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Bärentraube - Heilpflanze

Heilpflanzen
Die Bärentraube gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Heimisch ist sie unter anderem in Mittel- und Nordeuropa, wo sie in Mooren und auf Heiden wächst und sieht der Preiselbeerpflanze sehr ähnlich. Die Pflanze wächst als kleiner Strauch und bildet am Boden einen rasenartigen Flächenbewuchs. Die ganzrandigen Blätter glänzen auf der Oberseite dunkelgrün, auf der Unterseite sehen sie blassgrün und matt aus. Die weißlich-rosaroten Blüten ordnen sich glockenförmig an, aus diesen Blüten reifen rote Beeren (Steinfrüchte) heran. Die Früchte treten als rote Beeren hervor und schmecken mehlig. Die Bärentraube ist ein mehrjähriges und immergrünes Gewächs.

Da der Zwergstrauch in Deutschland immer seltener anzutreffen ist, gilt er hierzulande als "besonders geschützt“. Man muss die Blätter entweder kaufen oder stattdessen die Blätter der Preiselbeere verwenden, die ähnlich wirksam sind.

Die Sammelzeit der Pflanze ist April bis Oktober, dort wo es noch erlaubt ist, da die Pflanze geschützt ist.

Die kleinen, ledrigen Blätter der Bärentraube sind die bekannteste Kräutermedizin gegen Blasenentzündungen.
Geschichte

Die Bärentraube wächst vorwiegend in Nordeuropa und in mitteleuropäischen Gebirgen. Auf Grund dessen war die Pflanze in der Antike als Heilpflanze nicht bekannt. Empfehlungen für die Heilpflanze traten erstmals im Mittelalter auf. Erwähnt wurde die Pflanze erstmalig im 13. Jahrhundert in englischen Kräuterbüchern Damals wurde die Pflanze nicht nur bei Erkrankungen des Harnapparates, sondern auch gegen Gallenbeschwerden eingesetzt.

Auch wurden die frischen Blätter der Bärentraube auf offene Wunden z. B. an den Beinen gelegt, da die Blätter adstringierend, entzündungshemmend und antibiotisch wirken.

Seit 1994 sind diese Eigenschaften "offiziell anerkannt": In der Monografie der Kommission E des damaligen Bundesgesundheitsamtes wird die antibakterielle Wirkung bestätigt und die Anwendung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege anerkannt.

Der Name selbst ist einfach zu erklären, er entstand, weil die Beeren gerne von Bären gefressen werden.
Heilwirkung

  • adstringierend
  • antibakteriell
  • harntreibend
  • tonisierend
Anwendung z. B. bei:


Hauptsächlich werden die Bärentraubenblätter bei Entzündungen der Harnorgane, wie z. B. bei einer Blasenentzündung verwendet.

Durch das in den Blättern enthaltene Arbutin, das sich im Harn verwandelt, da der Harn durch die Entzündung alkalisch geworden ist, entsteht aus Arbutin die Wirkstoffe Hydrochinon und Methylhydrochinon. Diese beiden Stoffe wirken antibiotisch, so dass Blasenentzündungen und Nierenbeckenentzündungen wirksam bekämpft werden können.
Bärentraubenblätter-Tee: Pro Tasse nimmt man 1 Esslöffel Bärentraubenblätter, die man 5 Minuten lang kochen lässt.
Bei einer Blasenentzündung sollte man ein bis zwei Tassen davon täglich trinken. Sollte die Entzündung besonders akut sein, kann man bis zu vier Tassen täglich trinken.

Geht die Blasenentzündung mit Fieber daher, muss man unbedingt einen Arzt aufsuchen. Der Arzt wird in diesen Fällen die Blasenentzündung zusätzlich mit Antibiotika behandeln. Wenn man mit einer fieberhaften Blasenentzündung zu sorglos umgeht, kann sich daraus eine potentiell lebensbedrohliche Nierenbeckenentzündung entwickeln. Bärentraubenblätter-Tee ist in solchen Fällen nur noch als Ergänzung zur Schulmedizin sinnvoll.

Der Tee hat meist nur Nebenwirkungen, wenn man einen empfindlichen Magen hat. Es kann in solchen Fällen zu Magenschmerzen und Übelkeit kommen.

Bärentraubenblätter-Tee ist kein harmloser Hustentee, sondern ein hoch wirksames Medikament mit Nebenwirkungen. Daher sollte man Bärentraubenblätter-Tee nur maximal eine Woche am Stück und höchstens 5-mal im Jahr anwenden.
Kaltansatz

Durch einen Kaltansatz werden die wichtigen wirksamen Inhaltsstoffe ausgezogen, während die Gerbstoffe, die wegen der Magenbelastung und des unappetitlichen Aussehens nicht erwünscht sind, kaum aus dem Pflanzenmaterial extrahiert werden.
Zubereitung Kaltansatz: Die Bärentraubenblätter werden mit kaltem Wasser übergossen und einige Stunden (z. B. über Nacht) bei Raumtemperatur stehen gelassen. Dann seiht man die Flüssigkeit ab, erwärmt und trinkt sie.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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