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Anstieg der Hautkrebserkrankungen vermutet

Dermatologen (Hautärzte) befürchten einen deutlichen Anstieg der Hautkrebserkrankungen für die nächsten 30 Jahre in Deutschland.

Als hauptsächlichen Verursacher haben die Ärzte das Lebensgefühl der Siebziger und Achtzigerjahre ausgemacht, als die Bräune noch schick war.
Bild: pixabay website5
Für viele Menschen galt das Sonnenbräunen vor ca. 30 Jahren als normal. Auch bei Bauarbeiter und anderen Berufsgruppen gehörte der freie Oberkörper im Sommer einfach dazu.

Das Bewusstsein für die Gefahren von Hautkrebs ist jedoch inzwischen gestiegen, aber das Erbe der Vergangenheit bleibt. So glauben die Hautärzte an einen deutlichen Anstieg aller Hautkrebserkrankungen in den nächsten 30 Jahren.
Dirk Schadendorf, Hautarzt am Uniklinikum Essen, führte bei einer Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft in Berlin aus: „Wir werden jetzt die Effekte der Siebziger- und Achtzigerjahre sehen, in denen Bräune schick war“. Und weiter: „Oft vergehen Jahrzehnte, bis sich aus Hautschäden durch einen Sonnenbrand Hautkrebs entwickelt“.

In Deutschland gibt es rund 300.000 Neudiagnosen von Hautkrebs pro Jahr. Mehrheitlich wird der weiße Hautkrebs diagnostiziert. Bei ca. 23.000 Fällen handelt es sich um den schwarzen Hautkrebs. Dazu kommen andere eher seltene Hauterkrankungen.

An Hautkrebs zu erkranken nimmt im Alter zu, aber auch immer mehr jüngere Menschen erhalten die Diagnose Hautkrebs.

Dirk Schadendorf vom Uniklinikum Essen betont zwar, dass ein Verhaltenswandel stattgefunden hat, der aber nur bedingt hilft.
So werden Sonnencremes immer noch häufig zu dünn aufgetragen oder aber nicht oft genug. Durch diese Verhaltensweise wird der aufgedruckte Lichtschutzfaktor häufig nicht erreicht. Auch ist zu bedenken, dass eine Packung Sonnenschutz pro Person vielleicht zwei Wochen hält, aber keine drei Jahre lang für die ganze Familie.

Zudem hilft Sonnencreme nicht zwingend gegen den schwarzen Hautkrebs. Wichtig ist, sich nicht allzu lange in der prallen Sonne aufzuhalten, Kopfschutz zu tragen und lange Hemden und Hosen zu tragen.
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So sagt zum Beispiel Katharina Kaminski von der Patientenselbsthilfe Melanom in Düsseldorf: „Hautkrebs wird immer noch unterschätzt. So gibt es Aussagen unter dem Motto „Ach, nur Hautkrebs, da hast du aber Glück gehabt“.

Katharina Kaminski fordert unter anderem Sonnencremspender in Schulen und Kitas zur Verfügung zu stellen und ein Verbot von Solarien.
Inhalt

Schwarzer Hautkrebs
Hautkrebs – Selbstkontrolle
Weißer Hautkrebs
Hautkrebs – Vorbeugung
Weitere Themen
Schwarzer Hautkrebs

Der schwarze Hautkrebs (malignes Melanom) ist der gefährlichste Hautkrebs. Diese Krebsart streut mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Körper und kann in kürzester Zeit tödlich enden. In Deutschland gibt es rund 3.000 Todesfälle durch den schwarzen Hautkrebs jährlich.

Wird der schwarze Hautkrebs frühzeitig erkannt, liegt die Heilungschance bei 86 bis 100 Prozent, so der Berufsverband der Dermatologen.

Dirk Schadendorf führte aus, dass inzwischen mehr als zehn neue Medikamente auf dem Markt sind, die eine Vermehrung von Hautkrebszellen gezielt blockieren oder aber das Immunsystem stärken.

Christoph Skudlik, Mediziner am Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation in Osnabrück berichtete, dass Hautkrebs seit 2015 als eine von ca. 80 Berufskrankheiten anerkannt ist. So belegt Hautkrebs mit Rang drei einen der Spitzenplätze. Weiter führte er aus, ob Spargelstecher, Bauarbeiter oder Dachdecker, alle hätten eine bis zu dreimal höherer Belastung durch Sonneneinstrahlung als bisher geschätzt.

