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Blutschwämmchen (Hämangiom) bei Kindern

Baby/Kinder
Bei einem Blutschwämmchen, der Fachbegriff hierfür ist Hämangiom, handelt es sich um eine gutartige Wucherung der innersten Gefäßwände. Auf der Haut des Babys, meist im Gesicht, ist das Blutschwämmchen als rot oder bläulich schimmernder Fleck sichtbar. Die Hautstruktur des Flecks ist schwammartig und die Größe kann zwischen wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern variieren.

Blutschwämmchen treten bei etwa drei Prozent aller Säuglinge auf. 30 % der Blutschwämme sind schon bei der Geburt vorhanden und 70 % bilden sich in den ersten Lebenswochen. Die meisten Blutschwämmchen wachsen zunächst ziemlich rasant auf eine bestimmte Größe heran und bilden sich dann im Laufe der Zeit wieder zurück, was aber bis zu 10 Jahre dauern kann.

Wenn ein Baby mit einem Blutschwämmchen geboren wird, womöglich noch im Gesicht, ist das für die Eltern zunächst ein Schock. Der Begriff Tumor in diesem Zusammenhang macht das Ganze noch schlimmer, wobei die Bezeichnung Tumor irreführend ist, da es sich nicht um Gewebsneubildung handelt, sondern um gutartige Wucherungen der innersten Gefäßwände.

Die gutartigen Wucherungen schmerzen und jucken nicht und bilden sich in der Regel komplett zurück. Dennoch sollten jegliche Hautveränderungen genau beobachtet werden und regelmäßig vom Kinderarzt bzw. Hautarzt kontrolliert werden. Manche Blutschwämmchen sitzen auch an äußerst ungünstigen Stellen, wie zum Beispiel am Auge, an der Nase oder an der Lippe und können sehr hinderlich sein. Gefährlich können die Blutschwämmchen (Hämangiome) sein, die in den Körper wachsen und dadurch schlimmstenfalls Organe blockieren können.
Inhalt

Blutschwämmchen - Ursachen
Blutschwämmchen - Diagnose
Blutschwämmchen - Behandlung
Blutschwämmchen – Hilfe aus der Homöopathie und Naturheilkunde
Weitere Themen
Blutschwämmchen - Ursachen

Warum es überhaupt zur Entstehung von Blutschwämmchen (Hämangiome) kommt, konnte bisher noch nicht geklärt werden. Mediziner vermuten, dass hormonelle und genetische Faktoren hierbei eine Rolle spielen. Mädchen sind davon fünfmal häufiger betroffen als Jungen.
Blutschwämmchen - Diagnose

Die meisten Blutschwämmchen sind deutlich auf der Haut sichtbar und somit ist die Diagnose leicht gestellt. Allerdings ist es wichtig, die Tiefenausdehnung zu bestimmen, was nur per Ultraschalluntersuchung, eventuell sogar kombiniert mit Farbdoppler, möglich ist. Diese Untersuchungen geben auch weitere Hinweise auf die Aktivität eine Blutschwämmchens, etwa wie schnell es wächst oder die Form verändert und ob eine weitere Behandlung erforderlich ist.
Blutschwämmchen - Behandlung

Ob und wie behandelt wird, hängt von einigen Faktoren ab, wie Größe, Position und Beeinträchtigung. Allerdings wird in den meisten Fällen zunächst abgewartet, da sich rund 80 % der Blutschwämmchen bei Kindern zurückbilden.

Die meisten Blutschwämmchen sind die sogenannten „lokalisierten Hämangiome“. Sie wachsen etwa ab Geburt, zunächst als winzig roter Fleck sichtbar, meist ziemlich schnell zu einer rötlich, runden Hauterhebung heran. Etwa nach einem halben Jahr oder einem Jahr haben sie ihre Größe erreicht und bilden sich, wenn auch sehr langsam, wieder zurück. Blutschwämmchen im Gesicht können aber nicht nur ein kosmetisches Problem darstellen, was spätestens im Kindergartenalter für die Kinder eine unschöne Erfahrung sein kann, sondern sie können auch dauerhaft kosmetische Schäden hinterlassen, im Nasenbereich kann es zu Nasendeformierung kommen, im Augenbereich kann es zu starker Sichtbeeinträchtigung kommen und an den Lippen bilden sich die Blutschwämmchen häufig nicht zurück.

Sitzen die Blutschwämmchen (lokalisierten Hämangiome) am Stammbereich, wie Arme oder Beine, ist das kosmetische Problem zu vernachlässigen und meist rät man zum Abwarten. Allerdings gibt es auch hier ungünstige Bereiche, die behandlungsbedürftig sind, wie Blutschwämmchen zwischen den Zehen oder Fingern. Im Genitalbereich oder After sollte ebenfalls behandelt werden, da das Risiko einer Geschwürbildung besteht.

Neben dieser Art der Blutschwämmchen gibt es noch sehr seltene Formen, die zwar in die Kategorie Blutschwämmchen gehören, wie zum Beispiel die „segmentalen Hämangiome“, aber auch die, die nicht eindeutig zugeordnet werden können. Bei den segmentalen Hämangiomen handelt es sich um auffällig flächendeckende Rötungen meist im Gesicht und von Geburt an. Diese wachsen dann meist sehr schnell und können sich über eine Gesichtshälfte ausbreiten. Im Mundbereich können sie die Luftröhre einengen und das Atmen behindern.

