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Asthma-Risiko bei Kindern durch Feinstaubbelastung

Es gibt immer mehr Asthma-Erkrankungen in Industrieländern. Besonders betroffenen sind Kinder.

Wissenschaftler kamen zum Schluss, dass die Fälle an Asthma-Erkrankungen in mehr als 10 Prozent der Fälle vermeidbar wären.

Inzwischen leiden nach Schätzungen 235 bis 338 Millionen Menschen unter Asthma. Diese Zahl soll sich nach Expertenmeinung bis zum Jahr 2025 um weitere 100 Millionen erhöhen.
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Gerade Asthma gehört zu den häufigsten Erkrankungen bei Kindern. Geschätzt wird, dass die chronische Krankheit bei ca. 6,2 Millionen Kindern unter 18 Jahre weltweit auftritt. Als Hauptursache der Krankheit gilt der Feinstaub in der Luft. Experten sind sich einig, dass ca. 11 Prozent der Fälle verhindert werden könnten, wenn sich die Länder an die Grenzwerte der WHO halten würden. Sollte der Wert unter diesen Grenzwerten liegen, könnte der Wert sogar 33 Prozent betragen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzt die Grenzwerte bei Feinstaub bei PM2,5 fest.
Feinstaub - Gesundheitliche Auswirkungen
Was ist Feinstaub?

Unter dem Begriff Feinstaub werden der primär emittierte und sekundär gebildete Feinstaub zusammengefasst. Primärer Feinstaub wird unmittelbar an der Quelle freigesetzt, zum Beispiel bei Verbrennungsprozessen. Entstehen die Partikel durch gasförmige Vorläufersubstanzen wie Schwefel- und Stickoxide und Ammoniak, so werden sie als sekundärer Feinstaub bezeichnet.

Gesundheitliche Auswirkungen

Eine aktuelle Bewertung der Gesundheitsauswirkungen von Feinstaub durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat klar gezeigt, dass eine erhöhte PM2,5-Belastung in Zusammenhang mit schweren Gesundheitsauswirkungen (z.B. Herz-Kreislauferkrankungen) steht. Für diese Auswirkungen konnte kein Schwellenwert gefunden werden, das heißt, sie können auch bei Belastungen unter dem Grenzwert auftreten. Dadurch kann es zu einer signifikanten Verminderung der Lebenserwartung kommen.
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Studio
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Die Wissenschaftler werteten Daten von 63,5 Millionen Kindern aus. Die Kinder waren zwischen ein und 14 Jahren alt und lebten in 16 EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen und der Schweiz Dabei untersuchten sie wie hoch die Belastung durch PM2,5-Feinstaub, Stickoxid (NO2) und Kohlenstoffpartikel wie Ruß in diesen europäischen Ländern war. Zudem untersuchten sie, wie viele Kinder Asthma-Patienten waren.

Bei dieser Untersuchung wurden osteuropäische Mitglieder der EU nicht berücksichtigt, da aus diesen Ländern bisher keine aussagekräftigen Daten über die Belastung der Luft vorliegen.

Die Daten der Luftverschmutzung stammen aus einer Erhebung von 2011. Damals hatten Wissenschaftler untersucht, wie sich landwirtschaftliche Nutzung und Verkehrsaufkommen auf die Luft in verschiedenen Gegenden Europas auswirkten.
Die Forscher entwickelten ein Konzept, dass aus zwei Szenarien bestand, um sicher abschätzen zu können, wie stark sich die Luftbelastung auf die Asthmahäufigkeit bei Kindern auswirkt.

Beim ersten Szenario legten die Forscher die Grenzwerte der WHO zugrunde. Sie kamen zu dem Schluss, dass, wenn die Länder die Werte für Luftverschmutzung der WHO einhalten würden, sich der Wert um 11 Prozent und damit um mehr als 66.500 neue Asthmafälle pro Jahr verringern würde. Das zumindest ermittelten die teilnehmenden Studioautoren. Im Gegensatz dazu liegt die Zahl der vermeidbaren Fälle beim Stickstoff mit 2400 vermeidbaren Fällen nur bei 0,4 Prozent. Der Grund: Bei Stickstoff erreichen die meisten Länder schon heute die WHO-Grenzwerte, entsprechend gering fiel die Verbesserung der Luftqualität aus.
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Szenario zwei ging davon aus, dass der Grenzwert der WHO unterschritten wird. Demnach könnten sogar 33 Prozent, also 190.000 der jährlichen Neuerkrankungen verhindert werden.

Auf Grund des Ergebnisses raten die Forscher dazu, die WHO-Werte herabzusetzen.

Die Wissenschaftler weisen jedoch darauf hin, dass die strengeren Minimalwerte insgesamt unrealistisch seien. Außerdem: "Es ist allgemein bekannt, dass Asthma von weiteren Faktoren jenseits der Luftverschmutzung ausgelöst werden kann.“

Veröffentlicht wurde die Studie im Fachblatt European Respiratory Journal.

August 2019
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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