Eberraute (Artemisia abrotanum) – Naturheilkunde - Natürliche Heilung Krankheiten Gesundheit mit Hilfe der Naturheilkunde

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Eberraute (Artemisia abrotanum) – Naturheilkunde
Die Eberraute ist eine mehrjährige Pflanze. Verwandt ist sie mit dem Beifuß und Wermut.

Die Pflanze hat in der europäischen Naturheilkunde eine lange Tradition. Leider ist die Eberraute als Heilpflanze etwas in Vergessenheit geraten. Beheimatet ist die Eberraute in den Gebieten des ehemaligen Jugoslawiens und dem östlichen Anatolien. Dort wächst die Pflanze immer noch wild.

Verwendung findet die Eberraute auch in der Küche. Insbesondere werden fettige Speisen mit ihr gewürzt, so z. B. Fleischgerichte, Gans und Ente. Der Geschmack der Blätter ist bitter und sehr aromatisch.
Inhalt

Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten
Eberraute (Artemisia abrotanum) – Pflanzenbeschreibung
Eberraute (Artemisia abrotanum) – Geschichte
Eberraute - Verwendete Pflanzenteile/Inhaltsstoffe
Eberraute (Artemisia abrotanum) – Heilwirkung
Eberraute (Artemisia abrotanum) – Anwendungsbereiche
Eberraute – Nebenwirkungen/Kontraindikation
Eberraute (Artemisia abrotanum) – Anwendung
Eberraute (Artemisia abrotanum) – Teerezept
Eberraute (Artemisia abrotanum) – Tinktur
Eberraute kaufen
Eberraute in der Küche
Eberraute - Nazurheilkunde
Bild: pixabay website5
Weitere volkstümliche Namen der Pflanze lauten

Die Eberraute ist unter weiteren volkstümlichen Namen bekannt.

So z. B. unter den folgenden Namen:

  • Colakraut
  • Abraute
  • Eberreis
  • Staubwurz
  • Amberbaum
  • Gartenheil
  • Jungfernleid
  • Pastorenkraut
  • Zitronenkraut
Eberraute (Artemisia abrotanum) – Pflanzenbeschreibung

Heimisch ist die Eberraute (Artemisia abrotanum) in Südeuropa (im ehemaligen Jugoslawien und dem östlichen Anatolien). Die mehrjährige Pflanze ist ein Verwandter des Beifußes und des Wermuts.

Die Eberraute wächst als winterharte, ausdauernde mehrjährige Pflanze zwischen 60 und 150 cm hoch. Die Blätter sind gefiedert, graugrün und an der Unterseite behaart. Die Blätter der Eberraute sind wechselständig angelegt. Die Stängel der Pflanze können je nach Standort und Wuchsbedingungen verholzen. Auch sind die Stängel leicht behaart.

Die Blütezeit der Pflanze liegt zwischen Juli und September. Sie haben eine weiße bis gelbliche Farbe. Jede Pflanze bildet zahlreiche kleine Blütenköpfe aus. Angeordnet sind die bis zu 5 mm großen Blüten in einer ährenartigen Traube.

Aus den kleinen Blüten entwickeln sich die nussartigen Schließfrüchte aus.

Von der Eberraute gibt es mehrere Unterarten bzw. Sorten.

Die Eberraute gehört zur Pflanzenfamilie der Korbblütler (Asteraceae) und der wissenschaftliche Name lautet „Artemisia abrotanum“.

Im engeren Sinne gehört die Pflanze zur Gattung der Artemisien (Artemisia), die mit über 500 Arten sehr artenreich ist. Zu dieser Gattung gehören u.a. wichtige Kräuter wie der Beifuß (Artemisia vulgaris), der Estragon (Artemisia dranunculus) oder der Wermut (Artemisia absinthum).
Eberraute (Artemisia abrotanum) – Geschichte

Die Eberraute wurde schon in der Antike als Heilkraut genutzt und angebaut. Die Griechen schätzten die Pflanze aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle und ihrem starken und angenehmen Geruch.
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Auch im Mittelalter wurde die Heilpflanze in Mitteleuropa in Klöstern als Heil- und Gewürzkraut angebaut. Man schätzte damals ihre aphrodisierende und belebende Wirkung. Eingesetzt wurden die Extrakte gegen eine Vielzahl von Krankheiten. Erwähnt wurde die Heilpflanze unter anderem in Werken von Hippokrates, Plinius und Hildegard von Bingen.

Im Kräuterbuch von P. A. Mattioli (1590) wurde die Eberraute konkret gegen Würmer, Brustschmerzen und zur Behandlung von Geschwülsten verwendet.
Eberraute - Verwendete Pflanzenteile/Inhaltsstoffe

Verwendung finden das Kraut und die Blätter.

