epidermis, welche die Hornsubstanz Keratin produzieren. Keratin wirkt wasserabweisend und verleiht der Haut Schutz und Stabilität. Es ist auch die Bausubstanz der Hautanhangsgebilde (Haare, Nägel) Verringerung von Epidermis (Epidermis (Oberhaut) ist die oberste Schicht unserer aus insgesamt drei Schichten bestehenden Haut) und Dermis (Die Dermis (Corium) ist die derbe Lederhaut, die aus straffem Bindegewebe besteht)
  • Verminderung der Feuchtigkeit
  • Reduktion der Talg- und Schweißdrüsen
  • Abnahme der Differenzierungs- und Reparaturmechanismen der Basalzellen (Als Basalzellen bezeichnet man Zellen, die in tiefen Zellschichten von Epithelien auf oder in der Nähe der Basalmembran ruhen. In der Regel handelt es sich dabei um Reservezellen, die für die Regeneration abgestorbener Epithelzellen sorgen) der Epidermis (Die Epidermis (Oberhaut)ist die oberste Schicht unserer aus insgesamt drei Schichten bestehenden Haut. Zu 90 Prozent besteht die Epidermis aus einer Hornschicht, aufgebaut aus speziellen Zellen, die an der Hautoberfläche verhornen und dann abgestoßen werden. Die Epidermis erneuert sich ständig)
  • Verminderung der Kollagensynthese (Kollagen ist das häufigste Eiweiß (Protein) im menschlichen Körper. 30 % unserer Proteine sind Kollagen. Es ist ein Strukturprotein, das vielen Körperteilen ihre Festigkeit gibt. Unterschiedliche Formen von Kollagen gibt es nicht nur in der Haut, sondern auch in unseren Knochen, den Knorpeln und den Zähnen. Außerdem sorgt Kollagen für die Zugfestigkeit unseres Bindegewebes)
  • Verlust der Elastizität und Kontraktilität der Haut
  • Verringerung der Sensibilität
  • Verminderung der Durchblutung
  • Verminderung der Immunfunktion durch Abnahme immunkompetenter Zellen, z. B. der Langerhans-Zellen
  • Reduktion von Melanozyten (Die Melanozyten sind die pigmentbildenden Zellen der Haut)
  • Erhöhung des pH-Wertes auf der Hautoberfläche
  • Abnahme des subkutanen Fettgewebes mit Änderung des äußerlichen Erscheinungsbildes
Äußerliche Einflüsse

Das primäre physiologische Altern kann man nicht beeinflussen, da es durch zelluläre Alterungsprozesse bestimmt wird. Dem sekundären Altern kann man jedoch entgegentreten.

Die Haut jedes Menschen verändert sich im Alter unterschiedlich schnell, wobei dies von den folgenden Kriterien abhängt: Umwelteinflüsse (UV-Strahlung, freie Radikale), erbliche Veranlagung (Hormone, Hauttyp) sowie dem individuellen Lebensstil (Ernährung, Sport, Rauchen, übertriebene Reinlichkeit, Stress).
Äußere Faktoren sind zum Beispiel:

  • Bewegungsmangel
  • Fehlernährung
  • Suchtmittelkonsum
  • Rauchen
  • Alkohol
  • Umwelteinflüsse
  • Krankheiten

So kann man seine Ernährung ändern, mit dem Rauchen aufhören und sich mehr bewegen.
Altershaut – Symptome

  • Juckreiz
  • Glänzende Haut
  • Alterswarze
  • Mimikfalten auf der Stirn und um die Augen
  • Faltenbildung
  • Faltenbildung zwischen Nase und Mund
  • Blutschwämme (Angiome)
  • Schuppung der Haut
  • Feuchtigkeitsverlust
  • erweiterte Äderchen
Naturheilkunde Altershaut
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Altershaut – Therapie und Pflege

Zur Therapie müssen Hauterkrankungen und Begleiterkrankungen ausgeschlossen werden. Zudem sind auch die Lebensumstände zu berücksichtigen.

Die Altershaut ist anspruchsvoll und benötigt eine reichhaltige Pflege. Zu bedenken ist jedoch, dass man den Alterungsprozess der Haut nicht ganz aufhalten kann.

Den Alterungsprozess kann man nur verlangsamen. Entgegenwirken kann man jedoch einem Austrocknen- bzw. Spannungen und Jucken der Haut.

Haut, je älter sie ist, benötigt vor allem Feuchtigkeit. Durch ausreichende Feuchtigkeit kann die Barrierefunktion der Haut aufrechterhalten werden und somit die Gefahr von Entzündungen verringern.

Zum Baden oder Waschen sollte man nur Pflegeprodukte verwenden, die rückfettend sind.