Für Christoph Skudlik steht die Sonnencreme erst am Ende einer Präventionskette. Er meint, dass schattenspendende Zelte beim Spargelstechen oder Sonnensegel auf Baustellen so normal werden sollten, wie zum Beispiel das Anschnallen im Auto. Weitere Auflagen wie zum Beispiel schützende Kleidung und Kopfbedeckungen - etwa auch für Bademeister hält Christoph Skudlik für unerlässlich.
Hautkrebs – Selbstkontrolle

Um Hautkrebs von normalen Leberflecken zu unterscheiden gilt die ABCDE-Regel.

  • Das A steht für Asymmetrie (Form). Ist der Fleck ungleichmäßig, ist das ein Warnsignal und sollte von einem Hautarzt untersucht werden.
  • B steht für Begrenzung. Ist der Fleck verwaschen, uneben und hat raue Ränder ist das ein eventueller Hinweis auf Hautkrebs.
  • Das C steht für Farbe. Treten zum Beispiel in einem Leberfleck verschiedene Farben auf, rosa, grau oder schwarz muss das Muttermal von einem Arzt untersucht werden.
  • D steht für Größe. Ist der Leberfleck größer als fünf Millimeter ist das ebenfalls ein Warnsignal und muss abgeklärt werden.
  • Das E steht für Veränderung. Verändert sich das Muttermal innerhalb von drei Monaten, sollte man ebenfalls einen Hautarzt aufsuchen.

Der Hautarzt wird bei der Kontrolle des Hautflecks ein sogenanntes Auflichtmikroskop (Dermatoskop) auf das Muttermal setzen, um durch die stark vergrößernde Lupe mit eingebauter Lampe zu sehen, ob es sich eventuell um Hautkrebs handeln könnte. Entsteht bei dieser Untersuchung der Verdacht auf ein malignes Melanom, wird der entsprechende Bereich in der Regel entfernt und unter dem Mikroskop begutachtet. Erst diese Untersuchung kann die Diagnose endgültig sichern.
Weißer Hautkrebs

Der weiße Hautkrebs hingegen metastasiert nur sehr selten. Er könne fast immer chirurgisch entfernt werden, schreibt der Krebsinformationsdienst. In der Fachsprache wird der weiße Hautkrebs als Basaliom oder Plattenepithelkarzinom bezeichnet.
Hautkrebs - Vorbeugung

Schon im Kindergarten sollte die Prävention beginnen. So kooperierten bundesweit 200 Hautärzte 2018 mit Kitas, um auf Hautkrebs aufmerksam zu machen. Ralph von Kiedrowski, Mitglied im Vorstand des Berufsverbands der Dermatologen, sagte: „Kinderhaut ist am empfindlichsten, egal, ob das Kind helle oder dunkle Haare hat“. Über die Kinder hofft der Berufsverband der Dermatologen auch die Eltern zu erreichen.

Seit Juli 2008 haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre einen Anspruch auf eine Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs, das so genannte „Hautkrebs-Screening“. Wahrgenommen wird dieses Screening jedoch nur von 40 % der gesetzlich Versicherten.

Weitere Maßnahmen zum Schutz gegen Hautkrebs sind zum Beispiel:

  • Sonnenbäder so wenig wie möglich.
  • Der Haut Zeit geben, sich ab Frühjahr an die Sonne zu gewöhnen.
  • Den besten Schutz vor UV-Strahlung zu erreichen ist, sich durch Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille zu schützen.
  • Ungeschützte Hautstellen großzügig mit Sonnencremes (hoher Lichtschutzfaktor) eincremen.
  • Sonnencremes verlieren nach einem Bad oder Schwitzen ihre Schutzfunktion.
  • Nur wasserfeste Sonnencreme beim Baden verwenden, aber auch sie muss nach ca. zwei Stunden neu aufgetragen werden.
  • Säuglinge und Kleinkinder gehören nicht in die pralle Sonne.
  • Schon ab März und April ausreichend Sonnenschutz verwenden. In den letzten Jahren führten die mit der Klimaerwärmung zu begründenden Niedrig-Ozon-Werte bereits im Frühling zu einer hohen UV-Strahlung.

Hautärzte raten zudem von der Nutzung von Solarien ab, denn die dort eingesetzten künstlichen UV-Strahlen sind mit dem gleichen Risiko der Entstehung von Hautkrebs verbunden wie die natürliche Sonneneinstrahlung.

Mai 2019
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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