Es ist also in jedem Fall wichtig, die Blutschwämmchen von Fachleuten untersuchen und gegebenenfalls behandeln zu lassen.

Für die Behandlung stehen heutzutage mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, die meist nebenwirkungsfrei sind und die, wenn nötig, früh eingesetzt werden sollten. Bei der Behandlung ist der Wachstumsstopp des Blutschwämmchens vorrangig. Welche Art der Behandlung in Frage kommt, wird nach genauer Untersuchung der Arzt festlegen.

Folgende Behandlungsmethoden gibt es
Lasertherapie: Die Laserbehandlung ist die häufigste Methode, um das Ausbreiten des Blutschwämmchens zu stoppen (bei größeren) und zu verkleinern oder zur Entfernung. Der Laser zerstört hierbei die Blutgefäße. Da diese Methode mit Schmerzen verbunden ist, findet die Behandlung in Narkose statt. Es können kleine Narben zurückbleiben.
Kryotherapie: Unter Kryotherapie versteht man eine lokal angewandte Kältebehandlung. Diese Methode kann zur Entfernung von flachen Blutschwämmchen angewandt werden. Bei großflächigen Blutschwämmchen wird betäubt, da die Behandlung schmerzhaft sein kann, bei kleineren ist eine Betäubung nicht nötig. Es können kleine Narben zurückbleiben.
Medikamente: Ist eine Behandlung erforderlich, kann es sein, dass zu anderen Therapien, wie Laser- oder Kryotherapie, zusätzlich oder ausschließlich Medikamente zum Einsatz kommen. Dies ist meist anzuraten, wenn es sich um großflächige und schnell wuchernde Blutschwämmchen handelt oder diese an unerreichbaren Stellen liegen, wie zum Beispiel hinter dem Augapfel. Kortison ist in den häufigsten Fällen hierbei sehr wirkungsvoll, allerdings meist nicht ohne Nebenwirkungen (Magen-Darm-Probleme, Bluthochdruck oder Überzuckerung). Alternativ hierzu bietet sich das Herzmedikament Propranolol an, ein Betablocker. Aber auch hierbei ist mit Nebenwirkungen zu rechnen (verminderte Herzleistung, niedriger Blutdruck oder Verkrampfung der Muskulatur der Bronchien). Besser verträglich hat sich ein proranololhaltiges Gel erwiesen zur örtlichen Behandlung von Blutschwämmchen. Die medikamentöse Behandlung von Blutschwämmchen (Hämangiome) sollte aber nur in Betracht kommen, wenn der Arzt bzw. Facharzt diese Therapieform begründet.
Operation: Eine Operation ist bei Blutschwämmchen eher die Ausnahme. Wenn der Sitz des Hämangioms jedoch behindert, wie zum Beispiel am Auge, ist ein chirurgischer Eingriff sinnvoll. Auch aus kosmetischer Sicht, wenn das Blutschwämmchen auf dem Kopf sitzt, ist es besser operieren zu lassen, damit später keine kahle Stelle auf dem Kopf zurückbleibt.
Blutschwämmchen – Hilfe aus der Homöopathie und Naturheilkunde

Die meisten Blutschwämmchen sind gutartige Geschwulste, die im Laufe der Zeit von alleine wieder verschwinden und nur in seltenen Fällen sind die schulmedizinischen Behandlungsmaßnahmen erforderlich.

Eine Alternative bietet der Einsatz von Mitteln aus der Homöopathie und der Naturheilkunde, die bei der Rückbildung eines Blutschwämmchens (Hämangioms) helfen können. Aus der Natur sollen Schwedenkräuter, Ringelblume, Hauswurz und Zypresse erfolgversprechend sein. Ein erfahrener Heilpraktiker wird Sie über die Möglichkeiten und Erfolgsaussichten aufklären.

Auch aus der Homöopathie gibt es einige Mittel, die die Rückbildung eines Blutschwämmchens bewirken können. Sulfur oder Schwefel soll in Verbindung mit weiteren Wirkstoffen sich positiv auf die Rückbildung eines Blutschwämmchens auswirken. Weitere homöopathische Mittel sind Eberraute und Abrotanum. Ein erfahrener Homöopath wird nach eingehender Untersuchung das Mittel empfehlen, was am besten für den Patienten geeignet ist.
Fazit: Ein Blutschwämmchen, vor allem im Gesicht, ist für Eltern zunächst ein Schock. Die nötige Aufklärung, nämlich dass die blutunterlaufenden Flecken meist harmlos sind und ganz von alleine wieder verschwinden, sollten beruhigen, gibt es doch weitaus schlimmere „Leiden“. Grundsätzlich gilt aber, dass die Blutschwämmchen (Hämangiome) besonders beobachtet werden, was natürlich bei den regelmäßigen Untersuchungen beim Kinderarzt ohnehin der Fall ist. Aber auch in den dazwischen liegenden Zeiten sollten die Eltern bei jeder Art der Hautveränderung dies dem Kinderarzt bzw. Facharzt mitteilen und untersuchen lassen.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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