Inhaltsstoffe

Die wichtigste Inhaltsstoffe der Pflanze sind:

Eberraute (Artemisia abrotanum) – Heilwirkung

Eberraute hat teilweise eine entzündungshemmende, krampflösende und antiödematöse Eigenschaft und gute antibakterielle Eigenschaften. Verantwortlich dafür sind vor allen die Gerb- und Bitterstoffe der Heilpflanze. Sie regen z. B. die Produktion von Verdauungssäften in Magen, Galle und Leber an und sorgen für eine gute Verdauung, unterstützen den Appetit und verschaffen Linderung bei Magenbeschwerden und Magenkrämpfen.

Weitere Heilwirkung

  • harntreibend
  • krampflösend
  • schweißtreibend
  • abwehrsteigernd
  • antibiotisch
  • tonisierend
  • menstruationsfördernd
  • antibakteriell
  • beruhigend
Eberraute (Artemisia abrotanum) - Anwendungsbereiche

Extrakte von der Eberraute stärken z. B. die Verdauungs- und die Harnorgane. Helfen aber auch gegen Husten und Bronchitis. Sie können aber auch bei Frauenbeschwerden helfen und wirken gegen Einschlafstörungen und Rückenschmerzen.

Weitere Anwendungsgebiete in der Volksheilkunde

Angewendet wird die Eberraute in der Volksheilkunde auch bei folgenden Beschwerden:

Eberraute – Nebenwirkungen/Kontraindikation

Extrakte der Eberraute (Artemisia abrotanum) dürfen nicht während einer Schwangerschaft (um vorzeitige Wehen zu vermeiden) und Stillzeit eingesetzt werden.
Eberraute (Artemisia abrotanum) - Anwendung

Angewendet werden die Extrakte der Eberraute entweder als Würzkraut gegessen oder als Tee getrunken.
Eberraute (Artemisia abrotanum) - Teerezept

Die Ziehzeit des Tees ist davon abhängig, ob frische oder getrocknete Blätter verwendet werden.

Man benötigt für einen Tee 250 bis 300 ml kochendes Wasser sowie ein bis anderthalb Teelöffel getrocknetes Eberrautenkraut.
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Man übergießt das getrocknetes Eberrautenkraut mit dem heißen Wasser. Der Sud muss für fünf Minuten ziehen und wird dann abgeseiht.

Damit die Abwehrkräfte nachhaltig gestärkt werden, sollte man bis zu drei Mal täglich über acht Wochen den Tee trinken.

Gerade als Tee, Tinktur oder Aufguss zubereitet, haben die Extrakte der Heilpflanze gesundheitsfördernde, reizlindernde Eigenschaften bei Husten und Bronchitis, Fieber, Blasen- und Nierenschwäche, nervösen Magenleiden, Menstruationsbeschwerden, Einschlafstörungen und Rückenschmerzen.
Eberraute (Artemisia abrotanum) – Tinktur

Man füllt ein Schraubdeckelglas mit 50 Gramm getrocknete oder 100 g frischen Pflanzenteilen und übergießt die Pflanzenteile vollständig mit z. B. hochkonzentriertem Weingeist (Apotheke oder online erhältlich). Man kann auch einfachen Korn oder Wodka mit mindestens 40 % Vol. Alkoholanteil verwenden. Dann wird das Glas fest verschraubt und für mindestens vier Wochen zum Ziehen zur Seite gestellt. Danach wird abgeseiht und in eine dunkle Flasche abgefüllt.
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Davon nimmt man dreimal täglich 10 - 50 Tropfen ein.

Die Tinktur stärkt z. B. die Verdauungs- und die Harnorgane und lindert Husten und Bronchitis. Außerdem lindert sie Frauenbeschwerden und aktiviert die Menstruation. Auch gegen Einschlafstörungen und Rückenschmerzen kann man die Tinktur verwenden.
Eberraute kaufen

Da die Eberraute als Heilkraut heutzutage etwas in Vergessenheit geraten ist, findet man es nur in manchen Apotheken und Drogeriemärkten oder online.

Die Eberraute hat einen unverwechselbaren aromatischen Duft nach Zitronen oder Kampfer bzw. Cola. Beim Kauf sollte man darauf achten, die echte Eberraute nicht mit dem optisch ähnlichen und verwandten Estragon, Beifuß oder Wermut zu verwechseln.
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Häufig wird die Eberraute in Pflanzencentern als Colastrauch angeboten.

Im Kräuterfachhandel oder Online-Marktplätze können auch getrocknete Eberrautenblätter gekauft werden. Diese sind jedoch selten und meist vergleichsweise teuer.

Das gesunde Heilkraut ist auch als praktische Fertigzubereitung zur Nahrungsergänzung in Apotheken, Reformhäusern und bei Naturkostanbietern erhältlich.
Eberraute in der Küche

Besonders bekannt war das vielseitige Küchenkraut als Würzpflanze zum Verfeinern von üppigen Fleischgerichten. Aber auch als Zusatz in Eisteemischungen, Salaten, Dressings, Dips oder Quarkspeisen hat sich die Eberraute bestens bewährt.
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Bitte beachten Sie: Die hier gefundenen Informationen ersetzen keinen Arztbesuch. Wenden Sie sich bei Krankheiten und Beschwerden an einen Homöopathen oder Arzt.
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