Ölbäder mit Mandel oder Sojaöl eignen sich bestens. Auch sollte man auf pH-neutrale Pflegeprodukte ohne Konservierungsstoffe, Farbstoffe und Duftstoffe zurückgreifen.

Die Duschzeit oder Badezeit sollte 15 Minuten nicht überschreiten und mit lauwarmem Wasser ausgeführt werden.

Für die trockene Haut keine Kernseife zum Waschen verwenden und tagsüber fette Cremes sowie nachts regenerierende Cremes verwenden.

Auch harte Hautbürsten sind out, die die Durchblutung fördern sollen. Diese strapazieren und schädigen die Hornhaut stark und sollten daher nicht mehr zum Einsatz kommen.

Zudem sollte das Einreiben mit Franzbranntwein und anderen alkoholischen Hausmitteln gegen Muskelschmerzen bzw. zur Durchblutungsförderung unterlassen werden. Diese Stoffe trocknen die Haut stark aus und reizen sie.

Juckt die Haut, helfen meist harnstoffhaltige Lotionen mit ca. zwei bis zehn Prozent Urea.

Ist es zu einem Ekzem gekommen, sollte man einen Arzt oder Ärztin konsultieren.
Hautschonende natürliche Wirkstoffe für die Haut

Mandelöl ist hautfettend und überwiegend verträglich.

Rosmarinöl ist antibakteriell und hautfettend.

Urea wirkt antibakteriell, juckreizstillend und ist feuchtigkeitsbindend.

Zink kühlt die Haut und wirkt entzündungshemmend

Bisabolol ist ein Inhaltsstoff der Kamille mit entzündungswidrigen, desinfizierenden, wundheilungsfördernden Eigenschaften und ist hautfettend.

Jojobaöl ist hautfettend und gleicht Defizite, wie Trockenheit der Haut, aus.

Bienenwachs ist der Grundstoff vieler Cremes und wirkt rückfettend.

Avocadoöl wird von der Haut schnell aufgenommen und verbessert aufgrund der enthaltenen Vitamine A und E sowie der ungesättigten Fettsäuren das Hautbild.

Eingesetzt wird es als Anti-Aging-Öl bei trockener oder unreiner Haut. Durch seine Wirkung unterstützt das Avocadoöl die natürliche Barrierefunktion der Haut.

Aloe Vera wirkt beruhigend und feuchtigkeitsspendend. Die entzündungshemmende Wirkung von Aloe vera ist zum Teil durch Studien belegt. Bekannt sind gute Heilerfolge in der Behandlung von Herpes genitalis, Schuppenflechte und bei bestimmten Hautausschlägen. Aloe vera enthält Wirkstoffe, die eine gestresste und trockene Haut beruhigen und nähren können. Diese fördern die Heilungsprozesse beschädigter Hautzellen, wodurch Falten gemindert werden können und die Gesichtshaut jünger aussieht.

Genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. Empfohlen werden zwei bis drei Liter täglich vor allem als Wasser oder Kräutertees.

Viel Obst, Gemüse und Nüsse essen. Auf das Hautbild wirken sich auch Zink und Eisen positiv aus.

Als besonders wirkungsvoll ist Vitamin A auf das Hautbild.

Enthalten ist Vitamin A zum Beispiel in:

  • Eigelb
  • Milch
  • Butter
  • Fisch
  • Linsen
  • Bohnen
  • Brokkoli
  • Spinat

Die gleiche Wirkung wird Vitamin E nachgesagt.

Enthalten ist Vitamin E in:

  • Blumenkohl
  • Spinat
  • Brokkoli
  • Zucchini
  • Avocado
  • Datteln
  • Nüsse
  • Sonnenblumenöl
  • Olivenöl

Beide Vitamine gelten als Jungbrunnen für die Haut, da sie freie Radikale abfangen können und die Hautregeneration fördern.
Kosmetische Hilfen bei Altershaut

Aus der Kosmetikbranche gibt es eine Vielzahl von Produkten, die eine Hautalterung angeblich aufhalten können.

Diese sogenannten Antifalten-Cremes können die Haut zwar nicht wieder jugendlich straff werden lassen, aber sie wirken einem Austrocknen der Haut entgegen.

Durch diese Cremes entsteht ein kurzfristiger Eindruck eines glatteren Hautbildes. Meist durch die enthaltenen Wirkstoffe wie zum Beispiel Kollagen, Elastin, Hyaluronsäure, Harnstoff oder Coenzym Q10.
Antifalten-Cremes bei Altershaut
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Altershaut – Schulmedizinische Behandlung

Um alternde Haut wieder zu straffen und zu verjüngen, gibt es in der Medizin einige Methoden. Dazu gehören die Botoxbehandlung, Kollagenspritzen, Dermabrasion oder Schönheitsoperationen. Diese Behandlungen sind jedoch kostspielig und werden von den Krankenkassen nicht übernommen.
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